Neubrücker Literaturkreis

5 Feb

…war begeistert von diesem Buch.

Diejenigen, die eine Kirchenkritik erwarten, werden von dem Buch enttäuscht, und diejenigen, die ein Zeugnis für Christus bzw. das Klosterleben erwarten auch.

Der Autorin kam es darauf an, eine Geschichte zu erzählen und nicht für oder gegen etwas Zeugnis abzulegen.

Nun zu den Vorwürfen:

Frau Peters Klosterleben ist nicht gescheitert. Sie hat lange Jahre im Kloster verbracht und ausgehalten, sie läßt keinen Frust ab, sondern erzählt auch schöne Erlebnisse aus dem Klosterleben. Auch ist sie  nicht einfach mit einem Typen abgehauen. Sie hat auf ihr Herz gehört und sich für die Liebe und ein Kind entschieden, sicherlich ein anspruchsvolleres Projekt, als im Kloster zu leben.

Im Buch befindet sich keinerlei narzisstischer Eigenkommentar. Wohl aber nimmt die Autorin ihre Mitmenschen so ernst, dass sie sie auch nur als Menschen sieht – Menschen, die Fehlentscheidungen treffen können und die hinterfragt werden müssen.

Die Klostergemeinschaft hat Frau Peters keine Ausbildung zur Buchhändlerin geschenkt, sondern die Priorin hat erkannt, das die junge Frau  ihren eigenen Bereich, Verantwortung und Herausforderung braucht. Aber ganz deutlich haben in diese Entscheidung auch die finanziellen Hintergründe des Klosters mit gespielt. Die klösterliche Buch -und Kunsthandlung  sollte zur Einnahmequelle werden, da die Altersversorgung der Schwestern auf dem Spiel stand.

Der Stil des Buches ist nicht platt, sondern einfach natürlich. Auch nicht ironisch,  es ist einfach witzig, wo es Witziges aus dem Klosterleben zu berichten gibt. Frau Peters  ist eine starke Frau, die das tut, was sie für richtig hält.

Sie hat keine Erfahrungen auf Kosten anderer gesammelt. Sie hat für die Gemeinschaft unentgeldlich gearbeitet, sich in die Gemeinschaft eingebracht  und war eine Bereicherung  für die Klostergemeinschaft. Sonst hätte man sich nicht dafür entschieden, sie zur ewigen Profess zuzulassen.

Die Autorin findet im Kloster „alles irgendwie komisch und rührselig“. Sie findet es nicht so, es ist so, Klosterleben ist nicht mehr zeitgemäß und man hält an alten und überholten Riten fest, die das Ganze nur starr und einengend machen.

Fazit: Das wahre Leben findet nicht hinter Klostermauern statt. Im wahren Leben geht es um eigenständiges Denken und Handeln und „Gottes Sohn“ ist hinter Klostermauern nicht leichter zu finden als in der Freiheit.

Übrigens verrät die Autorin bewußt nicht den Namen des Klosters und führt uns -was das betrifft- auch auf falsche Fährten. Wir haben das Rätsel gelöst…einfach mal googeln…viel Erfolg!

Unser nächster Literaturkreis

in der Stadtteilbibliothek Neubrück: Freitag, 4.3. 2011 von 10.00 – 11.30

Wir lesen und diskutieren

lab

2 Antworten to “Neubrücker Literaturkreis”

  1. tboley 05/02/2011 um 15:11 #

    Ich will ja nicht meckern (gut, tue ich gerade), aber die Textfarbe oben ist grausam. Und dann auch noch drei verschiedene: türkis, blau, hellgrün. Das ohne Vorwarnung auf nüchternen Magen…

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