Die Niederlande zu Gast in Köln

Die Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen feiern in diesem Jahr Jubiläum: Zum 20. Mal sind Autoren aus einem anderen Land zu Gast hier in Köln, um in Bibliotheken, Schulen und an öffentlichen Orten ihre Literatur in zweisprachigen Lesungen vorzutragen. Im Jubiläumsjahr haben wir uns wieder dem Land zugewandt, mit dem 1996 alles angefangen hat: Die Niederlande.
Eröffnet werden die Kinder- und Jugendbuchwochen am 25. Mai mit einer ganz besonderen Ausstellung: Unter dem Titel „Schau mich an“ werden im Museum für Angewandte Kunst Köln Illustrationen der flämischen Illustratorin Ingrid Godon und Kinderporträts des berühmten Kölner Fotografen August Sanders gezeigt, begleitet von Texten des niederländischen Autors Toon Tellegen.
Die Autorinnen und Autoren kommen zwischen dem 29. Mai und dem 12. Juni; unsere Bibliothek beteiligt sich mit Lesungen in acht Stadtteilbibliotheken. Wie immer gibt es auch ein begleitendes Kinoprogramm im jfc Medienzentrum sowie ein Theaterstück für Kinder im COMEDIA Theater. Letzteres ist auf Niederländisch mit einer kurzen deutschen Einführung. Es gibt zwei Aufführungen (am 29. und am 30. Mai).
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In der Kinderbücherei der Zentralbibliothek kann man sich ab heute in einer Sonderausstellung viele Bücher der eingeladenen Autorinnen und Autoren anschauen und ausleihen, und zwar auf Deutsch und Niederländisch! Außerdem findet man hier – sowie in allen Bibliotheken, in denen Lesungen stattfinden – die Programmhefte mit Autorenporträts und Informationen über Theater, Kino und Ausstellung zum Mitnehmen. Zusätzlich wird es in der Q-Thek einen Thementisch zum Thema „Flandern und Niederlande“ geben.
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit der SK-Stiftung Kultur.
(Waltraud Reeder-Dertnig)

Für euch gelernt – Nähfehler mit der Overlock

Aus Schaden wird man klug. Auch aus dem anderer Leute. Und deshalb zeige ich euch ab jetzt mal meine Nähfehler, die ich auf unserer eigentlich supertollen Overlock-Maschine gemacht habe. Denn sie macht zwar vieles selbständig (Stofftransport, Fadenspannung, Einfädeln …), aber eben doch nicht alles. Die Fehler muss ich schon selbst machen – und ihr könnt daraus lernen! So habt ihr auch was davon, und wenn’s nur Schadenfreude ist 🙂

Hier also Fehler Nummer 1:

Fehler_Arm2Mein erstes Raglanshirt litt darunter, dass ich noch keine Kurven nähen konnte. Das ist bei der Umstellung von einer normalen Maschine zur Overlock etwas heikel – die Overlock geht ab wie Schmidts Katze, wenn man nur ganz zart das Pedal streichelt, und leider schneidet sie ja zeitgleich. Deshalb habe ich mit dem Messer beim Übergang vom Ärmel zur Seitennaht richtig fies in den Stoff geschnitten.
Auch Hinterhernähen hat nicht gut geklappt (Anfängerfehler Nr. 2), deshalb sieht die Naht so strubbelig aus. Zu Hause musste meine Nähmaschine retten, was noch ging.

Gelernt habe ich daraus:

Langsam in die Kurven gehen, Pausen machen, das Nähstück zurechtrücken und – ganz wichtig – die Naht als möglichst gerade Strecke legen. Eigentlich logisch, wo wir ja die Babylock auch ganz gern mit einem Ferrari vergleichen 🙂
 
Und wie sieht das bei euch so aus? Habt ihr passend zu meinem Fehler noch einen Supertipp, um das im Vorhinein zu vermeiden? Oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
(cd)
 

Kölner Kulturpreis geht an Hannelore Vogt und Werner Jung

Am Mittwoch erreichte uns diese großartige Nachricht und wir sind noch immer begeistert und gratulieren ganz herzlich!

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Hannelore Vogt

Die Jury des 7. Kölner Kulturpreises hat unsere Direktorin Dr. Hannelore Vogt zur Kulturmanagerin des Jahres 2015 gewählt und Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Kulturpreis ist eine Auszeichnung des Kölner Kulturrats, mit dem dieser die Leistungen des Vorjahres würdigt.
In der Begründung der Jury heißt es, Dr. Vogt habe ihre Einrichtung zu einer der attraktivsten ihrer Art in Europa gemacht und mutig mit unkonventionellen Denkansätzen viele innovative Entwicklungen angestoßen – mit einer überwältigenden Resonanz bei den Nutzerinnen und Nutzern. Die Stadtbibliothek Köln mit der Zentrale am Neumarkt, elf Stadtteilbibliotheken und dem Bücherbus sei interdisziplinär vernetzt und ergänze mit Kulturangeboten den üblicherweise zu erwartenden Bibliotheksservice. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert.
Einen Ehrenpreis hat die Jury des Kölner Kulturpreises zum sechsten Mal nach 2011 verliehen. Damit sollen Personen oder Einrichtungen gewürdigt werden, die der Kölner Kultur bedeutende Impulse gegeben haben. Der diesjährige Preisträger Dr. Werner Jung halte, so die Jury, mit dem NS-Dokumentationszentrum als weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannte und geschätzte Institution die Erinnerung an die deutsche Vergangenheit wach. So leiste er einen wertvollen Beitrag zur aktuellen politischen Diskussion über Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung.
Zur Jury des Kölner Kulturpreises gehörten in diesem Jahr der Vorsitzende des Kulturrats NRW, Gerhart Baum, der Intendant des Bonner Kunstmuseums, Prof. Dr. Stephan Berg, die ehemalige Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Regina Wyrwoll, der Inhaber der literarischen Buchhandlung Bittner, Klaus Bittner, der Kulturjournalist Martin Oehlen, der Aufsichtsratsvorsitzende der Generali Deutschland Holding AG, Dietmar Meister, der Vorsitzende des Kunstsalon Köln e.V., Dr. Peter Bach, Olaf Wegner von ifp und der Sprecher des Kölner Kulturrats, Dr. Hermann Hollmann.

geeks! Big Data für Jobsuche und Recruiting am 6. Juni 2016

Plakat Big Data
Im Juni starten die geeks mit einem vielfältigen Thema in den Sommer: Big Data & Jobsuche. Denn:
Unternehmen nutzen heute schon eine Menge unserer Daten, um mit immer ausgefeilteren Methoden nach neuen Mitarbeitern zu suchen, zum Beispiel in den Online-Berufsnetzwerken wie LinkedIn und Xing. Die Verwendung großer Datenmengen und zunehmend optimierte Suchalgorithmen helfen dabei, mehr über die Kandidaten in Erfahrung zu bringen, eine Vorauswahl zu treffen und Stellenangebote und Bewerber zu „matchen“. Big Data erleichtert also Unternehmen und Institutionen wie Hochschulen die Arbeit und kann auch Freiraum schaffen für Arbeit, die nur von Menschen geleistet werden kann wie Beratung und Unterstützung.
Bei vielen Menschen erzeugt das Stichwort „Big Data“ dennoch Angst und Misstrauen. Dabei gibt es Chancen, auch für Arbeitnehmer: Arbeitsmarkt und Vergütung können transparenter werden.
Es gibt also Chancen – wenn wir sie nur richtig nutzen. In der Podiumsdiskussion soll aufgezeigt werden, welche das sind und was es zu wissen und zu beachten gilt. Dabei werden Vertreter aus Unternehmen, Bewerber und Anbieter miteinander sprechen.
Ute Blindert von den Digital Media Women wird als Moderatorin durch den Abend führen.
Detaillierte Informationen zum Event und dem Podiumsgästen findet ihr unter geeks.cologne.
 
Eine Anmeldung ist für die Veranstaltung nicht erforderlich, wir würden uns aber freuen, wenn ihr euch bei Eventbrite eintragt, damit wir die Gästezahl und damit die notwendigen Mengen für Getränke und Snacks einschätzen können.
In Kooperation mit Digital Media Women e.V. .Unterstützt durch Kölncampus.

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Overlock – Das Easy-Peasy-Shirt

1VorlageNachdem wir euch jetzt schon so viel über unsere neue Overlock-Maschine erzählt haben (hier und hier), sollt ihr heute auch mal sehen, was man damit genau machen kann. Dafür habe ich mir ein Projekt herausgesucht, das für eine Nähanfängerin wie mich ganz machbar aussah: Die Zeitschrift „Handmade Kultur“, Heft 02/2013, enthielt Schnittmuster und Anleitung für das „Easy Peasy Shirt“. Und easy peasy war das mit der Overlock wirklich!
Zu Hause habe ich das Schnittmuster ausgedruckt, die Teile in der richtigen Größe kopiert und dann aus meinem Stoff zugeschnitten. Statt es zweifarbig zu nähen, wie in der Anleitung vorgesehen, habe ich mich für die einfarbige Variante entschieden. Funktioniert auch, und der Schnitt ist schon für sich ein Hingucker.
2Einzelteile
Hier seht ihr die Einzelteile. Vorder- und Rückenteil sind leicht zu identifizieren, aber hat das Ding keine Ärmel? Tja, die sind nur halblang und verstecken sich hinter diesem Teil rechts neben dem Vorderteil. Sie sind mit der Rückenpasse verschmolzen und bekommen extra lange Ärmelbündchen, die seht ihr auf dem Foto neben dem Steckdosenwürfel. Die Schulterpasse wird damit zu meinem Kernstück, an das alles andere nach und nach angenäht wird. Fangen wir mal mit dem Heften an.
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Normalerweise stecke ich Teile, die ich zusammennähen will, mit Stecknadeln aufeinander, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Die Overlock reagiert aber ganz empfindlich auf vergessene Nadeln im Stoff. Da sie ja gleichzeitig schneidet, wäre eine Stecknadel, die nicht rechtzeitig gezogen wird, der Tod fürs Messer. Deshalb nutze ich bei der Overlock zum Heften einfach diese Klammern, die eigentlich aus dem Bürobedarf kommen. Es gibt ähnliche Klammern auch im Nähbedarf, aber da ich diese sowieso noch zu Hause hatte, habe ich sie ausprobiert und für gut befunden.
6ZusammengelegtZuerst nähe ich den Rücken und danach das Vorderteil an das Schulter-/Ärmelstück. Dafür nutze ich den 3fädigen Overlockstich. Die Nähte sind mit der Overlock gleich in einem Arbeitsschritt versäubert und vernäht, das klappt wie am Schnürchen. Dann schließe ich die Seitennähte, also die Ärmelunterseite, verbunden mit den Seiten der Vorder-/Rückenteile. Jetzt noch die Bündchen an die Ärmel, und voilà – da kann man doch schon erkennen, was es mal werden soll.
7Flatlock_blauGanz zum Schluss wird der Halsausschnitt  noch mit einem Stoffstreifen eingefasst. Das könnte man mit extra Bündchenstoff machen, aber ein Rest aus dem T-Shirt-Stoff funktioniert auch und passt farblich natürlich am besten. Auf ein Taillenbündchen habe ich verzichtet. Wenn man mit unterschiedlichen Jerseystoffen näht und das  Bündchen einen Kontrast zum Vorder-/Rückenteil darstellt, sieht das sehr schön aus. Beim einfarbigen Nähen fand ich das aber nicht so wichtig – auch die Länge hat vollkommen gereicht. Ich habe lediglich die untere Kante zweimal nach innen umgeschlagen und mit einem Flatlockstich vernäht. Dadurch bekomme ich ein versäubertes Bündchen und diesen Leiterstich zur Deko. Die erfahrenen Näher/innen sehen hier sofort, wo ich unsauber gearbeitet habe, aber das Shirt fällt so locker, dass mir das egal ist.
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Der Halsausschnitt ist auch nicht perfekt, wie ich beim Tragen merke. Er steht etwas ab – ich hätte den Streifen zum Einfassen beim Annähen mehr dehnen müssen. Aber ich bin da nicht so kritisch. Ich habe mein persönliches Erfolgserlebnis und trage mein neues Shirt jetzt mit Stolz – selber machen macht glücklich!
(cd)

Ehrenamtler für Sprachraum gesucht

Die Stadtbibliothek sucht weitere ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger für den „Sprachraum“

Die Stadtbibliothek Köln hat für Geflüchtete, Migranten und Ehrenamtler einen einladenden Treffpunkt geschaffen. Der „sprachraum“, ein frei zugänglicher Begegnungs- und Lernort für Menschen unterschiedlichster Herkunft, ist ausgestattet mit Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen, einer Leselounge, einem Präsenzbestand mit Deutsch-Lernmaterialien, Alphabetisierungsstudio, PCs, Beamer sowie CD-Hörstationen. Betreut wird der “sprachraum” zur Zeit von ca. zwanzig Ehrenamtlichen. Sie geben Erstorientierung, beraten die Besucher bei der Auswahl digitaler Sprachangebote und informieren die Lernpaten über die interkulturellen Angebote der Stadtbibliothek. Es gibt jede Woche offene Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Spielend Deutsch lernen, Gesprächskreise sowie Lerntandems. Zusätzlich treffen sich Lernpaten mit ihren Schülern.
Der Einsatz erfolgt alle 14 Tage und umfasst die Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr, samstags 10-15 Uhr. Bevorzugt werden Ehrenamtliche für Montag, Donnerstag, Freitag und Samstag gesucht. Weitere Informationen über den Sprachraum finden Sie hier:
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/lesen-und-lernen/sprachraum-gemeinsam-lernen-und-sich-engagieren
Als Dankeschön für das Engagement gibt es einen kostenlosen Mitgliedsausweis und Einladungen zu besonderen Veranstaltungen der Stadtbibliothek Köln. Interessierte können sich per E-Mail bei Frau Köhnen  (koehnen@stbib-koeln.de)  melden.

Overlock vs. Nähmaschine

Seit neuestem steht eine Overlock-Nähmaschine in unserem Makerspace. Das wirft mehrere Fragen auf: Was macht eine Overlock so besonders?  Und was hat sie in einer Bibliothek zu suchen? Ganz kurz haben wir das ja hier schon erklärt. Darf es etwas ausführlicher sein?
Was kann eine Overlock-Maschine, was eine normale Nähmaschine nicht kann?
Nähmaschine und Overlock unterscheiden sich in wichtigen Punkten.
Eine Nähmaschine näht normalerweise mit einer Nadel und zwei Fäden (Nadelfaden und Unterfaden). Meist gerade Stiche, gerne auch Zickzack- oder Zierstiche. Manchmal bearbeitet man nur eine Schicht Stoff (z.B. indem man einen Zierstich anbringt), manchmal heftet man mehrere Lagen aufeinander (z.B. bei Kleidung). Man kann mitten auf dem Stoff nähen (z.B. um Applikationen anzubringen) oder am Rand. Wer es genauer wissen will, sollte mal bei der Sendung mit der Maus reinschauen: .
Eine Overlock kann fast nichts davon. Aber sie kann andere Tricks! Sie kann nichts mitten auf dem Stoff nähen, umso professioneller aber den Rand eines Stoffes bearbeiten. In einem Arbeitsschritt umschlingen zwei Fäden den Rand des Stoffs, während ein oder mehrere zusätzliche Fäden parallel zum Rand nähen – dadurch wird der Rand gesichert und stabilisiert. Gleichzeitig schneidet ein Messer den Rand gleichmäßig ab, bevor er versäubert wird (so nennt man das Umschlingen). Das klappt mit einer Lage Stoff, aber auch mit mehreren Lagen, die man damit zusammennäht. Schaut euch mal eure gekauften T-Shirts näher an, das sind Overlock-Nähte.

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Beispiel für eine vierfädige Overlock-Naht. Die Greiferfäden sind blau und grün, die Nadelfäden rot und gelb.

Es kommt noch besser: Die Overlock-Naht ist auch noch dehnbar ! Das erleichtert das An- und Ausziehen von Kleidungsstücken. Und während dehnbare Stoffe (Jersey oder Strick) auf einer normalen Nähmaschine gar nicht so leicht zu nähen sind, weil sich der Stoff auseinanderzieht und wellig wird, kann eine Overlock das ausgleichen. Dafür ist der sogenannte Differentialtransport zuständig. Der transportiert den Stoff immer gleichmäßig, ohne zu dehnen und zu ziehen.  So gibt es keine Wellen (jedenfalls nicht, wenn man das nicht will). Das ist auch bei sehr glatten, dünnen, rutschigen Stoffen praktisch. Aber die Ovi kann noch mehr. Sie näht mit bis zu 5 Fäden und überrascht mit dekorativen Effekten, z.B. Wellenstich oder Rollsaum. Und es gibt einen Trick, mit dem man auch bei der Overlock nicht ganz am Rand näht, sondern etwas nach innen versetzt: mit dem Flatlockstich. Durch geschicktes Zusammenklappen, Nähen und Auseinanderziehen kann man mit diesem Stich z.B. Bündchen nähen.
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Warum gibt es eine Overlock in der Stadtbibliothek?
Stimmt, mit Lesen hat das erst mal gar nicht viel zu tun. Aber mit dem Selbermachen, dem Makerspace und dem gemeinsamen Erarbeiten von neuem Wissen. Habt ihr zu Hause zu wenig Platz für eine zusätzliche Maschine? Braucht ihr einen Raum, um mit Freunden zusammen am Gruppenkostüm für Karneval zu arbeiten? Und vielleicht noch etwas weiterführende Literatur, um euer Repertoire an Stichen und Techniken zu erweitern? Neue Schnittmuster?
Wer noch keine Overlock-Maschine zu Hause stehen hat, aber neugierig ist, kann sich bei uns informieren. Wer selten näht und die (meist) teure Anschaffung scheut, kann unsere Maschine nutzen. Wer wissen will, wie so eine Maschine funktioniert, kann bei uns selbst damit arbeiten, ohne unter Kaufzwang zu geraten.
 
Das Prozedere hier noch mal in Kürze:
Ihr reserviert euch einen Nähtermin bei den Kollegen auf der 4. Etage der ZB. Dort liegt eine Anmeldeliste aus.
Zum Termin bringt ihr Folgendes mit:

  • den zugeschnittenen Stoff
  • Klammern (oder wenn’s sein muss, Stecknadeln) zum Heften
  • passendes Nähgarn, mindestens zwei Rollen oder Konen
  • Stoffschere, Nahttrenner und ähnliches Zubehör, was ihr sonst noch zum Nähen braucht

Wenn ihr möchtet, können wir euch kurz in die Maschine einweisen. Ihr erhaltet die ausführliche Bedienungsanleitung sowie eine Kurzanleitung und zwei Bücher zum Nachschlagen. Nach dem Nähen hinterlasst ihr bitte den Platz, wie ihr ihn vorgefunden habt – und selbst auch vorfinden möchtet. Und wir freuen uns wie Bolle, wenn ihr uns teilhaben lasst, was ihr bei uns genäht habt!
Traut ihr euch nicht richtig ran? Nächste Woche Mittwoch, am 11.05., findet um 16 Uhr wieder eine Vorführung statt, kostenlos und ohne Anmeldung. Kommt vorbei!
(cd)

„Der Angriff auf unsere Freiheit“

Harald Welzer zu Gast in der Zentralbibliothek

Mit seinem gerade erschienenen, brandaktuellen Buch „Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit“ trifft Harald Welzer den Nerv unserer Gesellschaft. Am Dienstag, 10. Mai 2016, um 20 Uhr spricht er in der Zentralbibliothek am Neumarkt mit dem Wissenschaftsjournalisten Gert Scobel über seine Untersuchungen.

(c) S. FISCHER Verlag
(c) S. FISCHER Verlag

Welzers Werk ist nichts weniger als eine neue Analyse der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland, eine umfassende Diagnose der Gegenwart. Unsere Gesellschaft verändert sich radikal, aber fast unsichtbar. Nach Welzers Thesen steuern wir auf einen Totalitarismus zu. Das Private verschwindet, die Macht des Geldes wächst ebenso wie die Ungleichheit, wir kaufen immer mehr und zerstören damit die Grundlage unseres Lebens.
Statt die Chance der Freiheit zu nutzen, die historisch hart und bitter erkämpft wurde, werden wir zu Konsum-Zombies, gesteuert durch eine machtbesessene Industrie, deren Lieblingswort „smart“ ist. Was heißt das für unsere Gesellschaft? Nach seinem Bestseller „Selbst denken“ analysiert Welzer in „Die smarte Diktatur“, wie die scheinbar unverbundenen Themen von Big Data über Digitalisierung, Personalisierung, Internet der Dinge und Drohnen bis Klimawandel zusammenhängen. Für den Autor ist es höchste Zeit für Gegenwehr, wenn man die Freiheit erhalten will.
Harald Welzer arbeitet als Direktor der Futurzwei-Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.
Gert Scobel leitet und moderiert die 3SAT-Sendung „scobel“. Er wurde unter anderem mit dem Deutschen Fernseh- und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Scobel hat zahlreiche philosophische Bücher geschrieben.
Das Gespräch ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“.
Der Eintritt kostet 8 Euro; ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber.
Die Karten sind im Vorverkauf bei KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.

#europawoche – Begegnungen im sprachraum

Es ist Europawoche! Eine Woche lang feiert die Europäische Union ihre Existenz mit Workshops, Konferenzen, Lesungen und vielem mehr. Zu diesem Anlass haben wir am Montag zusammen mit unseren Freunden der Kaiserin-Augusta-Schule zwei Integrationsklassen der Grundschule Don Bosco in den sprachraum eingeladen.
Zur Vorbereitung stellte André Spang sich und seinen Gymnasiasten der KAS zunächst die Frage:

Was können wir für Kinder tun, die neu nach Deutschland kommen?

Ob Flüchtling oder nicht: Die Antwort der digitalkompetenten Schülerschaft sind liebevoll gestaltete Apps, Lernspiele und YouTube-Filme. Zum Sprachenlernen, vor allem aber zum Willkommenheißen. Vincent, 12 und Tae-Su, 11 – beide Schüler der KAS – verwandelten die Kulisse des sprachraums etwa in ein Filmstudio.

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Lucas, Tae-Su, Habibullah und Vincent sind Filmemacher.

Mit der App Toontastic drehten die beiden zusammen mit Lucas, 9, aus Brasilien und Habibullah, 9, aus Afghanistan einen Film über einen Gorilla, der sich mit einem Rollerblader anlegt – alles inklusive dramatischer Struktur und Versöhnung am Ende.
Es war sehr spannend zu beobachten, welche Effekte dieses Treffen auf die Kinder hatte. Die (etwas größeren) Gymnasiasten waren sichtlich begeistert davon, das von ihnen entworfenen Lern- und Willkommensmaterial in Action zu sehen. Die (etwas kleineren) Willkommensklassen ließen sich bereitwillig darauf ein und wurden von Minute zu Minute selbstbewusster. Erst zurückhaltend, flitzten sie kaum eine Stunde später durch den Raum, drehten Videos, machten Selfies oder steuerten Roboter.

Für die KAS-Schüler und für die Kinder aus Afghanistan, dem Irak, Brasilien, Ungarn und Syrien verging der belebte Vormittag wie im Fluge. Wir danken Mehmet Kutlu, Nilgün Kaya (Don Bosco), André Spang (KAS) und natürlich zuvorderst den Schülerinnen und Schülern. Es war toll mit Euch!
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Danke!

 
 
P.S.: Unter diesem Link findet ihr die von den KAS-Schülerinnen und -Schülern entworfenen Apps, Spiele und Videos.
Logo Europawoche _Refugees welcome
 
 

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„Dreamland Deutschland?“

„Dreamland Deutschland?”

Zwei Brüder aus Syrien erzählen in der Kölner Zentralbibliothek

Mit ihrem brandaktuellen Buch „Dreamland Deutschland? Das erste Jahr nach der Flucht” ist Antonie Rietzschel am Dienstag, 3. Mai 2016, um 20 Uhr zu Gast in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Zu der Veranstaltung bringt sie die syrischen Brüder Mohanad und Yousef mit. Die beiden haben es geschafft. Ein Jahr lang leben sie nun schon mitten in Deutschland. Antonie Rietzschel hat sie von Anfang an begleitet und dabei erlebt, was passiert, wenn Debatten um Willkommenskultur und Flüchtlingskrise auf das echte Leben treffen.
Aus der Biographie der beiden syrischen Brüder ist das Porträt des Einwanderungslands Deutschland im Jahr 2016 entstanden. Schon eine Ewigkeit her scheint die waghalsige Flucht mit dem Boot übers Meer. Dabei liegt erst ein Jahr zwischen Kriegstrauma und Disconächten in einer deutschen Kleinstadt. Wie wird man Teil der deutschen Gesellschaft? Wie lebt man weiter, wenn die eigene Familie im Kriegsgebiet um ihr Leben fürchtet? Yousef und Mohanad erzählen. Und sie sprechen dabei nicht nur für sich selbst. Denn was als Ausnahmezustand begann, wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern.
Antonie Rietzschel koordinierte die Berichterstattung über Flüchtlinge bei SZ.de. Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bilden die thematischen Schwerpunkte ihrer mehrfach ausgezeichneten journalistischen Arbeit. Die Brüder Yousef und Mohanad aus dem syrischen Latakia begaben sich im Herbst 2014 auf die dramatische Flucht Richtung Europa. Heute leben sie im nordrhein-westfälischen Oelde.
Das Gespräch ist Teil von „refugees Welcome” der Stadtbibliothek und der Kaiserin-Augusta-Schule – ausgezeichnet im Wettbewerb Europawoche 2016 „Ankommen in Europa” und gefördert vom Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei.
Der Eintritt ist frei!

 
Antonie Riezschel©Carl-Hanser-Verlag
(Foto: ©Carl-Hanser-Verlag)
 
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