Ein Herz und eine Seele ist tot

18 Okt

Der Mann schrieb Straßenfeger. Zwischen 1958 und 1968 gehörten dazu fast alle Drehbücher der legendären TV-Krimi-Serie „Stahlnetz“. Dann kamen noch das „Millionenspiel“, Ekel Alfred und Motzki und eine Endlos-Liste von Werken aus seiner kreativen Feder. Der Journalist und Drehbuchschreiber Wolfgang Menge starb gestern.

Zur Erinnerung ein paar Sätze des Querdenkers:.

„Wie wichtig ist für Sie Geld, Herr Menge?
MENGE: Ich habe schon lange meine Prinzipien: Mein erstes Honorar war für ein Daviscup-Spiel in Zagreb. Für den Rundfunk habe ich nebenher ein Feature gemacht über Jugoslawien. Eine Dreiviertelstunde. Dann habe ich beim Nordwestdeutschen Rundfunk gefragt: Was zahlen Sie? Sie sagten 1 200 Mark. Ich fragte: Was kriegt Axel Eggebrecht? Na, der kriegt natürlich 1 500. Danach habe ich Radio Bremen angerufen: Was zahlt ihr? 700 Mark. Und was kriegt Eggebrecht? Auch 700 Mark. Ich hab s an Radio Bremen verkauft. So mache ich das heute noch. Wenn ich eine Lesung in einer Bibliothek habe, und die fragen mich, was ich will, dann sage ich, Sie können mir fünf Mark geben, aber ich darf nie erfahren, dass jemand für die gleiche Arbeit mehr Geld kriegt als ich. Das ist alles.“ (Berliner Zeitung, 27.05.2000)

gp

2 Antworten zu “Ein Herz und eine Seele ist tot”

  1. Lady E 18/10/2012 um 10:47 #

    17 Minuten und 17 Sekunden dauert das Video. Ich werde dann die Zeit im Laufe des Tages finden und schreibe darüber. “ Sie können mir fünf Mark geben, aber ich darf nie erfahren, dass jemand für die gleiche Arbeit mehr Geld kriegt als ich. Das ist alles.”, ich finde es sehr interessant in Verbindung mit der Bibliothek.

  2. Dr. Helmut Meyer 18/10/2012 um 15:34 #

    Ein schöner Artikel. Wirklich eine inspirierende Persönlichkeit.

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