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Von Büchern und ihren Orten – jüdische Bibliotheken weltweit

22 Apr

Der Blog „Von Büchern und ihren Orten“ ist gestartet: Im Zwei-Wochen-Rhythmus stellt er im „Festjahr 2021 – Jüdisches Leben in Deutschland“ jüdische Bibliotheken weltweit vor.

Der Bogen spannt sich dabei von öffentlichen Stadt- und jüdischen Gemeindebibliotheken über weltberühmte historische Büchersammlungen bis hin zu international renommierten akademischen Einrichtungen. Der zweisprachige Blog – Deutsch und Englisch – richtet sich an Bibliophile, an Menschen, die sich für jüdische Kultur interessieren und an alle Neugierigen, die unbekannte Kultur-Orte kennenlernen möchten:

https://www.jewish-libraries.com

Die Juden gelten als das Volk des Buches. Fast überall dort, wo es jüdisches Leben gibt, gibt es auch jüdische Bibliotheken. Die Wurzeln hierfür liegen im religiösen Studium, für das Bücher, wie etwa die hebräische Bibel und rabbinische Kommentare, unverzichtbar sind. Schon für das Mittelalter lassen sich bedeutende Manuskriptsammlungen jüdischer Gelehrter und Gemeinden nachweisen. Jedes jüdische Lehrhaus ist daher gleichzeitig auch Bibliothek. Die Liebe zu Büchern hat sich in der jüdischen Gesellschaft auch auf die säkulare Bildung übertragen. Auch unter den bedrohlichsten Bedingungen bauten Jüdinnen und Juden Sammlungen und Bibliotheken auf, selbst in der Zeit der Schoa.

Bibliotheken als Spiegel jüdischen Lebens

„Jüdische Bibliotheken sind Wissensspeicher, Lehrhäuser, Räume der Begegnung und Gedenkorte. Als Spiegel jüdischen Lebens überliefern sie einzigartiges Wissen über jüdische Geschichte und Gegenwart“, erläutert Ursula Reuter, unter deren Federführung der Blog entstanden ist. Als Geschäftsführerin der Germania Judaica leitet sie die weltweit renommierte Spezialbibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums. Die Bibliothek wurde in Köln gegründet, ist heute in der Stadtbibliothek Köln beheimatet und auch organisatorisch eng mit ihr verknüpft. Der Blog, den die Germania Judaica gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, dem Salomon Ludwig-Steinheim-Institut initiiert hat, ist ein Projekt im Rahmen des „#JLID Festjahr 2021 – Jüdisches Leben in Deutschland“. Finanziell ermöglicht hat es das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

In kompakten Texten stellen sich die Einrichtungen selbst vor, zahlreiche Bilder zeigen die verborgenen Schätze, die es dort zu entdecken gilt. Zur Idee zum Blog erklärt Ursula Reuter: „Jüdische Bibliotheken sind als kleine, von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommene Einrichtungen häufig in ihrer Existenz bedroht. Sie brauchen gerade heute Aufmerksamkeit, Vernetzung und vor allem auch virtuelle Sichtbarkeit.“


Die Germania Judaica

http://www.germaniajudaica.de

1959 gründeten engagierte Kölner Bürger die Germania Judaica. Sie wollten der interessierten Öffentlichkeit Geschichte und Kultur der deutschen Juden näherbringen und damit die „Unkenntnis, die heute noch die alten Vorurteile nährt“ (so der Mitgründer Heinrich Böll) bekämpfen. Aus dieser Initiative ist eine der größten Spezialbibliotheken zum deutschsprachigen Judentum weltweit entstanden. Sie kooperiert mit vielen ähnlichen Bibliotheken und Sammlungen in Deutschland, Europa, Israel, den USA und weiteren Ländern. Die „GJ“ hat ihren Sitz heute in der Kölner Stadtbibliothek.

Das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte e. V.

http://www.steinheim-institut.de

Das Steinheim-Institut mit Sitz in Essen wurde 1986 gegründet und ist nach dem jüdischen Mediziner, Religionsphilosophen und Gelehrten Salomon Ludwig Steinheim benannt. Es erforscht Geschichte und Kultur der Juden im deutschen Sprachraum. Das wissenschaftliche Forschungsinstitut ist als An-Institut mit der Universität Duisburg-Essen verbunden. Es pflegt intensiven Kontakt mit jüdischen Institutionen in Israel, den USA und europäischen Nachbarländern und versteht sich als kompetenter Ansprechpartner, wann immer es darum geht, Zugänge zur jüdischen Geschichte und Kultur zu erlangen.

Literatur für alle – Texte in Einfacher Sprache

21 Apr

„Ich heiße Ismael.

Ich habe fast kein Geld mehr.

Und ich habe genug vom Leben an Land.

Ich will hinaus aufs Meer.

Als Matrose. Auf einen Walfänger.

Das ist ein Schiff, mit dem man Wale jagt.

Ich bin sehr neugierig auf diese riesigen Tiere.“

Aus welchem Roman war das nochmal? Das ist natürlich der Anfang von „Moby Dick“ von Herman Melville.

Und doch ist der Text irgendwie … anders. Es handelt sich nicht um das Original, sondern um eine Version in Einfacher Sprache (Herman Melville: Moby Dick. In Einfacher Sprache. Spaß am Lesen Verlag: Münster 2018).

Leichte Sprache, Einfache Sprache – was ist das?

Leichte Sprache folgt einem festen Regelwerk (wobei es mehrere gibt, z. B. die Regeln des Netzwerks Leichter Sprache oder die Empfehlungen von Inclusion Europe). Leichte Sprache verwendet kurze Sätze (maximal sieben Wörter pro Satz), keine Passivkonstruktionen, keinen Konjunktiv und keine Fremdwörter. Der Text soll übersichtlich gegliedert sein, so steht beispielsweise jeder Satz in einer eigenen Zeile.

Einfache Sprache ist demgegenüber ein wenig freier. Hier werden die Regeln der Leichten Sprache als Empfehlung verstanden. In einem Text in Einfacher Sprache wird vielleicht auch einmal der Konjunktiv verwendet oder nicht jeder Satz steht in einer eigenen Zeile.

An wen wendet sich die Leichte/Einfache Sprache?

Die Leichte Sprache soll Menschen das Verstehen von Texten erleichtern, die aus verschiedensten Gründen über eine geringere Kompetenz in der deutschen Sprache verfügen. Das können Menschen mit Lernschwierigkeiten sein genauso wie Menschen mit Demenz, mit einer anderen Muttersprache oder funktionale Analphabet*innen.

Laut BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) muss jede öffentliche Stelle wesentliche Informationen auch in Leichter Sprache bereitstellen, was die Stadt Köln auch tut.

Literatur in Einfacher Sprache

Seit einigen Jahren bietet die Stadtbibliothek Literatur in Einfacher Sprache an (einfach mal in unserem Katalog mit „einfache sprache“ suchen). Die meisten Titel stehen im Fachgebiet „Sprache“ in der „Zentralbibliothek“.

Es kann sich dabei um Adaptionen klassischer oder zeitgenössischer Texte handeln oder um Texte, die im Original in Einfacher Sprache geschrieben sind.

Dabei ermöglicht Leichte/Einfache Sprache auch denjenigen Menschen einen Zugang zu Literatur, denen dieser bislang versperrt war. Die Schriftstellerin Alexandra Lüthen schreibt in ihrem Plädoyer für Leichte Sprache „Allen eine Chance“, das 2019 im Duden Verlag erschienen ist:

„Lesen war im Fall von Menschen mit Behinderungen etwas für andere, im Fall von Menschen mit degenerativen Gehirnerkrankungen etwas, das man früher gern gemacht hat, jetzt aber nicht mehr kann, bei den Deutsch-als-Zweitsprache-Lesern etwas, für das man erst noch besser Deutsch lernen muss, und bei Menschen mit funktionalem Analphabetismus erfahrungsgemäß etwas, das mit Scham verbunden ist. Ein Großteil dieser Menschen würde aber gern lesen […]“ (S. 47).

Und das ist auch möglich! Besonders beeindruckend ist das Projekt, das das Literaturhaus Frankfurt am Main mit der Anthologie „LIES. Literatur in Einfacher Sprache“ vorstellt (auch als E-Audio): Hier hat man namhafte Autor*innen wie Arno Geiger, Judith Hermann oder Olga Grjasnowa gebeten, einen Text in Leichter Sprache beizusteuern. Entstanden ist eine für alle lesenswerte Anthologie von Kurzgeschichten, die den Vergleich mit Texten in Standardsprache nicht scheuen müssen.

Und natürlich gibt es in der Bibliothek neben dem erwähnten Band von Alexandra Lüthen auch andere Bücher, die sich theoretisch mit Leichter oder Einfacher Sprache auseinandersetzen, wie z. B. den „Ratgeber Leichte Sprache“.

Trage die Stadtbibliothek auf deiner Haut!

1 Apr

Als Stadtbibliothek Köln verspüren wir immer eine große Nähe zu unseren Kund*innen. Diese enge Beziehung möchten wir ab heute auf ein neues Level bringen und präsentieren unsere neue Unterwäschekollektion. 

Die Wäsche setzt dabei unbedingt auf Komfort, denn wir wollen unsere Kund*innen in aller Gemütlichkeit begleiten. Weiche Bio-Baumwolle schmeichelt dem Körper und trägt das schlichte Logo unseres Hauses, appliziert in freundlichen Farben. Die perfekte Wäsche, um es sich an lauschigen Abenden gemütlich zu machen. 

„Nie war die Stadtbibliothek so nah – hautnah!“

von uns für unsere Kund*innen

Smart wie unsere Kund*innen

Natürlich wird die Wäsche auch als SmartWear mit Bluetooth-Verknüpfung erhältlich sein. Sie ergänzt automatisch die Zugangsdaten für all unsere digitalen Angebote und umgeht so die Hürde der immer wiederkehrenden Authentifikation. Der eindeutig einfachste Zugang für die beste Flatrate der Stadt. 

© Stadtbibliothek Köln

Diese Premium-Variante fungiert darüber hinaus auch als digitaler Schrittzähler. Immer dabei, ermöglicht sie unseren Kund*innen Meilensteine zu sammeln. Diese können selbst konfiguriert werden. Beim Erreichen eines Meilensteins, wird das Ergebnis in den Social Media Kanälen nach Kund*innen-Wahl veröffentlicht. Egal ob “das hundertste Kinderbuch” vorgelesen oder “der zweite Sprachkurs begonnen” wurde – alles ist möglich. 

Jedes Stück der Kollektion, smart oder nicht, wurde vor Versand mind. 4 Wochen in unserem Magazin* gelagert – für das einzigartige Bibliotheks-Flair to go und to wear.

*(Die Lagerplätze wurden zuvor sorgfältig von unseren Designer*innen ausgewählt, damit die Wäsche unter optimalen Bedingungen die Aura besonderer literarischer Schätze aufnehmen konnte.)

Limitierte Lingerie

Es gilt jetzt zuzugreifen, um den Komfort noch im Frühjahr zu genießen, denn aufgrund von Problematiken im Suez-Kanal ist die voraussichtliche Ankunft von Nachschub ungewiss. Auch die bisher produzierte SmartWear bleibt vorerst exklusiv aufgrund des Halbleiter-Dilemmas im Rausch um Spielekonsolen und Elektro-Autos. 

Die ersten einhundert Besteller*innen erhalten ihre Wäsche auf Wunsch mit der handschriftlichen Signatur ihres Lieblingsbibliotheksmenschen.

Hasengirlande basteln

24 Mrz

Pünktlich zu Ostern haben wir ein kleines Bastelvideo für euch erstellt.

Oster-Basteltipp: Hasengirlande!

Hier gibt es die Vorlage damit ihr alles zu Hause habt. Viel Spaß beim Basteln!

Vorlage Hasengirlande

Benötigte Bastelmaterialien:

– Bastelkarton in bunten Farben oder Mustern

– weiße Wolle (Stärke 3-4 mm)

– 1 große Gabel mit 4 Zinken

– 1 dicker Nagel

– 1 dünne Häkelnadel

– Bleistift, Klebestift, Schere, Klebeband

bp

Rätselspaß für die grauen Zellen

19 Mrz

Rätsel aller Art stehen bei uns im Moment hoch im Kurs. Dabei macht nicht nur das Lösen, sondern auch das Erstellen Spaß, wie unsere Kolleg*innen festgestellt haben.

Wer es auch einmal versuchen möchte: Die drei Kreuzworträtsel wurden mithilfe der Seite https://kreuzwort-raetsel.com/ erstellt und das Autorensuchsel mit der Seite http://suchsel.bastelmaschine.de/.

Also, ran an Stift und Tastatur und viel Spaß beim Lösen und Selbsterstellen!

Jetzt neu: Nähmaschinen ausleihen!

12 Mrz

Ab sofort können in der Zentralbibliothek und in der Stadtteilbibliothek in Nippes Nähmaschinen entliehen werden. Mit dabei sind eine Zubehörbox mit 11 Teilen, eine Transporttasche, die Bedienungsanleitung und das Pedal. Die Nähmaschinen kann vier Wochen für eigene Projekte ausgeliehen werden. Eine Vormerkung in andere Stadtteilbibliothek ist auch möglich. Im Katalog findet man die Nähmaschine mit dem Suchbegriff “Nähmaschine Elna 160 eXplore“

Flachkopfnadeln und Faden sind nicht inklusive.  

Wir wünschen viel Spaß beim Nähen!

Das war „Green Hightech – Forschen für die Energie- und Mobilitätswende“

14 Jan

Bei unserer Veranstaltung „Green Hightech: Forschen für die Energie- und Mobilitätswende“ gaben uns Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen spannenden Einblick in ihre Forschungsprojekte im Bereich der Solarenergie, Energiespeicher, Energiewandler, Future Fuels und Wasserstoff. Hier nur unser Nachbericht mit den Videoaufzeichnungen beider Vorträge!

geeks@cologne

Im Jahr 2020 dominierte die Corona-Pandemie die Nachrichten, doch weltweite Wetter- und Klimaextreme ließen uns den rapiden, menschengemachten Klimawandel nie ganz aus dem Blick verlieren. Nun steht fest: Für Europa war 2020 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Weltweit gesehen wurde der Temperaturrekord des Jahres 2016 eingestellt. Ein weiterer tiefroter Klimastreifen (siehe Abbildung). Im Vergleich zu den Klimadaten zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beträgt die globale Erwärmung aktuell bereits 1,25 Grad Celsius. (Quelle auf englisch, Quelle auf deutsch)

Klimastreifen: Visualisierung der globalen Erwärmung von https://showyourstripes.info/
Klimastreifen 1850-2019: Blaue Jahre waren kälter, rote Jahre waren wärmer als das langjährige Mittel (CC-BY 4.0 Ed Hawkins – University of Reading)

Im Rahmen des MINT-Festivals MINTköln setzte die Stadtbibliothek Köln im Oktober 2020 ihren Fokus auf die Themen Umwelt und Klima. Auch geeks@cologne war aufgefordert, einen Veranstaltungsbeitrag zu leisten. Als Nerds vom Dienst interessierten wir uns für Lösungsansätze aus der Forschung und für einen direkten…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.489 weitere Wörter

Erste Hilfe für die Facharbeit

17 Dez Junge Frau am Laptop

Seitens der Stadtbibliothek werden wir ab Januar alle Schüler*innen, die Facharbeit schreiben dürfen, umfangreich unterstützen. Die Pandemie erschwert Zugänge und Möglichkeiten der Recherche. Hier wollen wir aushelfen und den Schüler*innen unter die Arme greifen. Kostenlos und unkompliziert!

Junge Frau am Laptop
Bild von Jan Vašek auf Pixabay

Webinar für ein breites Fundament

Für ein breit ausgerichtetes Recherche-Training, unabhängig von dem Thema der Facharbeit, empfehlen wir unser Offenes Training für die Facharbeit:

Zur Anmeldung via edudip.com

Hier geht es um die Grundlagen der Recherche, vernünftige Online-Quellen und das Handling unserer Online-Datenbanken. Die Dauer beträgt ca. zwei Stunden.

Einzelberatung zum Thema der Facharbeit

Um direkte Tipps für die Recherche zum konkreten Facharbeitsthema zu erhalten, bietet sich die Offene Sprechstunde an:

Zur Anmeldung via edudip.com

Hier gehen wir konkret auf das Facharbeitsthema der Schüler*innen ein und zeigen Einstiege in die themenbezogene Quellrecherche. Die Dauer beträgt 30 Minuten.

Weitere Angebote

Wenn keine Zeit für unsere Seminare oder Sprechstunden sein sollte und wenn man das dort gesagte noch mal im Selbststudium vertiefen möchte, dann bieten wir hier auch einen Solo-Einstieg in die Facharbeitsrecherche an.

bp

Schließung ab dem 16.12.2020

15 Dez

Alle Einrichtungen der Stadtbibliothek Köln bleiben vom 16. Dezember 2020 bis zum Ende des behördlich angeordneten Lockdowns geschlossen. Auch eine Ausleihe oder Rückgabe von Medien ist während dieser Zeit nicht möglich. Ausgeliehenen Medien mit gültiger Leihfrist wurden automatisch verlängert, bei überfälligen Medien fallen keine zusätzlichen Mahngebühren an und auch Bibliotheksausweise können während der Schließung nicht ablaufen.

Die zahlreichen und im Laufe dieses Jahres noch deutlich erweiterten digitalen Angebote der Stadtbibliothek sind natürlich weiterhin nutzbar – vorübergehend auch ohne Bibliotheksausweis! Dazu gehören zum Beispiel das umfangreiche Streaming-Angebot von filmfriend, Videos aus den Bereichen Klassische Musik, Oper und Tanz bei medici.tv, der Musikstreamingdienst NAXOS mit Jazz, Klassik und Weltmusik, das E-Medien-Portal Onleihe für E-Books und Hörbücher sowie die englischsprachigen E-Books von Overdrive. Mit Rosetta Stone lässt sich auf spielerische Weise eine neue Sprache erlernen, Linked-In-Learning bietet Videotrainings zu Business, Kreativität und Technik. Für Nachrichten stehen der internationale Zeitungskiosk Pressreader und das Archiv der Süddeutschen Zeitung zur Verfügung.

Das gesamte Team der Stadtbibliothek freut sich auf ein Wiedersehen nach dem Lockdown und wünscht trotz allem ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr – bleiben Sie gesund!

Eine Reise in die Virtuelle Realität

8 Dez

Ihr habt genug von euren eigenen vier Wänden und würdet gern mal wieder etwas anderes sehen? Dann könnte die Virtuelle Realität eine Lösung sein. Zum Einstieg und zur Information eignet sich die Wissenssendung Quarks & Co. In mehreren kurzen Clips (siehe untenstehender Link oder in der ARD-Mediathek „Revolution im Wohnzimmer“ eingeben) wird anschaulich über VR, die Möglichkeiten und den Nutzen von VR gesprochen. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-virtual-reality–revolution-im-wohnzimmer-100.html (Dauer insgesamt ca. 45 Minuten, Verfügbar bis 17.05.2022)

Bild: ©pixabay

Wer danach auf den Geschmack gekommen ist, kann sich gleich ans Austesten begeben. Mit Hilfe des eigenen Smartphones und eines Cardboards kann sich jeder langsam und kostengünstig an die Virtuelle Realität herantasten. Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele. Mit der App Google Arts and Culture können Museen aus aller Welt, z.B. das MoMA in New York oder das Pergamonmuseum in Berlin zuhause betrachtet werden, mit der Youtube-App gibt es zahlreiche Videos zu sehen. Wer kein Cardboard zur Hand hat, kann es entweder günstig online bestellen oder zuhause selber basteln. (ACHTUNG: Es werden bikonvexe Linsen benötigt, diese müssen ebenfalls vorher bestellt werden.) Eine Anleitung findet ihr hier: https://mahara.ph-noe.ac.at/view/view.php?id=25922&modal=1&artefact=230771

Informationen zu aktuellen VR-Brillen und Tests findet ihr auf https://mixed.de/tests/brillentests/.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob ein Cardboard oder VR etwas für ihn ist, der kann auch erstmal mit 360° Videos am Computer starten. Hier lassen sich die Bilder mit Hilfe der Maus bewegen. 360° Videos sind häufig die Grundlage für Anwendungen, die mit einem Cardboard funktionieren, sodass fast alle Anwendungen in unserer Liste mit dem Computer und dem Cardboard gleichermaßen genutzt werden können.

Darüber hinaus verleiht die Stadtbibliothek Köln auch aktuell die VR-Brille Oculus Go. Auch die Nutzung der VR-Station in der Zentralbibliothek ist möglich. Eine Erweiterung des VR-Angebots in den Zweigstellen ist für das Jahr 2021 ebenfalls geplant.

Hier findet ihr eine kleine Auflistung an Anwendungen:

– Städel Museum Frankfurt zeitreise.staedelmuseum.de (Gear VR)

– 360° Rundgang durchs Iglu-Dorf https://www.iglu-dorf.com/de/standorte/zugspitze

– Arte.tv – 360° Videos https://www.arte.tv/sites/de/webproductions/category/arvr/?lang=de

– Google Arts & Culture – Museen, Gemälde etc. https://artsandculture.google.com/

– Google Expeditionen  – Tiefseetauchen, Dinosaurier, Weltall u.v.m. (Cardboard oder als 360° Video in der App)

– Google Streetview (360° Fotos)

– Youtube 360° (Ein paar Ideen)

– Dokumentation zu Auschwitz https://www.youtube.com/watch?v=QwC5d75iTcA

– Rundgang durch Hamburg https://www.youtube.com/watch?v=ICzuvY-MVLQ

– Simulation eines Notfalls im Schockraum https://www.youtube.com/watch?v=LOjwVvWF0I8 (teilweise Schweizerdeutsch)

– Tour durch den Buckingham Palace https://www.youtube.com/watch?v=gen0NgJjry4 (Englisch)

– Aufbau einer Zelle https://www.youtube.com/watch?v=rKS-vvhMV6E (Englisch)

– Expedition zum Pluto https://www.youtube.com/watch?v=jIxQXGTl_mo

– Erlebe eine Yogastunde https://www.youtube.com/watch?v=YtxLShLA87w (Englisch)

– Surfstunde am Strand https://www.youtube.com/watch?v=lgyVVoyGRIo (Englisch)

– Virtuelle Reise zu Mond und Mars https://www.youtube.com/watch?v=VqMdNbyxFls

Viel Spaß!