Schon gelesen? Teil 43 – Wunderkind Carson McCullers

„Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers“ von Barbara Landes

Barbara Landes beleuchtet das Leben der Autorin in ihrem biografischen Roman „Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers“. Der Titel ist angelehnt an einen Roman von McCullers, „Die Ballade vom traurigen Café“.

Ben Jackson, ein fiktiver Freund, erzählt im Rückblick von den Höhen und Tiefen ihres schicksalsreichen Lebens. Er schildert die behütete Kindheit und Jugend McCullers‘ in einer Kleinstadt in Georgia und wie sie mit ihrem Debütroman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ über Nacht zum Star der Literaturszene wird.

An diesem unglaublichen Erfolg scheitert dann auch ihre ohnehin schon turbulente Ehe mit Reeve McCullers. Er fühlt sich durch den Erfolg seiner Frau als Versager.

Sie erkrankt immer wieder schwer. Carsons gesundheitliche Verfassung verbessert sich auch nicht, als die beiden 1945 zum zweiten Mal heiraten. 1948 versucht sie sich dann, nach dem zweiten Schlaganfall und der folgenden halbseitigen Lähmung, das Leben zu nehmen. Ihr Ehemann begeht 1953 Selbstmord. Zeit ihres Lebens versucht sie sich immer wieder gegen ihren körperlichen Verfall aufzulehnen, stirbt aber 1967 nach ihrem dritten Schlaganfall mit nur 50 Jahren.

Ein einfühlsamer, biografischer Künstlerroman über das Gelingen und Scheitern. Man bekommt einen genauen Einblick in das aufwühlende Leben dieser Ausnahme-Autorin. Eine Zeitreise in das literarische New York der 50er-Jahre.

»Barbara Landes hat nun aus Anekdoten und Biographien, aus Berichten und Erinner­ungen einen kenntnisreichen Lebensroman zusammengesetzt.«

Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur

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