Adventskalender: Die 20

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Als Goldene Zwanziger bzw. Goldene Zwanziger Jahre bezeichnet man in Deutschland die Jahre zwischen 1924 und 1929. Wirtschaftlich ging es aufwärts und Kunst, Kultur und Wissenschaft erlebten eine Blütezeit. In den USA sprach man von den „Roaring Twenties“.

„Zwanzig Sekunden sind eine gute Zeit, um einen Ausschnitt aus einem Stück Musik zu einem Loop zu machen, einer Schleife aus Tönen, die man beliebig oft wiederholen kann. Wir hören das jeden Tag.” Mehr dazu unter “Umpf, umpf, dedisch!” von Frank Patalong.

Der Maya-Kalender besteht (wie das Zahlensystem) im Wesentlichen auf der Basis 20.  Mehr dazu und zum morgigen Weltuntergang weiß Raúl Rojay.  

 Achtung! Letzter vorbeugender Hinweis für Weihnachten. „Wie Sie seelischen und körperlichen Zusammenbruch verhindern können”, heißt es im Untertitel von „20 Minuten Pause” von Ernest Rossi und David Nimmons. Da die Zeit bis zum 24. vermutlich nicht reichen wird, das Buch auszuleihen und zu lesen. Hier die Kurzfassung: „Mach’ mal öfters Pause, wenn Dir danach zumute ist!” 

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 Signatur: Dd Rossi

Adventskalender: Die 19

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 Am 19. Januar 1919 durften die Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen. Am 19. Februar 1919 hielt Marie Juchacz vor der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau in einem deutschen Parlament eine Rede.

Beim Brettspiel Go aus Asien werden abwechselnd schwarze und weiße Spielsteine auf einem neunzehn mal neunzehn Striche umfassenden Spielfeld platziert.

Die Rolling Stones hatten in den 60ern einen Nr 1 Hit mit ihrem Song “Nineteenth Nervous Breakdown”.

 Wäre dieser Titel (s.u.) für 19jährige, würde vielleicht auch völlig lesesresistente Boys zum Buch greifen. Aber „19 Mädchen und ich” wurde von Darcy Pattinson und Steven Salver fürs Vorschulalter produziert. Im Mittelpunkt steht Henning, dem der erste Tag in der Schule eine herbe Enttäuschung beschert. Er ist der einzige Junge unter 19 Mädchen… Wie er damit klar kommt, davon könnten 19jährige was lernen. Und vielleicht auch Männer, die in einem Frauenberuf gelandet sind.

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Signatur: 22.1 Freundschaft ab 4  Neunzehn Mädchen und ich

Adventskalender: Die 18

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Ein Golfplatz hat 18 Löcher. Der „Ulysses” von James Joyce hat 18 Kapitel. Der Achtzehnfleckige Marienkäfer lebt in Europa am liebsten am Mittelmeer. Und Lady Gaga hat mit 18 Millionen Followern dieses Jahr einen neuen Twitter-Rekord aufgestellt.

 Und längst bevor man 18 Jahre alt wird, sollte man dieses Buch lesen:

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Signatur:  Pam Schönherr

Adventskalender: Die17

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Was bei uns die 13, ist in Italien die 17. Eine Unglückszahl. Lebenslang peinlich war Alfred Hitchcock sein Film „Nummer siebzehn”. „17 Hippies” heißt eine Band aus Berlin. „Auf 17 gehen” witzeln Kollegen im Einzelhandel, wenn sie einen Toilettengang ankündigen. „Trick 17″ sagte man, wenn eine originelle, verblüffende Problemlösung gelingt.

 „Siebzehn Silben Ewigkeit” ist ein Roman vom Kanadier Denis Thériault. Er handelt von einem Briefträger mit einem heimlichen Faible für Kalligraphie. Das Buch ist eine Ode an die Kunst der Briefeschreibens.

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Signatur: U Thériault, Denis

Adventskalender: Die 16

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 In den USA ist die sweet-sixteen-party der Höhepunkt im Leben eines Mädchens. Besungen werden die 16jährigen dort seit 1898. In dem Jahr schrieb der Komponist und Texter James Thornton (ohne es zu ahnen) einen schmalzigen Hit, “When you were sweet sixteen”, den er für 40 Dollar verscherbelte. Unzählbar sind die Cover-Versionen, u.a von Al Jolson, Perry Como, Etta James, Shirley Temple und den Mills Brothers.

1938 sang Judy Garland ihre autobiographisch gefärbte Version von „Sweet Sixteen”. Als Blues hob Big Joe Turner 1952 „Sweet Sixteen” aus der Taufe. Für B.B. King wurde der Song zur Herzensangelegenheit, die er bis heute bei jedem Konzert zelebriert (Coverversionen spielten 1966 Canned Heat und 1968 Chicken Shack). Den Rock ’n’ Roll Kracher lieferte Chuck Berry 1958 mit „Sweet little sixteen” ab. Unzählig auch hier die Neufassungen (Jerry Lee Lewis, Beatles, Ten Years After, Eric Burdon).

Udo Lindenberg machte daraus „Süße kleine 16″. Da war er allerdings schon 32 Jahre alt. Schlagerte peinlicherweise noch „16 Jahr” (männliche Abwandlung von Dalidas “Er war gerade 18 Jahr“) . Zum Thema Alterunterschied passen auch Billy Idol (32) „Sweet Sixteen” und Ringo Starr (33) „Your’re sixteen”.

Ingesamt liegt die Zahl englischsprachiger Lieder, in denen 16jährige vorkommen, im 4stelligen Bereich.

Der Lesetipp von heute heißt ebenfalls „Sweet Sixteen”. Die 140seitige Geschichte von Birgit Vanderbeke ist eine ganz andere Liebeserklärung an die Jugend. Sie ist ein Plädoyer dafür, sein eigenes Leben zu führen, seinen Verstand zu gebrauchen und Mut zu beweisen.

gp 

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Adventskalender: Die 15

 In Mittelamerika hat der 15. Geburtstag eines Mädchens eine besondere Bedeutung. Die „Quinceañera”” feiert den Übergang zum Erwachsenwerden. Italiener und Franzosen sagen nicht wie wir, „in vierzehn Tagen”, sondern (warum auch immer) „fra quindici giorni / dans quinze jours” (in 15 Tagen). Apollo 15 gelang 1970 die 4. Mondlandung. Mit an Bord erstmalig das „Lunar Roving Vehicle” (das „Mondauto”)  und das erste und einzige Kunstwerk, das bis heute den Mond schmückt. „Fallen Astronaut” geschaffen vom belgischen Künstler Paul Van Hoeydoncks. Es erinnert an alle bei der aktiven Raumfahrt ums Leben gekommenen Astronauten und Kosmonauten).

Und heute haben alle Ninas Namenstag.

 Angesichts der sich am Horizont auftürmenden Kalorien-Lawine hat unser heutiger Lesetipp Präventivfunktion. Mit den „15 Minuten Body Workout für den jeden Tag” sollte ab sofort begonnen werden. Autorin Joan Pagano wird immer dieselbe Frage gestellt: „Was ist die beste Übung?” Ihre klare Ansage: „”Die beste Übung ist die, die Sie auch machen!”. Da erheben wir uns doch sofort vom Stuhl und starten mit dem „StepTouch”.

 P.S.: Für Lesefaule steckt eine DVD im Buch.

 gp

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Signatur: Xap 1 Fünfzehn Minuten Body Workout

Adventskalender: Die 14

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14 ist eine blöde Zahl. Das Alter ist noch blöder. „Pubertät ist wenn die Eltern schwierig werden“ heißt ein Buch und wenn man „14jähriger“ durch den Suchmaschinen-Wolf dreht, kommen dabei schreckliche Taten ans Bildschirmlicht.
Gibt man dagegen „mit 14 Jahren“ bei Wikipedia ein, tauchen nur Menschen auf, die auf dem Sportplatz, am Schachbrett, auf der Bühne oder im Labor irgendetwelche Wunder vollbracht haben.
Davon möchten wir heute nichts wissen! Wir gratulieren einfach allen, die heute 14 werden, zum herzlich Geburtstag. Und diesen 14 ebenfalls:

Bela B.
Béla Réthy
Beth Orton
Cliff Williams

Cynthia Gibb
Eva Mattes
Jackson Rathbone
Jane Birkin
John Lurie
Karan Armstrong
Karin Beier

Michael Owen
Mike Krüger
Vanessa Hudgens

Unser Lesetipp geht an alle, die kleinen Kindern abends vorlesen: „Vierzehn Mäuse gehen schlafen“ von Kazuo Iwamura. Wunderschön illustriert lässt es mit seinen liebevollen Reimen jedes Kind selig einschlummern.

„Ihr leises Lachen hört nur der Mond,
der oben im Träumebäumchen wohnt.“

gp

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P.S.: Apropos Mond! Die meisten wissen ja, wie der erste Mann auf dem Mond hieß. Das war Lance Armstrong… (Quatsch, das war der, der bei der Tour-de-France immer geschummelt hat). Nein, es war natürlich Neil Armstrong! Aber, wer war der letzte Mann auf dem Mond? Nun, der hieß Eugene Cernan. Heut vor 40 Jahren (am 14. Dezember 1970) hob seinen Fuß letztmalig aus dem Mondstaub und düste mit seinen Kumpels zurück zur zur Erde.

Sams-Papa wird heute 75

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Das Sams ist frech und vorlaut!  Statt  Sommersprossen hat es blaue Wunschpunkte und eine Schweinenase. Das Sams kann Wünsche wirklich werden lassen. Und als Herr Taschenbier  das Sams kennenlernt, stellt es sein Leben komplett auf den Kopf.

Heute feiert Sams-(und-Vieles-mehr)-Erfinder Paul Maar seinen 75. Geburtstag und wir wünschen ihm Herzlichen Glückwunsch und noch viel Schaffenskraft für neue Ideen,  phantasievolle Geschichten und originelle Figuren!

Auf die Frage, wie man die Leselust der Kinder fördern kann, antwortete er in einem Interview:

“Eltern müssen nicht unbedingt selbst Leseratten sein. Aber sie müssen ihren Kindern Geschichten erzählen, das scheint mir noch wichtiger zu sein als das Vorlesen.
Sie können beim Erzählen eine unglaubliche Emotionalität und Innigkeit herstellen. Jenseits der Erzählung spürt das Kind sofort: Hier richtet ein Erwachsener seine ganze Aufmerksamkeit auf mich, er kocht nicht nebenher Spaghetti oder schickt eine SMS an den Arbeitskollegen, sondern er nimmt sich Zeit und erzählt diese Geschichte nur für mich. Ganz nebenbei lernt das Kind die Struktur von Geschichten und Erzählungen kennen und verstehen. Es erlebt, dass es neben den Alltagsgesprächen in der Familie oder den Anweisungen im Kindergarten und der Schule auch noch andere sprachliche Formen gibt. Der Schritt vom intensiven Zuhören zum Selberlesen ist dann nicht mehr so groß.”

(FR, 23.04.2012)

gp

Adventskalender: Die 13


Heute mal ein bisschen Therapie für alle, die an Triskaidekaphobie leiden. Vergessen wir mal alles Negative, was wir über die böse 13 gehört haben. Erinnern wir uns an schöne Zeiten, als wir „Jim Knopf und die wilde 13″ lasen. Lauschen wir dem Album der „Ärzte”, das „13″ heißt (oder “13” von „Blur”). Versetzen wir uns nach Japan, wo die 13 eine Glückszahl ist. Und – „jetzt schlägt’s 13!”  – erinnern wir uns an Fußball-“Bomber” Gerd Müller, der am liebsten die Nr. 13 auf dem Rücken trug. Freuen wir uns auf das Jahr 2013. Freuen wir uns in Köln besonders auf die lit.Cologne, die zum 13. Mal stattfinden wird (mit einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek).

Glückliche Kinder Islands, bei Euch kommen gleich 13 Weihnachtsmänner, einer nach dem anderen in den letzten 13 Nächten zu Besuch. Schuh rausgestellt, am nächsten Morgen nachgeschaut, ob was drin ist! Die 13 sind Brüder und stammen natürlich aus einer Trollfamilie. Inzwischen sind die Jungs alt geworden und nachts im kalten Island… Man kann sich denken, wie anstrengend das ist. Die Kinder verstehen das gut und legen neben dem Schuh einen kleinen Happen zu essen hin. All’ das beschreibt das Buch: „Die 13 Weihnachtsmänner Islands”, illustriert und geschrieben von dem Engländer Brian Pilkington, der auf Island lebt.

P.S.: Ein schöner Brauch, das mit dem Happen! Könnte man vielleicht auch bei uns einführen.

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Signatur: 22.3 Weihnachten / Pilkington

In Memoriam: Ravi Shankar

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       “Pop changes week to week, month to month. But great music is like literature.”

Ravi Shankar

 

* 7. April 1920 in Varanasi  –  † 11. Dezember 2012  in San Diego