Das war “Inside Wikipedia”: Zwischen “Pipistrellus raceyi” und “Ficken”

Die Pipistrellus raceyi ist eine kleine Zwergfledermaus und lebt auf Madagaskar. Was verbindet das Tierchen mit einem quadratischen Stück Schokolade oder einer TV-Serien-Darstellerin? Über alle und alles lässt sich einiges in Wikipedia erfahren. Aber wollen wir von allem überhaupt Genaueres wissen? Was ist „relevant“? Und was für wen?
geeks@cologne hatte zur Podiumsdiskussion eingeladen und in der Q-thek der Zentralbibliothek nahmen die Beteiligten kein Blatt vor den Mund. Als da waren:

  • auf der Bühne die aktiven Wikipedianer Achim Raschka, Robert Schlappal und Elke Wetzig,
  • die moderierende Alice Wiegand vom Kuratorium der Wikimedia Foundation;
  • und ein interessiertes Publikum, das spontan dazwischen fragen konnte und nach dem Insider-Gespräch auch ausführlicher.

In der Vorstellungsrunde der drei Gäste stellten sich gleich die ersten Gemeinsamkeiten heraus: Sie fotografieren und schreiben gerne; sie sind neugierig und interessieren sich (ungeachtet ihrer Spezialgebiete) für viele Themen und sind alle von Wikipedia begeistert. Das Online-Lexikon ist Teil ihres Alltags geworden.

Aber wie kommt man zu seinem ersten Wiki-Artikel? Was sind die Qualitätsstandards? Was muss man beachten, wenn man beispielweise eine Person vorstellen will? Viele würden gerne drin stehen und manche, die schon drin sind, würden gerne wieder raus. Um hinein zu kommen, so Robert Schlappal, muss ein gewisser Bekanntheitsgrad vorhanden sein. Die Person muss öffentlich wahrgenommen werden und das sollte durch Quellen belegbar sein. Das gilt natürlich auch für „Berühmtheiten“, deren Promifaktor vorwiegend von der yellow press definiert wird. Worauf die eingangs erwähnte Schaupielerin ins Spiel kam, deren Eintrag von der Moderatorin genüsslich als Negativbeispiel vorgelesen wurde (besonders die Erwähnung ihrer diversen Männerbeziehungen). Ähnliches gilt für die Schokolade. Da wollte einer in leicht durchschaubarer PR-Manier gleich einzelne Sorten per Artikel würdigen. Ihnen gegenüber stand der Eintrag von Achim Raschka, der sein wissenschaftliches Interesse am exotischen Fledermäuschen, durchaus mit Verve begründen konnte.
Was zu den „Löschdiskussionen“ und Rauswürfen von Autoren überleitete. Auch hier zitierte Alice Wiegand kritisch das Niveau solcher Auseinandersetzungen, die bisweilen in persönliche Diffamierungen abgleiten. Für die Frage, was in solchen Fällen eher anheizt bzw. versachlicht, wägten die drei Wikipedianer ausführlich das Pro und Contra von Strafe oder Erziehung ab.
Einheitlichkeit herrschte darüber, das die große Mehrheit der Debatten konstruktiv verläuft und sich Wikipedia um großartige Diskussionskultur verdient gemacht hat. Dies belegte auch der Austausch mit dem Publikum.
P.S.: Das „F“-Wort kam ins Spiel, als ein Zuhörer Beispiele aus der untersten Schublade der Entgleisungen wissen wollte. Solche liefern noch vor dem Frühstück bevorzugt Pubertierende, die Beiträge wie „Kai aus der 7b stinkt“ im Lexikon unterbringen wollen oder einfach nur „F….., f….., f…..!“.

gp

Unser Dank geht an Alice Wiegand, Wikimedia Deutschland (für die Getränke!) und die Kölner Wikipedia-Community rund um den Kölner Stammtisch. (Nochmal als Tipp an Neu-Wikipedianer: Besucht den Stammtisch eurer Stadt oder Region.) Und natürlich auch ein großes Dankeschön an das Hochschulradio Kölncampus für ihre PR-Unterstützung!
“Inside Wikipedia” war Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln. Weiter geht es spätestens im Juni bereits im Mai mit einem E-Sport-Turnier und dann im Juni mit einem 3D-Druck-Event – die Ankündigung erfolgt demnächst. Alle Infos zur Reihe finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Wenn ihr euch auf der Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.

ba

 

Die Neuentdeckung des Himmels

die-neuentdeckung-des-himmels-48491-1Als im Oktober 1995 der erste Planet entdeckt wurde, der nicht die Sonne umkreist, sondern einen anderen Stern, habe ich gerade probiert, mich an der Universität zurechtzufinden. Ich hatte mein Astronomiestudium gerade erst begonnen und viel zu viel zu erledigen, um mich lange mit dieser Entdeckung zu beschäftigen. Ich musste herausfinden, wo die Einführungsvorlesungen stattfinden, musste mich für Übungskurse eintragen, die überall in Wien verteilten Institute der naturwissenschaftlichen Fakultät finden und für die erste Entdeckung einer fremden Welt blieb da kaum noch Zeit.

Im Laufe der folgenden Jahre verlief mein Studium dann nicht mehr ganz so hektisch – die Erforschung der extrasolaren Planeten dagegen nahm nun erst so richtig Fahrt auf. Ich bin ihnen aber erst 1999 wieder richtig begegnet. Mittlerweile hatte ich den Großteil meines Grundstudiums abgeschlossen und arbeitete an meiner Diplomarbeit. Die beschäftigte sich zwar mit Asteroiden, aber die Mitglieder meiner Arbeitsgruppe waren aktiv an der Erforschung der fremden Planeten beteiligt. Damals kannte man gerade Mal ein paar Dutzend Planeten und jede neue Entdeckung war eine kleine Sensation. Wir kannten die Eigenschaften der fremden Welten fast auswendig und diskutierten in den Kaffepausen und Seminaren intensiv über jeden einzelnen von ihnen.
Es gab zuerst fast jeden Monat neue Entdeckungen; später dann fast jede Woche. Irgendwann waren so viele Planeten bekannt, das man kaum mehr den Überblick behalten konnte. Nach meinem Diplomstudium begann ich selbst an der Erforschung der fremden Planeten zu arbeiten und konnte meine Studienobjekte aus einer Liste von mehr als 100 Himmelskörpern wählen.
Als ich nach meiner Dissertation an der Universität Jena als Wissenschaftler zu arbeiten begann, erregten neu entdeckte Planeten fast keine Aufmerksamkeit mehr. Die Liste der fremden Welten wuchs fast täglich und man diskutierte nur mehr über die spektakuläreren Funde. Im Jahr 2006 begannen die ersten Weltraumteleskope, nach extrasolaren Planeten zu suchen und wurden bald darauf in Massen fündig.
Am 22. Oktober 2013 enthielt die Liste der bekannten extrasolaren Planeten das erste Mal mehr als 1000 Einträge. Und kaum sechs Monate später hatte sich diese Zahl fast verdoppelt!
In nicht einmal zwei Jahrzehnten hat sich unser Weltbild komplett gewandelt. Jahrtausendelang haben wir Menschen uns gefragt, ob es anderswo im Universum auch noch Planeten gibt. 1995 gelang uns der erste Blick auf diese fremden Welten und heute sind sie fast schon zur Normalität geworden. Wir haben den Himmel tatsächlich völlig neu entdeckt und festgestellt, dass da draußen nicht nur unzählige Sterne sind, sondern auch ebenso unzählige Planeten.
Die Suche nach dem fremden Welten im Universum ist eine faszinierende Geschichte. Nach Jahrtausenden voller Spekulationen und nach Jahrzehnten voller Misserfolge haben wir nun innerhalb weniger Jahre auf diesem Gebiet mehr Fortschritte gemacht als irgendwo anders in der Astronomie im gleichen Zeitraum.
In meinem Buch “Die Neuentdeckung des Himmels” haben ich probiert, diese spannende Reise allgemein verständlich zu erzählen. Von den griechischen Gelehrten der Antike über die Theologen des Mittelalters bis hin zu den Forschern der Neuzeit haben die Menschen sich gefragt, ob unsere Welt die einzige Welt im Kosmos ist und wir seine einzigen Bewohnern. Wir haben heute das große Glück, genau in der Zeit zu leben, in der wir auf diese jahrtausendealten Fragen eine Antwort finden können. Den ersten Teil der Reise haben wir schon zurück gelegt. Die fremden Welten sind gefunden und das in einer Anzahl und Vielfalt, die jede Vorstellung sprengt. Ob es auf diesen Planeten irgendwo auch Leben gibt, werden wir im nächsten Abschnitt der Reise herausfinden. Und die Antwort wird diesmal keine Jahrtausende auf sich warten lassen. Wenn es irgendwo dort draußen Leben gibt, dann werden wir es schon in den nächsten Jahrzehnten finden!

Florian Freistetter

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Astronom Florian Freistetter stellt sein aktuelles Buch in der Zentralbibliothek vor.
Die Thesen des aktuellen Buchs von Florian Freistetter diskutiert Ralf Krauter mit dem Autor und dem DLR-Astronom Manfred Gaida am

Mittwoch, 26. März 2014, um 19 Uhr

in der Zentralbibliothek am Neumarkt.

Das Gespräch gehört zur Reihe „Wissenswert – Themen am Puls der Zeit”. Die Stadtbibliothek kooperiert bei der Veranstaltung mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Der Eintritt kostet im Vorverkauf sieben, ermäßigt fünf Euro. An der Abendkasse beträgt der Eintrittspreis acht und ermäßigt sechs Euro. Im Vorverkauf sind die Karten bei „Köln Ticket” im Internet oder telefonisch unter 0221/2801 erhältlich. Unter der Telefonnummer 0221/221-23939 nimmt die Stadtbibliothek auch Reservierungen entgegen.

Bibliothek analog + digital = Quellentaucher

Der vielbeschworene Untergang der Bibliotheken löst immer wieder neue und heiß geführte Debatten aus. Ohnehin, so scheint es, geht jede Woche irgendetwas Neues unter. Oft wegen neuer Medien, meistens wegen dem Internet. Und das Abendland ist eigentlich schon immer untergegangen. Ob man sich nun euphorisch oder eher apokalyptisch – mit Umberto Eco gesprochen – gegenüber neuen Medien verhält: Debattieren kann man viel…
… oder eben handeln.
Wir entscheiden uns prinzipiell lieber für die zweite Option. Und im Team handelt es sich umso besser. So haben wir zusammen mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, der Universät Konstanz (und hier insbesondere der AG Mensch-Computer-Interaktion) und der Bezirksregierung Düsseldorf eine von vielen möglichen Antworten auf den Wandel der Bibliotheken umgesetzt.
Grundgedanke war, dass die sich verändernde Bibliothek stets die Grenzverschiebung zwischen analog und digital verhandelt. Ist sie ein analoger Ort? Funktioniert sie (rein) digital? Wie sehen die Verschränkungen, die Brüche dazwischen aus?
Eine mögliche Antwort auf diese Fragen hat das Team am Mittwoch bei uns vorgestellt. Das Kind des Verbundprojekts namens “Bibliotheksservice digital und real” heißt Quellentaucher.

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Der Quellentaucher auf der 3. Etage der Zentralbibliothek

Der Quellentaucher besteht aus zwei Modulen: Expedition und Tiefenrausch. Die Expedition ist bereits in Betrieb, wird im Verlauf des Jahres aber noch weiter ergänzt. Der Tiefenrausch wird bis Ende 2014 installiert. Tritt ein Besucher in die Nähe des großen Touchscreens, stellt ihn eine Tiefenkamera in Form einer dynamischen Silhouette dar. Geht er noch näher heran, erscheint eine Landschaft aus Kacheln mit Informationen zum aktuellen Weltgeschehen. Berührt man nun eine dieser Kacheln, liest man Nachrichtendetails und verwandte Informationen aus dem Web (z.B. Tweets und Wikipedia-Artikel, die die entsprechenden Schlagworte enthalten). Gleichzeitig stellt ein digitales Regal dazu passende Medien aus unserem Bestand dar.

Die Silhouetten regen zum erkunden an. Foto: Uni Konstanz
Die Silhouetten regen zum erkunden an. Foto: Uni Konstanz

Im Ergebnis vereint der Quellentaucher als Hybrid die Vorteile des physischen Regals mit der dynamischen digitalen Welt. Der Bruch zwischen analog/digital ist hier nicht Hindernis, sondern Chance, umgesetzt aus der Perpektive der Mensch-Computer-Interaktion.
Bei unserer Kick-Off-Veranstaltung am Mittwoch in der Q-thek der Zentralbibliothek stellte Petra Büning von der Bezirksregierung ausführlich die Hintergründe des Projekts vor, während Prof. Dr. Harald Reiterer und seine Doktoranden Jens Mueller und Simon Butscher aus Konstanz auf Technik und Umsetzung eingingen. Unsere Direktorin Dr. Hannelore Vogt provozierte mit einer Präsentation zu aktuellen Trends in Bibliotheken ein Werkstattgespräch. Wir konnten rund 80 Kolleginnen und Kollegen bei uns begrüßen und ihnen den Quellentaucher zeigen.
Er steht auf der dritten Etage der Zentralbibliothek, ist nicht zu übersehen und freut sich auf Eure Recherche! Wir sind gespannt, wie es weitergeht.
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(sa)

Weiterführende Links:

Du & Ich inmitten aller Bücher

Skateboard

Meine Liebe zu Stadtbüchereien kennt keine Grenzen. Ich meine, wie großartig ist denn diese Idee, dass man sich Kultur ausleihen kann und dann einfach für andere wiederbringt? Denn niemand braucht doch wirklich alles! Fast schon sozialistisch. 

Und dann ist es auch ein Ort, um Leute kennenzulernen. Manchmal passiert das ja.

So wie heute. So wie Thomas. Thomas muss man sich als grundausgeglichenen und gleichzeitig ziemlich aktiven Menschen vorstellen. Einen Thomas, wie ihn eigentlich jede Stadt gebrauchen kann.

Nach vielen Jahren Recklinghausen ist er nun also am Rhein gelandet. Als Kfz-Mechaniker hat er in seiner Heimatstadt versucht dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Nun will er aber lieber selbst neue Autos mitentwickeln. Deshalb kam er zum Technikstudium nach Köln. Und zum Fotografieren. Und zum Bloggen. Also mehr so zum Fotos bloggen. Noch. Weil eigentlich möchte er natürlich auch – so wie wir alle hier – eine Internetikone werden.

Karen Schierhorn

Foto: Thomas Mengede (tmfepictures.com)
Dieser Text entstand letzten Freitag in unserem Makerspace-Workshop “Kreatives Schreiben für Blogger”. Eine der dort gestellten Aufgaben war ein Gespräch zwischen zwei ausgelosten Teilnehmern, ein anschließender Text über den jeweils anderen. Dieser wurde dann der Gruppe vorgelesen und diskutiert. Karen lernte so Thomas kennen und heraus kam dieser Beitrag, der allen gefiel, und den wir Euch nicht vorenthalten wollen.

gp

Schmuck aus unserem 3D-Drucker

Was gibt es nicht mittlerweile alles aus dem 3D-Drucker! Und was wird noch kommen? Barilla möchte individualisierte Nudeln drucken, in Amsterdam entstehen bald gedruckte Häuser (die FAZ berichtete am 16.2.2014, Seite V 7 und http://neuerdings.com/2014/03/16/3d-druck-kanalhaus/ ), Gartenfreunde drucken ihre Gras- und Blumenarrangements und sogar Prothesen können – wenn man einmal eine gute angepasste Vorlage erstellen konnte – mittlerweise mit äußerst geringen Materialkosten hergestellt werden.
Dass der Drucker auch ganz tollen Schmuck zaubern kann, haben uns zwei Studenten bewiesen. Für ein Studienprojekt haben sie mehrfach den Weg von Wuppertal nach Köln nicht gescheut und das Ergebnis spricht doch wirklich für sich! 🙂

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Copyright: Christian Pfeil

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Copyright: Tim Löttgen

Schmuck aus dem 3D-Drucker konnten wir auch im Herbst auf der Euromold in Frankfurt in die Hand nehmen und bestaunen. Eine finnische Firma repräsentierte hier ihre gedruckten Metallanhänger für Ketten, die im Inneren zum Teil mit Elektronik ausgestattet waren, so dass der Anhänger auf Knopfdruck aus kleinen Aussparungen leuchtet.
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Copyright: Stadtbibliothek Köln

Ihr wollt gerne eigene 3D-Modelle erstellen? Einen Einblick in die Welt der 3D-Modellierung bekommen? Dann werft doch einen Blick in unser Makerspace-Programm. Bei Workshops für Selbermacher darf 3D-Modellieren natürlich nicht fehlen 🙂 Momentan gibt es noch freie Plätze für den Workshop am 24. Mai “123D Creature – Digitales Modeling auf dem iPad” und für den Workshop am 28. Juni “Von der Idee zum 3D-Druck – Ein 3D-Crashkurs für Anfänger mit SketchUp”.
Eine weitere Möglichkeit bietet unser 3D-Scanner, den ihr eigenständig nutzen und bedienen könnt.
(ck)

“Die Bücherdiebin” im Kino

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„…. die Worte fanden Eingang in einen Raum, der voller kalter Luft und Bücher war. Überall Bücher! Die Wände waren mit überfüllten, doch ordentlichen Regalen bestückt. Den Wandanstrich konnte man fast nirgends sehen. Die Schrift auf den Bücherrücken war überall unterschiedlich, geschwungen und gerade, groß und klein. Die Buchrücken selbst waren nicht nur schwarz, rot und grau; sie wiesen jede vorstellbare Farbe auf. Der Anblick gehörte zu den schönsten, die Liesel Meminger je gesehen hatte.

Erfüllt von diesem Wunder, lächelte sie.

Dass ein solcher Raum existierte!”

So fühlt es sich an, wenn große Bücherliebe erstmals auf eine Bibliothek trifft. Beschrieben vom australischen Autor Markus Zusak, dessen 2005 erschienenes Jugendbuch „Die Bücherdiebin”  weltweit ein Bestseller wurde. Es ist die Geschichte der neunjährige Liesel, die 1939 im Nazi-Deutschland  zu Pflegeeltern kommt, lesen lernt und lesesüchtig wird. Sie rettet Bücher, indem sie sie stiehlt, ihnen die Kraft der Veränderung entnimmt und die Fähigkeit Herzen zu erreichen.

Zwar spielt die Bibliothek im Buch nur eine Nebenrolle, umso mehr feiert es das Verschlingen von Büchern, die Macht der Fantasie und die Magie der Worte.

Heute kommt die Verfilmung der „Bücherdiebin” in die deutschen Kinos.

gp

 P.S.: Bei uns im Bestand als Buch und Hörbuch.

Diskussionsrunde “Inside Wikipedia” am 24. März

1000px-Wikipedia-logo-v2.svgFür viele ist das Online-Nachschlagewerk Wikipedia der erste Anlaufpunkt bei Wissensfragen. Aber wie entsteht eigentlich ein Wikipedia-Artikel? Wie kann das gutgehen, wenn jeder alles editieren kann? Über die Herausforderungen und Probleme der virtuellen Zusammenarbeit aber auch über die Motivation und die Glücksmomente der ehrenamtlichen Autoren könnt ihr euch am 24. März bei uns in der Zentralbibliothek informieren. Bei “Inside Wikipedia” werden langjährige Wikipedianer über die folgenden Themen diskutieren:

  • Wie helfen wir Anfängern?
  • Wie bewahren wir Qualität und Neutralität?
  • Angriff der PR-Agenturen?
  • Wie lösen wir Konflikte?
  • Was ist dieses “Lizenzdingens”? Oder auch: “Die freie Enzyklopädie” und das Urheberrecht. Ein Widerspruch?
  • Wikipedia wird von Nerds im dunklen Keller gemacht; oder doch nicht?

Was noch angesprochen wird liegt in eurer Hand. Bringt Fragen mit und bringt euch in die Diskussion ein. Auf dem Podium sitzen Elke Wetzig, Achim Raschka und Robert Schlappal. Die Moderation des Panels übernimmt Alice Wiegand, Mitglied des Kuratoriums der Wikimedia Foundation.
Die Veranstaltung ist kostenlos und startet am 24. März um 19.00 Uhr im Erdgeschoss der Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wenn ihr bei Facebook seid, könnt ihr uns aber mit einem Klick auf “Teilnehmen” bei der Getränkeschätzung helfen: “Inside Wikipedia” auf Facebook.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Kölner Wikipedia-Community rund um den Kölner Stammtisch und wird von Kölncampus unterstützt! Sie findet im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne statt, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Reihe findet ihr unter geekscologne.mixxt.de.

(ba)

Roboter-Workshop für Mädchen

Langsam ist er Tradition: unser Lego-Mindstorms-Workshop für Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren. Schon zweimal haben Mädels bei uns mit leuchtenden Augen programmiert und an ihrem Roboter gebastelt.

Lego-Mindstorm-Programmierung
Lego-Mindstorms-Programmierung

Der zweitägige Roboter-Workshop “go4IT” ist eine Kooperation mit der RWTH Aachen und dient der spielerischen Einführung von Mädchen in die Bereiche Technik und Informatik. Für den 23. und 24. April laden wir alle Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren herzlich in die Zentralbibliothek am Neumarkt ein. In Zweierteams und unter der Aufsicht von geschulten Pädagoginnen und Pädagogen bauen sie eigene Roboter aus Lego-Mindstorms-Bausätzen. Schrittweise werden die Teilnehmerinnen an die Programmierung mit NXC (Not eXactly C) herangeführt. Sie hauchen ihren Robotern Leben ein und sind bald in der Lage, sie für die Lösung komplexerer Aufgaben einzusetzen. Spielerisch lernen die Mädchen den Umgang mit Motoren, Sensoren und ihrer vermutlich ersten Programmiersprache. Ein genauer Ablauf der Tage ist in unseren Blog-Artikeln zu früheren Workshops nachzulesen: Blogeintrag 1. Workshop, Blogeintrag 2. Workshop.

Der Workshop beginnt an beiden Tagen um 10:15 Uhr und endet um 16:15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Gruppe maximal 16 Teilnehmerinnen aufnehmen kann, ist eine Anmeldung unter schulservice@stbib-koeln.de unbedingt erforderlich. Es handelt sich nicht um einen Aufbaukurs, daher gibt es außer einem allgemeinen Interesse an der Materie keine Voraussetzungen.
(ba)

Bastelstunde in der Stadtteilbibliothek Neubrück

Und wieder trafen sich die Kinder aus Neubrück am Freitag 21.02.2014 von 16:00 bis 18:00 Uhr zum basteln in der Stadtteilbibliothek.
Diesmal bastelten wir gemeinsam zum Thema Australien und Aborigines.
Wir starteten eine Entdeckungsreise mit unseren Sachbüchern über Australien und lernten viel über die Kultur und die Bräuche der Aborigines.
Denn in unseren Bastelstunden möchten wir vor allem die Kulturen der verschiedenen Länder näher kennen lernen.
Wie hört sich das Didgeridoo an?
Wurde mit dem Bumerang gespielt?
Welche Tiere leben in Australien?
Heißt der Berg Uluru oder Ayers Rock? …
Diese und viele weitere Fragen konnten wir gemeinsam beantworten.
Gleich darauf zückten wir unser Scheren und Stifte und malten unsere eigene Höhlenmalerei mit original Symbolen der Aborigines.
Wir verewigten unseren Händeabdruck auf der schwarzen Pappe und erfanden unsere eigene kleine Geschichte mit Hilfe der Symbole.
Zum Beispiel: „Ein Känguru springt über den Fluss und sieht eine Schlange am Wasserloch“ 🙂
Jedes Kind ist zu unseren monatlichen Bastelstunden herzlich Willkommen und kann sich bei uns anmelden.
Emel Yüksel
Stadtteilbibliothek Neubrück
An St. Adelheid 2-8 / 51109 Köln
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Das Lied zum Februar: “February Rain” von Susan Levine

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Der Februar ist was für Zahlen-Freaks, Schneeliebhaber oder Fans obskurer Feiertage. Alle anderen sind wahrscheinlich Februar-Hasser.

Als kürzester Monat dauert er normalerweise 28 Tage und in Schaltjahren 29. Als einziger kann er auch ohne einen Vollmond vorüber gehen (Das passierte zuletzt 1999 und das nächste Mal 2018). Alle sechs Jahre besteht er aus 4 kompletten 7-Tage-Wochen. Das alles und noch viel mehr wissen alle, die am 29. Februar Geburtstag haben (so wie Khaled, Dana Schweiger oder Benedikt Höwedes). Z.B., dass ein Jahr 365 Tage, 5 Stunden, 49 Minuten und 16 Sekunden dauert, was 365.2425 Tagen entspricht und er oder sie Pech hatte, da irgendwo hinter dem Komma zur Welt zu kommen.

Leute, die sich noch daran erinnern, dass es mal 4 Jahreszeiten in Deutschland gab und dem hinterher trauern, vermissen vermutlich den Schnee, bzw. den Spaß im Schnee. Aus Kölner Perspektive wird der Februar 2014 als 5- bis 9-Grad-Monat in Erinnerung bleiben (wahlweise sonnig, wolkig oder regnerisch). Zumindest lautete so die gängige Ansage im morgendlichen Wetterbericht. Aber Schneeglöckchen ohne Schnee, was soll das?  Da freut man sich doch auf Verlässliches, wie Karneval (oft im Februar) oder den Valentinstag (14.2.). Längst ergänzt durch den Tag des Regenwurms (15.2.), des Nylonstrumpfs (16.2.), des Eisbären (27.2.) oder den der Schwertschlucker (28.2.).

Ein Feiertag, den die UNESCO 1997 ins Leben gerufen hat, könnte zumindest in deutschsprachigen Räumen für Irritationen sorgen. Der „Welttag der Feuchtgebiete” (2.2.) ist keine clevere Werbung für den Bestseller von Charlotte Roche, sondern hat tatsächlich ein ökologisches Anliegen.

Passend zum Kölner Februar (besonders optisch) das Video dem Song “February Rain” von Susan Levine.

gp

Das Lied zum Januar