NEU!!!! Ausleihe von Garmin-GPS-Navigationsgeräten für Rad- und Wandertouren und Geocaching

Seit Dienstag, den 30. Oktober sind eTrex-Venture-HC-Garmin-Navigationsgeräte mit angebotenen Touren im gpx-Format und Printform (“Feierabendtouren” von Steffi Machnik, Neumarkt-Rallye) auf der 1. Etage der Zentralbibliothek zur kostenlosen Ausleihe für 2 Wochen verfügbar.

Wollen Sie Ihre nächste Wander- oder Radtour GPS-unterstützt starten, haben Sie die Gelegenheit es mit diesen Navigationsgeräten auszuprobieren.
Wollen Sie Geocaches auf die Spur kommen, ist es mit der Ausleihe dieser Navigationsgeräte möglich.
Sven von Loga
ODER
Sie können direkt die Feierabendtouren in Köln von Steffi Machnik mit Buch und Navigationsgerät in Angriff nehmen
AUCH
eine 2stündige GPS-Rallye rund um den Neumarkt können Sie direkt mit diesen Garmingeräten starten!
VIEL SPASS BEIM AUSPROBIEREN
eda

Impressionen von der Lesung “Die digitale Gesellschaft” mit Markus Beckedahl und Falk Lüke

Online und offline werden in Zukunft nicht mehr zu trennen sein. Das war eine der wichtigsten Aussagen von Falk Lüke und Markus Beckedahl, die am 29.10.2012 aus ihrem Buch “Die digitale Gesellschaft” gelesen haben. Das mag für viele geübte Netzmenschen total banal klingen, ist aber den meisten Menschen, denen wir draußen im Real Life begegnen, gar nicht in voller Tragweite bewusst.

Das aufmerksam lauschende Publikum
Das aufmerksam lauschende Publikum

Mit welchen Problemen sich die digitale Gesellschaft auseinandersetzen kann und auch sollte, belegten Beckedahl und Lüke eindrucksvoll anhand vieler einzelner Beispiele und anschaulicher Anekdoten. Es ging um Jugendschutz, Netzneutralität, das Informationsfreiheitsgesetz, UFOs und das Knacken von ePUB-Dateien. Schon zum Thema Monopolisierung im Internet gab es eine erste kurze Diskussion mit dem Publikum. Das hielt sich im weiteren Verlauf des Abends dann aber zurück und ließ sich Passagen aus dem Buch vorlesen, aus der Erfahrung der beidene Netzaktivisten erzählen, und erst zum Schluss der Lesung kam eine lebhafte Diskussion in Gang.
Beckedahl und Lüke
Beckedahl und Lüke

Wem können wir im Netz vertrauen? Wo ist Vertrauen gerechtfertigt? Wie sehr darf ein Staat in Netzneutralität eingreifen? Wo sollte er sich zurückhalten? Lesen alle immer brav die AGBs der Firmen, bei denen sie sich (Internet, Mobilfunk etc.) anmelden? Es gab viele Fragen, aber wenige Antworten – die können Markus Beckedahl und Falk Lüke aber auch nicht allein aus dem Hut zaubern. Expertise ist eben auch nur eine Betaversion, so Lüke, ständig im Wandel und ständig optimierbar. Trotzdem wollten sie mit ihrem Buch und der Gründung des gleichnamigen Vereins Fakten schaffen,  wo sich schon der Chaos Computer Club (“eine super Organisation”) der Professionalisierung verweigere (“Wenn da nie einer ans Telefon geht…”). Digitale Entwicklungshilfe für die Politik – so das hehre Ziel.
Entwicklungshilfe vor Ort haben sie auf jeden Fall geleistet, denn nach eigenen Angaben hatte nur eine Person aus dem Publikum das Buch tatsächlich auch gelesen. Trotzdem, so Beckedahl, sollte der Inhalt auf  jeden Fall in Buchform erscheinen, denn das war sein großer Traum: Einmal ein eigenes Buch in Händen halten. Dank der Unterstützung der Buchhandlung Bittner konnte sich das Publikum nach der Veranstaltung dann auch noch eindecken.
Im Vordergrund: Literatur zum Thema
Im Vordergrund: Literatur zum Thema

Die Lesung war eine Sonderveranstaltung im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne. Weiter geht es übrigens im November, wenn wir den Science Slam zu Gast haben werden. Mehr dazu unter geekscologne.mixxt.de.
(cd)

Bilderbuchreise nach Istanbul

Lara ist ein türkisches Mädchen aus Köln, das ihre Verwandten in Istanbul besucht. In der Türkei angekommen entdeckt Lara viel mehr als nur die Sehenswürdigkeiten der geheimnisvollen Stadt. Zusammen mit ihrer jüdischen Freundin Ester begibt sie sich auf Entdeckungsreise.
In einem farbenfrohen Bilderbuchkino führt uns die Kinderbuchautorin Arzu Gürz Abay mit Lara und Ester durch die vielseitige Kultur der Türkei. Um diese interkulturelle Reise perfekt zu machen, liest sie aus ihrem aktuellen Buch “Lara und die Stadt der Geheimnisse / Lara ve Sırlar Şehri” nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch.
Wir freuen uns auf alle kleinen, neugierigen Entdecker.
  Bilderbuchkino + Lesung
in Deutsch und Türkisch
5. November 2012, 10 Uhr
für Kinder ab 4 Jahren
Eintritt frei!
Stadtteilbibliothek Bocklemünd
Görlinger Zentrum 13 – 15
50829 Köln
Telefon 02 21 / 50 32 76
(Isabel Thum)

Bastelnachmittag in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd

Am Freitag, den 26.10. um 15:30 Uhr wird in Bocklemünd wieder gebastelt. Nachdem wir Ende September viele, lustige Bücherwürmer hergestellt haben, wollen wir dieses Mal kleine Notizbüchlein anfertigen. Herzlich dazu eingeladen sind alle Kinder ab 8 Jahren. Wir freuen uns auf Euer Kommen!
Hier ein kleiner Eindruck vom letzten Bastelnachmittag:

(Anne Voß)

Ein Herz und eine Seele ist tot

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=1ZPNK-E41_I]

Der Mann schrieb Straßenfeger. Zwischen 1958 und 1968 gehörten dazu fast alle Drehbücher der legendären TV-Krimi-Serie „Stahlnetz“. Dann kamen noch das „Millionenspiel“, Ekel Alfred und Motzki und eine Endlos-Liste von Werken aus seiner kreativen Feder. Der Journalist und Drehbuchschreiber Wolfgang Menge starb gestern.

Zur Erinnerung ein paar Sätze des Querdenkers:.
“Wie wichtig ist für Sie Geld, Herr Menge?
MENGE: Ich habe schon lange meine Prinzipien: Mein erstes Honorar war für ein Daviscup-Spiel in Zagreb. Für den Rundfunk habe ich nebenher ein Feature gemacht über Jugoslawien. Eine Dreiviertelstunde. Dann habe ich beim Nordwestdeutschen Rundfunk gefragt: Was zahlen Sie? Sie sagten 1 200 Mark. Ich fragte: Was kriegt Axel Eggebrecht? Na, der kriegt natürlich 1 500. Danach habe ich Radio Bremen angerufen: Was zahlt ihr? 700 Mark. Und was kriegt Eggebrecht? Auch 700 Mark. Ich hab s an Radio Bremen verkauft. So mache ich das heute noch. Wenn ich eine Lesung in einer Bibliothek habe, und die fragen mich, was ich will, dann sage ich, Sie können mir fünf Mark geben, aber ich darf nie erfahren, dass jemand für die gleiche Arbeit mehr Geld kriegt als ich. Das ist alles.” (Berliner Zeitung, 27.05.2000)

gp

Der Wutbürger im Bibliothekar

Foto:  Pepijn Vlasman

Sebastian Schüttlöffel greift zur Waffe. Kaltwütig verteidigt er seine Stadtteilbibliothek, die von der Schließung bedroht ist. Denn der Kämmerer will sparen.  Vor der Tür fährt ein Sonderkommando der Polizei auf. Ein Psychologe versucht den Bibliothekar und Bücherfreund zur Aufgabe zu überreden. Schüttlöffel wird zum Besatzer seines Arbeitsplatzes und verschanzt sich hinter 5.800 Bücher-Geiseln. Er weigert sich, zumindest die „Frauenromane und Kinderbücher“ herauszugeben…
Das war nur eine Frage der Zeit bis die Humorbranche die Bibliothek entdecken würde. Wo sonst finden sich alle Themen dieser Welt (und des Universums) so greifbar. Das kabarettistische Schwergewicht Thomas Freitag gibt den durch geknallten Kollegen, der das Land der Dichter und Denker vor dem geistigen Ruin retten will. Von Gutenberg (über Guttenberg) zu Facebook, von früher gewichtigen Idealen zum heutigen Ideal-Gewicht, von Marx zu Merkel: der in die Enge der Regale getriebene Bücherwurm geht auf  “eine Reise von den Gipfeln – bis ins Flachland unserer Kultur und Politik”.
Am Samstag, 10. November, 20 Uhr, gastiert Thomas Freitag mit seinem neuen Programm im Kölner Comedia Theater.

gp

P.S.: Und was fällt uns an diesem Plakat auf? Erstens, die Signatur-Schilder fehlen. Die Regal-Böden auch, aber vielleicht hat er die ja schon entfernt, um die Tür zu verbarrikadieren. Und wer jemals in Deutschland einen Bibliothekar in diesem out-fit gesehen hat, möge sich bitte umgehend melden. Aber wir drücken ein Auge zu! Sollte tatsächlich ein Kollege Ähnliches wie Schüttlöffel planen, schmeißt er sich vielleicht ja gerade deshalb so richtig in Schale.

Hilfe! Hausaufgaben!

Wer bei den Schulaufgaben zu Hause regelmäßig so aussieht, dem kann jetzt geholfen werden.
Die Stadtteilbibliothek Bocklemünd bietet ab dem 24. Oktober rechtzeitig zum Schulbeginn nach den Herbstferien eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung an. Immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr kann mit professioneller Hilfe der Schulstoff wiederholt und für Klassenarbeiten gepaukt werden. Wer keine Lust mehr auf langweilige Stunden über den Heften am heimischen Schreibtisch hat, ist bei uns genau richtig. Die Bibliothek bietet eine ruhige Arbeitsatmosphäre, in der während den zwei “Schulstunden” natürlich auch angeregt über Textaufgaben und Gruppenarbeiten diskutiert werden darf.
Alle Lernwilligen und natürlich auch alle, die einmal reinschnuppern möchten, sind gerne willkommen. Zusammen lernt es sich doch immernoch am besten.
Hausaufgabenhilfe
mittwochs, 15 bis 17 Uhr
ab 9 Jahren

Stadtteilbibliothek Bocklemünd
Görlinger Zentrum 13 – 15
50829 Köln
Telefon: 0221 – 50 32 76
Email: bocklemuend@stbib-koeln.de
(Isabel Thum, Julia Albert)

Impressionen vom 2. Roboter-Workshop go4IT

Am 11. und 12. Oktober war es wieder soweit. Der Roboter-Workshop go4IT war zurück. In unserem Seminarraum auf der 3. Etage der Zentralbibliothek versammelten sich 16 neugierige Mädchen, um in Zweierteams eigene Lego-Mindstorm-Roboter zusammenzubauen und ihnen mit der Programmiersprache NXC Leben einzuhauchen.
Zwei Studentinnen der RWTH Aachen und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Uni Siegen betreuten die Mädchen, halfen bei Problemen und beantworteten Fragen. Ziel war es, ein Bodenquadrat akkurat abzufahren und den Einsatz verschiedenener Sensoren in eine kurze Aufführung einzubauen. Ihre Fortschritte konnten die Mädchen immer wieder der gesamten Gruppe präsentieren und dabei Erfahrungen austauschen und Probleme besprechen. Am Ende des zweiten Tages überzeugten sich Freunde und Verwandte davon, dass die Teilnehmerinnen ihre Roboter voll unter Kontrolle hatten.

Weitere Informationen zu den go4IT-Workshops gibt es übrigens auf den Seiten der RWTH Aachen. Und wer nach dem Workshop weiterbasteln möchte, dem sei der Simulator für LEGO Mindstorms NXT Roboter empfohlen.  Hier kann man die Choreographien noch einmal virtuell aufleben lassen oder ganz neue Bewegungsabläufe programmieren.
Die Mädchen hatten viel Spaß und mir haben schon meine kurzen Stippvisiten (zum Fotografieren) viel Freude bereitet! Wir hoffen den Workshop auch im nächsten Jahr wieder anbieten zu können und werden euch unter anderem hier im Blog darüber informieren!

(ba)

Geek Content: Nimm das, Prometheus!

Auch wenn mich an dem Alien-Prequel “Prometheus” nur die Optik überzeugte, gab es ein Detail, dass mich wirklich fasziniert hat: die Erkundungssonden. Während die Crew der Prometheus durch die dunklen Gänge des außerirdischen Komplexes streift, sendet sie tennisballgroße, fliegende Sonden aus, die mit rot-flackerndem Laserlicht die Räumlichkeiten abtasten und ihre Messungen an das Raumschiff übertragen. Dort formt sich in Echtzeit eine 3D-Karte des Komplexes mit allen Räumen, Korridoren und Sackgassen. Super! So etwas will ich in Science-Fiction-Filmen serviert bekommen.
Allerdings, so viel Zukunftsmusik steckt in dieser Idee gar nicht. Zum einen gibt es bereits passende autonome Fluggeräte: Quadrocopter.

Und zum anderen hat das MIT (Massachusetts Institute of Technology) vor kurzem automatische Vermessungstechnologien, die eh schon bei Bodenrobotern Verwendung fanden, für bewegungsfreudigere Träger angepasst: für Menschen. Da fehlt ja nun wirklich nicht mehr viel, Prometheus.

Quellen:
Wired: Autonomous quadrocopters fly in 20-strong formation
Wimp: Automatic building mapping at MIT
MITnews: Automatic building mapping could help emergency responders 
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne. Bei der nächsten Veranstaltung am 29. Oktober diskutieren Markus Beckedahl und Falk Lüke mit euch über die digitale Gesellschaft.)

(ba)

“Wetten, dass….


… Sie hier einen zukünftigen Nobelpreisträger kennen lernen?” schrieb die New Yorker „Village Voice“ als vor 14 Jahren Haruki Murakamis „Gefährliche Geliebte“ auf Englisch erschien. Kann sein, dass das Blatt übermorgen die Bestätigung dieser Prognose erleben wird. Der 1949 in Kyoto geborene Japaner hat bereits eine Reihe von Preisen abgeräumt und aktuell liegt er bei großen Wettbüros ganz vorne. Deswegen gibt’s höchstens 5 Euro, wenn man einen auf ihn setzt.
Platz zwei belegt der Ire William Trevor, Jahrgang 1928. Auch er gilt seit Jahren als  nobelpreisverdächtig. Mo Yan, geboren 1956 in China, und im deutschsprachigen Raum bekannt durch „Das rote Kornfeld“ (später auch verfilmt) belegt den dritten Platz bei den Buchmachern. „Mo Yan“ ist ein Pseudonym und bedeutet sinngemäß „der Sprachlose“.
Also genau das, was viele Zocker und wir vielleicht übermorgen sind, wenn am Donnerstag, 13 Uhr, in Stockholm der Gewinner der Literaturnobelpreises bekannt gegeben wird.

gp