Neubrücker Literaturkreis

11 Jan

Kontrovers diskutierten wir über David Gilmour: Unser allerbestes Jahr

In diesem Roman erlaubt ein Vater seinem 16-jährigen Sohn, die verhasste Schule zu schmeißen. Einzige Bedingung: Gemeinsam mit dem Vater muss der Sohn jede Woche drei Filme schauen.

Der Roman ist eigentlich ein Tatsachenroman. Er hat nicht den Anspruch das Rad neu zu erfinden, sondern er will einfach und fesselnd von jenem pädagogischen Experiment berichten, das Jesse schließlich wieder auf den Weg bringt. Das Buch bleibt bis zum Schluß spannend, die Dialoge sind brillant, die Erzählung oft anrührend. Der Leser profitiert von den Ausführungen des Autors zu Schlüsselszenen der Weltfilmkunst, manche empfinden gerade diese als „Gewalttour“ durch die Filmgeschichte. Andere werfen dem Autor „Voyeurismus“ vor, in dem er sein Innerstes -und das seines ihm anvertrauten Kindes- vorführt.

Die Idee zu einer solchen Erziehungsmethode stößt bei den meisten auf völlige Missbilligung, andere finden diesen Weg bemerkenswert, Nähe zum beinahe schon entglittenen Kind zu suchen.

Man mag zu dem Buch stehen wie man will, aber die Idee für diese „ungewöhnliche Filmtherapie“ ist einfach genial.

vorhanden in der Zentralbibliothek 2. Etage und in den Stadtteilbibliotheken

Am Freitag, 4.2.2011, 10.00 – 11.30, besprechen wir in der Stadtteilbibliothek Neubrück, An St. Adelheid 2-8

Veronika Peters: Was in zwei Koffer passt

lab

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