Auch in diesem Herbst wurde wieder getüftelt, musiziert und schöpferisch gewerkelt, als wir zum Ferienprogramm “Maker Kids” einluden. Die kostenfreien Workshops sollten kreatives Potenzial fördern und Spaß machen. Während ‘Technik von innen’, ‘T-Shirts bedrucken’, ‘MaKey MaKey’,
‘CoderDojo’ und ‘Finch-Roboter programmieren’ schon alte Bekannte sind, wurden auch einige neue Kurse ins Programm aufgenommen.
Brandneu war zum Beispiel ‘Bau dir deine eigene Welt’. Neben Leveldesign für Computerspiele ging es auch ganz handfest mit Lego zur Sache.
Ebenfalls neu dabei war ein ‘Origami’-Workshop, der fernöstliche Faltkunst nach Chorweiler holte.
Einen Schwerpunkt bildete dieses Mal die Musik mit den Workshops ‘Body Percussion’ und ‘Instrumentenbau’. Aber auch das viertägige Event ‘Digital Storytelling: Von der Buchvorlage zum Film’ feierte Premiere.
Aber Bilder sprechen mehr als 1.000 Worte!
Für noch mehr Eindrücke gibt es außerdem ein kurzes Video, dass die letzten drei Workshops, insbesondere die Musik, besser zur Geltung kommen lässt:
Allen Workshop-Betreuern und Kindern möchten wir ein großes Dankeschön für die tolle Zeit sagen und freuen uns auf das neue Programm in den Osterferien (Anmeldung ab vier Wochen vorher).
Mini Maker Faire 2016: So war’s
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Entschuldigen Sie, wo geht’s denn hier zur Laserharfe? Dritter Stock, hinter den Lektürehilfen, gleich neben den Amateurfunkern? Und die tanzenden Pflanzen? Erdgeschoss? Danke.
Im Jahr 2016 können diese und ähnliche Sätze in einer Bibliothek fallen, ohne dass man sich in ein Paralleluniversum begeben muss. Hintergrund: Die erste Mini Maker Faire in Köln, die wir in Kooperation mit Heise/Maker Media GmbH ausgerichtet haben.
Die Faire ging am vergangenen Samstag über die Bühne und könnte kaum angenehmer gewesen sein. Nach mehr als einem halben Jahr intensiver Planung waren wir entsprechend aufgeregt – um dann im Laufe des Tages festzustellen, dass es sich gelohnt hat. Yes! Ein schlaglichtartiger Rückblick. (Wem das zu viel Text ist: siehe Video und Bildergalerie!)
Ein Samstag wie kein anderer
Rund 3.600 Besucher haben wir gezählt – das ist fast doppelt so viel wie an einem regulären Samstag. Hammer! Das gut gelaunte Gewusel startete ab 10 Uhr und ließ erst am späten Nachmittag nach. Familien, Techniker, Alte, Nerds, Junge, Dickdünngroßkleine spiegelten horizontal wie vertikal ein Abbild der Gesellschaft wieder, wie wir es ohnehin jeden Tag in der Bibliothek erleben. Gekommen waren sie, um sich die Maker-Projekte einzuverleiben, die unsere Bibliothek an diesem Tag grundlegend verwandelten.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=44EL5bon7Go]
Tanzende Pflanzen mit Pflegeroboter treffen auf kaputte Kaffeemühlen
Im Erdgeschoss ging es sehr technisch-mechanisch zu. So waren 3D-Drucker, CNC-Maschinen und Steuerungstechnik zu sehen, während Frank Mengel an seinem stets vollen Stand seine selbst entworfenen und 3D-gedruckten Roboter präsentierte – ungefähr acht Stunden am Stück, ohne Pause. Der Mann ist selbst ein Roboter! Er hätte sich also beim Repair Café generalüberholen lassen können, aber die Kollegen aus Porz waren schon beschäftigt mit defekten Radios, Kaffeemühlen, Tintenstrahldruckern und dem Messer aus unserem eigenen Schneideplotter – und vielem mehr.
Eines der Highlights war sicherlich das Projekt TAMULIMOBA – das steht für Tanz, Musik, Licht & Modellbau und ist eine crazy machine von Ralf, der Steuerungstechnik und Modellbau fusionieren wollte. Heraus kam eine Garde aus animatronisch anmutenden Gewächsen, die sich zu unterschiedlicher Musik bewegen können (hier im Video). Als Ralf sich um den Servomotor einer Pflanze sorgte – denn auch Maschinen bekommen manchmal steife Gelenke -, wussten die Freunde von der DingFabrik Abhilfe qua Ersatzmotor. Letztere präsentierten das gesamte Spektrum ihres sympathischen FabLabs, vom Origami über das internet of things bis zum CNC-motorisierten Filzstift. Plus Nähmaschine.
Das Jungvolk interessierte sich sehr für die World Robot Olympiad – das sind Mindstorms-Bots von Lego, die zusammen mit ihren menschlichen Kolleginnen und Kollegen an einer Weltmeisterschaft der Roboterprogrammierung teilnehmen. Noch in diesem Monat steigt das Finale in Indien – und das Team der Mini Maker Faire ist dort am Start! Besonders freuten wir uns auch über Vladimir aus Sankt Petersburg, der gleich neben TAMULIMOBA seinen Roboter zur Pflanzenpflege präsentierte – ein einfallsreiches Projekt aus Lego Mindstorms, das eine Pflanze vollautomatisch bewässert und beleuchtet.
An dieser Stelle sei auch herzlich unseren drei Food Trucks gedankt: mit Crêpes aus der Bretagne, Premium-Hotdogs und taiwanesischen Burgern konnte man sich multikulturell für’s Maker-Gewusel stärken.
Musikprojektion, Laserharfen und viel, viel Lötzinn
Auf der dritten Etage liefen dagegen die Lötkolben heiß. An drei Stationen kamen vor allen Dingen jüngere Menschen mit Kolben und Lötzinn in Kontakt, wenn sie sich ein wearable Display oder einen Tannenbaum bauen wollten. So hatte der Stand des DARC e.V. bis zum Abend sein komplettes Material von Kinderhand weglöten lassen – schön!
Aber nicht nur das: Musikalisch interessierte Feingeister konnten entweder airman mit seiner selbstgebauten Laserharfe lauschen, oder beim Projekt Musik für alle mit der Musik zu einer Klanginstallation verschmelzen. Der abgedunkelte, gedämpfte Raum transportierte eine sehr kontrastive Stimmung zur quirligen Lebendigkeit im Haus. Wir beobachteten eine Familie dabei, wie sie zwanzig Minuten ganz bei sich war, mit der Musik, der Projektion und dem Raum verschmolz.
Weitere tolle Projekte aus Aachen (FabLab, Informatik-Schülerlabor und 3D-Scanner) und zwei Klimastationen-Bausätze (OpenAir Cologne & senseBox) sorgten für einen echten hot spot auf der dritten Etage. Wie sagte ein Mitarbeiter der RWTH Aachen so schön? “Die Kinder sind toll, die stürzen sich direkt auf die ausgestellten Sachen und probieren einfach drauf los, was bei den simplen Coding-Spielzeugen am allerbesten funktioniert, und währenddessen können wir die Eltern zutexten!” Der Stand von InfoSphere illustrierte das, weil dort Kinder auf dem Boden mit Codierblöcken und Steuerungsbrettern (Cubetto) spielten, während sich die Eltern vom Coding-Potenzial des Schülerlabors überzeugten.
Fotografie, Bücherkunst und viel Nähzeug
Eher handwerklich ging es auf der vierten Etage zu. Am Stand von Parlapier bestaunte man, wie aus altgedienten Büchern kleine Kunstwerke entstanden. Das Papercrafting war so beliebt, dass auch hier das Basismaterial – die alten Bücher – letztlich ausging. Gleich daneben stellte Herr Filmkorn Kameras aus den letzten 100 Jahren aus: ein verschwindendes Handwerk! Am Abend erzählte er uns wie begeistert er davon war, Kindern die aussterbende analoge Fotografie am Beispiel von alten Kameras zu erklären.
Auf der anderen Seite der Etage konnte man dabei zusehen, wie ein Bestellknopf Waren aller Art über den Äther in eine Einkaufslisten-App packt. Ein paar Meter weiter drängten sich Jung und Alt um die Upcycling-Station: Elke und Antje ließen zusammen mit euch die Nähmaschinen heiß laufen. Alabama Chanin heisst die Technik, bei der ein altes Kleidungsstück für die Verzierung eines anderen benutzt wird. Gleich daneben, sehr beliebt, konnte man sich aus alten Shirts – z.B. solche mit coolem Logo – praktische Einkaufsbeutel fertigen. Später glichen die Nähtische einem Schlachtfeld… und genau so soll es sein! Kollegin Babett kann jetzt z.B. ihr geliebtes (aber zu kleines) Heisenberg-Shirt als Heisenbag mit zum Einkaufen nehmen. Say my name!
Dahinter, in unserem gemütlichen Makerspace, zuguterletzt: Die Stadtbibliothek Köln. Unsere Auszubildenden haben sich voll ins Zeug gelegt und gezeigt, welche Making-Tools wir für euch haben: Alle meine Entchen auf dem Bananen-MaKey MaKey ging gut ab (für Frère Jacques fehlte eine Banane), genauso der 3D-Stift 3Doodler und der Schneideplotter. Besonderen Spaß hatten Kinder mit den littleBits – das sind kleine Technik-Gadgets, die sich einfach zusammenstecken und in Reihe schalten lassen. Sagt also ein Bruder zu seiner Schwester: “Guck mal, das Ding macht Furzgeräusche!”
Und genau so sieht der Erwerb digitaler Medienkompetenz aus.
Und wozu das alles?
Die Frage, warum sich eine Bibliothek mit diesem Maker-Thema beschäftigt, taucht immer wieder auf. Zum einen profitieren wir von Quersynergien: Einerseits waren am Samstag Leute im Haus, die unser alltägliches Medienangebot nutzen wollten – und dann letztlich zwei Stunden mit einer Nähmaschine verbrachten. Andererseits kamen viele Leute extra für die Mini Maker Faire zum ersten Mal in die Bibliothek und erkannten, dass wir ja auch sonst ganz nette Dinge anbieten. Beide Gruppen zeigten sich begeistert von diesem Event, das haben wir aus erster Hand erfahren.
Viel wichtiger ist aber noch etwas anderes: Die Maker-Kultur hat ihre Ursprünge in der Hackerbewegung. Also Leute, die Technologien durchdringen und verstehen wollen. Darum geht es bei Making-Themen so oft (aber eben nicht nur!) um Technologie und wie man ihre Grenzen auslotet – also auch um Coding! Und hier schließt sich der Kreis zum Auftrag von Bibliotheken, im Rahmen nonformaler Bildung zur Entwicklung von digitalen Medienkompetenzen beizutragen. Quod erad demonstrandum.
Wir danken unseren Kooperationspartnern von Heise/Maker Media, unseren Helferinnen und Helfern von der TH Köln, unseren Azubis, den Foodtrucks, unseren großartigen Hausmeistern (!) und vor allem allen Makerinnen und Makern – den Heldinnen und Helden des Gecrafteten und Gecodeten – für diesen unvergesslichen Tag.
Weitere Artikel über die Mini Maker Faire:
https://www.buchreport.de/2016/11/07/maker-mekka-in-der-domstadt/
http://machenstattkaufen.blogspot.de/2016/11/ruckblick-mini-maker-faire.html
sa
Wildkräuter in Herbst und Winter
Unter dem Motto Gesund leben – Körper Geist Gesellschaft hat die Zentralbibliothek ein neues Angebot ins Leben gerufen.
Unsere 2. Veranstaltung in dieser Reihe:
Wildkräuter in Herbst und Winter – lecker, gesund und nährstoffreich
wird von Marlon Drescher, Betreiber des erfolgreichen YouTube-Kanals “Raw Future” präsentiert.
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Vorkommen, Standort, nährstoffreiche Besonderheiten sowie Wirkungsweise werden erläutert und diskutiert. Dass Wildkräuter auch lecker sein können, davon können sich die Teilnehmer im Rahmen der Verkostung eines gemeinsam hergestellten Wildkräutersalats selbst überzeugen.
Anmeldungen sind erwünscht unter Tel.: 0221/221-23937 oder per Mail an zb-paedagogik@stbib-koeln.de
Sowohl auf der 1. als auch auf der 3. Etage der Zentralbibliothek finden parallel zur Veranstaltung Ausstellungen zum Thema statt.
wk
Karten gewinnen: Digitalisierung und Vernetzung in der Versorgungswirtschaft
Die in Köln ansässige „deutsche medienakademie“ ist eine Fachakademie für Kommunikation und Medien. Mit den Themen Internetsicherheit und E-Health war sie bereits in der Zentralbibliothek zu Gast. Da sie noch weitere spannende Events zu digitalen und technologischen Themen auf Lager hat, stellen wir euch hier im Blog vier davon genauer vor. Bei diesen Veranstaltungen handelt es sich um mehrstündige Seminare mit Branchenexperten. Normalerweise kostet der Eintritt 290 Euro. Durch uns bekommt ihr einen Rabatt von 100 Euro und könnt sogar Freikarten gewinnen.
Veranstaltung am 07. Dezember: Versorgungswirtschaft digital
Am 07. Dezember 2016 findet in Essen das Seminar Versorgungswirtschaft digital: Buzz-Words oder Mehrwerte? statt.
Die Versorgungswirtschaft bildet das Rückgrat einer Stadt: Sie versorgt sie u.a. mit Energie und Wasser. Welche Mehrwerte liefert die Digitalisierung und Vernetzung für die Branche und für die Kunden? Kann man seine Verbräuche online ablesen? Kann das Stromnetz besser überwacht und gewartet werden? Wie steht es um die Erschließung virtueller Kraftwerke? Oder gibt es Schnittstellen zu größeren Konzepten wie der Smart City, den Connected Homes oder den Connected Cars?
Das Seminar wird in Kooperation mit der Bitkom Akademie angeboten. Alle Infos findet ihr auf der Veranstaltungsseite der deutschen medienakademie.
Haben wir euer Interesse geweckt? Wir verlosen 2×1 Karte und jeder der bis einschließlich 6. November diesen Blogbeitrag kommentiert, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Viel Glück!
Wer bei der Verlosung leer ausgeht oder sich später für eine Teilnahme entscheidet, der kann sich bei der Medienakademie unter Nennung des Stichworts „Stadtbibliothek“ eine Eintrittskarte für den reduzierten Preis von 190 Euro sichern.
Dies ist die vierte von vier Veranstaltungen der medienakademie, die wir euch exemplarisch vorgestellt haben. Weitere Veranstaltungen findet ihr auf www.medienakademie-koeln.de.
(ba)
Mini Maker Faire: Die Maker – Teil 5

Endspurt für die Mini Maker Faire! In etwas über einer Woche geht es los und wir sind noch fleißig am Organisieren, Deligieren, Kommunizieren .
Übrigens: Das Hashtag für die Veranstaltung lautet #mfk16. 🙂
Reinhard Nickels

Reinhard Nickels von der Kölner DingFabrik, der bereits im dritten Jahr für uns Arduino-Anfänger- und Fortgeschrittenkurse leitet, bleibt seinem Motto treu: „Mit schnellen Erfolgserlebnissen macht das Programmieren lernen erst so richtig Spaß“. Am Stand der DingFabrik zeigt er, wie einfach es ist mit Arduino und Co. in die Welt des Internet of things einzusteigen. Messwerte werden auf einen MQTT Broker übertragen, in einem Dashboard dargestellt, vor dort werden „Dinge“ ein- und ausgeschaltet oder konfiguriert.
Music from outer space

Wolf Schiebel aus Köln bringt viele tolle Sachen mit: Synthesizer, eine Laserharfe und eine selbst gebaute Teslaspule! Ray Wilson lässt grüßen. Wolf möchte zeigen, dass es keine Raketenwissenschaft ist, analoge Synthesizer selbst zu bauen. Schaut es euch an!
Upcycling mit Overlock, Nähmaschine und Nähnadel

Nachhaltigkeit ist Miriam, Elke und Antje wichtig. Mit ihren Nähmaschinen helfen die drei euch dabei, alte T-Shirts entweder stilsicher zu veredeln (z.B. mit Applikationen oder Stickereien im Stil des Alabama Chanin), in praktische Einkaufsbeutel zu verwandeln oder gar zum Babybody/Kindershirt umzunähen. Bringt eure alten T-Shirts und macht mit!
4Makers
4Makers aus Hannover sind ein Zusammenschluss aus Makern, die den 3D-Druck an die breite Masse vermitteln möchten. Auf ihrer neuen Plattform bieten sie zum Beispiel kostenlosen Support zu allen Fragen rund um 3D-Druck. An ihrem Stand könnt ihr einen 3D-Scanner und verschiedene 3D-Drucker ausprobieren. Lasst etwas einscannen!
Zeitschrift Make

Unsere Kooperationspartner vom Make-Magazin sind natürlich auch am Start. Im Gepäck haben sie verschiedene Projekte aus ihren Heften. Zum Beispiel eine arduinogesteuerte Sanduhr, eine Peltier-Leselampe (erzeugt Strom aus Hitze, siehe Bild!), einen Abflussrohr-Lautsprecher, einen Tellerschleifer aus alten Festplatten und vieles mehr. Sie zeigen das volle Potenzial der Maker-Kultur!
Stadtbibliothek Köln
… und dann gibt es ja auch noch uns. Wir stellen auf der vierten Etage in gewohnter Manier unseren 3D-Drucker und Virtuelle Realität aus. Ihr könnt etwas drucken lassen oder die VR testen oder euch im Makerspace von unseren Auszubildenden allerlei Hardware nahebringen lassen. Zum Beispiel: MaKey MaKey, littleBits, Schneideplotter und mehr. Kommt rein, wir freuen uns!
sa
Was spielt mein Kind?
Was spielt mein Kind und warum macht ihm das Spaß? Kinder und Jugendliche begeistern sich für Computerspiele. Erwachsene stehen der Faszination, die digitale Spielwelten für die jüngere Generation besitzen, oft ratlos gegenüber.
Kommt am 2.12.2016 in der Zentralbibliothek vorbei um selbst Spiele zu zocken, die sonst nur eure Kinder spielen. In geschützter Atomsphäre könnt ihr Fragen stellen und euch von medienpädagogisch geschultem Personal erklären lassen, wie man mit dem Medienkonsum der eigenen Kinder umgeht.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist allerdings bis zum 25.11. unter Anmeldung Eltern LAN erforderlich. Die Veranstaltung findet in Raum 303 statt. Weitere Informationen unter Eltern LAN – Eine LAN Party nur für Eltern und Pädagogen.

Bei der Eltern-LAN am 2. Dezember erhalten Eltern und pädagogische Fachkräfte die Möglichkeit, eigene Computerspielerfahrungen zu sammeln und sich über Inhalte und Wirkungen virtueller Spielwelten zu informieren als auch sich mit jugendlichen Gamern, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen darüber auszutauschen.
Die Eltern-LAN ist eine gemeinsame Veranstaltung von:
- spielbar.de, der Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Computerspiele
- dem Spieleratgeber-NRW des Vereins ComputerProjekt Köln e. V.
- der Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung e. V.
- Turtle Entertainment, dem Veranstalter der Electronic Sports League
- mit freundlicher Unterstützung von BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.
si
Besuch in Porto
Vergangenes Wochenende konnten wir einen Kollegen nach Porto schicken. Der portugiesische Verband öffentlicher Bibliotheken (Associação Portuguesa de Bibliotecários, Arquivistas e Documentalistas – kurz BAD, das schafft coole Assoziationen!) feierte sein dreißigjähriges Jubiläum. Das Goethe-Institut Portugal hatte darum gebeten, dass unser preisgekröntes Haus etwas zu Innovationen und neuen Services erzählt.
Die Feierlichkeiten fanden im Auditorium der Biblioteca Municipal Almeida Garrett statt, die sich in den Gärten des Kristallpalastes (der von den Einheimischen liebevoll “Ufo” genannt wird) befindet.
Der Verband dort hat wohl das Gefühl, dass Bibliotheken derzeit bei den politischen Vertretern der portugiesischen Gesellschaft nicht den Stellenwert haben, den sie haben sollten, und deshalb wurde auch die Initiative Somos Bibliotecas initiiert, die das Selbstvertrauen der Kultureinrichtungen gegenüber Entscheidungsträgern wieder stärken soll. Eine tolle Sache, die durchaus Vorbildcharakter haben kann. Hier noch ein paar Impressionen zur Bibliothek.
Nach einigen portugiesischen Laudatios und Ansprachen wurde am Nachmittag dann auch das Thema Innovation angegangen. In dem Panel wurde, neben der Vorstellung unserer Services, auch theoretisch die Entwicklung von Innovation in Einrichtungen unter die Lupe genommen. Außerdem berichtete ein spanischer Kollege von einer “digitalen Bibliothek”, die freie Inhalte sammelt und zugangsoffen zur Verfügung stellt.
Nach weiteren feierlichen Programmpunkten folgte noch ein inoffizieller Austausch mit den Kollegen. Besonders beeindruckend war ein Herr, der mit seinem kleinen Bücherbus über die Dörfer fährt und dort insbesondere Senioren (jüngere Einwohner sind längst in urbanere Gegenden gezogen) mit Literatur versorgt. Viele können auch nicht lesen und sind insbesondere an Jagd- und Handarbeitszeitschriften interessiert. In seinem Blog sprechen auch die Bilder schon für sich, selbst wenn man nicht des Portugiesischen mächtig ist. Als er davon sprach, dass seine aufsuchende Bibliotheksarbeit auch viele Gespräche und ein offenes Ohr für die Kunden beinhält, war die gedankliche Verknüpfung zu unserer Blindenbibliothek nicht weit. Auch hier findet man Kunden mit Geschichten und Redebedarf. So gleichen sich manchmal ländliche und städtische Services.
Zuletzt bleibt noch Danke zu sagen für eine sehr persönliche Stadtführung einer Dame des Goethe-Instituts, die bereits 30 Jahre vor Ort lebt. Darüber hinaus wurde man überall mit Freundlichkeit empfangen und es gab bewundernswert motivierte Kolleginnen und Kollegen, mit denen auch ein tieferer Austausch noch wünschenswert gewesen wäre. Auch die Stadt ist wunderschön und sei empfohlen, auch wenn mancherorts der Wunsch nach etwas weniger Touristik zu vernehmen war.
bp
Scobel & Winkels: Orientierung im Bücherdschungel
Am Mittwoch, 26. Oktober 2016, um 19 Uhr lädt die Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1 (Nähe Neumarkt), zu einer weiteren Staffel von Scobel & Winkels ein. In gemütlicher Atmosphäre und bei einem Glas Wein darf sich das Publikum auf interessante Gespräche über neue Bücher und eine literarische Wiederentdeckung freuen.
Folgende Bücher kommen zur Sprache:
Mathias Énard: Kompass (Hanser Berlin)
Elena Ferrante: Meine geniale Freundin Bd. 1 der Neapolitanischen Saga (Suhrkamp)
Byung-Chul Han: Die Austreibung des anderen (S. Fischer Verlage )
Arnold Stadler: Rauschzeit (S. Fischer Verlage)
Hans Fallada: Kleiner Mann was nun (Originalfassung Aufbau Verlag)
Gert Scobel ist vielfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist. Nach Stationen als Moderator der 3SAT-Sendung „Kulturzeit“ und Anchorman des ARD-Morgenmagazins ist er seit 2008 verantwortlich für die 3SAT-Sendung „scobel“. Als Autor widmet er sich vor allem philosophischen Themen.
Hubert Winkels, ebenfalls Buchautor, promovierte über Deutsche Gegenwartsliteratur. Er ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk und Literaturkritiker bei der ZEIT. 2007 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber. Karten sind im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ und in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner statt.
FIFA United – Der Sieger steht fest!
In den vergangenen Monaten wurden in gleich vier Ländern Vorbereitungen für unser internationales FIFA-Turnier getroffen. In Indonesien (Jakarta), China (Peking), Peru (Lima) und Deutschland (Köln) wurde zunächst in lokalen Turnieren ein FIFA-Champion bestimmt, der stellvertretend für sein Land in die internationale FIFA-Liga “FIFA United” einziehen würde. In Köln fand unser Vorentscheid im August statt. Einen Bericht dazu findet ihr hier: FIFA United Auftakt.
Samstag war es nun soweit: Die Teilnehmer mit den meisten Punkten aus den vergangenen Spielen der Liga – Jakarta und Lima – standen sich im Finale gegenüber.
Im Voraus wurden die vergangen Spiele noch einmal gebürtig gefeiert: An verschiedenen Spielestationen konnten Fußballbegeisterte bei “FIFA 17” und Retro-Fußballspiele wie “International Super Soccer” und “Adidas Power Soccer 96” auf SNES und PlayStation 1 gegeneinander antreten. Beim Kopftischtennis “Headis” und an der Torwand zeigten die Besucher, dass sie nicht nur virtuell, sondern auch in der Realität Koordination und Schusstechnik, beherrschten.
Sebastian von Blottnitz von Take TV führte moderierend durch den Nachmittag und entlockte Stargast und zweifachem deutschen FIFA-Meister Erhan Kayman so manche Anekdote aus dem professionellen E-Sport.
Gegen 14:30 Uhr schalteten wir über Google Hangouts auch die beiden Finalisten aus Jakarta und Lima hinzu. In einem kurzen Interview wurde klar: Beide Teilnehmer waren mit Begeisterung dabei und der Ehrgeiz zu siegen stark. Um 15:30 Uhr begann schließlich das lang erwartete Finale. Sebastian und Erhan kommentierten das spannende Match und lobten immer wieder das Können der Finalisten. Nachdem Lima am Ende der ersten Halbzeit eine rote Karte kassierte, schien das Glück von da an auf Jakartas Seite zu liegen. Trotz wiederholter Bemühungen Limas konnte das Blatt nicht mehr gewendet werden und Jakarta konnte mit einem starken 4:0 das Turnier für sich entscheiden!
Wir gratulieren Jakarta herzlich zum Sieg der ersten internationalen FIFA-Liga zwischen den Goethe Instituts-Bibliotheken Lima, Peking, Jakarta und der Stadtbibliothek Köln! In den kommenden Wochen erhält der Sieger seinen verdienten Pokal und die beiden erfolgreichen Finalisten erhalten ihre Siegerurkunden.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für diese spannende Erfahrung!
Ein großer Dank für die Unterstützung der Veranstaltung geht außerdem an Sebastian von Take TV, Erhan “Dr. Erhano” Kayman, Torben und Alex von der Fachstelle für Jugendmedienkultur und “alles fussball – der shop“.
si
minibib im Wasserturm: Der Turm erzählt

In Kalk leben Menschen vieler Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Indien und Schwarzafrika. Sie prägen und beleben das Stadtbild durch die unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Kulturen, die sie mitbringen.
Unter dem Titel “Turmgeschichten” bietet die Stadtbibliothek Köln zusammen mit dem Kölner Autorenverband AURA09 im alten Wasserturm auf dem Gelände der Köln-Arcaden mehrsprachige Lesungen an, in denen es um die Themen “Turm” und “Wasser” geht. Aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen.
Die nächste Lesung findet am Donnerstag, den 03.11., um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Es lesen:
Andrea Karimé, Kinderbuchautorin mit deutsch-arabischen Wurzeln, erzählt von Flüchtlingskindern, Wörterhimmeln, kleinen Kamelen, Geschichtenteppichen und vielem mehr.
Mahdi Alaoui, Maler, Musiker und Lyriker aus Südmarokko, der seit langem in Köln lebt, liest Gedichte über Wasser und Türme und spricht auf Deutsch und Arabisch über die Lage der nordafrikanischen Migranten in Köln.
Eva Weissweiler (Moderation) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Islamwissenschaft. Themen ihrer Bücher sind die Zeit des Nationalsozialismus, deutsch-jüdische Biographien, Exil- und Migrantenliteratur.
