Nachdem wir euch jetzt schon so viel über unsere neue Overlock-Maschine erzählt haben (hier und hier), sollt ihr heute auch mal sehen, was man damit genau machen kann. Dafür habe ich mir ein Projekt herausgesucht, das für eine Nähanfängerin wie mich ganz machbar aussah: Die Zeitschrift „Handmade Kultur“, Heft 02/2013, enthielt Schnittmuster und Anleitung für das „Easy Peasy Shirt“. Und easy peasy war das mit der Overlock wirklich!
Zu Hause habe ich das Schnittmuster ausgedruckt, die Teile in der richtigen Größe kopiert und dann aus meinem Stoff zugeschnitten. Statt es zweifarbig zu nähen, wie in der Anleitung vorgesehen, habe ich mich für die einfarbige Variante entschieden. Funktioniert auch, und der Schnitt ist schon für sich ein Hingucker.

Hier seht ihr die Einzelteile. Vorder- und Rückenteil sind leicht zu identifizieren, aber hat das Ding keine Ärmel? Tja, die sind nur halblang und verstecken sich hinter diesem Teil rechts neben dem Vorderteil. Sie sind mit der Rückenpasse verschmolzen und bekommen extra lange Ärmelbündchen, die seht ihr auf dem Foto neben dem Steckdosenwürfel. Die Schulterpasse wird damit zu meinem Kernstück, an das alles andere nach und nach angenäht wird. Fangen wir mal mit dem Heften an.

Normalerweise stecke ich Teile, die ich zusammennähen will, mit Stecknadeln aufeinander, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Die Overlock reagiert aber ganz empfindlich auf vergessene Nadeln im Stoff. Da sie ja gleichzeitig schneidet, wäre eine Stecknadel, die nicht rechtzeitig gezogen wird, der Tod fürs Messer. Deshalb nutze ich bei der Overlock zum Heften einfach diese Klammern, die eigentlich aus dem Bürobedarf kommen. Es gibt ähnliche Klammern auch im Nähbedarf, aber da ich diese sowieso noch zu Hause hatte, habe ich sie ausprobiert und für gut befunden.
Zuerst nähe ich den Rücken und danach das Vorderteil an das Schulter-/Ärmelstück. Dafür nutze ich den 3fädigen Overlockstich. Die Nähte sind mit der Overlock gleich in einem Arbeitsschritt versäubert und vernäht, das klappt wie am Schnürchen. Dann schließe ich die Seitennähte, also die Ärmelunterseite, verbunden mit den Seiten der Vorder-/Rückenteile. Jetzt noch die Bündchen an die Ärmel, und voilà – da kann man doch schon erkennen, was es mal werden soll.
Ganz zum Schluss wird der Halsausschnitt noch mit einem Stoffstreifen eingefasst. Das könnte man mit extra Bündchenstoff machen, aber ein Rest aus dem T-Shirt-Stoff funktioniert auch und passt farblich natürlich am besten. Auf ein Taillenbündchen habe ich verzichtet. Wenn man mit unterschiedlichen Jerseystoffen näht und das Bündchen einen Kontrast zum Vorder-/Rückenteil darstellt, sieht das sehr schön aus. Beim einfarbigen Nähen fand ich das aber nicht so wichtig – auch die Länge hat vollkommen gereicht. Ich habe lediglich die untere Kante zweimal nach innen umgeschlagen und mit einem Flatlockstich vernäht. Dadurch bekomme ich ein versäubertes Bündchen und diesen Leiterstich zur Deko. Die erfahrenen Näher/innen sehen hier sofort, wo ich unsauber gearbeitet habe, aber das Shirt fällt so locker, dass mir das egal ist.

Der Halsausschnitt ist auch nicht perfekt, wie ich beim Tragen merke. Er steht etwas ab – ich hätte den Streifen zum Einfassen beim Annähen mehr dehnen müssen. Aber ich bin da nicht so kritisch. Ich habe mein persönliches Erfolgserlebnis und trage mein neues Shirt jetzt mit Stolz – selber machen macht glücklich!
(cd)
Ehrenamtler für Sprachraum gesucht
Die Stadtbibliothek sucht weitere ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger für den „Sprachraum“
Die Stadtbibliothek Köln hat für Geflüchtete, Migranten und Ehrenamtler einen einladenden Treffpunkt geschaffen. Der „sprachraum“, ein frei zugänglicher Begegnungs- und Lernort für Menschen unterschiedlichster Herkunft, ist ausgestattet mit Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen, einer Leselounge, einem Präsenzbestand mit Deutsch-Lernmaterialien, Alphabetisierungsstudio, PCs, Beamer sowie CD-Hörstationen. Betreut wird der “sprachraum” zur Zeit von ca. zwanzig Ehrenamtlichen. Sie geben Erstorientierung, beraten die Besucher bei der Auswahl digitaler Sprachangebote und informieren die Lernpaten über die interkulturellen Angebote der Stadtbibliothek. Es gibt jede Woche offene Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Spielend Deutsch lernen, Gesprächskreise sowie Lerntandems. Zusätzlich treffen sich Lernpaten mit ihren Schülern.
Der Einsatz erfolgt alle 14 Tage und umfasst die Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr, samstags 10-15 Uhr. Bevorzugt werden Ehrenamtliche für Montag, Donnerstag, Freitag und Samstag gesucht. Weitere Informationen über den Sprachraum finden Sie hier:
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/lesen-und-lernen/sprachraum-gemeinsam-lernen-und-sich-engagieren
Als Dankeschön für das Engagement gibt es einen kostenlosen Mitgliedsausweis und Einladungen zu besonderen Veranstaltungen der Stadtbibliothek Köln. Interessierte können sich per E-Mail bei Frau Köhnen (koehnen@stbib-koeln.de) melden.
Overlock vs. Nähmaschine
Seit neuestem steht eine Overlock-Nähmaschine in unserem Makerspace. Das wirft mehrere Fragen auf: Was macht eine Overlock so besonders? Und was hat sie in einer Bibliothek zu suchen? Ganz kurz haben wir das ja hier schon erklärt. Darf es etwas ausführlicher sein?
Was kann eine Overlock-Maschine, was eine normale Nähmaschine nicht kann?
Nähmaschine und Overlock unterscheiden sich in wichtigen Punkten.
Eine Nähmaschine näht normalerweise mit einer Nadel und zwei Fäden (Nadelfaden und Unterfaden). Meist gerade Stiche, gerne auch Zickzack- oder Zierstiche. Manchmal bearbeitet man nur eine Schicht Stoff (z.B. indem man einen Zierstich anbringt), manchmal heftet man mehrere Lagen aufeinander (z.B. bei Kleidung). Man kann mitten auf dem Stoff nähen (z.B. um Applikationen anzubringen) oder am Rand. Wer es genauer wissen will, sollte mal bei der Sendung mit der Maus reinschauen: .
Eine Overlock kann fast nichts davon. Aber sie kann andere Tricks! Sie kann nichts mitten auf dem Stoff nähen, umso professioneller aber den Rand eines Stoffes bearbeiten. In einem Arbeitsschritt umschlingen zwei Fäden den Rand des Stoffs, während ein oder mehrere zusätzliche Fäden parallel zum Rand nähen – dadurch wird der Rand gesichert und stabilisiert. Gleichzeitig schneidet ein Messer den Rand gleichmäßig ab, bevor er versäubert wird (so nennt man das Umschlingen). Das klappt mit einer Lage Stoff, aber auch mit mehreren Lagen, die man damit zusammennäht. Schaut euch mal eure gekauften T-Shirts näher an, das sind Overlock-Nähte.
Es kommt noch besser: Die Overlock-Naht ist auch noch dehnbar ! Das erleichtert das An- und Ausziehen von Kleidungsstücken. Und während dehnbare Stoffe (Jersey oder Strick) auf einer normalen Nähmaschine gar nicht so leicht zu nähen sind, weil sich der Stoff auseinanderzieht und wellig wird, kann eine Overlock das ausgleichen. Dafür ist der sogenannte Differentialtransport zuständig. Der transportiert den Stoff immer gleichmäßig, ohne zu dehnen und zu ziehen. So gibt es keine Wellen (jedenfalls nicht, wenn man das nicht will). Das ist auch bei sehr glatten, dünnen, rutschigen Stoffen praktisch. Aber die Ovi kann noch mehr. Sie näht mit bis zu 5 Fäden und überrascht mit dekorativen Effekten, z.B. Wellenstich oder Rollsaum. Und es gibt einen Trick, mit dem man auch bei der Overlock nicht ganz am Rand näht, sondern etwas nach innen versetzt: mit dem Flatlockstich. Durch geschicktes Zusammenklappen, Nähen und Auseinanderziehen kann man mit diesem Stich z.B. Bündchen nähen.

Warum gibt es eine Overlock in der Stadtbibliothek?
Stimmt, mit Lesen hat das erst mal gar nicht viel zu tun. Aber mit dem Selbermachen, dem Makerspace und dem gemeinsamen Erarbeiten von neuem Wissen. Habt ihr zu Hause zu wenig Platz für eine zusätzliche Maschine? Braucht ihr einen Raum, um mit Freunden zusammen am Gruppenkostüm für Karneval zu arbeiten? Und vielleicht noch etwas weiterführende Literatur, um euer Repertoire an Stichen und Techniken zu erweitern? Neue Schnittmuster?
Wer noch keine Overlock-Maschine zu Hause stehen hat, aber neugierig ist, kann sich bei uns informieren. Wer selten näht und die (meist) teure Anschaffung scheut, kann unsere Maschine nutzen. Wer wissen will, wie so eine Maschine funktioniert, kann bei uns selbst damit arbeiten, ohne unter Kaufzwang zu geraten.
Das Prozedere hier noch mal in Kürze:
Ihr reserviert euch einen Nähtermin bei den Kollegen auf der 4. Etage der ZB. Dort liegt eine Anmeldeliste aus.
Zum Termin bringt ihr Folgendes mit:
- den zugeschnittenen Stoff
- Klammern (oder wenn’s sein muss, Stecknadeln) zum Heften
- passendes Nähgarn, mindestens zwei Rollen oder Konen
- Stoffschere, Nahttrenner und ähnliches Zubehör, was ihr sonst noch zum Nähen braucht
Wenn ihr möchtet, können wir euch kurz in die Maschine einweisen. Ihr erhaltet die ausführliche Bedienungsanleitung sowie eine Kurzanleitung und zwei Bücher zum Nachschlagen. Nach dem Nähen hinterlasst ihr bitte den Platz, wie ihr ihn vorgefunden habt – und selbst auch vorfinden möchtet. Und wir freuen uns wie Bolle, wenn ihr uns teilhaben lasst, was ihr bei uns genäht habt!
Traut ihr euch nicht richtig ran? Nächste Woche Mittwoch, am 11.05., findet um 16 Uhr wieder eine Vorführung statt, kostenlos und ohne Anmeldung. Kommt vorbei!
(cd)
„Der Angriff auf unsere Freiheit“
Harald Welzer zu Gast in der Zentralbibliothek
Mit seinem gerade erschienenen, brandaktuellen Buch „Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit“ trifft Harald Welzer den Nerv unserer Gesellschaft. Am Dienstag, 10. Mai 2016, um 20 Uhr spricht er in der Zentralbibliothek am Neumarkt mit dem Wissenschaftsjournalisten Gert Scobel über seine Untersuchungen.
Welzers Werk ist nichts weniger als eine neue Analyse der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland, eine umfassende Diagnose der Gegenwart. Unsere Gesellschaft verändert sich radikal, aber fast unsichtbar. Nach Welzers Thesen steuern wir auf einen Totalitarismus zu. Das Private verschwindet, die Macht des Geldes wächst ebenso wie die Ungleichheit, wir kaufen immer mehr und zerstören damit die Grundlage unseres Lebens.
Statt die Chance der Freiheit zu nutzen, die historisch hart und bitter erkämpft wurde, werden wir zu Konsum-Zombies, gesteuert durch eine machtbesessene Industrie, deren Lieblingswort „smart“ ist. Was heißt das für unsere Gesellschaft? Nach seinem Bestseller „Selbst denken“ analysiert Welzer in „Die smarte Diktatur“, wie die scheinbar unverbundenen Themen von Big Data über Digitalisierung, Personalisierung, Internet der Dinge und Drohnen bis Klimawandel zusammenhängen. Für den Autor ist es höchste Zeit für Gegenwehr, wenn man die Freiheit erhalten will.
Harald Welzer arbeitet als Direktor der Futurzwei-Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.
Gert Scobel leitet und moderiert die 3SAT-Sendung „scobel“. Er wurde unter anderem mit dem Deutschen Fernseh- und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Scobel hat zahlreiche philosophische Bücher geschrieben.
Das Gespräch ist Teil der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit“.
Der Eintritt kostet 8 Euro; ermäßigt 6 Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber.
Die Karten sind im Vorverkauf bei KölnTicket und an der Abendkasse erhältlich.
#europawoche – Begegnungen im sprachraum
Es ist Europawoche! Eine Woche lang feiert die Europäische Union ihre Existenz mit Workshops, Konferenzen, Lesungen und vielem mehr. Zu diesem Anlass haben wir am Montag zusammen mit unseren Freunden der Kaiserin-Augusta-Schule zwei Integrationsklassen der Grundschule Don Bosco in den sprachraum eingeladen.
Zur Vorbereitung stellte André Spang sich und seinen Gymnasiasten der KAS zunächst die Frage:
Was können wir für Kinder tun, die neu nach Deutschland kommen?
Ob Flüchtling oder nicht: Die Antwort der digitalkompetenten Schülerschaft sind liebevoll gestaltete Apps, Lernspiele und YouTube-Filme. Zum Sprachenlernen, vor allem aber zum Willkommenheißen. Vincent, 12 und Tae-Su, 11 – beide Schüler der KAS – verwandelten die Kulisse des sprachraums etwa in ein Filmstudio.
Mit der App Toontastic drehten die beiden zusammen mit Lucas, 9, aus Brasilien und Habibullah, 9, aus Afghanistan einen Film über einen Gorilla, der sich mit einem Rollerblader anlegt – alles inklusive dramatischer Struktur und Versöhnung am Ende.
Es war sehr spannend zu beobachten, welche Effekte dieses Treffen auf die Kinder hatte. Die (etwas größeren) Gymnasiasten waren sichtlich begeistert davon, das von ihnen entworfenen Lern- und Willkommensmaterial in Action zu sehen. Die (etwas kleineren) Willkommensklassen ließen sich bereitwillig darauf ein und wurden von Minute zu Minute selbstbewusster. Erst zurückhaltend, flitzten sie kaum eine Stunde später durch den Raum, drehten Videos, machten Selfies oder steuerten Roboter.
Für die KAS-Schüler und für die Kinder aus Afghanistan, dem Irak, Brasilien, Ungarn und Syrien verging der belebte Vormittag wie im Fluge. Wir danken Mehmet Kutlu, Nilgün Kaya (Don Bosco), André Spang (KAS) und natürlich zuvorderst den Schülerinnen und Schülern. Es war toll mit Euch!
P.S.: Unter diesem Link findet ihr die von den KAS-Schülerinnen und -Schülern entworfenen Apps, Spiele und Videos.

sa
„Dreamland Deutschland?“
„Dreamland Deutschland?”
Zwei Brüder aus Syrien erzählen in der Kölner Zentralbibliothek
Mit ihrem brandaktuellen Buch „Dreamland Deutschland? Das erste Jahr nach der Flucht” ist Antonie Rietzschel am Dienstag, 3. Mai 2016, um 20 Uhr zu Gast in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Zu der Veranstaltung bringt sie die syrischen Brüder Mohanad und Yousef mit. Die beiden haben es geschafft. Ein Jahr lang leben sie nun schon mitten in Deutschland. Antonie Rietzschel hat sie von Anfang an begleitet und dabei erlebt, was passiert, wenn Debatten um Willkommenskultur und Flüchtlingskrise auf das echte Leben treffen.
Aus der Biographie der beiden syrischen Brüder ist das Porträt des Einwanderungslands Deutschland im Jahr 2016 entstanden. Schon eine Ewigkeit her scheint die waghalsige Flucht mit dem Boot übers Meer. Dabei liegt erst ein Jahr zwischen Kriegstrauma und Disconächten in einer deutschen Kleinstadt. Wie wird man Teil der deutschen Gesellschaft? Wie lebt man weiter, wenn die eigene Familie im Kriegsgebiet um ihr Leben fürchtet? Yousef und Mohanad erzählen. Und sie sprechen dabei nicht nur für sich selbst. Denn was als Ausnahmezustand begann, wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern.
Antonie Rietzschel koordinierte die Berichterstattung über Flüchtlinge bei SZ.de. Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bilden die thematischen Schwerpunkte ihrer mehrfach ausgezeichneten journalistischen Arbeit. Die Brüder Yousef und Mohanad aus dem syrischen Latakia begaben sich im Herbst 2014 auf die dramatische Flucht Richtung Europa. Heute leben sie im nordrhein-westfälischen Oelde.
Das Gespräch ist Teil von „refugees Welcome” der Stadtbibliothek und der Kaiserin-Augusta-Schule – ausgezeichnet im Wettbewerb Europawoche 2016 „Ankommen in Europa” und gefördert vom Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei.
Der Eintritt ist frei!

(Foto: ©Carl-Hanser-Verlag)

Kirschblütenprinzessin 2016: Strahlende Schönheit vor rosarotem Blütenmeer

“Konnichi wa!” Einen schönen guten Tag! So würde die Begrüßung lauten, wenn wir heute in Japan gewesen wären. Japan? Was hat das mit der Stadtbibliothek Köln zu tun? Ziemlich viel!
Denn es ist Kirschblütenzeit bei uns auf dem Josef-Haubrich-Hof vor der Zentralbibliothek und somit seit einigen Jahren unsere Tradition, eine Kirschblütenprinzessin zu küren! Johanna, die I. ist es geworden. Die 23-Jährige studiert Germanistik und kommt heute zum ersten Mal in die Zentralbibliothek. Gerne nimmt sie das an sie herangetragene Amt der Kirschblütenprinzessin an und lässt sich die Kirschblüten-Krone samt Blumenstrauß von der fachkundigen Jury überreichen. Johanna, die I. verbindet nicht nur die Kirschblüten mit Japan. Sie isst liebend gerne Sushi und Ramen (japanische Suppen). Oishii! Lecker!
Das Kirschblütenfest ist in Japan immer wieder aufs Neue einer der größten Höhepunkte des Jahres. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Feste anlässlich der Blüte. Nur die in der Stadtbibliothek Köln abgehaltene Zeremonie ist wohl die Spontanste von allen. Denn hier in Köln wird die Krönung genau dann vollzogen, wenn die Kirsche in voller Blüte steht.
Die wärmende Sonne, das rosarote Blütenmeer mit der strahlenden Schönheit davor ergeben den perfekten Krönungstag, oder wie seht ihr das?
Sayounara! Auf Wiedersehen!

Bilder Copyright: Marcus Becker
Text: Farina
Kirschblütenprinzessinnen der letzten Jahre
2015, 2014, 2013
Nähen mit der Overlock
Unser Makerspace-Maschinenpark in der Zentralbibliothek hat DIY-Zuwachs bekommen. Wir sind jetzt stolze Besitzer einer BabyLock enlighten – und ihr dürft damit nähen!
Aber was ist das denn überhaupt?
Eine Overlock-Nähmaschine ist eine Ergänzung zur normalen Nähmaschine, die gleichzeitig zuschneiden und versäumen kann. Sie kann auch elastische Stoffe problemlos verarbeiten. Die Firma BabyLock stellt schon seit 1964 Overlockmaschinen her, und das Modell „enlighten“ ist eine schöne Mischung aus Können und Komfort. Sie kann bis zu vierfädig nähen, also gleichzeitig versäubern und zusammennähen, hat ein sehr komfortables Einfädelsystem, das mit Druckluft arbeitet, sowie eine automatische Fadenspannungseinstellung. Dadurch eignet sie sich perfekt für Einsteiger, aber auch Könner wissen sie zu schätzen.
Vorführtermine
Wie dieser Ferrari unter den Overlock-Maschinen funktioniert, zeigen wir euch einmal monatlich vor Ort bei den Vorführterminen im Rahmen des Makerspace-Programms. Fachkundige Unterstützung bekommen wir hierbei von der Maßschneiderin Alexandra Snell. Drei- und vierfädige Overlocknähte, Rollsaum, Wellensaum, die Verarbeitung von sehr dünnen oder dehnbaren Stoffen – all das konnten sich die Besucher schon zweimal ansehen und auch selbst ausprobieren. Anhand kleiner Probeläppchen konnten wir Techniken zeigen, die nicht auf die Schnelle vorführbar sind. Die nächsten Termine finden am Dienstag Mittwoch, den 18.05., und am Mittwoch Dienstag, den 14.06., jeweils von 16-17 Uhr statt. (Entschuldigt bitte, da sind mir die Wochentage durcheinander gekommen. Die Daten stimmen.)
Praxis
Auch außerhalb der Vorführtermine könnt ihr unsere enlighten jetzt schon nutzen. Eine Anmeldeliste an der Auskunft der 4. Etage garantiert euch, dass ihr euren Wunschtermin zum Nähen auch tatsächlich wahrnehmen könnt. Ihr bringt euer Projekt mit und meldet euch an der Auskunft. Dort bekommt ihr die Bedienungsanleitung, eine Kurzübersicht sowie Zubehör zur Maschine. Nähgarn (Zierfäden und Greifergarn) bringt ihr bitte selbst mit, wobei wir ein kleines Sortiment an Greiferfäden auch vorrätig haben. Im Vorraum zum Makerspace findet ihr die Maschine. Ihr habt dort einen großen Arbeitsplatz mit viel Licht zu eurer Verfügung. Um kleinere Sachen nachzuschlagen, findet ihr Literatur zum Overlock-Nähen im Handapparat beim Makerspace, und für zu Hause findet ihr auf der 1. Etage in der Sachgruppe X jede Menge Bücher mit kreativen Ideen und Schnittmustern und aktuelle Zeitschriften wie Burda oder Ottobre. Wir sind gespannt auf eure Projekte!
(cd)
Turm-Geschichten Teil 2 – Lesung in 3 Sprachen

Nach einem stark beachteten Auftakt im März mit Texten auf Türkisch und Deutsch folgt am Donnerstag, 21. April 2016, um 18 Uhr der zweite Teil der „Turm-Geschichten“ in der minibib im Wasserturm hinter den KÖLN-ARKADEN, Kalker Hauptstraße 55. Diesmal lesen die bulgarische Autorin Rumjana Zacharieva und der aus der Ukraine stammende Literaturwissenschaftler Viktor Kravets. Der Förderverein Stadtbibliothek Köln unterstützt die Turm-Geschichten.
Zacharieva lebt seit Jahrzehnten in Deutschland und hat mit ihren Romanen, Kurzgeschichten, Gedichten, Theaterstücken, Satiren und Hörspielen große Bekanntheit erlangt. Sie stellt bei der Lesung ältere und aktuelle Texte auf Deutsch und Bulgarisch unter anderem über das Verhältnis der Bulgaren zu ihren türkischen Mitbürgern und deren Kultur vor. Der Slawist Kravets spricht anhand ausgewählter Beispiele über den „Turm“ als Symbol in der russischen und ukrainischen Literatur und seine Erfahrungen als Leiter eines Erzählcafés für russischsprachige Senioren in der Kölner Synagogengemeinde. Es moderiert die Kölner Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Jessica Kravets. Die aus der Ukraine stammenden Brüder Paul und Aleksej Galaburda (Klarinette und Gitarre) umrahmen die Lesung mit Klezmer-Musik und osteuropäischer Folklore.
Unter dem Titel „Turm-Geschichten“ veranstalten der Kölner Autorenverband AURA09 und die Stadtbibliothek Köln in der minibib im Wasserturm mehrsprachige Lesungen, in denen es um die Themen „Turm“ und „Wasser“ geht, aber auch um das Zusammenleben der Kulturen mit allen Chancen und Problemen. In Kalk leben Menschen aus vielen Nationen. Sie kommen aus Deutschland, der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Russland, Italien, Polen, Bulgarien, der Ukraine, Indien und Schwarzafrika. Mit ihren verschiedenen Sprachen, Sitten und Kulturen prägen und beleben sie das Stadtbild.
(ba)
6 Mädchen, 2 Azubis, 12 Taschen und 12 T-Shirts
Wie jedes Jahr in den Osterferien, gab es auch dieses Jahr den Bocklemünder Mädchentag. An diesem Tag bieten verschiedene Einrichtungen Workshops für Mädchen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an.
Natürlich waren auch wieder wir Azubis aus der Stadtteilbibliothek Bocklemünd dabei. Neben Wellness- und Kochworkshops gab es bei uns etwas Kreatives: Taschen und T-Shirts zur Selbstgestaltung.
Zwei Stunden hatten unsere Mädchen Zeit ihre eigenen Designs zu entwerfen. Von Muster über Tiere bis hin zu lustigen Essenmotiven gab es eine bunte Bandbreite an Entwürfen.
Bei der Präsentation der Ergebnisse gab es einen riesigen Applaus für unsere Gruppe und auch wir finden, dass sich die Kreationen sehen lassen können.
Als gemeinsame Pause gab es ein leckeres Mittagessen (Traditionelle Nudeln mit Tomatensoße :)). Zusammen Zeit verbracht wurde mit gemeinsamen Spielen und eine Quiz á la „1,2 oder 3“. Dort konnten die Mädels zeigen was sie über Fitness und Gesundheit wussten. Wer dann immer noch Energie hatte ließ sie zum Abschluss in der Disco raus.
Alles in allem war der Mädchentag ein ereignisreicher Tag für die Mädchen und auch für uns Azubis.





