Liebe Leserinnen und Leser,
die wöchentliche, immer freitags stattfindende E-Reader-Beratungs- und Kennenlernstunde von 16 – 17 Uhr auf der 3. Etage der Zentralbibliothek fällt diese Woche (10.08.2012) leider aus.
Sie können die Geräte jedoch selbstverständlich weiterhin zu den Öffnungszeiten auf der 1. Etage in unserer Zentralbibliothek am Neumarkt ausprobieren und sich bei Fragen an die Kolleginnen und Kollegen wenden.
Ab Freitag, den 17.08.12 geht es dann aber wieder los!
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Geek Content Veranstaltungstipp: Platine Cologne

Der August ist in Köln der Monat des Gaming. Heute der Game-Development-Konferenzabend mmt31, vom 15.-19.8. die gamescom und dazwischen: die Platine Cologne. Bereits zum dritten Mal laden Ehrenfelder Locations zu einem Festival der elektronischen Kunst und alternativer Spielformen ein. Hier verschmelzen Kunst und Gaming – mal zu Kunst mit Spielelementen und mal zu Spielen mit künstlerischem Hintergedanken.
3 Beispiele der über 20 Projekte und Ausstellungen:
Bei “YOU ARE … NOT ALONE” versuchen 2 Spieler in Teamarbeit durchs Weltall zu navigieren. Der Commander ist dabei über eine störungsanfällige Webcam mit seinem Astronauten verbunden und gibt ihm Richtungsanweisungen.
CluttAR macht die stille Kommunikation digitaler Endgeräte in einer Augmented-Reality-Skulptur sichtbar.
Und die 8-bitscapes sind eine Ausstellung von Fotos aus Köln – mit Videospielelementen.
Schaut doch mal vorbei – der Eintritt ist kostenlos.
Platine Cologne
13. – 16. August 2012
täglich von 19 – 23 Uhr
Alle Infos auf www.platine-cologne.de
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)
(ba)
Geek Content: Ein Saatgut-Tresor im Permafrost

Auf der norwegischen Insel Spitzbergen, kurz vor der Arktis, ragt ein futuristischer Bunkereingang aus dem ewigen Eis. Dahinter steckt eine unterirdische Anlage mit 3 Kammern und dem Potential, 4,5 Millionen Saatgutmuster zu lagern. Damit dient der Global Seed Vault als Auffangnetz für die rund 1400 Saatgutbibliotheken, die sich weltweit um die Erhaltung der verschiedensten Samenarten kümmern, aber selbst durch Naturkatastrophen und Kriege bedroht sind. Wie groß die Vielfalt ist kann man zum Beispiel am Reis sehen: Immerhin gibt es mehr als 100.000 Reisvariationen. Im Global Seed Vault werden die Samen bei minus 18 Grad gelagert. Die Permafrost-Umgebung sorgt dafür, dass das kostbare Lagergut auch einen langanhaltenden Stromausfall unbeschadet überstehen würde.
Der Global Seed Vault wurde im Februar 2008 in Betrieb genommen. Bis zum heutigen Tag wurden fast 750.000 Saatgutmuster nach Spitzbergen gebracht und eingelagert.
Hier ein Bericht bei “60 Minutes” auf CBS News: Saving Seeds In Doomsday Vault.
Quellen:
Svalbard Global Seed Vault News: “Arctic Seed Vault Opens Doors for 100 Million Seeds”
Svalbard Global Seed Vault – Frequently Asked Questions
Seed Portal of the Svalbard Global Seed Vault
(“Geek Content” ist zurück! Nach der Einführung der Selbstverbucher bleibt wieder Zeit zum Schreiben. Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)
(ba)
Wir haben 3 Gewinner für den MMT 31
Wieder hatte unsere virtuelle Glücksfee namens random.org die Ehre, aus den 7 Kommentaren unserer Verlosung die 3 Gewinner zu ziehen. Gewonnen haben:
Frau Hölle, Olivera und Sleepy

Herzlichen Glückwunsch ihr drei! Damit könnt ihr kostenlos am Game-Development-Konferenzabend MMT 31 teilnehmen, der am 6. August bei uns in der Zentralbibliothek stattfindet.
Die Gewinner werden noch einmal separat per Email informiert.
Für alle die auch ohne unsere Glücksfee zum MMT 31 wollen, gibt es noch eine gute Nachricht. Mit dem Discount-Code stbib@mmt31 bekommt ihr bei der Anmeldung 20% Rabatt!
(ba)
Karten gewinnen: Game-Development-Konferenz MMT31

Nicht mehr lange und die gamescom öffnet wieder ihre Pforten. Zur Einstimmung findet bei uns in der Stadtbibliothek am 6. August ein Konferenzabend zum Thema Game Development (Web- & Mobile-Games) statt. Mit etwas Los-Glück könnt ihr kostenfrei dabei sein!
Eventuell habt ihr schon einmal vom 1999 gegründeten Multimediatreff (kurz MMT) gehört. Diese Konferenz findet mehrmals im Jahr im Kölner KOMED statt und erstreckt sich über ein bis zwei Tage. In entspannter Atmosphäre wird Fachwissen kommuniziert – meist zu Themen wie Webtechnologien und mobilen Endgeräten. Im YouTube-Channel des MMT habt ihr Zugriff auf die vergangenen Vorträge.
Am Abend des 6.8. kommt der Multimediatreff im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne in die Zentralbibliothek. Eingeladen sind alle Web- und Spiele-Entwickler, Konzepter, Berater und Interessierte, die sich umfassend über die Konzeptionierung und Entwicklung von Web- und Mobile-Games informieren möchten. Ihr könnt euch auf die folgenden Vorträge freuen:
- Doru Apreotesei (Ubisoft Blue Byte): The Tiered Pyramid Method – A Better Game Design Methodology
- Benedikt Grindel & Christopher Schmitz (Ubisoft Blue Byte): Development & Publishing eines Free-to-Play Browser Games am Beispiel von Sieder Online
- Saban Ünlü (netTrek): Web- und Mobile-Games mit CreateJS
- Christoph Martens (ehemals Zynga Germany): Cross-Platform Games mit JavaScript und HTML5, WebGL und OpenGL
Alle Infos zur Veranstaltung sowie die Anmeldung findet ihr unter http://mmt31.multimediatreff.de/. Die Teilnahme kostet 39 Euro inklusive Speisen und Getränken. Edit: Mit dem Discount-Code stbib@mmt31 bekommt ihr bei der Anmeldung 20% Rabatt!
Jeder der bis einschließlich 13. Juli diesen Blogbeitrag kommentiert, nimmt an der Verlosung von 3 Karten für den Konferenzabend teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Viel Glück! 🙂
(ba)
8 lohnende Websites zum getrosten Verweilen
Wer seine Zeit nicht nur mit social media à la facebook, dem schwankenden Online-Wetterbericht und seinem Mailprogramm verbringen will, jenseits seiner bekannten Anlaufstellen mal Qualität gepaart mit Spaß sucht, für den könnten die aktuellen Preisträger des Grimme Online Awards für Abwechslung auf dem Bildschirm sorgen:

Neben dem YouTube-Kanal MusikTraining mit Videos zum Erweitern seiner Musikkenntnisse und den bereits von uns in der Vergangenheit vorgestellten berlinfolgen, fiel mir besonders das Format 140 Sekunden auf. Hier werden originelle Twitterer vorgestellt – anstatt mit den für Twitter vorgegebenen 140 Satzzeichen in 140 Sekunden mit Bild und Ton.
Die Jury des Wettbewerbs hat das Ganze recht schön zusammengefasst:
“Themen werden im Internet einmal mehr anders erzählt, anders präsentiert, die Leserschaft wird anders beteiligt.” Dabei kristallisiere sich “eine neue Strömung heraus, die verstärkt einen Protagonisten in den Mittelpunkt stellt: den Menschen” (Zeit Online)
(mks)
Ich lese gerade… Benjamin Stein
Replay

“Ich bin aber wirklich!” sagte Alice und fing an zu weinen. “Du machst dich kein bißchen wirklicher, indem du weinst”, bemerkte Tweedledee, “hier gibt es nichts zum Weinen.” “Wenn ich nicht wirklich wäre, dann könnte ich ja gar nicht weinen.” “Du nimmst doch hoffentlich nicht an, dass das wirklich Tränen sind?” (Lewis Carroll, Through the Looking-Glass)
Ganz ruhig wird in Replay erzählt, was es mit einem UniCom auf sich hat. Es hat kein Gewicht, und nur ein dezentes Leuchten an der Schläfe verrät Mitmenschen, wer ein solches Implantat trägt. Das UniCom ermöglicht es Menschen, alle erlebten Situationen ihres Lebens nach Lust, Laune und (ganz wichtig) Variationen wieder erleben zu lassen. Verführerisch, da es wie Internet funktioniert: man kann sich stets online bewegen, ohne Kabel, ohne Gerätschaften. Ed Rosen, der es mit erfunden hat, trägt es von Anfang an, denn er ist Informatiker und maßgeblich am Erfolg dieses Projektes beteiligt.
Ja und dann merkt man ganz klammheimlich, dass es jetzt spannend wird, denn man steckt schon längst drin in einem Vexierspiel: Was oder wo ist eigentlich DIE Realität?! Und wo ist eigentlich Ed Rosen?
Verlag C.H. Beck, 176 Seiten, € 17,95
Den Roman findet Ihr auf der 2. Etage der Zentralbibliothek unter “U Stein, Benjamin”.
bit/mks
Geek Content: Die X Price Foundation – Anreiz für wissenschaftlichen Fortschritt
Die X Price Foundation springt dort ein, wo staatliche Mittel für die Erforschung wissenschaftlicher Problemstellungen nicht ausreichen oder Themen es noch nicht auf die staatliche Agenda geschafft haben. Die gemeinnützige Organisation des amerikanischen Luftfahrtingenieurs Peter Diamandis schreibt Wettbewerbe mit hohen Preisgeldern aus, in denen privat finanzierte Forscherteams gegeneinander antreten. Die Themenfelder sind “Energie und Umwelt”, “Bildung und Entwicklung”, “Exploration” und “Biowissenschaften”.
Der erste Erfolg in der noch recht jungen Geschichte der Stiftung war der Ansari X Price – zu großen Teilen gesponsort von der iranischen Unternehmerin Anousheh Ansari. Für den Gewinn des Wettbewerbs und das Preisgeld in Höhe von 10 Millionen US-Dollar, mussten bis spätestens 1. Januar 2005 die folgenden Bedingungen erfüllt werden:
- Bau eines Raumfahrzeugs von dem nach einem Flug mind. 90% wiederverwendet werden kann
- das Raumfahrzeug muss bei 2 Flügen innerhalb von 2 Wochen die Kármán-Linie erreichen (Grenze zum Weltraum)
- bei den Flügen müssen 1 Pilot und mind. 2 Passagiere (oder eine entsprechende Last) an Bord sein
Insgesamt nahmen 26 Teams die Herauforderung an, bis im Herbst 2004 das Unternehmen Scaled Composites mit ihrem Raumfahrzeug SpaceShipOne den Wettbewerb für sich entschied.
Seitdem wurden eine Reihe neuer Wettbewerbe gestartet. Bereits abgeschlossen sind u.a. der “Progressive Insurance Automotive X-Prize” (Ziel: Entwicklung eines Autos mit einem Verbrauch unter 2,35 Litern auf 100km) und der “Wendy Schmidt Oil Cleanup X-Challenge” (Ziel: Effiziente Entfernung von Ölverschmutzungen bei mindestens 9500 Liter pro Minute).
Hier ein PR-Clip der Stiftung, der die Ziele und die bisherigen Erfolge erläutert. (Die X Price Foundation ist meiner Meinung nach eine der wenigen Organisationen, die sich eine solche Menge von Buzzwords erlauben darf.)
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=OBjFA1XtD9k#!
Unter den aktuellen Wettbewerben befinden sich solche Perlen wie der Google Lunar X Price (Ziel: Landung einer Sonde auf dem Mond und Aussetzen eines Rovers) und der “Qualcomm Tricorder X PRIZE” (Ziel: Entwicklung eines handlichen medizinischen Diagnosegeräts für den Heimgebrauch).
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)
(ba)
Werdet Ihr auch sofort todmüde, sobald Ihr ein Hörbuch eingelegt habt?
Dafür (und für alle Ratlosen im immer dichter werdenden Hörbuch-Dschungel) gibt es die Seite http://www.zehnseiten.de/.
Dort lesen die Autoren höchstpersönlich 10 Seiten aus Ihrem Buch vor – das Ganze als Video. Seltsam, aber irgendwie hilft das meinem rastlosen Kopf bei der Konzentration. Das Auto zum Hörbuchhören fehlt mir jedenfalls. Oder wo hört Ihr – ohne mit den Gedanken abzuschweifen?
(mks)
Geek Content: Crowdsourcing und Buchdigitalisierung mit CAPTCHAs

Wer kennt sie nicht: verzerrte Buchstaben und Zahlenkombinationen vor unruhigem Hintergrund, teilweise noch mit Rechen- und Denkaufgaben verbunden. CAPTCHAs gibt es überall dort im Internet wo automatisierten Spam- und Betrugsversuchen ein Riegel vorgeschoben werden soll. Zum Beispiel kann eine Maschine schlecht auf Anhieb euer Passwort erraten, aber sie kann mit Leichtigkeit hintereinander alle Wörter eines Lexikons ausprobieren. Websites, die sich davor schützen wollen, können auf CAPTCHAs zurückgreifen. Das Akronym steht für “Completely Automated Public Turing Test To Tell Computers and Humans Apart”. CAPTCHAs beinhalten also Aufgaben, die nur von Menschen gelöst werden können, nicht aber von Maschinen. Und dazu zählt das Erkennen von fast bis zur Unkenntlichkeit verformten Buchstaben und Zahlen. Clever! Aber es geht noch cleverer.
Die Firma ReCAPTCHA (2009 aus gutem Grund von Google aufgekauft) hilft mit ihren CAPTCHAs bei der Digitalisierung von Büchern. Oder genauer gesagt: ihr helft dabei. Denn die Wörter die bei ReCAPTCHA gezeigt und abgetippt werden, stammen aus Digitalisierungsprojekten. Es sind Worte, die von den Texterkennungsprogrammen (OCR) nicht oder falsch erkannt wurden.
Aber wie weiß ReCAPTCHA, dass ich das Wort korrekt eingegeben habe? ReCAPTCHAs bestehen stets aus zwei Wörtern. Eines davon ist dem System bekannt, das andere nicht. Wenn das bekannte Wort von euch richtig eingegeben wird, dann registriert das System auch eure Entschlüsselung des unbekannten Wortes und speichert sie als eine wahrscheinliche Lösung ab. Je mehr Leute diese Lösung eingeben, desto vertrauenswürdiger wird sie und wird schließlich vom System akzeptiert.
Auch diese Erklärung lässt natürlich noch viele Detailragen offen, die aber auf der Homepage von ReCAPTCHA beantwortet werden.
Google scheint mittlerweile übrigens eine weitere Anwendung für ReCAPTCHAs gefunden zu haben: die Erkennung von Hausnummern aus Google Street View.
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)
(ba)
