Ich lese gerade…„Die Chance” von Stewart O’Nan

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Ich liebe die Romane von Stewart O’Nan, das einfach vorweg – Und jeder fällt anders aus.
In seinem neuesten Roman „Die Chance“ geht es um das Leben eines Langzeitehepaars, über die Liebe, um die Fähigkeit zu verzeihen und um vieles mehr! Also ein klassischer Eheroman.
Die letzte Chance dem finanziellen Ruin zu entweichen ist der Roulettetisch. Auch um den Erhalt der gemeinsamen Liebe gilt es zu kämpfen.
Es ist nicht sein bester Roman, aber trotzdem noch auf einem sehr hohen Niveau und hebt sich auf jeden Fall vom Mainstream ab.
Ich empfehle, unbedingt “Emily, allein“ oder „Letzte Nacht“ zu lesen, schaut einfach in unseren Katalog.
Natürlich haben wir alles 🙂

lab

hausgemacht – ein kulinarisches Meisterwerk

Wir freuen uns über den folgenden Gastbeitrag unserer Auszubildenden.

Was verbirgt sich dahinter? Vielleicht ein Kochbuch? Entworfen durch Schüler und Lehrer eines Berufskollegs in Köln? Kann das sein?
Ja, das kann es! Und somit präsentieren wir hiermit das erste Kochbuch des Joseph-DuMont-Berufskollegs. Durch die Einreichung von über 170 Rezepten von Lehrern, Schülern, Ehemaligen und Freundes des JDBKs können wir mit Stolz auf ein Kochbuch mit leckeren, einfachen und hausgemachten Rezepten blicken, die sich auf über 250 Seiten erstrecken.
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Die Idee dahinter war nicht nur eine schöne Erinnerung an die Schulzeit zu schaffen, sondern auch zu helfen. Denn der Erlös der Kochbücher dient einem guten Zweck: Zwei Projekte sollen dadurch unterstützt werden.
Zum Einem unterstützen wir den Bau des Kindergartens Khumbulani für aidskranke Kinder im Township Khayelitsha bei Kapstadt, Südafrika und zum Anderen eine Werkstatt für behinderte Jugendliche und Kinder einer indigenen Dorfgemeinschaft im Regenwald von Ecuador. Das Buch bietet sich nicht nur zum eigenen Gebrauch an, sondern ist auch eine tolle Idee zum Verschenken. Hinter jedem Kauf eines Buches verbirgt sich eine gute Tat. Auch unsere Bibliothek beteiligt sich an der Unterstützung und bietet den Kunden das Kochbuch bald als Ausleihexemplar an.

Die Auszubildenden der Stadtbibliothek Köln

Ich lese gerade…„Die Wahrscheinlichkeit des Glücks” von Gisa Klönne

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Gisa Klönne, primär durch ihre spannenden Kriminalromane bekannt, legt hier nun ihren zweiten Familienroman vor.
Ein Buch, das die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet. Hierbei wird die Geschichte Siebenbürgens, thematisiert am Beispiel zweier Familien, beschrieben.
„Die Wahrscheinlichkeit des Glücks“ ist leicht und flüssig zu lesen.

Empfehlenswert für historisch interessierte Leser 🙂
lab

Das war unsere Cryptoparty

Eine Cryptoparty läuft nach einem mehr oder weniger festen Schema ab: Zuerst gibt es einen knappen Vortrag. Bei uns war das @jselzer, der ca. 25 Cryptointeressierten im Schnelldurchlauf Verschlüsselungsprinzipien und die zentralen Programme und Algorithmen vorstellte. Das haben wir auf Video gebannt und danken Jochim ganz herzlich dafür, dass wir es veröffentlichen dürfen:

Foliensatz: YouGottaFightForYourRight-DE (pdf)
Der Vortrag endet mit: “Wir lösen uns in wüstes Chaos auf.” Ein leichter Scherz eines gut vorbereiteten Gentleman – denn verstärkt von einer Hand voll Cryptoengeln ging es dann alles andere als chaotisch zu. Man fand sich konzentriert zu themenbezogenen Workshops zusammen. Hüben anonymisiertes Surfen mit TOR, drüben Mailverschlüsselung GPG. Hier Betriebssystem TAILS, dort  Datenverschlüsselung mit TrueCrypt. Dazwischen ein Stück Pizza, runtgergespült mit Club-Mate. Guy Fawkes wäre stolz auf uns.

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Insofern beschränken wir uns demütig auf ein sehr positives Fazit: Die erste Cryptoparty in unserer Bibliothek war sehr gut besucht, demographisch schön heterogen (Spektrum: U10 bis Ü60) und hoffnungslos ausgebucht. Ohne Rücksicht auf Location, WLAN und Stromversorgung hätten wir gewiss 50 Leute zusammenbekommen, was für Cryptoparty-Verhältnisse ziemlich viel ist.
Jochim und seine Engel äußerten sich ebenso positiv. Bringen wir das mit den vielen Absagen zusammen, die wir leider erteilen mussten, steht einer zweiten Auflage bei uns also nichts im Wege. Doch dazu bald mehr.
Wir danken Kölncampus, dem AK Vorrat, der Ortsgruppe Köln-Bonn, den Kollegen vom Freifunk, allen Cryptoengeln und ganz besonders Jochim, mit dem es eine Freude war zu arbeiten!

sa

 PS: Die Cryptoparty war übrigens Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln.  Alle Infos finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Als nächstes im Programm: Die dritte Ausgabe der Vergrämungen! Yeah!

Ich lese gerade…„Geschenkt” von Daniel Glattauer


Daniel Glattauer gelingt es erfolgreich an seinen E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ anzuknüpfen.
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich 2011 in Braunschweig abspielte. Ein Unbekannter schickte immer wieder Geldspenden an Bedürftige. Das „Wunder von Braunschweig“ spielt jetzt in Wien und erzählt über das Geben und Nehmen.
Der Protagonist ist anfangs eher ein Versager, entwickelt sich jedoch zu einem verantwortungsvollen und fürsorglichen Menschen, der sein Leben ändert und plötzlich offen ist für eine neue Liebe und eine herzliche Beziehung zu seinen beiden Kindern aufbaut.
Das alles gepaart mit ungeheurem Wortwitz und einer Spur Zynismus macht diesen Roman einfach lesenswert.
Unterhaltung pur!

lab

Kalk es e Jeföhl!

Karneval im Bezirksrathaus Kalk, 30.01.2015
Karneval im Bezirksrathaus Kalk, 30.01.2015

Unsere KollegInnen in der Stadtteilbibliothek saßen mittendrin und waren nachhaltig beeindruckt – vom Karneval im Bezirksrathaus Kalk am Freitag Abend.
Es war eine sehr schöne gelungene Karnevalsveranstaltung mit dem echten Kölner Dreigestirn: Prinz Holger ist hier in Kalk zur Schule gegangen. Er kennt den Stadtteil und seine Probleme und hat dies sehr schön in Worte gefasst. Der Reiter-Korps Jan von Werth war mit 110 Männern hier und zeigte einen beeindruckenden Reitertanz. Als dann von einer Band das Lied “En unserem Veedel” gespielt wurde, hat der ganze Saal dieses “Veedel-Gefühl” gespürt. Ein paar ältere Damen, schön verkleidet, haben ausdauernd getanzt – sie sind hier im Rathaus im Tanzverein.
Es war eine sehr schöne Mischung von professionellen und ein paar Anfänger-Auftritten und auch der Karnevals-Nachwuchs wurde gefeiert. Die völkerverbindenen toleranten und generationenverbindenen Aspekte des Kölner Karnevals waren sichtbar und wurden gelebt. Der Sitzungsleiter, der Bezirksvorsteher Herr Thiele und alle anderen haben sich sehr gefreut, dass durch das Kölner Dreigestirn, Jan-von-Werth Reiter-Korps etc. eine Veranstaltung auf der “Schäl Sick” so gewürdigt wurde. Alle sind ausdauernd motiviert, das Beste aus ihrem Stadtteil zu machen und haben sich, ihre Anstrengungen und Erfolge einfach mal gefeiert. Die Veranstaltung war sehr inspirierend für alle – Karneval in seinem besten Sinne.
Warum wir hier von dieser Veranstaltung so ausführlich berichten? Eine Stadtteilbibliothek ist natürlich ein Teil der Stadtbibliothek, aber ebenso ein Teil des Stadtteils. Sie wirkt in den Stadtteil hinein und ist auch für die Stadtteilkulturarbeit, Kontakt- und Netzwerkarbeit zuständig und versucht, für die Leser da zu sein und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und in Momenten wie dem oben beschriebenen ist das einfach sehr deutlich zu spüren <3
(ua)

Ich lese gerade…„Mitternachtsweg” von Benjamin Lebert

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Benjamin Lebert liefert hier einen grossartigen Schauerroman, der auf drei Erzählebenen basiert.
Zum einen der Journalist Peter Maydell, der hintergründige Geschichten liebt. Dann ein junger Historiker Johannes Kielland, der eine junge Dame kennen lernt, die von Toten und dem Mitternachtsweg erzählt. Beide sind fasziniert von den Ereignissen und verfallen zunehmend der Geschichte.
Spannend wie ein Krimi mit bemerkenswerter Tiefgründigkeit!
Die Geschichte ist einfach einzigartig.

lab

Unser Leseclub – eine Erfolgsstory!

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Alicia Maria mag Pferde, Gespenster und Dinos und sie findet „ausgedachte Sachen schön”, besonders „wenn sie lustig sind”. Die achtjährige fleißige Leserin ist Mitglied in unserem Leseclub und führt (wie sich das für ein Club-Mitglied gehört) ihr persönliches Lesetagebuch. Auf die eingehefteten Fragebögen schreibt sie wichtige Informationen zu ihrer Lektüre. Titel und Autor, Personen und Dinge, die eine Rolle spielen. Zusätzlich malt oder beschreibt sie die schönste Stelle des Buches. Schließlich begründet sie, warum ihr das Buch gefallen hat (bzw. warum nicht). Für jedes ausgefüllte Blatt bekommt sie 10 Punkte. Die Punkte kann sie sammeln und später in Preise einlösen. (In der Vitrine auf dem Bild oben sieht man einige davon.)

 Den „Leseclub” der Stadtbibliothek Köln gibt es seit 2003. Das Konzept wurde von unseren Experten zusammen mit Pädagogen entwickelt. Vermittelt werden soll nicht nur Lesefähigkeit, sondern auch Interesse und Freude am Lesen und an der Literatur. Der „Club” will zum regelmäßigen Lesen motivieren, die Lesefertigkeit fördern und zum „Viellesen” animieren. Und der nachhaltige Erfolg des mittlerweile fest institutionalisierten Projekts belegt, dass man nicht früh genug mit der Leseförderung beginnen kann. Seit dem Start 2003 haben über 20.000 Kinder begeistert und engagiert beim Leseclub mitgemacht.

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Weitere Angebote der Stadtbibliothek:

Bücherbabys – Sprach- und Sinnesförderung der Kleinsten.

Papalapap – frühkindliche Leseförderung für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Ran ans LesenEin Projekt für die Offenen Ganztagsgrundschulen

LeseWelten – Vorlese-Initiative

Kinder in aller Welt -Mehrsprachige Leseförderung

Hinzu kommt die Beteiligung an der Initiative der Stiftung Lesen:

Lesestart – Programm zur Sprach- und Leseförderung für 3-4jährige

Und hier drei Seiten, die Alica Maria gestaltet hat:
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Wir feiern eine Cryptoparty

1 | Information

Norbert Wiener hat einmal gesagt, dass wir heute in der Informationsgesellschaft leben. Das bedeutet, dass unser Zusammenleben auf Kommunikations- und Informationstechnologien basiert. Wer vom Partner schon einmal per WhatsApp daran erinnert wurde noch ein Paket Milch mitzubringen weiß, wie wichtig das ist.

2 | Netzwerk

Manuel Castells hat einmal gesagt, dass wir heute in der Netzwerkgesellschaft leben. Das bedeutet, dass die globalisierte Gesellschaft in Bezug auf Macht, Geld, Technologie usw. stark vernetzt ist. Anders ausgedrückt: Alles hat mit allem zu tun.

3 | Information & Netzwerk

Nun – beide haben Recht. Aber was heißt es in einer vernetzten Gesellschaft zu leben, in der Information und IT eine tragende Rolle spielen? Die Gleichzeitigkeit beider Gesellschaftsmodelle bedeutet, dass die Übertragungswege, über die Informationen miteinander vernetzt sind, an Bedeutung gewinnen. Denn zuerst war wichtig, was gesagt wurde  (die Information) – heute ist mindestens ebenso wichtig, wie sie übertragen wird (das Netzwerk).

Das erklärt, warum die Enthüllungen von Edward Snowden rund um die Geheimdienste nun seit bald zwei Jahren in der Presse thematisiert werden.

Und es erklärt, warum wir eine Cryptoparty veranstalten.

4| Cryptoparty?

Logo Cryptoparty

Cryptoparties sind Veranstaltungen einer globalen Initiative, bei denen man sich unter Anleitung darum kümmert, wie die eigenen Informationen im Netz übertragen werden. Will heißen: Man installiert Programme und -algorithmen, die die eigenen Mails oder das eigene Surfen im Internet verschlüsseln. Damit man die Kontrolle über seine eigenen Informationen behält.

Cryptoparties sind prinzipiell kostenlos und öffentlich. Jeder ist willkommen, unabhängig von Vorwissen, Alter oder Geschlecht. Sie sind nicht-kommerziell und überparteilich.

Für Marcin de Kaminski, Hacker, ist die Cryptoparty das “wichtigste zivilgesellschaftliche Projekt” heute. Und Autor Cory Doctorow sagt, eine Cryptoparty sei wie eine Tupperparty – nur dass man keine Plastikboxen austauscht, sondern Wissen von und Software zur Verschlüsselung.

Wir freuen uns sehr auf den 2. Februar, wenn wir zusammen mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur TupperCryptoparty laden. Das Event ist schon ausgebucht und die Warteliste randvoll. Wer Lust bekommen hat, findet auf der Webseite der Organisatorinnen und Organisatoren noch weitere Termine für den Raum Köln/Bonn.

In diesem Sinne:

Die Cryptoparty ist Teil unserer Reihe geeks@cologne, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet. Vielen Dank an Kölncampus für die Unterstützung. Mehr Informationen zur Reihe und zur Veranstaltung findet Ihr unter geekscologne.mixxt.de.

sa

Ich lese gerade… “Augustas Garten” von Andrea Heuser

Augustas Garten
Andrea Heuser, die sich bisher durch ihr lyrisches Werk hervorgetan hat, legt hier einen erstklassigen Debütroman vor.

Wie fühlt sich ein sechsjähriges Mädchen, dass plötzlich von seinem Vater getrennt wird. Auf die Frage, wann sie endlich wieder nach Hause fahren, antwortet die Mutter nur mit einem unbestimmten „Bald“.
Ein Roman, der nicht nur die Beziehung von Mutter und Tochter beschreibt, sondern auch das Schweigen und Verschweigen.
Einfühlsam und voller Poesie schildert Andrea Heuser die Grenze zwischen Beschützen und Verdrängen.
Wie kann ein Buch so traurig und gleichzeitig so schön sein?


lab