Ein Schatz wird 50!

„Was haben wir denn Gemeinsames als unsere Sprache und Literatur“, schrieb Jacob Grimm 1854 ins Vorwort des ersten Bandes. Auf deutschem Boden regierte die Kleinstaaterei und während dieser Zeit arbeiteten er und sein Bruder Wilhelm schon 16 Jahre am Mammut-Projekt eines „Deutschen Wörterbuches“. Nicht weniger als der gesamte deutsche Wortschatz sollte wissenschaftlich beschrieben und bearbeitet werden. Über den Buchstaben F kamen sie zu Lebzeiten nicht hinaus. 123 Jahre gingen ins Land, bis das Werk am 4.1.1961 (heute vor 50 Jahren) fertig war. In diesen Jahren wurde die deutsche Einheit erreicht und wieder verspielt. Kaum hatten die „Deutsche Akademie der Wissenschaft“ in Ost-Berlin und die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ in Göttingen gemeinsam das 32bändige Werk vollendet, zementierte kurz darauf eine Mauer die deutsche Spaltung.

Spannend wie ein Krimi liest sich diese  Geschichte des Wörterbuches:

In der Zentralbibliothek  findet sich der „Schatz“ auf der 2. Etage in der Literaturwelt unter der Signatur: „Hck Grimm“.

„Viele sind immer noch erstaunt, dass die Gebrüder Grimm dahinter stecken. Die meisten verbinden den Namen nur mit den Märchen. Aber für Sprach- und Literaturwissenschaftler ist das Wörterbuch – nicht zuletzt wegen seiner vielen Zitate – eine äußerst ergiebige Fundgrube,“ so Bibliothekarin Marlies Meinigke.

Selbstredend steht die digitale Version im gleichen Regal. Signatur:  „Hck Digitale Grimm“

gp

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