Neu im Team: der 3Doodler

23 Apr

Die Rückkehr des Manuellen, des Händischen und der in Kauf genommenen, sogar gewollten Unsauberkeit menschlicher Motorik ist nicht nur in der elektronischen Musik zu finden, sondern auch im Sektor des 3D-Drucks. Wo das Berlinern Ensemble Brandt Brauer Frick Synthesizer mit Percussion, Klavier und Streichern ersetzt, sind es beim 3D-Drucker etwa die Achsmotoren, die zurück in den Kompetenzbereich menschlicher Muskulatur fallen.

Wie das konkret funktioniert, könnt ihr euch am kommenden Samstag, 26. April, bei uns in der Zentralbibliothek ansehen. Wir haben uns nämlich den 3Doodler gekauft – das ist ein neuartiger, elektrisch betriebener Stift, mit dem man dreidimensionale Zeichnungen und Modelle erstellen kann.

Ähnlich wie bei unserem 3D-Drucker wird dazu ein Kunststofffaden (wahlweise ABS oder PLA) ins Gerät eingeführt, aufgeschmolzen, und dann in flüssiger Form wieder ausgegeben. Der Kunststoff härtet dabei sofort wieder aus. So ist es möglich, einerseits flache Strukturen auf einer Fläche zu zeichnen, andererseits den Stift in der Vertikalen nach oben zu ziehen und „in der Luft“ zu malen.

Unsere ersten Tests haben gezeigt, dass das gar nicht so leicht von der Hand geht wie vermutet. (Oder, dass Bibliothekare kein künstlerisches Talent haben.) Lässt man sich aber drauf ein, übt ein wenig und benutzt vielleicht eine vom Hersteller angebotene Schablone, wird es besser. Die teils schräge „Quick & Dirty“-Optik der Ergebnisse bleibt aber offensichtlich – und hat auch ihre eigenen ästhetischen Reize (Tim Burton lässt grüßen).

Hand angelegt: Erste Versuche in 2D (Herz, Sprechblase, Buchstabe M) und 3D (Würfel, missglückter Würfel und Bürokatapult nach Vorlage).

Hand angelegt: Erste Versuche in 2D (Herz, Sprechblase, Buchstabe M) und 3D (Würfel, missglückter Würfel und Bürokatapult nach Vorlage).

Schnell wurde klar, dass sich der 3Doodler vor allem für künstlerische und kreative Objekte eignet. Mit etwas Übung kann man komplexe dreidimensionale Strukturen als Drahtgittermodell erstellen (wie z.B. das Modell eines Eiffelturms) und danach freie Flächen Schicht für Schicht ausfüllen und aneinanderdoodlen. Wir bleiben da auf jeden Fall am Ball und natürlich soll es demnächst auch den ersten Kölner Dom aus dem 3Doodler geben.

Technologien rund um den Sektor 3D sind mittlerweile eng mit unserem Haus verzahnt und wir freuen uns, mit dem 3Doodler eine weitere, kreativ einsetzbare Technologie vor Ort präsentieren zu können. Er wird am Samstag, den 26.04.2014 von 10 bis 15 Uhr auf der 4. Etage der Zentralbibliothek dem Publikum präsentiert. Schaut vorbei!

sa

PS: Am 21. Juni findet unser 3Day statt: Wir versammeln Enthusiasten und Firmen aus Köln und Umgebung, die sich mit den Technologien beschäftigen, und bestücken unseren Veranstaltungsraum mit ihren 3D-Druckern und 3D-Scannern. Während unserer Öffnungszeiten führen die Aussteller ihre Hard- und Software vor, zeigen Projekte, die mit 3D-Druck und 3D-Scan verwirklicht wurden, und stehen für Erklärungen und zum Fachsimpeln bereit. Nebenher wird live 3D-modelliert und auch die ein oder andere Aktion wird nicht fehlen. Mehr Informationen auf unserer geeks@cologne-Seite. Der 3Doodler ist natürlich auch dabei.

4 Antworten to “Neu im Team: der 3Doodler”

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    […] 4. Etage. Mittlerweile verfügen wir auch über einen 3D-Scanner und einen 3D-Druck-Stift namens 3Doodler. Aber bislang repräsentierte bei uns jeweils nur ein Gerät eine ganze Technologie. Dies möchten […]

  2. 3Day: Die Gewinner | die Stadtbibliothek Köln bloggt - 01/07/2014

    […] Euch selbst aktiv werden lassen. An unserem Stand gab es einen Wettbewerb mit unserem 3D-Stift 3Doodler. Wer innerhalb von 15 Minuten das schönste Objekt zusammendoodelte, hat eine Chance auf schicke […]

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  4. 3Day 2015: Aktionstag zu 3D-Druck, 3D-Scan und Virtueller Realität | die Stadtbibliothek Köln bloggt - 21/07/2016

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