Das perfide QR-Fundlesezeichen der Woche

Ich muss ja zugeben, dass ich wirklich drauf reingefallen bin:

Ein aufwändig und kurvenreich ausgeschnittener Zeitungsausschnitt in einem unserer Bücher von Seite 9 einer unbekannten – weil abgeschnittenen – Zeitung. Das ganze aus der Rubrik “POLIZEI AKTUELL” mit einer sehr haarsträubenden Beschreibung einer Mordserie durch einen Augenarzt. Für “aktuelle Informationen zum Fall” soll man den weiter unten abgedruckten QR-Code einscannen – und weil ich mich aufgrund eines Projektes gerade viel mit diesen Codes beschäftige, probierte ich dies natürlich – in diesem Fall sehr skeptisch – aus. Zum Glück wird auf Smartphones nach dem Scannen von QR-Codes ja immer zuerst der hinterlegte Link angezeigt, sonst hätte ich hier eine noch größere Finte befürchtet… andererseits fand ich die Auflösung doch wirklich sehr beruhigend! Wenn Ihr Euch auch beruhigen möchtet, dann packt doch mal Euer Smartphone aus (oder ladet euch gegebenenfalls eine App für QR-Codes herunter) und folgt dem Code..

mks

Hartelijk gefeliciteerd, Hengelo!


“Hengelo kan trots zijn op zijn prachtige bibliotheek!” schreibt die website der Gemeinde (diese liegt in der Provinz Overijssel, Region Twente, ca. 7 km nordwestlich von Enschede). Wenn man nun “trots” mit “stolz” übersetzt, ist der Sinn eigentlich schon klar. Und der Grund ist die Wahl der Bibliothek Hengelos zur besten Bibliothek der Niederlande 2011.

 Durchsetzen konnte sich das eindrucksvolle Haus an der Beursstraat gegenüber 11 Konkurrenten, jede Provinz hatte eine Bibliothek in der Endrunde. Ausgelobt wird der Preis vom Bibliotheeksblad und eine unabhängige Jury unter Leitung der Schriftstellerin Mieke van der Weij bestimmte den Gewinner.  Der hieß dieses Jahr Hengelo, weil die dortige Bibliothek “Unternehmungslust und  Gastfreundschaft ausstrahlt”. Bei 1500 Besuchern täglich hob die Jury die “persönliche Betreung und das gute Auge für den Kundenservice” hervor.

Von hier aus noch mal:

“Herzlichen Glückwunsch an die Kolleginnen und Kollegen in Hengelo!”

gp

Dreimol elf es elf.elf.elf: Freitag, 11.11.11 – 11 Uhr 11


Dieses Datum gibts nur alle 100 Jahre! Und Kölscher geht gar nicht!  Deshalb wird sich diese Woche Freitag,  11.11.11 pünktlich um 11 Uhr 11 (und vermutlich diesmal 11 Sekunden) die Stadt auf Knopfdruck in einen brodelnden Vulkan des Frohsinns und ein Inferno der guten Laune verwandeln.
Und wer dabei sein und sich musikalisch oder kostüm- bzw. partykreativ präparieren will, findet in der Zentralbibliothek und in allen Stadtteilbibliotheken karnevalistisches Medienfutter ohne Ende.

gp

P.S.: Und wenn Ihr die Liedzeile: “Dreimol noll es null es null” hört,  immer dran denken: hier wird einer der Gründerväter der Stadtteilbibliothek Kalk besungen, Heinrich Welsch.

“Oh my….just….wow…um….yea!”

 

Die Männer der Magazine

 Der Kracher sind die Kommentare! Die meisten bekommt Zack aus New York. So bittet Melissa: “Wanna read together?” Und Tania fordert: “I’d love to be oriented by a librarian like Zack! Wow!!”. Tiffani spitzt es zu: “He definitely brings the sexy to the library.”

Zack sieht nicht nur top aus, er führt auch ein Leben jenseits der Bibliothek. Er kann Rugby spielen und Lasso werfen. Er fährt Fahrrad, engagiert sich sozial und kennt die romantischsten Plätze in NY. Zack ziert das Januar-Blatt des 2012 Kalenders „The men of the stacks”. Wobei „stack” auf Deutsch mit „Magazin” wohl am treffendsten übersetzt ist. Was der Übersetzung eine zusätzliche Note verleiht. Im Bibliotheksmagazin, so die gängige Auffassung, werden die seltenen, wertvollen Bestandsexemplare vor eigenmächtigem Zugriff geschützt aufbewahrt. Berücksichtigt man(n) nun, dass das amerikanische Bibliothekspersonal zu 80 % weiß und 72 % weiblich ist (bei uns sind beide Anteile höher), erfasst frau sofort die Absicht dieses Wandschmucks, der monatlich einen Mann zum Model macht, das in einer Bibliothek arbeitet.

 Dazu einer der Macher: “We can’t just leave it to others to tell the people who we are; that’s why the stereotypes about librarians continue to flourish. We have to be the ones to go out there and tell people who we are. It’s not enough to complain about inaccurate images of librarians; we must be able to present alternative, positive images in movies, books and, yes, blogs.”

Dem ist nicht hinzu zu fügen (Deb: “Mmmmrowr“)! Hier endlich was fürs Auge!

P.S.: Der Erlös des Kalenderverkauf kommt dem “It gets better project” zugute. Viele Promis unterstützen dieses weltweite Egagement gegen Mobbing von schwulen und lesbischen Jugendlichen.

 PPS: Die headline ist der Kommentar von Sherry.

gp

Karten gewinnen: Ranga Yogeshwar – “Ach so!”


Am 11. November bekommen wir Besuch, auf den ich persönlich ganz besonders gespannt bin. Ranga Yogeshwar, dafür bekannt, dass er Phänomene unseres täglichen Lebens verständlich erklären kann, wird sein Buch “Ach so!” vorstellen und mit uns eine Reise zu den Rätseln des Alltags unternehmen.
Start ist um 20.30 Uhr in der Zentralbibliothek.
Sich den Termin zu merken, sollte für Kölner ja kein Problem darstellen 😉
Und ja, wir tun es wieder! Wir verlosen 2×2 Karten für die Veranstaltung. Schreibt uns bis zum 6. November einen Kommentar, warum Ihr gerne 2 Karten gewinnen möchtet und nehmt somit an der Verlosung teil.
Viel Spaß!
ck

30 Jahre Stadtteilbibliothek Chorweiler


Die Planungen begannen in den 60er Jahren. Herzstück der sogenannten “Neuen Stadt Chorweiler” sollte ein sozial-kulturelles Zentrum werden. Heute nennt es sich schlicht “Bürgerzentrum”. 1977 beschloss der Kölner Stadtrat, dass an diesem Ort auch die Bezirksbücherei eingerichtet werden sollte. Als modernes Kommunikationszentrum ergänzt durch Mediothek, Artothek, eine Kunstsammlung und Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen für alle Altersgruppen.
Im gleichen Jahr begann der Bau und 1978 der Bestandsaufbau der Bibliothek. Im Juni 1981 wurden die Räumlichkeiten bezogen und die Regale bestückt. Feierlich an den Start ging das neue Zentrum am 30. Oktober 1981. Der Ausleihbetrieb begann am 2. November 1981 mit 42.000 Büchern. Unter den 100 abonnierten Zeitungen und Zeitschriften waren auch etliche für “Gastarbeiter” (wie man damals sagte). 2000 Schallplatten (auch zum Sprachenlernen) und 1250 Platten, Kassetten und Spiele für Kinder rundeten das Angebot ab.
“So können die Bewohner der Betonstadt sich glücklich schätzen, nach der Zentralbücherei in Köln die größte Ansammlung von Gedrucktem in ihrer Zweigbücherei vorzufinden”, schrieb die Kölnische Rundschau am 4. November 1981 und verschwieg nicht: “Das alles in einer Ausstattung, die noch einmal die fetten Jahre öffentlichen Bauens spiegelt.”
Und heute? Die Schallplatten und Kassetten sind verschwunden. Erweitert wurde der Buchbestand durch CDs, DVDs, CD-Roms, Konsolenspiele und Internet. Ein Raum speziell für junge Erwachsene und eine gemütliche Seniorenecke mit Großdruckbüchern sind eingerichtet. Ein großer Lernbereich für Schüler steht zur Verfügung. Klassen- und KiTA-Führungen flankiert von Hausaufgabenbetreung und Entspannung beim Spiel an der Wii zählt ebenso zum aktuellen Angebot wie Kunstausstellungen und Veranstaltungen.
Besonder engagiert ist die Stadtteilbibliothek Chorweiler im Bereich der  Alphabetisierung.   gp

Bilder: Oben Bibliotheksinnenansicht 1981, unten Mitarbeiter-Team Chorweiler heute.

Was ist ein Stuhl? Und wie benutzt man ihn?

Wer kennt das nicht; man findet etwas Neues, hat aber keine Ahnung, was es ist oder wie es funktioniert.
Unser lieber Björn Bär sitzt normalerweise nur auf Baumstümpfen und Steinen, wie das Bären nun mal tun. Doch plötzlich stolpert er über einen Stuhl und weiss so gar nicht, was er damit anfangen soll! Und es kommt noch schlimmer; anstatt ihm zu helfen, lachen seine Freunde ihn aus!

 
Dass selbst die “Benutzung” von einem Stuhl nicht ganz so einfach ist, haben unsere Zuhörer in unserer Vorlesestunde gar nicht erwartet!
 
 

 
Mit viel Spass und Humor hat Björn es zum Schluss doch geschafft, sich auf den Stuhl zu setzen!
Doch dann findet er plötzlich wieder etwas Neues …
 
 
Was das ist und wie es weitergeht erfahrt ihr am Donnerstag, 3.11., um 15.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Porz!

                                                                                                                                                 Bla

Dieses Buch scheint seinen letzten Entleiher ungeheuerlich inspiriert zu haben…

Manchmal bleiben in unseren Büchern Lesezeichen, ab und an Klebenotizen, wenn es schlecht läuft Unterstreichungen. Hier wurden aber aus einem Buch beinahe zwei – entweder haben dem Vorentleiher die abgedruckten Gedichte des Bändchens nicht genügt, die Inspiration trieb ihn zu mehr oder es war einfach kein Briefpapier mehr da. Das Buch ist so zumindest mal dahin aber wenigstens gibt’s dafür für Euch ein wenig Belustigung (Inspiration?). Aber bitte, bitte nicht nacheifern! Ein eingelegtes Blatt tut’s in Fällen von erhöhter Mitteilsamkeit auch.. Auch bei Liebeskummer.

Übrigens stammen alle Fotos aus demselben Buch..


Von Klebenotizen..

..über Unterstreichungen..

..über Randnotizen..

..an alles wurde gedacht!

mks

Ansturm in Sülz


Gestern öffnete sich wieder die Tür der Sülzer Stadtteilbibliothek und nach Wochen der Renovierung stürmten die Leserinnen und Leser das Haus. Mit neuem Bodenbelag, frisch gestrichenen Wänden und einer ansprechenden Möblierung präsentierte sich die Bibliothek in neuem Outfit. Impressionen vom Eröffnungtag:

Karten gewinnen: Wolfgang Herles – Die Dirigentin

Ein Ex-Politiker, eine Dirigentin und Wagners “Rheingold”. Drei Zutaten für Wolfgang Herles’ Roman “Die Dirigentin”.

Worum es in dem Buch eigentlich geht, verrät Deutschlandradio Kultur mit Buchstaben oder Tönen.
Der Journalist, Redakteur und Schriftsteller ist am 8. November in der Zentralbibliothek zu Gast und wir verlosen an dieser Stelle wieder 2×2 Eintrittskarten! Schreibt uns einen Kommentar, warum Ihr gerne 2 Karten gewinnen möchtet. Eine Teilnahme an der Verlosung ist bis zum 2. November möglich.
Übrigens: Die Moderation übernimmt Antje Deistler, auch bekannt für die sonntäglichen Buchvorstellungen im WDR 2.

ck