Im letzten Monat traf sich jeden Samstag eine kleine Gruppe bei Games4Kalk, um tiefer in die Welt von Minecraft einzutauchen. Im Rahmen des Jugendmedienprojektes „Gecheckt!“ überlegten die Teilnehmer im Alter von 10 bis 13 Jahren unter Anleitung des Spieleratgeber-NRW, welche der Ihnen bereits bekannten Medien in Minecraft umgesetzt werden können.
Ob der Nachbau eines grusligen Waldes oder eine Neuadaption der Tribute von Panem – alles schien möglich. Parallel wurde gebastelt. In Minecraft zur Verteidigung und Rohstoffförderung dringend gebraucht – in Realität immer noch richtig beeindruckend: Schwert, Hacke und der Spielende als Minecraft-Spielfigurenkopf umgesetzt.
Letzten Samstag präsentierten die Teilnehmer stolz ihre Werke: Neben den gebastelten Minecraftköpfen, Spitzhacken und Schwerten gab es ebenso die in Minecraft erstellten Charaktere und Teile des nachgebauten Tribute von Panem Universums zum Probe spielen.
Werdet zum Energie-Sparschwein! Energie sparen ist heutzutage die Devise – aber wie? Ob Kühlschrank, Fernseher oder gar “nur” die Nachttischlampe… wisst ihr überhaupt, wie viel Strom eure Geräte verbrauchen? Findet es heraus – der Umwelt und eurem Geldbeutel zu Liebe! Ein Strommessgerät könnt ihr euch in der Stadtbibliothek ausleihen. Das Ganze funktioniert so: Du steckst einfach zwischen deine eigenen Geräten und der eigentlichen Steckdose den Energiekostenmotor. Dieser zeigt dann den aktuellen Stromverbrauch des Gerätes an. Im Ausleihpaket enthalten sind zudem ein Verlängerungskabel, eine Beschreibung, sowie Tipps und Tricks, um den Stromverbrauch zu vermindern und zum Ausrechnen der Verbrauchssummen. Die Strommessgeräte zur Ausleihe findet ihr auf der 1. Etage der Zentralbibliothek und in allen Stadtteilbibliotheken. Strommessgerät zum Ausleihen
sowie diverse Literatur vor Ort wie z.B. „Den Stromdieben auf der Spur“ von Uwe Dankert aus dem Jahre 2006, unter der Signatur: Tcn 0 Dankert ; Elektrizitätseinsparung; Haushalt
Gegossene Götter – nicht nur eine schöne Alliteration, sondern auch eine interessante Ausstellung im Ägyptischen Museum der Uni Bonn. Und wir haben dazu beigetragen! Aber der Reihe nach. Vor Kurzem erreichte uns eine Anfrage aus Bonn, ob es möglich sei etwas mit unserem 3D-Drucker auszudrucken. Die Datei kam direkt hinterher und damit eine spannende Geschichte. Und die geht so: Unversehrt gefundene antike Bronzegussformen geben Aufschluss über das Handwerk der damaligen Bronzegießerei. Das Besondere daran: dadurch, dass die Gussformen unversehrt sind weiß man, dass sie nie benutzt wurden. Denn bei Entnahme des Gusses wird die Form immer zerstört. Gleichzeitig bleibt natürlich auch der Blick ins Innere und damit auf das Modell verschlossen. Original Bronzegussform. Foto: Jürgen Vogel/Ägyptisches Museum der Universität Bonn 3D-Vorlage des Inneren der Gussform
Es war u.a. mit unserem 3D-Drucker möglich, den Vorgang des Bronzegießens zu rekonstruieren und für die Ausstellung anschaulich werden zu lassen. Und so funktioniert es (das Betrachten der Fotos trägt zum Verständnis bei 😉 ):
Das Innere der intakten und somit geschlossenen Gussform [siehe Bild 1] wird mit Hilfe eines CT ausgelesen, Ergebnis war im konkreten Fall die 3D-Datei [siehe Bild 2] des Kindgottes Harpokrates (frühere Versuche mit Röntgenaufnahmen brachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse).
Diese 3D-Datei druckten wir in der Stadtbibliothek Köln mit unserem 3D-Drucker aus.
Mit dem gedruckten Modell [3] wurde ein Silikonabdruck – quasi ein Negativ – des kleinen Harpokrates erstellt [4], der wiederum eine Art Zwischen-Gussform war.
Die Form aus Silikon wurde mit Wachs gefüllt, Ergebnis ist ein kleiner Wachs-Harpokrates. Mit dieser Silikonform können nun viele Wachsfiguren hergestellt werden [4].
Jetzt wird es spannend: Das Modell aus Wachs wird mit einer Keramikmasse umhüllt, eingeschlossen und schließlich gebrannt. Durch die Hitze wird nicht nur das Keramik hart, sondern das Wachs fließt gleichzeitig durch einen kleinen Auslass aus der Form. Zurück bleibt der Hohlraum in Form des Harpokrates in der harten Gussform.
Der Hohlraum der Gussform wird mit Bronze gefüllt [5], die Form nach dem Erkalten vorsichtig zerschlagen.
Nun hält man einen kleinen Harpokrates aus Bronze in der Hand [6].
[7] Harpokrates, hübsch gemacht! 🙂
Das Ganze wird übrigens Wachsausschmelzverfahren genannt. Logisch, oder?
Verlauf der Rekonstruktion des Wachsausschmelzverfahrens
Es freut uns sehr, dass wir mithelfen konnten dieses Verfahren für die Ausstellung zu rekonstruieren! Und allen, die sich das trotzdem nicht so richtig vorstellen können, raten wir sich den 7. März 2015 im Kalender zu notieren. Dann kann man sich im Ägyptischen Museum der Uni Bonn seinen eigenen kleinen Harpokrates gießen.
ck
Weiterführende Links: Link zur Ausstellung: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de/ueber-das-museum/sonderausstellung Projekt Bronzegusswerkstatt: http://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de/projekte/bronzegusswerkstatt Stadtbibliothek Köln im Dienst der Wissenschaft (Teil 1): http://stadtbibliothekkoeln.blog/2013/08/22/stadtbibliothek-koln-im-dienst-der-wissenschaft/
Wann kann man schon einmal Experten aus dem Bereich der Raumfahrt und der Weltraumforschung zuhören? Und wann kann man ihnen seinen eigenen Fragen stellen? Wir ermöglichen euch das einmal im Jahr bei “Lichtjahre voraus”! Am 20. Oktober hatten wir wieder 3 Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in die Zentralbibliothek eingeladen. Und weil wir auch die an den spannenden Themen teilhaben lassen möchten, die an dem Abend keine Zeit hatten, machen wir diesen Blogartikel etwas detaillierter. Tweets von Alexander Gerst zur Einstimmung Den ersten Vortrag hielt Dr. Manuel Metz, der Experte für Weltraummüll beim DLR. Vermutlich hat jeder schon einmal von Weltraummüll gehört. In über 50 Jahren Raumfahrtgeschichte sind immerhin fast 5000 Raketenstarts erfolgt und über 6000 Satelliten ausgesetzt worden. Und nur wenig davon hat unseren Orbit verlassen oder ist nach seiner aktiven Zeit wieder in die Atmosphäre eingetreten. Zurzeit umrunden unseren Planeten 750.000 Weltraummüllobjekte mit einer Größe von über 1 cm. Nur von 16.300 dieser Objekte kennt man die genaue Flugbahn. Zum Weltraummüll zählen z.B. ausgediente Satelliten, Raketenoberstufen, freigesetzte Objekte und Schlacke von Feststoffraketen. Besonders schlimm wird es jedoch, wenn Kollisionen oder Explosionen auftreten. Als China 2007 einen eigenen Wettersatelliten abschoss, wuchs die Menge an Weltraummüll um etwa 3500 Objekte an. Zwei Jahre später kollidierte ein ausgedienter Satellit mit einem aktiven Satelliten – mit ähnlichen Folgen. Die Flugbahnen des Weltraummülls sind für die Raumfahrt gefährlich. Weltraumteleskope werden genauso getroffen wie die Internationale Raumstation. Ausweichmanöver sind keine Seltenheit. Und für Astronauten auf Außenbordeinsatz wäre ein Zusammenstoß tödlich, daher halten sie sich so gut wie möglich im Schatten der ISS. Wie kann ein Raumfahrzeug geschützt werden? Eine Panzerung kommt nicht in Frage, da sie sehr dick und schwer sein müsste, um die Einschläge in sich aufzunehmen. Effizienter gegen kleine Müllteilchen ist das sogenannte Whipple-Schutzschild: zwei Ebenen mit Hohlraum dazwischen. Beim Durchschlagen der äußeren Prallplatte zerstäubt das Objekt. Auf lange Sicht wichtiger ist jedoch die Müllvermeidung. Zwei Maßnahmen wurden international ins Auge gefasst: Objekte der Raumfahrt sollten nach ihrem Ausdienen entweder innerhalb von 25 Jahren langsam absinken und wieder in die Atmosphäre eintreten oder aber sie werden in einen Friedhofsorbit verbracht. Dort bewegen sie sich langsamer und in die gleiche Richtung und bewegen sich nicht auf gleicher Höhe mit aktiven Objekten. Inaktive Objekte sollten außerdem zur Vermeidung von Explosionen ihren Treibstoff verbrauchen und Druckbehälter entleeren. Gesetzlich geregelt ist all dies natürlich nicht. Wer es lieber etwas aktiver hat, für den sind die Zukunftskonzepte des Active Debris Removals interessant: z.B. das Einfangen größerer Objekte mit Netzen oder Roboterarmen. Ein Riesenmagnet scheidet übrigens aus: Nur wenige Werkstoffe der Raumfahrt sind magnetisch. Weiterführende Links:
Den zweiten Vortrag hielt Andreas Schreiber, Leiter der Abteilung „Verteilte Systeme und Komponentensoftware“. Es ist nachvollziehbar, dass auch das DLR Softwareentwicklung betreibt. Überraschend ist eher das Ausmaß: Immerhin 25% der Personalressourcen, also etwa 100 Millionen Euro im Jahr, entfallen auf diesen Bereich. Damit gehört das DLR zu den größten Softwarehäusern Deutschlands. Abgesehen von der Entwicklung konkreter Software und der Verbesserung bestehender Software forscht das DLR auch an neuen Softwaretechnologien. Aktuell zählen dazu Themen wie Big Data, Verteilte Systeme und Augmented Reality – aber auch der Bereich High Performance Computing mit seinen sündhaft teuren Quantencomputern. Um Weltraummüll zu katalogisieren (und damit Herrn Dr. Metz zu unterstützen), arbeitet Schreibers Abteilung an (dem völlig unalkoholischen) BACARDI, dem „Backend Catalog for Relational Debris Information“. In diese Datenbank sollen alle verfügbaren Information eingetragen oder importiert werden, um die Grundlage für zusätzliche Dienste wie Kollisionswarnungen oder Wiedereintrittsvorhersagen zu schaffen. Der Katalog arbeitet als verteiltes System (also als erweiterbarer Zusammenschluss von Rechnern) und ist auf Datensicherheit und Performanz ausgelegt. Auch das Entwerfen von Raumfahrzeugen wird durch Software ermöglicht. Als Beispiel zeigte Herr Schreiber den Spaceliner, eine Konzeptstudie des DLR für eine Mischung aus Flugzeug und Raumschiff, das durch Hyperschallgeschwindigkeit die Strecke von Europa nach Australien in 90 Minuten bewältigen könnte. Software ermöglicht hier zum Beispiel die Simulation der Wärmeentwicklung während der Wiedereintrittsphase in die Erdatmosphäre – mit verschiedenen Wärmeschutzsystemen und Raumschiffformen. In der Designphase helfen Simulationsumgebungen wie das RCE (Remote Component Environment) dabei, Softwarelösungen verschiedener Fachdisziplinen (wie Aerodynamik und Thermalmanagement) miteinander zu verbinden, um einen passenden Workflow und Datentransfer zu ermöglichen. Weiterführende Links:
Im letzten Vortrag berichtete Johannes Weppler (DLR-Raumfahrtmanagement) über die Blue-Dot-Mission von Alexander Gerst. Vielleicht erinnert ihr euch an die Aufnahme mit der die US-Sonde Voyager 1 auf die Erde zurückblickte. Nur „ein blasser blauer Punkt“ war dort zu erkennen – ein Sinnbild für die Verwundbarkeit unseres Planeten. Der Missionsname soll die Wertschätzung für unseren Planeten stärken und darauf hinweisen, dass viele Forschungsarbeiten an Bord der ISS letztendlich der Bewahrung der Erde dienen. Alexander Gerst wurde 1976 in Künzelsau (Baden-Württemberg) geboren. Auf seinem Weg zum Astronauten studierte er Geophysik und Geowissenschaften bis er 2009 schließlich unter 8000 Bewerbern zum Astronautenanwärter ausgewählt wurde. Heimatbasis und einer seiner Ausbildungsstandorte war Köln. Seit Mai diesen Jahres befindet er sich nun mit 5 weiteren Astronauten und Kosmonauten auf der ISS. Damit ist er der 11. deutsche Astronaut im All und der 3. deutsche Astronaut auf der Internationalen Raumstation. Auf der ISS herrscht kein Schichtbetrieb. Die Astronauten haben innerhalb der Station den gleichen Tag-Nacht-Rhythmus wie Europa (Zeitzone GMT), auch wenn sie pro Tag 16 Sonnenaufgänge erleben. Unterhalb der Woche besteht der Tag auf der ISS aus 8 Stunden Schlaf, 8 Stunden Arbeit und 8 Stunden Freizeit. Ihre Freizeit können sich die Astronauten frei einteilen: z.B. mit Filmen, Körperpflege, Anrufen nach Hause, Fitnesstraining oder aber freiwilligen wissenschaftlichen Arbeiten wie kleineren Experimenten oder Projekten mit Schulklassen. An Samstagen wird 4 Stunden gearbeitet, Sonn- und Feiertage sind frei. Einmal am Tag essen übrigens alle Astronauten zusammen, da man sich in der Weitläufigkeit der Raumstation schon einmal aus den Augen verlieren kann. Ein großer Bestandteil der Arbeitsstunden sind Experimente. Momentan verfügt die ISS über 3 Labormodule (Destiny, Columbus und Kibo) und wurde bereits für über 1500 Experimente genutzt. Die Experimente drehen sich meistens um Biologie, Materialwissenschaften, Physik, Physiologie oder Astrophysik. Alexander Gerst hat im Rahmen seiner Blue-Dot-Mission unter anderem die folgenden 3 Experimente durchgeführt:
Circadian Rhythm: Inwiefern ist die Körperkerntemperatur (unser interner Zeitgeber) beeinflusst, wenn man jenseits der natürlichen Tag-Nacht-Rhythmik lebt und arbeitet? Auf der Erde sind die Ergebnisse z.B. für Schichtarbeiter interessant.
EML (Electro-Magnetic Levitator): Das Testen neuer Legierungen durch Schmelze und Analyse. Die Proben sind beim Schmelzen freischwebend und werden durch ein elektromagnetisches Feld in Position gehalten. Die Ergebnisse können industrielle Gießprozesse verbessern.
BIOMEX & BOSS: Mikroorganismen werden direkt der Weltraumumgebung (Vakuum, Kälte, Strahlung) ausgesetzt. Die Ergebnisse geben Auskunft über die Überlebensfähigkeit von Organismen im Weltall.
Besondere Ereignisse in einem Astronautenleben sind die Außenbordeinsätze (EVA = extra-vehicular activity). Hier gilt es Reparaturen vorzunehmen oder Experimente zu installieren. Für EVAs stehen zwei Arten von Raumanzugsystemen zur Verfügung. In den russischen Raumanzug (ORLAN) steigt man von hinten ein. Da es nur eine Größe gibt ist das Tragegefühl vom Körperbau abhängig. Eine zierliche Raumfahrerin schaffte es ihren Arm nach innen in den Anzug zu ziehen und sich im Gesicht zu kratzen. Da wird so mancher Kollege neidisch. Die amerikanischen Anzüge (EMU, Extravehicular Mobility Unit) sind individuell maßgeschneidert und bestehen aus mehreren Modulen. Allgemein gilt: Die Beweglichkeit mit Raumanzug ist stark eingeschränkt. Schon das Bewegen des Handschuhs kommt dem Zusammendrücken eines Tennisballs gleich. Die EVAs sind sehr genau durchgeplant und jeder Handgriff wird live durchgesprochen. So wird zum Beispiel auch die Anzahl von Umdrehungen vorher festgelegt, die der Astronaut mit seinem Akkuschrauber machen soll. Weiterführende Links:
Wie ihr seht: Ein Abend mit vielen Informationen und purem Space-Feeling. Nach den Vorträgen hieß es dann wieder “Preise für euer Feedback”. Jeder der unseren Feedbackzettel ausfüllte und in die Sammelbox (einen Companion Cube) warf, nahm automatisch an unserer Verlosung teil. Wir hatten wieder schöne Preise zusammengesammelt: Astronomie- und Maker-Bücher gesponsort von DLR und O’Reilly, Weltraumposter vom DLR und spacige 3D-Drucke aus unserem Makerspace. Übrigens: Wir haben in der Zentralbibliothek mehr 3D-Drucker als die ISS! 😉 Ein Teil der Preise. Herzlichen Dank an das DLR und O’Reilly! Das Event “Lichtjahre voraus” war Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln. Alle Infos auf www.geekscologne.mixxt.de. Wenn ihr euch auf der mixxt-Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird. Großer Dank auch an das Hochschulradio KölnCampus für die liebe Unterstützung!
Eventuell fasst der folgende Tweet den ersten 3Day in der Kölner Zentralbibliothek treffend zusammen: Denn auch, wenn wir jetzt schon seit über einem Jahr mit unserem eigenen 3D-Drucker arbeiten, ihn täglich präsentieren und samstags Kundendrucke anfertigen – die 3D-Technologie bleibt eine Sensation. Vielleicht umso mehr, weil sie in einer Bibliothek nicht vermutet wird. Wo man eben zum Lernen hingeht und eher nicht, um sich die Technik von morgen anzusehen. Tja, willkommen im Heute! Wenn sich unsere Q-thek für einen Samstag in eine sirrende, dröhnende und blinkende Publikumsmesse rund um 3D verwandelt, zeigt sich was Bibliotheken heute leisten (und vielleicht schon immer geleistet haben): Sie bringen Menschen zusammen.
Die anwesende Kompetenz war spannend und ist so in Köln wohl noch nie unter einem Dach zusammengetroffen. Denn der Sektor “3D” (Druck mehr als Scan) ist einer, der von zwei Seiten angegangen wird. Auf der einen Seite stehen kommerziell arbeitende Firmen mit auf Ästhetik und Benutzerfreundlichkeit ausgerichteten Geräten. Auf der anderen Seite stehen technisch begabte Enthusiasten, die sich – im Geiste der Open Hardware – ihr Gerät entweder selbst bauen oder Bestehendes modifizieren. Diese beiden Seiten schlagen sich auch in der Erscheinungsweise der Geräte nieder. Wo z.B. Dominic Markerts Eigenbau-OrdBot Hadron aus einem filigranen Gestänge besteht, das von Kabelbäumen umschlungen ist, mutet iRapids Drucker in glänzendem Weiß sehr schick an. Dieses Spektrum vom Prosumenten zum Profi sorgte für regen Austausch. Einerseits zwischen Ausstellern und Publikum, andererseits aber auch unter den Ausstellern selbst. Viel interessanter waren aber die Querverbindungen, die Synergien, die im Laufe des Tages entstanden. Zum Beispiel brauchte Dominic Markert ein Ersatzteil für seinen Extruder, das Lars Kollins wuchtiger Leapfrog Creatr kurzerhand ausdrucken konnte. Und dann war da noch der Besucher, der sich ein sehr filigranes Ersatzteil für eine Modelleisenbahn einscannen lassen wollte. Unser Digitizer war aufgrund der dunklen Oberfläche überfordert, also schickten wir ihn zum Streifenlichtscanner von 3DScanLab. Der war allerdings gerade auf große Gegenstände kalibriert, also blieb nur Moritz Wallasch, der das Objekt “von Hand” und mithilfe eines Messschiebers am Rechner nachbaute. Ohnehin: Was für Normalsterbliche wie Magie aussieht, macht Wallasch im Handumdrehen. So baute er innerhalb einer Stunde eine sehr exakte 3D-Version von Barad-Dûr, Saurons Turm aus Herr der Ringe.
Es sind viele Eindrücke, die von dem fünfstündigen 3Day übrig bleiben. (Und durch den 3Doodler-Wettbewerb blieben uns sogar ein paar Eindrücke in 3D. Die Jury tagt noch!) Im Vordergrund steht aber das freundliche Interesse, das unsere Besucher den Ausstellern und uns entgegengebracht haben, die leuchtenden (Studenten-)Augen und die Faszination, sich selbst in 3D zu sehen. Und so verwundert es nicht, dass noch während des Abbaus einige Aussteller fragten, ob und wann der 3Day denn wiederholt werde. Wir können nur sagen: Sehr gerne! Unser Dank geht an alle unsere Aussteller (wir hatten einen großartigen Tag mit euch und sind begeistert euch kennengelernt zu haben!) und an den O’Reilly-Verlag für die tollen Buchpreise! Und natürlich auch ein großes Dankeschön an das Hochschulradio Kölncampus für die PR-Unterstützung! Der 3Day war Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln. Alle Infos zur Reihe finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Wenn ihr euch auf der Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.
Am Samstag, 21. Juni, dreht sich im Erdgeschoss der Zentralbibliothek alles um 3D-Druck und 3D-Scan. Unser 3Day bietet euch: Verschiedenste Gerätemodelle, Firmen die beide Technologien praktisch einsetzen, Enthusiasten die sich solche Geräte ins eigene Wohnzimmer gestellt haben und 3D-Modellierer die Objekte virtuell entstehen lassen. Zwei Technologien: 3D-Scan und 3D-Druck
Wer in den letzten 16 Monaten in der Zentralbibliothek war kennt vermutlich unseren 3D-Drucker auf der 4. Etage. Mittlerweile verfügen wir auch über einen 3D-Scanner und einen 3D-Druck-Stift namens 3Doodler. Aber bislang repräsentierte bei uns jeweils nur ein Gerät eine ganze Technologie. Dies möchten wir mit dem 3Day ändern. Und wir möchten euch zeigen, wie viel sich in Köln bereits um 3D-Druck und 3D-Scan dreht. Daher versammeln wir Enthusiasten und Firmen aus Köln und Umgebung, die sich mit den Technologien beschäftigen. Sie führen ihre Hard- und Software vor, zeigen Projekte, die mit 3D-Druck und 3D-Scan verwirklicht wurden, und stehen für Erklärungen und zum Fachsimpeln bereit. Nebenher wird live 3D-modelliert. Hier der aktuelle Stand der Aussteller und 3D-Modellierer:
iRapid GmbH: iRapid
Dominic Markert: ORD BOT Hadron (aus 3D-gedruckten Teilen), 3D-Drucker Marke Eigenbau (basierend auf Ultimaker-Prinzip), 3D-Modellierung
Lars Kollin: Leapfrog Creatr Dual Extruder
Dingfabrik Köln e.V. (D FAB CGN): Orcabot
Responsive Design Studios (D FAB CGN) sowie die freischaffenden Künstler Roman Hahlbrock und David Hahlbrock: Formlabs Form 1
CAD originalgetreu GmbH: Dubl 3D-Miniaturen
3DScanLab Köln: Streifenlichtscanner, Quadrocopter zur 3D-Vermessung
3Dmensionals: Felix 3.0 Dual Extruder, ASUS Xtion Pro Live mit RecFusion 3D Scan Software, 3D-Modellierung
Thomas Rabbertz (3D Systems): Cube 3D-Printer, 3D-Scanner, 3D-Modellierung
Moritz Wallasch: 3D-Modellierung
Außerdem könnt ihr am 3Day folgendes kostenlos bei uns machen:
Eigene 3D-Scans: Mit den 3D-Scannern vor Ort können Gegenstände eingescannt werden. Bringt also gern kleine Gegenstände mit, die ihr in eine 3D-Datei umwandeln wollt. Ihr habt auch die Möglichkeit einen 3D-Scan von eurem Kopf zu machen.
Eigene 3D-Drucke: Unser 3D-Drucker steht am 3Day auch im Erdgeschoss. Dort könnt ihr wie immer kleine 3D-Drucke von einer Druckdauer bis zu einer Stunde anfertigen. Auch die anderen Aussteller lassen euch an ihren Druckern eigene Dateien drucken. Benötigt wird wie immer eine STL-Datei. Am Form 1 werden leider keine eigenen Drucke möglich sein, da Drucke mit der Technik der Stereolithographie sehr lange dauern.
Wettbewerb 3Doodler: Wie wollen sehen, wie schnell ihr mit dem 3Doodler warm werdet und prämieren eure besten Ergebnisse. Überrascht uns! Die Preise des Wettbewerbs werden vom O’Reilly-Verlag gesponsort.
3D-Modellierung nach Wunsch: An 4 Ständen könnt ihr euch ein Objekt wünschen, welches dann live für euch mithilfe einer 3D-Software erstellt wird. Damit unsere Modellierer nicht Stunden an einem Objekt arbeiten, werden sie mit euch einen Komplexitätsgrad aushandeln, den sie in relativ kurzer Zeit umsetzen können. Dem Modellierungsprozess können alle zuschauen und dabei auch gern Fragen stellen. Die fertige Datei könnt ihr per USB-Stick mit nach Hause nehmen.
Die Veranstaltung findet am 21. Juni zu unseren normalen Samstagsöffnungszeiten von 10 bis 15 Uhr statt. Sie ist für alle offen und kostet keinen Eintritt. Entscheidet selbst wann ihr kommt und wie lange ihr bleibt oder ob ihr nach einem Mittagspäuschen wiederkommen wollt. Und teilt unser Event gern auf Facebook. Veranstaltungsort ist die Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1). In den Veranstaltungsraum im Erdgeschoss gelangt ihr ganz normal über den Haupteingang. Der 3Day findet im Rahmen unserer Reihe geeks@cologne statt, die sich an Technikaffine und Pixelverliebte in und um Köln wendet. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Reihe findet ihr unter geekscologne.mixxt.de. Vielen Dank schon jetzt an unsere Unterstützer Kölncampus und O’Reilly sowie an alle Aussteller und 3D-Modellierer unserer Veranstaltung.
Und damit ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter für die sagenhafte Location und das feine Essen! Und ein zusätzliches Danke an Mike Dyna Photography für die Fotos! Mein Fazit: nächstes Jahr wieder und dann ganz nach dem BrainCamp-Konzept auch gern als Vortragender in einer Session!
Ein junger Mann sitzt in Trainingsjacke vor dem Rechner. Er ist maximal konzentriert, sein Blick wandert jede halbe Sekunde in eine andere Ecke des Bildschirms, seine Hände verursachen ein konstantes Klicken und Tackern per Maus und Tastatur. Er gibt pro Minute zwischen 200 und 400 Befehle in den Rechner. Er kontrolliert ein Schlachtfeld, eine Armee, eine Ökonomie. Er muss sekundengenau planen, schnell auf seinen Gegner reagieren und den Überblick behalten im Schlachtgetümmel. Schallisolierende Kopfhörer schotten ihn von der Außenwelt ab. Foto: Helena Kristiansson, esportphoto.com Auf seiner Trainingsjacke sind Schriftzüge wie mousesports oder BenQ zu lesen. Das eine ist der Name seines Teams, das andere der Name eines Sponsors. Denn der junge Mann am Computer ist Sportler. E-Sportler, um genau zu sein. E-Sport meint (analog zur E-Mail) elektronischen Sport, der vornehmlich mit Computerspielen ausgetragen wird. Die Ursprünge des E-Sport gehen bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück und heute sind es vor allem die hochtechnisierten Länder, in denen E-Sport breite Akzeptanz erfährt. In Südkorea genießen junge, erfolgreiche StarCraft II-Spieler zum Beispiel gleichen Ruhm und gleiche Verehrung wie hierzulande Fußballprofis. Sie spielen für Teams, bekommen ein monatliches Grundgehalt und Trainieren in Vollzeit, um möglichst viele Preisgelder einzuspielen. Die liegen je nach Größe des Wettbewerbs bei einigen Tausend Euro. Am vergangenen Freitag wurde z.B. in Köln der deutsche Meister in StarCraft II gekürt: Tobias “ShoWTimE” Sieber gewann 3.000 Euro. Das Turnier wurde von der Electronic Sports League (ESL) ausgerichtet, deren Hauptsitz ebenfalls in Köln liegt. Rund 4 Millionen Spieler weltweit messen unter dem Banner der ESL ihr Können. Und woanders trifft man sich zum lockeren Public Viewing in einer Bar – das nennt sich dann BarCraft. Dennoch kämpft E-Sport um Akzeptanz und Anerkennung. Auf der einen Seite erkennen Sportbunde und Co. das wettbewerbsmäßige Spielen von Computerspielen mitunter nicht als Sport an, auf der anderen Seite gehe es doch eh nur um “Killerspiele” und “sinnloses Geballer”. Wir sehen das anders. E-Sport ist eine Ausdrucksform von Training, Willenskraft, Anpassungsfähigkeit, Teamgeist, Selbstdisziplin, Multi-Tasking und auch Kreativität und als Bibliothek ist es unsere Aufgabe, diese relativ neue Medienkultur im Blickfeld zu haben. Und auch in den eigenen vier Wänden. Denn am 12. Mai, in genau einer Woche, holen wir den E-Sport in die Bibliothek! In einer bisher einzigartigen Kooperation mit der ESL und dem Team von BarCraft Cologne richten wir unter dem Titel StarCraft II: E-Sport Intro ein Turnier aus, das sich vor allem an E-Sport-Neulinge richtet. Zwei Spieler aus der Region, Malte “DarthPotato” Wollermann und David “JohnDoe” Zäske werden auf der Bühne gegeneinander antreten, dabei wird das Spiel live von Andreas Malessa und Björn Ritke (BarCraft Cologne) kommentiert – und zwar so, dass auch Neulinge etwas verstehen. Die ESL unterstützt uns mit Hardware und Preisen. Wer also genauer wissen möchte, was es mit diesem E-Sport auf sich hat und wie das in actu aussieht, ist herzlich eingeladen. Das richtet sich besonders an Eltern, Lehrer und solche, die manchmal mit etwas Unverständnis auf den hochkonzentriert klickenden Nachwuchs blicken. Hier die Details: Für StarCraft II wie für unsere Veranstaltung gilt USK 12. Falls Kinder kommen möchten, dann unter 12 Jahren nur in Begleitung ihrer Eltern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir würden uns aber freuen, wenn ihr euch auf unserer Veranstaltungsseite eintragt, damit wir die Gästezahl (und damit die notwendigen Mengen für den Getränkeverkauf) einschätzen können. // Veranstaltungsort: Erdgeschoss der Zentralbibliothek (Stadtbibliothek Köln) // Datum: 12. Mai 2014 (Montag) // Uhrzeit: 19 Uhr – 22 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) // Eintritt: kostenlos // Anmeldung: nicht erforderlich // Hashtag: #sc2intro // Mehr Informationen auf unserer geeks@cologne-Seite
Am 23. und 24. April fand zum dritten Mal der Roboter-Workshop go4IT statt. Im Seminarraum der Zentralbibliothek verbrachten 15 neugierige Mädchen zwei Osterferientage damit, eigene Lego-Mindstorms-Roboter zusammenzubauen und ihnen mit der Programmiersprache NXC Bewegungsfolgen einzugeben. Es war sogar möglich durch angebaute Sensoren den Robotern situationsbezogene Befehle einzuprogrammieren, so dass sie auf Hindernisse oder Geräusche reagieren konnten. Drei Studierende der RWTH Aachen, führten in die Programmiersprache NXC ein und halfen bei Unklarheiten weiter. Vor allem aber animierten sie die Mädchen zur selbständigen Gruppenarbeit. So sollte z.B. ein Programm erstellt werden in dem ein Hindernis mit einem Ultraschallsensor (den „Augen“) vor dem Roboter erkannt wird oder ein Klatschen als Befehl zum Anhalten vom Soundsensor (den „Ohren“) akzeptiert wird. Ziel war es, zum Abschluss des Workshops, eine Präsentation ihrer Roboter und der eingegebenen Fähigkeiten gemeinsam zu planen und durchzuführen. Dazu wurden dann Familie und Freunde eingeladen und sieben Roboter führten synchron einen vorprogrammierten Ablauf vor – das sah richtig gut aus!
Wer an dem go4IT-Workshop interessiert ist, findet auf den Seiten der RWTH Aachen weitere Informationen. Und wer nach dem Workshop die Programme auch zu Hause ausprobieren möchte, dem sei der Simulator für LEGO Mindstorms NXT Roboter empfohlen. Hier kann man seine Programme noch einmal virtuell anschauen oder neue Ideen entwickeln, um weitere Befehle auszuprobieren. Neben einem ersten Einblick in eine Programmiersprache und gelungener Teamarbeit, hatten die Mädchen vor allem Spaß an der Sache! Ob eine berufliche Richtung hier geprägt wurde, bleibt noch abzuwarten, aber auf jedenfall haben die Mädchen gezeigt wie leicht technisches Verständnis spielerisch erworben werden kann. Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. Es war sehr schön zu beobachten wie aus einer bunt gemischten Truppe eine Gruppe entstand, die zusammenarbeitet und sich unterstützt. Wir hoffen, den Workshop auch in Zukunft wieder anbieten zu können und werden euch unter anderem hier im Blog darüber informieren! Für alle, die dieses Mal nicht dabeisein konnten, gibt es eine gute Nachricht: Wir werden wegen der begeisterten Rückmeldungen den Workshop im kommenden Jahr erneut anbieten. Der Termin ist wieder am Mittwoch und Donnerstag in der Woche nach Ostern, also am 8. und 9. April 2015.
Sie nimmt an einem Wettbewerb teil, bei dem gemeinnützige Projekte im Veedel gefördert werden. Zu gewinnen gibt es 1.000,- Euro für den ersten, bzw. 500,- für 4 weitere Platzierungen. Dieses Geld würde Leseförderung in Kalk zufließen.
Ab heute kann man täglich online für die minibib abstimmen. Und dies dann täglich bis zum 20. Mai!
Die zehn Projekte mit den meisten Stimmen kommen ins Finale. Das Finale startet am 20. Mai und gibt jedem noch einmal per E-Mail die Möglichkeit, sein Votum abgegeben. Für die Ermittlung der Sieger zählen dann nur die E-Mail-Stimmen.
Für die minibib im Wasserturm, den Förderverein und als Sympathiebonus für die Stadtbibliothek wäre es höchst erfreulich, wenn wir am 24. Mai zu den Gewinnern zählen würden.
In diesem Sinne bitte wir Sie/Euch herzlich, macht mit!
Herzlichen Dank dafür!
Klicken Sie so oft wie Sie können bis zum 20. Mai einmal täglich für die minibib, die gemeinnützige Idee dahinter und für die Leseförderung in Kalk. Am 20. Mai melden wir hier, ob wir es in die 2. Runde geschafft haben.