Warum unser Wi-Fi Sie vom Arbeiten abhält

Zugegeben, ganz logisch klingt die Überschrift nicht – soll das W-LAN, welches Sie in der Zentralbibliothek kostenfrei  nutzen können, Sie ja eigentlich bei der Arbeit unterstützen. Vor Kurzem bin ich aber auf einen Blogartikel gestoßen, welcher genau dies in Frage stellt. Andererseits gibt es Tricks, welche im Folgenden verraten werden.

flickr: mjernisse

Der Autor Marc Cortez von “How to get more done by pretending you’re on an airplane” schreibt in seinem Blogbeitrag über das Problem, das wir mindestens noch aus unserer Schulzeit, vielleicht auch aus dem Studium, kennen: Die Ablenkung am Schreibtisch. Entweder dieser wird erstmal ganztägig aufgeräumt (Prokrastination…) oder alles drumherum erscheint auf einmal so interessant als sähe man es das erste Mal.  Das größte Problem der Neuzeit: Die Internetflatrate.
Und was sind seine Tipps: Fliegen. Denn im Flugzeug erledigt er immens viel mehr Arbeit in weniger Zeit als am heimischen oder dem Büroschreibtisch. Wieso? Das Internet – Emails – Kollegen – Herumstreunen. Also: Wi-Fi des Laptops aus, das Smartphone in den Flightmodus versetzen und vorstellen – wenn Sie das schaffen – sie sitzen im Flugzeug ohne jegliche Chance im Internet zu surfen, Emails zu checken und andere Orte aufzusuchen. Was immer noch schwierig werden dürfte sind die Sie physisch aufsuchenden Kollegen. Wenn wir Sie also schon nicht vor dem Internetanschluss in greifbarer Nähe bewahren können – immerhin vor den Kollegen können Sie sich zu uns flüchten.

mks

Ich lese gerade… Eugene McCabe

Tod und Nachtigallen

Copyright: Nikolaus Heidelbach
Klaus Bittner

Nordirland im Jahr 1883. Beth Winters wird 25. Nur an diesem einen Tag spielt der Roman. Beth will mit ihrem Liebhaber an ihrem Geburtstag fliehen, nach einem Plan, den sie sich beide ausgedacht haben. Entfliehen einer kleinen, unheilen, enklavenhaften, archaischen Welt und einem herrischen, trunksüchtigen Vater, einem sehr reichen Grundbesitzer, den sie nicht mehr länger ertragen will. Gespickt mit Rückblicken auf ihre familiären Geheimnisse, bei welchem die verstorbene Mutter eine wichtige Rolle spielt, entwirft Eugene McCabe ein Psychogramm dieser Vater – Tochter Beziehung voll unterschwelliger Aggression, dessen Spannung den Leser in süchtige Höhen treibt. Perfekt.
Eugene McCabe, 1930 geboren, ist in Irland und der angelsächsischen Welt bekannt geworden als Dramatiker. Sein bisher einziger Roman „ Tod und Nachtigallen“ ist lt. Colm Toibin „eines der größten irischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts“ und gilt bereits heute als Klassiker der irischen Literatur.

Den Roman finden Sie unter “U McCabe, Eugene” in der Zentralbibliothek und in 7 unserer Stadtteilbibliotheken.

bit/mks

Samstagsöffnung aller Stadtteilbibliotheken

Ab 8. Oktober 2011 haben alle Stadtteilbibliotheken samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet!

 Nachdem Anfang 2010 bereits die fünf Zweigstellen Chorweiler, Ehrenfeld, Mülheim, Porz und Rodenkirchen samstags ihre Türen öffneten, kommen ab dem 8. Oktober 2011 die restlichen Stadtteilbibliotheken hinzu. Dies sind:
  • Bocklemünd-Mengenich
  • Haus Balchem (Südstadt)
  • Kalk
  • Neubrück
  • Nippes
  • Sülz

Beachten Sie dabei bitte, dass die Stadtteilbibliothek Sülz noch bis zum 25. Oktober 2011 wegen Renovierung geschlossen ist.
Der Ratsbeschluss vom 26. Mai 2011 machte die Samstagsöffnung und weitere flexibere Öffnungszeiten möglich. So verschiebt sich beispielsweise die Donnerstagsöffnung bei den meisten Filialen auf 11 bis 19 Uhr. Berufstätige Kundinnen und Kunden können die Angebote der StadtBibliothek Köln nun auch in den Stadtbezirken ohne Feierabendstress nutzen.
Die Samstagsöffnungszeiten der Zentralbibliothek am Neumarkt bleiben bestehen: 10 bis 15 Uhr.

Freitag, 17 Uhr, Film-Premiere: “Cycling for Libraries – The Documentary”

Am Anfang stand die Idee einiger finnischer Bibliothekare, am Ende radelten 70 international zusammen gewürfelte Enthusiasten von Kopenhagen nach Berlin. Die erste Bibliotheks-Unkonferenz auf Rädern war geboren. Neun Tage rollen, reden, Reiseindrücke sammeln – bis die Gruppe am 7. Juni 2011 zum 100. Bibliothekartag in Berlin-Neukölln eintraf.

Die ganze Fahrt wurde auf der Seite cyclingforlibraries.org dokumentiert. Täglich wurden Bilder und Videos veröffentlicht. Viel Zeit nahm man sich für den offiziellen Dokumentarfilm zu dessen Premiere am Freitag, 16.09.11, 17 Uhr GMT alle herzlich eingeladen sind. Ausgestrahlt wird er via kirjastokaista.fi


gp

Medien-Echo

Viel Beachtung fand die Eröffnung des Lernstudios für Alphabetisierung in unserer Stadtteilbibliothek Mülheim:

„Kostenlose Lernstudios mit individueller Hilfe von Paten am öffentlichen Ort – eine tolle Idee, die hoffentlich weiter Schule macht.” kommentierte die Kölnische Rundschau und berichtete ausführlich.

“Die erste Einrichtung dieser Art war im vergangenen Jahr in der Stadtteilbibliothek Chorweiler erfolgreich gestartet.” ergänzte das Kölner Familien Stadtmagazin Känguru. Berichterstattung zur Eröffnung auch bei Radio Köln, WELT ONLINE,  Kölner News Journal und rodenkirchen.de.

Über die Angebote der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld schrieb der Kölner Wochenspiegel u.a.: “Für den Lesenachwuchs finden in der Stadtteilbibliothek aber auch regelmäßig Vorlesestunden statt, und Lesenächte machen das Schmökern hier ­sogar zum spannenden Abenteuer. … Zu den Gästen der ­Bib­liothek zählen auch immer wieder Kindergartengruppen und Schulklassen. …
Bibliotheksleiterin Angela Weischer freut sich besonders über das bunt gemischte Publikum, in dem sich für sie das ­typische Ehren­felder Lebensgefühl widerspiegelt: ‘gelebte Integra­tion’.”

 Letzten Sonntag war “Tag des offenen Denkmals” in Köln. Haus Balchem gehörte zum Programm und unter der headline “Außen Barock, innen Bücherei” erwähnte der Kölner Stadt-Anzeiger: “Heute beherbergt das Haus fremde Bauteile aus nicht mehr existenten Barockhäusern, wie eine prächtig geschnitzte Balkendecke und eine Empore mit einer David-und-Goliath-Darstellung. Außerdem ist das Gebäude der wohl geschichtsträchtigste Sitz einer Stadtbibliotheks-Filiale.”

gp

Schule macht doch Spaß – oder nicht?


Lea ist ein echter Wirbelwind! Es gibt nur wenige Momente, in denen sie wirklich still sitzen kann.
Bald soll sie in die Schule kommen. Aber stimmt es denn, dass man da nur still sitzen und schreiben muss?
Das kann sich sie nicht vorstellen…
Lea und ihre Freundin Marie machen sich auf zu einem turbulenten Abenteuer! Sie erkunden die nahegelegene Grundschule und spähen durch die Fenster.

Wie auch Lea, waren unsere Zuhörer/innen gespannt, was in der Schule auf sie zukommt. Fleissig wurde mitgeraten und mitgefiebert und zum Schluss stand für alle fest: Schule macht spaß!

Wir wünschen allen I-Dötzchen einen schönen Schulanfang!
Die nächste Vorlesestunde findet am 29.09., wie gewohnt um 15.00 Uhr, bei uns in der Stadtteilbibliothek Porz statt.
Und dann grunzen die Schweinchen “Na warte, sagte Schwarte”!
bla

Tag des offenen Denkmals: Haus Balchem

Ein echter Blickfänger auf der Severinsstraße ist Haus Balchem. Es zählt zu den wenigen Gebäuden Köln, die noch Zeugnis vom 17. Jahrhundert ablegen. Entsprechend groß war das Interesse am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals. Vor Ort berichtete die Stadtführerin Ilona Priebe (s. Bild unten) höchst informativ und anschaulich über die Hausgeschichte. Es begann mit der prächtigen Fassade im barocken Stil, den Sprossenfenstern und dem wunderschönen Erker über dem Eingang (mit markantem Grinkopf).

Weiter ging es im Haus, wo Ilona Priebe die abwechslungsreiche Hausgeschichte Revue passieren ließ: Ursprünglich eine Schmiede, später eine Brauerei, dann eine Gaststube und heute eine Bibliothek. Den endgültigen Namen erhielt es  durch den zwischenzeitlichen Besitzer Johann Balchem, der aus einer alteingesessenen Brauer-Familie stammte. Highlight der Besichtigung im Hause war die „Kölner Decke” mit ihren einmaligen Verzierungen.

 Unsere Stadtteilbibliothek zog am 13. Oktober 1975 in Haus Balchem ein. Sie war am Tag des offenen Denkmals geöffnet und präsentierte sich frisch renoviert den Tagesbesuchern.

 

gp

Stadtteilbibliothek Sülz: Aus alt mach neu!

Ab heute ist es soweit: die Stadtteilbibliothek Sülz hat bis zum 26.10.2011 geschlossen!

 

Der Grund?

Die Bibliothek wird umfangreich renoviert. Es wird ein neuer Boden verlegt, die Wände werden neu gestrichen und die Toiletten erneuert. Auch die Regale werden teilweise ausgetauscht und die Aufstellung wird umgestellt.

Man kann also sehr gespannt sein! 🙂

Hier gibt´s noch einen letzten Blick auf die “alte” Stadtteilbibliothek Sülz:

 Kinderbibliothek

 

 

 

aFri

Das Comeback des Fledermausmädchens/ der Bibliothekarin

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„She’s bat in action” titelte die New York Post punktgenau und kündigte das Comic-Comeback des Jahres an. Batgirl alias Barbara Gordon, die Bibliothekarin der Gotham City Public Library („the popular librarian-turned-crimefighter”), ist nach einer Pause von 20 Jahre wieder da – zumindest in einer Printversion.

Barbara Gordon war nicht das einzige Batgirl, aber mit Sicherheit das bekannteste und einflussreichste. Sie trat 1966 in Erscheinung (die Kenner erinnern sich), ihre Darstellung als Karriere-Frau gekoppelt mit der Rolle als Superheldin bot eine ideale Projektionsfläche für die Frauenbewegung dieser Zeit. Als Junggesellin – in einem höchst respektablen Beruf erfolgreich – ist sie der beste Kontrast zur knallharten action-Figur. Etwas Schadenfreude mag den Autoren Gardner Fox und Carmine Infantino bereitet haben, dass ausgerechnet ihre Bibliothekarin besonders für jüngere Frauen zu einer Ikone wurde, und das zu einer Zeit, in der Bibliotheken Comics vehement als Schundliteratur bekämpften.

P.S: Im Video der nie ausgestrahlte Pilot für die TV-Serie (mit Kult-Status auf you tube). Schauspielern Yvonne Craig inszeniert eine höchst verbreitete Phantasie von Bibliothekarinnen, die es mit bösen Buben in Bibliotheken zu tun haben.

gp