So war’s und so wird’s sein: Makerspace im Herbst

25 Aug

Das Jahr 2014 macht uns bisher großen Spaß. Denn von März bis Juni lief unser erstes Makerspace-Programm mit Workshops, viel Tüftelei und noch mehr Kreativität. Es auf den Weg zu bringen war spannend und wir planten ein wenig ins Ungewisse. Wird das Programm akzeptiert? Traut man uns das zu? Klappt die Technik in den Workshops? Sprechen wir die richtige Zielgruppe an?

Selbstzweifel sind Wegweiser, sagt Philosoph Manfred Hinrich. Na dann.

Dazu ein schlaglichtartiger Rückblick – und ein Ausblick auf das Herbstprogramm, das wir heute vorstellen.

So war’s

Das Themenspektrum der Workshops war groß, wir legten den Fokus aber bewusst auf audiovisuelle bzw. künstlerisch-musische Themen.  Passend dazu eröffneten Maximilian Peer und Noah Fantazi, beide Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule, den Makerspace mit einem Workshop zu SketchUp, einem kostenloses Programm für 3D-Modellierung.  Weiter ging es mit einigen Workshops zu kreativem Schreiben für Blogger sowie einer sehr ertragreichen Streetart-Werkstatt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Schülern der Kaiserin-Augusta-Schule. Danke, Meret Wellmann und Giannina Bauer! Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen (siehe Galerie).

Ordentlich gefrickelt haben unsere Besucher im Arduino-Workshop für Einsteiger. Dort wurden Sensoren, Aktoren und viele viele Drähte auf Mikrocontrollern installiert, welche dann wiederum verschiedenste Aufgaben übernehmen können. Schonmal eine Füllstandsanzeige für eine Kaffeemaschine gebaut? Kann man in der Bibliothek lernen. Danke an Reinhard Nickels und Uwe Ziegenhagen von der Kölner DingFabrik!

 

Ganz undigital, dafür umso kreativer ging es im Scrapbooking-Workshop von Barbara Haane zu. In echter Handarbeit entstanden dort aus Karten, Taschen, Pappe und Klappen ansehnliche Fotoalben für Familien- oder Urlaubserinnerungen. Toll! In eine ähnliche Kerbe schlug der mt masking-tape-Workshop von Kerstin Schiemenz – auch dort stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vergleichsweise einfachen Mitteln ästhetische Verzierungen her. Die Bilder sprechen für sich.

Thomas Riedel alias @boydroid brachte seine Kompetenz als Journalist und Podcaster ein, indem er zwei Seminare zum Thema Podcasting anbot. Welches Equipment muss ich wie miteinander kombinieren? Wie läuft die Aufnahme rund? Wie geht die Nachbearbeitung? Und – ganz wichtig – wie präsentiere ich das alles angemessen im Web? Diese und andere Fragen behandelte Thomas mit audiophilen Makern.

Und das sind nur einige Beispiele – alles in allem blicken wir auf gelungene Workshops zurück und freuen uns über Menschen, die bei uns schlauer und um Erfahrung reicher geworden sind. Die Rechnung ist aufgegangen – aber damit sind wir noch nicht am Ende.

So wird’s sein

Ab September geht es nämlich weiter. Vierundzwanzig Workshops warten auf Euch und Eure Ideen. Mit dabei ist Bewährtes, z.B. 3D-Modellierung mit SketchUp, Digitale Fotografie und Bildbearbeitung, Podcasting und Arduino, Streetart und mehr. Und wieder sind Schülerinnen und Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule mit an Bord.

Es gibt aber auch einige Neuheiten und Highlights. Neu sind z.B. Workshops zu kreativem Verpackungsdesign, Selbstmarketing im Internet und Musikproduktion mit Ableton Live. Wir freuen uns besonders auf einen Workshop, der zusammen mit Soundkünstler Joker Nies stattfindet: Circuit Bending! Dort greift Ihr in das Schaltungsdesign von Geräten ein und provoziert gewollte Fehlfunktionen, um neue Klangerlebnisse zu kreieren. Der Workshop ist mehrtägig und gipfelt in einem Abschlusskonzert in unserem Haus.

Spannend wird auch ein Workshop mit dem klingenden Namen Ich backe mein Familienkochbuch, der sich ebenfalls über mehrere Tage erstreckt. Dort sammelt Ihr Texte und Bilder und layoutet das perfekte Weihnachtsgeschenk: ein ganz persönliches Familienkochbuch.

Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass wir uns einen zweiten 3D-Drucker gegönnt haben: Den MakerBot Replicator Mini! Und diesen werden wir in einer Testphase auch unter der Woche für Euch zugänglich machen. Dazu gibt es im Makerspace-Programm einige Workshops, in denen Ihr lernt das Gerät selbstständig zu bedienen. So erhaltet Ihr am Ende einen Führerschein, mit dem Ihr dann Maschinenzeit am Drucker bei uns buchen und Eure 3D-Projekte komplett selbstständig verwirklichen könnt – kostenlos! Einzige Voraussetzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis und ein Mindestalter von 16 Jahren.

Soweit die Vorstellung. Am 5. September starten Antonia Bornefeld und Daniil Belazovschi mit einem Workshop zu Digitaler Fotografie. Meldet Euch fleißig an! Es bleibt weiter spannend.

Zuletzt nur noch ein Hinweis: Der Makerspace lebt von Euch und Eurer Beteiligung. Und er soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden – aber das geht nur mit Eurer Hilfe! Wenn Ihr also ein Experte auf einem speziellen Gebiet seid oder glaubt, dass Euer Hobby zu unserem Konzept passen könnte, freuen wir uns auf Eure Rückmeldung. Egal ob Workshop oder Stammtisch: Alles ist möglich.

Und: Die in den Workshops benutzten Technologien, Geräte und Software stehen Euch auch außerhalb der Workshops zur Verfügung. Mehr Informationen unter: http://www.stbib-koeln.de/die4

Das neue Programm findet Ihr ab sofort unter https://stadtbibliothekkoeln.wordpress.com/makerspace – oder klickt oben im Menu auf  Makerspace.

sa

Eine Antwort to “So war’s und so wird’s sein: Makerspace im Herbst”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Erste Mini Maker Faire Köln | die Stadtbibliothek Köln bloggt - 27/06/2016

    […] Denn das haben Bibliotheken sowieso schon immer gemacht. Begleitet wird der Makerspace von einem Workshop-Programm, übrigens auch für Kinder. Wir entwickeln ihn stetig weiter und schaffen neue Hardware an – […]

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