Preußen? Nein danke!

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Gespräch über Heinrich Böll und seine Haltung zum Preußentum
Martin Stankowski, Jochen Schubert und Gabriele Ewenz sprechen am Dienstag, 26. Mai 2015, um 19 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt über das Thema „Heinrich Böll und die Preußen”. Der Schauspieler Bernt Hahn liest ausgewählte Texte.
In Bölls Werken finden sich zahlreiche Passagen, die eine kritische Position des Autors mit dem Preußentum markieren. Bereits 1938 formulierte der junge Böll polemisch und ironisch in dem Text „Die Preußen und wir am Rhein” seine Haltung zum preußischen Militarismus. „Und sie versauten uns mit grässlichen Kasernen und ekelhaften Potentaten-Denkmälern die lieblichen Gestade unseres Rheins.” Auch mit den Gegensätzen zwischen rheinischem Katholizismus und preußischem Protestantismus setzte er sich oft literarisch auseinander, was die drei Gesprächsteilnehmer neben anderen Aspekten erörtern.
Das Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) und das Heinrich-Böll-Archiv veranstalten die Podiumsdiskussion gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung in Berlin im Rahmen der Themenreihe „200 Jahre Preußen am Rhein”. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz hat sie unter dem Motto DANKE* BERLIN initiiert. Von April bis Oktober 2015 gibt es im gesamten Gebiet der ehemaligen preußischen Rheinprovinz über 400 Veranstaltungen, in denen die wechselvollen Beziehungen zwischen dem Rheinland und Preußen beleuchtet werden.
Das Preußenjahr steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentinnen der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Hannelore Kraft und Malu Dreyer.
 

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