Klangfrisches Klavier in der Zentralbibliothek

28 Sep

„Ein Ton wird nicht nur gehört, sondern erlebt!” Klavierbaumeister Egon Zähringer hat schon des Öfteren dafür gesorgt, dass bei unserem Grotrian-Steinweg-Flügel das Tastengefühl und der Klang eine homogene Einheit bilden. Aber unser Klavier im 4. Stock der Zentralbibliothek hat 36 Jahre intensiver Nutzung hinter sich und so blieb eine Überholung nicht aus. Sie sollte die Klangqualität und einwandfreie Spielbarkeit wieder herstellen.

In Zentrum der Arbeit von Egon Zähringer und seinem Kollegen Markus Müller stand in den vergangenen Wochen die Mechanik (im Englischen auch „action” genannt). Sie stellt die Verbindung zwischen Pianist und Saiten her und brauchte dringend eine Runderneuerung. Hier galt es u.a. (und jetzt wird’s was für Spezialisten): Hammerköpfe neu befilzen, Hammerkapselachsen und Hammerrollen erneuern, Fänger neu beledern, Stoßzungen grafitieren, und Dämpfung neu aufsetzen, d.h. regulieren. Schlussendlich die Mechanik zu stimmen und zu intonieren. Alles klar!? Auch Nicht-Klavierspieler würde es faszinieren, die filigranen Fingerfertigkeit des Klavierbaumeisters zu bestaunen. Die nutzt er in seiner Freizeit auch gerne musikalisch. „Nicht um damit auf zu treten, sondern einfach, weil es mir Spaß macht!”

Und dass ihm sein Beruf genau soviel Freude bereitet, merkt man sofort, wenn man ihn erzählen hört. Die Nutzer unseres Klavierzimmers können sich ab morgen freuen: auf uneingeschränkten Spielgenuss und fein abgestimmten Klang.

gp

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