Viel Kultur im Herbst

Kulturprogramm_StbibKoeln_2_2014 (3)

Zentralbibliothek hat Programm für September bis Dezember zusammengestellt
Zahlreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Forschung stellen im Herbst 2014 in der Zentralbibliothek am Neumarkt ihre aktuellen Bücher vor. Dazu zählt der finnische Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, Hannu Raittila, mit der deutschen Übersetzung seines Romans „Kontinentaldrift”. Navid Kermani diskutiert sein aktuelles Buch „Zwischen Koran und Kafka” mit dem Literaturkritiker Hubert Winkels. Der kenianische Krimistar Mukoma wa Ngugi spricht im Rahmen der Crime Cologne mit der Afrika- und Krimiexpertin Antje Deistler über seinen Roman „Nairobi Heat”. Georg-Büchner Preisträger Jürgen Becker liest aus noch unveröffentlichten Texten und Josef Ortheil stellt sein Tagebuch „Blauer Weg” in einer neuen Ausgabe vor.
In der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” versprechen Vortrag und Diskussion mit dem Kunsthistoriker und Architekten Niklas Maak zum Thema „Warum wir andere Häuser brauchen” spannend zu werden. Darf man das „Leben der Anderen” kritisieren? Diese gesellschaftlich relevante Frage stellt sich die Philosophieprofessorin Rahel Jaeggi zusammen mit Gert Scobel. Erstmalig zu Gast in der Stadtbibliothek ist die Deutsche Medienakademie. Experten nehmen Stellung zur Internet-Sicherheit und liefern neueste Erkenntnisse im Gespräch mit Akademiedirektor Ekkehard Gerlach.
Auch Ausstellungen stehen wieder auf dem Programm. Mit einer prominenten Cartoon-Schau afrikanischer Karikaturisten unter dem Titel „Trugbild oder Chance” leitet die Stadtbibliothek das Afrika-Filmfestival zusammen mit filmInitiativ ein. Die Ausstellungseröffnung begleitet der weltweit bekannte Musiker Aly Keita. Das Literatur-in-Köln-Archiv zeigt „Zauber und Vielfalt literarischer Reisebeschreibungen – von Laurence Sterne bis Christoph Ransmayr” aus der Sammlung Wolfgang Geisthövel.
Zahlreiche Kooperationspartner begleiten das Kulturprogramm der Stadtbibliothek, unter Ihnen das Amerika Haus NRW, die Buchhandlung Klaus Bittner, das Haus der Architektur, das Institut Francais und das Literaturhaus Köln.
Das Kulturprogramm ist unter anderem in den Einrichtungen der Stadtbibliothek, im Bürgerbüro am Laurenzplatz, in ausgewählten Buchhandlungen und im Literaturhaus erhältlich. Die Veranstaltungen der Stadtbibliothek, die Preise und Infos zum Vorverkauf stehen unter
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/
auch im Internet.
 
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So war’s und so wird’s sein: Makerspace im Herbst

Das Jahr 2014 macht uns bisher großen Spaß. Denn von März bis Juni lief unser erstes Makerspace-Programm mit Workshops, viel Tüftelei und noch mehr Kreativität. Es auf den Weg zu bringen war spannend und wir planten ein wenig ins Ungewisse. Wird das Programm akzeptiert? Traut man uns das zu? Klappt die Technik in den Workshops? Sprechen wir die richtige Zielgruppe an?
Selbstzweifel sind Wegweiser, sagt Philosoph Manfred Hinrich. Na dann.
Dazu ein schlaglichtartiger Rückblick – und ein Ausblick auf das Herbstprogramm, das wir heute vorstellen.

So war’s

Das Themenspektrum der Workshops war groß, wir legten den Fokus aber bewusst auf audiovisuelle bzw. künstlerisch-musische Themen.  Passend dazu eröffneten Maximilian Peer und Noah Fantazi, beide Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule, den Makerspace mit einem Workshop zu SketchUp, einem kostenloses Programm für 3D-Modellierung.  Weiter ging es mit einigen Workshops zu kreativem Schreiben für Blogger sowie einer sehr ertragreichen Streetart-Werkstatt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Schülern der Kaiserin-Augusta-Schule. Danke, Meret Wellmann und Giannina Bauer! Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen (siehe Galerie).
Ordentlich gefrickelt haben unsere Besucher im Arduino-Workshop für Einsteiger. Dort wurden Sensoren, Aktoren und viele viele Drähte auf Mikrocontrollern installiert, welche dann wiederum verschiedenste Aufgaben übernehmen können. Schonmal eine Füllstandsanzeige für eine Kaffeemaschine gebaut? Kann man in der Bibliothek lernen. Danke an Reinhard Nickels und Uwe Ziegenhagen von der Kölner DingFabrik!
 

Ganz undigital, dafür umso kreativer ging es im Scrapbooking-Workshop von Barbara Haane zu. In echter Handarbeit entstanden dort aus Karten, Taschen, Pappe und Klappen ansehnliche Fotoalben für Familien- oder Urlaubserinnerungen. Toll! In eine ähnliche Kerbe schlug der mt masking-tape-Workshop von Kerstin Schiemenz – auch dort stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vergleichsweise einfachen Mitteln ästhetische Verzierungen her. Die Bilder sprechen für sich.
Thomas Riedel alias @boydroid brachte seine Kompetenz als Journalist und Podcaster ein, indem er zwei Seminare zum Thema Podcasting anbot. Welches Equipment muss ich wie miteinander kombinieren? Wie läuft die Aufnahme rund? Wie geht die Nachbearbeitung? Und – ganz wichtig – wie präsentiere ich das alles angemessen im Web? Diese und andere Fragen behandelte Thomas mit audiophilen Makern.
Und das sind nur einige Beispiele – alles in allem blicken wir auf gelungene Workshops zurück und freuen uns über Menschen, die bei uns schlauer und um Erfahrung reicher geworden sind. Die Rechnung ist aufgegangen – aber damit sind wir noch nicht am Ende.

So wird’s sein

Ab September geht es nämlich weiter. Vierundzwanzig Workshops warten auf Euch und Eure Ideen. Mit dabei ist Bewährtes, z.B. 3D-Modellierung mit SketchUp, Digitale Fotografie und Bildbearbeitung, Podcasting und Arduino, Streetart und mehr. Und wieder sind Schülerinnen und Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule mit an Bord.
Es gibt aber auch einige Neuheiten und Highlights. Neu sind z.B. Workshops zu kreativem Verpackungsdesign, Selbstmarketing im Internet und Musikproduktion mit Ableton Live. Wir freuen uns besonders auf einen Workshop, der zusammen mit Soundkünstler Joker Nies stattfindet: Circuit Bending! Dort greift Ihr in das Schaltungsdesign von Geräten ein und provoziert gewollte Fehlfunktionen, um neue Klangerlebnisse zu kreieren. Der Workshop ist mehrtägig und gipfelt in einem Abschlusskonzert in unserem Haus.
Spannend wird auch ein Workshop mit dem klingenden Namen Ich backe mein Familienkochbuch, der sich ebenfalls über mehrere Tage erstreckt. Dort sammelt Ihr Texte und Bilder und layoutet das perfekte Weihnachtsgeschenk: ein ganz persönliches Familienkochbuch.

CC BY 2.0 Creative Tools, https://www.flickr.com/photos/creative_tools/14495380916
CC BY 2.0 Creative Tools, https://www.flickr.com/photos/creative_tools/14495380916

Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass wir uns einen zweiten 3D-Drucker gegönnt haben: Den MakerBot Replicator Mini! Und diesen werden wir in einer Testphase auch unter der Woche für Euch zugänglich machen. Dazu gibt es im Makerspace-Programm einige Workshops, in denen Ihr lernt das Gerät selbstständig zu bedienen. So erhaltet Ihr am Ende einen Führerschein, mit dem Ihr dann Maschinenzeit am Drucker bei uns buchen und Eure 3D-Projekte komplett selbstständig verwirklichen könnt – kostenlos! Einzige Voraussetzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis und ein Mindestalter von 16 Jahren.
Soweit die Vorstellung. Am 5. September starten Antonia Bornefeld und Daniil Belazovschi mit einem Workshop zu Digitaler Fotografie. Meldet Euch fleißig an! Es bleibt weiter spannend.
Zuletzt nur noch ein Hinweis: Der Makerspace lebt von Euch und Eurer Beteiligung. Und er soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden – aber das geht nur mit Eurer Hilfe! Wenn Ihr also ein Experte auf einem speziellen Gebiet seid oder glaubt, dass Euer Hobby zu unserem Konzept passen könnte, freuen wir uns auf Eure Rückmeldung. Egal ob Workshop oder Stammtisch: Alles ist möglich.
Und: Die in den Workshops benutzten Technologien, Geräte und Software stehen Euch auch außerhalb der Workshops zur Verfügung. Mehr Informationen unter: www.stbib-koeln.de/die4
Das neue Programm findet Ihr ab sofort unter http://stadtbibliothekkoeln.blog/makerspace – oder klickt oben im Menu auf  Makerspace.

sa

Das Lied zum August: “Hot August Night” von Vaya Con Dios

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=OSOWI_mwIj8]

Wer sie noch mal live hören will muss reisen. Am 5. Oktober nach Bukarest, am 24. Oktober nach Antwerpen und der allerletzte Vorhang fällt am 25. Oktober in Brüssel. Vor 28 Jahren gründete die belgische Sängerin Dani Klein mit zwei Musikern das Gypsy-blues-Trio „Vaya Con Dios”. Prognose damals: Das gibt nichts, dieser Sound lässt sich nicht einsortieren, geschweige denn vermarkten.

Zwischenzeitlich kamen und gingen die Musiker, es gab eine Pause, aber es blieb der Name „Vaya Con Dios” und der wurde immer mit der Stimme von Dani Klein verbunden. Sie sang Titel in 4 Sprachen (englisch, französisch, deutsch, spanisch) und trotz aller Kritiker-Mäkeleien verkaufte die Band allein bis 1997  7 Millionen Alben und 3 Millionen Singles.

Zum August hier diese Ballade vom 4. VCD-Album „Roots and Wings”von 1995. Als Trost für einen verregneten Sommer. Aber auch heiße Nächte können die Sängerin nicht über den Verlust des Liebsten hinweg trösten.

gp

P.S.: Wen das jetzt zu traurig stimmt, den bringt Danis Superhit wieder auf die Beine.

Bisherige Beiträge zu den Monaten.

Yoga-Legende B.K.S. gestorben


Wenn ich Yoga ausübe, bin ich Philosoph. Wenn ich lehre, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich vorführe, bin ich Künstler.”
2004 zählte ihn Time Magazine zu den 100 einflussreichsten Menschen der Erde. Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar, besser bekannt als B. K. S. Iyengar gilt weltweit als führender Yoga-Lehrer, Gründer des Iyengar Yoga (eine Form des Hatha Yoga). Über 75 Jahre praktizierte er als Yoga-Lehrer und schrieb viele Yoga-Bücher.
Über den Kontakt zu Yehudi Menuhin begann er in den fünfziger Jahren auch im Westen zu unterrichten und wurde zum Yoga-Pionier in Europa und den USA.
Heute ist B.K.S. Iyengar im stolzen Alter von 95 Jahren verstorben.
Seine Abschiedsbotschaft:
“I always tell people, live happily and die majestically!”

gp

P.S.: Bücher von B. K. S. Iyengar in unserem Bestand.

TV-Tipp: Die Wolkenbibliothek

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Die Anden sind die längste und zweithöchste Gebirgskette der Erde. Hoch oben in den entlegenen Dörfern Perus gibt die „Bibliotecas rurales” (die Wolkenbibliotheken). Zeitaufwendig und zu Fuß bringen Bibliothekare die Bücher zu ihren Lesern. Begleitet von den Wolken.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm von Pier Paolo Giarolo läuft heute Abend auf Arte (21.50 Uhr, 53 min.) Er vermittelt ein anderes Bild von Bibliothek, Lesen und Leben.
Hier mehr Infos und ein Video zum Film.
Bild: Copyright Pier Paolo Giarolo

gp

IFLA-Projekt: 1001 Bibliotheken, die Sie sehen sollten, bevor Sie sterben

Am Reiseziel mal eine Bibliothek besuchen? Sich überraschen lassen, was heute in modernen Bibliotheken geboten wird? Interessante Architekturen, innovative Programme und Communitiy-Engagement kennen lernen?
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Die Sektion Öffentliche Bibliotheken der IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) arbeitet gerade an der Online-Initiative “1001 libraries to see before you die”. Diese will Best-Practice-Beispiele aus aller Welt zusammen bringen.
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Und wir gehören zu den Nominierten! Bibliothek als Lernraum, Makerspace, neue Veranstaltungsreihen…. Die Beschreibung unserer Angebote macht Appetit bei einem Köln-Besuch mal in der Zentralbibliothek am Neumarkt rein zu schauen.

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Am Sonntag wurde das Projekt auf dem IFLA-Weltkongress in Lyon vorgestellt.

gp

Lasst die Spiele beginnen!

Am 13. August besuchten wir mit mehreren Kollegen die Gamescom. Angesiedelt in Köln und damit direkt bei uns um die Ecke ist die Messe spätestens seit der Eröffnung von Games4Kalk im Jahr 2012 zum angenehmen Pflichttermin für uns geworden.

Wir testeten Spiele, trafen uns mit den netten Kolleginnen von der Stadtbibliothek Bremen zum Thema Gaming in Bibliotheken und knüpften neue Kontakte für zukünftige Veranstaltungen.

 Neben Retrospielen (Foto: J.K.) testeten wir natürlich auch die neuen Titel wie Lego Batman 3 für euch und schauten in Vorbereitung auf das Skylander Swap Force Turnier am 6. September in der Stadtteilbibliothek Kalk auch schon mal beim heiß erwarteten Nachfolger Trap Force vorbei.

In Halle 10 testeten wir die unbekannteren – aber auf keinen Fall schlechteren – sogenannten Indie-Spiele und versuchten uns selbst an J.S.Joust, dass Musik und Spiel auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
[vimeo 31946199 w=500 h=281]

Die Firma Makerbot präsentierte verschiedene 3D Drucker. Darunter auch zwei Modelle, die Ihr auch in unserem Makerspace in der Zentralbibliothek bewundern und ausprobieren könnt.

druckerblog

Für unseren Makerspace testeten wir außerdem Oculus Rift gleich mehrmals. Die Virtual-Reality-Brille sorgt bei Spielen für eine ganz neue Form von Realität im Spiel und verkörperte damit das diesjährige Motto der Gamescom „Spielend neue Welten entdeckten“ wie keine andere Technikneuheit.

 Die Gamescom hat uns mal wieder mit neuen Ideen ausgestattet und spannende Eindrücke zum kommenden Spielejahr gegeben.

In diesem Sinne: „Lasst die Spiele beginnen!“

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Die Messe läuft noch bis Ende der Woche – in unserer Games4Kalk-Bibliothek geht es in einen heißen Gaming-Herbst: Am 06.09. steigt das Skylanders-Turnier, und am 12.09. findet der erste Nintendo-3DS-Treff in Kalk statt! Auch für den November haben wir Pläne…aber dazu später mehr. Alle Termindetails gibt es jeweils rechtzeitig vor Ort, in den ausliegenden Zweimonatsprogrammen oder im Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek Köln unter www.stbib-koeln.de 🙂
Weiterführende Links:
www.gamescom.de
www.stbib-koeln.de/gaming
www.spieleratgeber-nrw.de

(S.Is/C.Nö

Fotos: S. Is/J.Kru/A. Be)

Ein Bibliotheksausweis für die Schultüte

Schultüte
Bald geht’s los! Und in den Haushalten mit Schulanfängern wird es Zeit, mit dem Basteln der Schultüte zu beginnen. Schließlich bekommt man die nur einmal im Leben, also sollte sie auch einmalig sein. Jede Menge Anregungen fürs Tüten-Design gibt es auf YouTube.
Genauso wichtig wie die Form ist der Inhalt. Für alle Kinder, die noch keinen Leseausweis der Stadtbibliothek haben, sollte es heißen: Der kommt auch in die Tüte!
Damit es eine Überraschung wird, haben Erziehungsberechtigte oder Bürgen noch Zeit genug, ihn heimlich in der Zentralbibliothek und den Stadtteilbibliotheken zu holen. Dazu brauchen sie nur ihren Personalausweis und den des Kindes vorzulegen und das Vertragsformular zu unterschreiben. Und schon können sie den Ausweis mitnehmen, schön verpacken und dann ab in die Tüte damit.
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