Regentropfen und ein Fahrrad


Als „Raindrops-songwriter“ würdigen ihn heute die Nachrufe in den USA. Und in der Tat der Text des Songs „Raindrops keep fallin’ on my head”  (1969) war einer seiner größten Erfolge.  Hal David starb 91jährig vorgestern in Los Angeles. Zusammen mit dem Kollegen Burt Bacharach schrieb er Hits am Fließband, und die „Raindrops“ waren auch für den Sänger B.J. Thomas der größte.
Doch ohne die Western-Komödie „Butch Cassidy und the Sundance Kid“  wäre das Lied nur halb so erfolgreich geworden. Von allen 1969 angelaufenen Kino-Filmen spülte dieser das meiste Geld in die Kassen. Die Komposition stürmte die charts und räumte den Oscar für den besten Filmsong ab. Fortan galt der Ohrwurm als all-american-classic, wurde zahllos gecovert und taucht immer wieder auch in Filmen aus  (z.B. Forrest Gump, 3 Engel für Charlie und Spider-Man 2).
Und der Film-Ausschnitt (s.o.) mit Paul Newman und Katharine Ross ist eine der schönsten Fahrrad-Szenen der Film-Geschichte und ein wegweisender Vorläufer der Musik-Videos.

gp

Geek Content: Wie machte man Gandalf so viel größer als Frodo?

“Mit dem Computer!”, höre ich euch rufen. Klar, in einigen Fällen wurden bei der “Herr der Ringe”-Trilogie Szenen doppelt gedreht (einmal mit den großen Charakteren und einmal mit den kleinen Hobbits) und dann zusammengefügt. Aber das eigentliche Schrumpfen von Schauspielern in der Postproduktion brachte keine guten Ergebnisse. Also musste das Auge mit konventiellen Mitteln getäuscht werden: Größen-Doubles, Schauspieler auf Stelzen, und Requisiten und ganze Filmsets in zwei verschiedenen Größen. Die Hobbit-Darsteller halfen mit ihrer Durchschnittsgröße von 1,68m.
Aber der beste Trick greift auf die sogenannte “erzwungene Perspektive” (forced perspective) zurück. Genau wie auf den Fotos vom Italienurlaub, auf denen Touristen den Schiefen Turm von Pisa vor dem Umfallen bewahren, wurden auch während des Filmdrehs die großen Charaktere nach vorn gestellt und die kleinen nach hinten. Wenn es im Film aussieht als säße Frodo neben Gandalf auf dem Pferdewagen, sitzt er tatsächlich ca. einen Meter hinter dem Magier. Hier der Beweis, #1. (Ein zuvor verlinkter Videoclip ist leider nicht mehr verfügbar.)
Der Nachteil: “Erzwungene Perspektive” funktioniert nur, wenn die Filmkamera auf ihrer Position bleibt – alles andere verrät die Illusion. Es sei denn … die Requisiten und Schauspieler würden in Relation zur Kamerabewegung mitbewegt werden. Aber schaut selbst:
http://www.youtube.com/watch?v=fBYnVqGo_2s
Quellen:
Cracked.com – 8 Movie Special Effects You Won’t Believe Aren’t CGI – #6
imdb.com – The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring -Trivia
(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)

(ba)

Karten gewinnen: “BE – Das Leben des größten deutschen Filmproduzenten und Drehbuchautors Bernd Eichinger”

Unsere Veranstaltungsreihe “Wissenswert – Themen am Puls der Zeit” geht in eine neue Runde. Und klar, wir verlosen auch wieder fleißig Freikarten. Los geht’s!

“Dass ich einmal seine Biografie schreiben würde, daran hatte mein Mann keinen Zweifel. Ich schon. Aber er, der immer ein seltsam übersinnliches Gefühl für die Zukunft hatte, erzählte mir trotzdem alles. Manche Geschichten auch mehrmals. “Hör zu, merk dir das”, sagte er gelegentlich. Ich rollte zwar mit den Augen, aber ich merkte es mir.”

Zwei Monate nach dem Tod Bernd Eichingers im Januar 2011 begann Katja Eichinger, das Leben ihres Mannes aufzuschreiben: eine schwierige Kindheit im Internat, die Filmhochschule in München, Erfolge in Deutschland.

Auch seine Affären, die Dramen, die sich am Filmset abspielten, seine Einsamkeit in Hollywood und die Rückkehr nach München beschreibt Katja Eichinger. Sie erzählt zudem von seinen großen Erfolgen, von Filmen wie “Der Name der Rose” oder “Das Parfum”, von seiner Kompromisslosigkeit und von dem großen Glück, das sie miteinander fanden. (Aus dem Veranstaltungskalender der Stadt Köln)

Am 18. September um 20 Uhr findet das Gespräch zwischen Katja Eichinger und Gisela Steinhauer in der Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln) statt.
Alle Kommentare zu diesem Artikel nehmen an der Verlosung von 2×2 Karten für die Veranstaltung teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Die Losbox ist bis zum 3.9.2012 geöffnet.
Viel Spaß!
ck
Foto: http://media.hoffmann-und-campe.de/media/print/50253_1_eichinger_bb_web1.jpg

In den Herbstferien: Der Roboter-Workshop ist zurück!

Schon im April hatten wir provokant die Frage gestellt, ob Mädchen tatsächlich kein Technikinteresse haben. In unserem Roboter-Workshop “go4IT” konnten sie uns das Gegenteil beweisen und haben das auch ohne jeden Zweifel getan! So viel Ehrgeiz, so viel Gewissenhaftigkeit und ein starkes Ergebnis! All das hielten wir in einem Blogeintrag fest. Und so fiel uns die Entscheidung nicht schwer, den Workshop noch in diesem Jahr ein zweites Mal anzubieten.
Hier alle Infos:
Der zweitägige Roboter-Workshop “go4IT” ist eine Kooperation mit der RWTH Aachen und dient der spielerischen Einführung von Mädchen in die Bereiche Technik und Informatik. Für den 11. und 12. Oktober laden wir alle Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren herzlich in die Zentralbibliothek am Neumarkt ein. In Zweierteams und unter der Aufsicht von geschulten Pädagoginnen und Pädagogen bauen sie eigene Roboter aus Lego-Mindstorm-Bausätzen. Schrittweise werden die Teilnehmerinnen an die Programmierung mit NXC (Not eXactly C) herangeführt. Sie hauchen ihren Robotern Leben ein und sind bald in der Lage, sie für die Lösung komplexerer Aufgaben einzusetzen. Spielerisch lernen die Mädchen den Umgang mit Motoren, Sensoren und ihrer vermutlich ersten Programmiersprache.

Zuerst die Montageanleitung, dann NXC
Zuerst die Montageanleitung, dann NXC

Der Workshop beginnt an beiden Tagen um 10:15 Uhr und endet um 16:15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Gruppe maximal 16 Teilnehmerinnen aufnehmen kann, ist eine Anmeldung unter schulservice@stbib-koeln.de unbedingt erforderlich. Es handelt sich nicht um einen Aufbaukurs, daher sind außer einem allgemeinen Interesse an der Materie keine Voraussetzungen nötig.

(ba)

Das Fundlesezeichen der Woche


Heute wurde etwas ganz wundervolles in einer unserer Medien gefunden: eine Hochzeitseinladung! Den persönlichen Text der Rückseite ersparen wir jetzt unseren Lesern (oder vielmehr den Protagonisten der Feier) und sagen nur: Schreibt’s Euch trotzdem hinter die Ohren – oder holt die Einladung bei uns ab. Auch wenn es zum Festtag ja noch über ein Jahr hin ist 😉
[Auf der zweiten Etage der Zentralbibliothek]

(mks)

Die Stadtteilbibliothek Bocklemünd tanzt zum dritten Mal!

 

   Montag, den 27.08. – 16 – 18 Uhr!

 

Am Montag, den 27.08., laden wir alle tanzbegeisterten Mädchen zu uns ein. Egal ob Bewegungsneuling oder Profi: Mitmachen lohnt sich. In kleinen Teams wird zu allem getanzt, was die Charts zu bieten haben und wir freuen uns, auch mal unter uns Mädels zu sein.

Die Gewinnerin unseres “Wii-Dance-Turniers” erhält einen tollen Preis!!

Eintritt ist natürlich kostenlos, eine kurze Anmeldung bei uns erforderlich.

 
 
Stadtteilbibliothek Bocklemünd
Görlinger Zentrum 13 – 15
50829 Köln
Telefon: 0221 / 50 32 76
(Julia Albert & Emel Yüksel)

Geek Content: Was hat Bluetooth mit blauen Zähnen zu tun?

Unter den Technikbegriffen haben Akronyme die Oberhand: HDMI, WLAN, RFID, USB… Da tut es gut, auf sprechende Begriffe zu stoßen. BluRay zum Beispiel kann man sich grad noch erklären (die kleinere Wellenlänge gegenüber den roten Lasern der DVD ermöglicht eine höhere Speicherkapazität). Aber woher kommt bitteschön der Begriff Bluetooth?

Bluetooth-Logo (Wikimedia Commons)
Bluetooth-Logo (Wikimedia Commons)

Bluetooth dient der kabellosen Datenübertragung und da so verschiedenste Geräte miteinander kommunizieren können, bedienten sich die skandinavischen Erfinder des Namens eines Wikinger-Königs, der einst Dänemark unter einer Krone vereinte. Er hieß Harald Blåtand Gormsen, im englischen Harald “Bluetooth” Gormsson.
Damit erklärt sich dann auch das Bluetooth-Symbol: Es sind die beiden verschmolzenen Runen für die Initialen von Harald Bluetooth: H und B.

Quelle: Ericsson – Bluetooth Infographics

(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)

(ba)

Welcome Nicole James!

Heute begrüßt die Stadtbibliothek unseren Gast aus den USA: Nicole James. Sie kommt aus der Kölner Partnerstadt Indianapolis (Indiana), arbeitet an der dortigen Public Library als Bibliothekarin und ist Leiterin der Zweigstelle College Avenue. Als “Sister City Exchange Ambassador” wird sie für 3 Wochen bei uns hospitieren.

Die “Botschafterin” aus den Staaten wird sich bei uns mit den Kolleginnen und Kollegen über Fachfragen austauschen, Stadtteilbibliotheken besuchen, an Konferenzen und Sitzungen teilnehmen und viele Gespräche führen.
Nicole James, die übrigens perfekt Deutsch spricht, hat sich schon auf Köln vorbereitet. In diesem Video (ab 1:00) vergleicht sie den internationalen Charakter von Köln (die vielen Kulturen und Sprachen) mit Indianapolis. In einem Blog will sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten.
Unsere Kollegen Frank Daniel und Dorothea Fellmann werden sie in den kommenden drei Wochen begleiten und freuen sich auf einen spannenden Austausch. 2013 wird dann der Gegenbesuch von unserer Seite nach Indianapolis erfolgen.
In diesem Sinne:

Herzlich willkommen, Nicole James!
Wir wünschen einen schönen Aufenthalt in Köln
und viele anregende Gespräche und Begegnungen!

gp

Lesetipp: Ode an das Fahrrad

Eher steigt ein Kamel in ein Auto als eine Amerikanerin aufs Fahrrad. Zumindest wenn sie so hübsch, jung und blond ist, wie Albina aus Alabama, die in den sechziger Jahren nach Paris kommt, um orientalische Sprachen zu studieren. Stattdessen lernt sie so etwas Exotisches wie Radfahren. Wie das kommt, beschreibt der französische Humorist Jacques Faizant wundervoll witzig, poetisch und schwungvoll  in seinem Buch „Albina und das Fahrrad”.

 Aus der Perspektive des Ich-Erzählers schildert er genüsslich, wie Albina sich anfangs mit Händen, Füßen und Mundwerk dagegen wehrt, ihren kostbaren Hintern auf den harten, schmalen Sattel eines Rennrades zu schmiegen. Es folgen 17 (jedes einzelne ein Genuß) Kapitel, in denen Albina auf ihrem maßgefertigten Velo Frankreich und ihre Gastgeber im Sturm erobert. Abwechselnd mit 17 Kapiteln, die Erlebnisse von ganz gewöhnlichen Rad-Wanderern oder Hobby-Sportlern (Michel, Bernard, Sébastièn) mit ebenso hohem Unterhaltungswert erzählen.

 Zusammen ergibt das ein Kadaleiskop einer Passion! Eine zeitlose Ode an das Fahrrad, die Lust macht, sich sofort in den Sattel zu schwingen. Denn, so Jacques Faizant:

 „Wer Rad fährt, ist nicht, wie man vorzugeben beliebt, ein gescheiterter Autofahrer.

Ein Wanderer ist er, dem ein Wunder widerfährt.”

gp