John-Irving-Fans aufgepasst: Der Neue ist da!

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Heute erscheint der neue Roman von John Irving (“In einer Person“) auf deutsch und heute steht er bei uns im Regal. Im Buch geht es um die fiktive Autobiographie von Billy Abbot, geschrieben aus dem Rückblick eines 70jährigen. Und wie so oft bei John Irving dreht sich die Geschichte um die vielschichtigen Aspekte sexueller Intoleranz, denn Billy ist bisexuell.

Der Autor dazu im Interview: “Ich interessiere mich für Außenseiter wie Billy, weil sie uns viel über uns und unsere Gesellschaft erzählen können. Aus der Sicht eines bisexuellen Mannes ist unsere Gesellschaft alles andere als liberal und offen. Ich wollte zeigen, wie fragil unsere Toleranz ist. Billy steht außerhalb des sexuellen Mainstreams.”

Mehr aus dem Mundes des Verfassers im Video oben. Eine Lesekostprobe liefert Rufus Beck unten. Er liest aus dem 1. Kapital, in dem beschrieben wird, wie Billy sich mit 15 Jahren in die Bibliothekarin Miss Frost verknallt.

Zitat Billy aus der amerikanischen Original-Ausgabe: “Don’t put a label on me – don’t make me a category before you get to know me!”

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gp

Ehe wir’s vergessen: Der Blick aus dem Bibliotheksfenster


Die wahren Dimensionen dieses Bildes erschließen sich erst, wenn man es  sich vergrößert ansieht. Aber auch so ahnt man schon was.
Man mag ja angesichts solcher Werbe-Nachbarschaft nicht an Zufälle glauben, aber hier werden Gefühle angesprochen, die kaum einen kalt lassen. „Vorher – nachher“ fällt einem dazu ein oder „Anfang und Ende“. Aus Bibliothekssicht sind wir natürlich zusätzlich durch den Hintergrund des rechten Bildes angesprochen. Da bekommt die headline „Überzeugt davon, dass er 1951 den richtigen Geschmack bewiesen hat“ gleich eine dreifache Zielrichtung. Spitzfindige könnten zusätzlich anmerken, wer wohl von beiden diese Aussage getroffen hat?
Die zweite line „Nichts für unentschlossene“  ließe sich auch aufs linke Plakat übertragen. Alle die sich dort angesprochen fühlen, mag das Bild rechts eine Warnung sein. Wir halten uns da mal bedeckt und rufen „Prost!“ in beide Richtungen.

gp

Bastelnachmittag für Kinder

Ende August hatten wir in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd einen –  im wahrsten Sinne des Wortes – zauberhaften Bastelnachmittag. Zum Thema Märchen haben wir den Zauberspiegel von Schneewittchens Stiefmutter gebastelt. Hier ein kleiner Einblick in die wunderschönen Kunstwerke, die dabei zustande kamen:
 
 

 
Am Freitag, den 28.09. um 15:30 Uhr geht es in die nächste Bastelrunde! Dieses Mal fertigen wir lustige Bücherwürmer an. Eine herzliche Einladung an alle Kinder ab 8 Jahren, die Freude am Basteln haben!

(Anne Voß)

I did it with my library – erfolgreich mit der Bibliothek!


Wettbewerb zur Bibliothekswoche


Zeig uns, was Du mit Deiner Bibliothek erreicht hast und gewinne einen E-Book-Reader!

Im Rahmen der Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek http://www.treffpunkt-bibliothek.de rufen wir dazu auf, am Wettbewerb „I did it with my library – erfolgreich mit der Bibliothek!“ vom 17.09.2012 – 07.11.2012 teilzunehmen.

Öffentliche Bibliotheken bieten eine Vielzahl von Lern- und Freizeitangeboten. Unser Wettbewerb bietet Dir die Möglichkeit, uns in Form von Fotos, Videos oder Kurzgeschichten zu erzählen, was Du mit Hilfe der Bibliothek erreicht hast. Wir freuen uns auf kreative Beiträge!

Wer kann mitmachen?

Der Wettbewerb richtet sich an jeden, der schon einmal in einer Bibliothek war. Ausgeschlossen sind Mitarbeiter der am Wettbewerb teilnehmenden Bibliotheken Bonn, Dormagen, Erkrath, Essen, Haan, Kamp-Lintfort, Köln, Minden, Paderborn, Rheinbach, Solingen, Wuppertal.

Näheres regeln unsere Teilnahmebedingungen unter: http://contest2012.files.wordpress.com/2012/10/i-did-it-with-my-library-teilnahmebedingungen2012.pdf

Mit der Teilnahme am Wettbewerb akzeptierst Du diese.

Wie sollen die Beiträge aussehen?

Hierbei sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt: Du hast z. B. mit Hilfe der Bibliothek eine neue Sprache gelernt, ein neues Hobby oder Fachgebiet entdeckt, ein leckeres Rezept gefunden oder gar nette Menschen kennengelernt? Werde kreativ und erzähl uns Deine persönliche „Erfolgsgeschichte“ mittels Foto, Video oder Kurzgeschichte.

Und wie läuft der Wettbewerb ab?

Vom 17.09.2012 – 07.11.2012 kannst Du uns Deinen Beitrag per E-Mail, Post oder persönlich zukommen lassen. Jeder Teilnehmer kann nur einen Beitrag einreichen!

  • E-Mail: schulservice@stbib-koeln.de
  • per Post: Stadtbibliothek Köln, Schulservice und Recherche, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln
  • persönlich in der Zentralbibliothek oder jeder Stadtteilbibliothek

Aktion: „Lass uns Deinen Erfolg feiern und mach mit beim Wettbewerb!“ am 27.10.2012 um 12:00 Uhr in der Bibliothek

Komm am 27.10.2012 in die Bibliothek und lass uns gemeinsam Deinen Erfolg feiern. Wir erwarten Dich mit einem Glas Sekt und weiteren Überraschungen und stoßen mit Dir an!

Bring dabei etwas mit, was im Zusammenhang mit Deinem persönlichen Erfolg steht, lass Dich fotografieren und beteilige Dich so automatisch am Wettbewerb. Die Fotos werden von der Bibliothek online veröffentlicht und auf das Sammel-Blog eingestellt. Wenn Du schon Deinen Beitrag für den Wettbewerb eingereicht hast, komm trotzdem vorbei und stoße mit uns an!

Was soll ich mitbringen?

Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: der Kochlöffel, der für ein Rezept verwendet wurde, etwas Selbstgebasteltes, ein Nachweis einer bestandenen Prüfung usw. Wir freuen uns auf Deinen Beitrag!

Die Beiträge werden in dieser Zeit im Blog unter http://contest2012.wordpress.com gesammelt und über unsere verschiedenen Web2.0-Angebote veröffentlicht:

Im Anschluss werden unter allen Teilnehmern (aller o.g. Bibliotheken) drei E-Book-Reader und kleinere Trostpreise verlost. Die Sieger werden von uns benachrichtigt.

(cd)

Geek Content: Ohne was kann kein Film leben?

Egal ob in Filmen, in Computer-Spielen oder in Büchern: Einige Elemente begegnen einem einfach immer wieder. Die einzelne Träne, die dem Held über die Wange läuft. Die ausgestülpten Hosentaschen, die absolute Armut symbolisieren sollen. Der Bösewicht, der siegessicher noch kurz innehält, um seinen genialen Plan zu enthüllen, bevor das Gute dann doch obsiegt.
Der englischsprachige Wiki tvtropes.org sammelt solche wiederkehrenden Elemente. Dabei finden auch die vielen Hilfestellungen ihren Platz, die eine Handlung vorantreiben, über Unrealistisches hinwegtäuschen oder die Produktion vereinfachen.
Dafür gibt es sogar antike Beispiele: In griechischen Tragödien wurde die Auflösung von Konflikten und Problemen oft  durch göttliche Einmischung herbeigeführt. Heutzutage werden unvorhersehbare Ereignisse oder plötzlich neu hinzukommende Charaktere für diesen Effekt des Deus Ex Machina eingesetzt.
Hier weitere schöne Beispiele von tvtropes.org:

  • Noodle Incident: Wenn ein zurückliegendes Ereignis von den Charakteren zwar immer wieder (mit Schaudern oder Schmunzeln) erwähnt, dem Zuschauer aber nicht erklärt wird.
  • Enhance Button: Die Lieblingsbeschäftigung von Ermittlern – ungeahnte Informationen aus niedrigauflösenden digitalen Bildern herauskitzeln.
  • Chainmail Bikini: In Videospielen sehr beliebt – der Held kommt in schwerer Rüstung, die Heldin trägt metallverstärkte Unterwäsche.
  • Post Victory Collapse: Wenn ein Charakter nach einen kräfteraubenden Heldentat in sich zusammenbricht.
  • Lampshade Hanging: Wenn ein Charakter die Implausibilität der Handlung kommentiert, aber die Szene trotzdem ihren Lauf nimmt.
  • Put on a bus: Wenn ein Charakter (und entsprechend ein Schauspieler) gerade nicht mehr gebraucht wird, aber eine Rückkehr jederzeit möglich sein soll.
  • Transformation is a free action: Während der Superheld seinen mehrstufigen Transformationsprozess durchläuft, warten seine Widersacher geduldig ab.

(Mit “Geek Content” bringen wir euch geekige Blogbeiträge im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe geeks@cologne)

(ba)

Die ‘Bibliothekarin’ in der Arena


„Glamour Kultur ist letztlich in Besessenheit verwurzelt“, schrieb sie in einer Kolumne und ihre beiden Kölner Konzerte ließen daran keinen Zweifel. Lady Gaga nur an ihrer Musik zu messen unterschlägt, dass sie als Gesamtkunstwerk daher kommt. Passend dazu wechselt sie bei fast jedem Song ihr Kostüm. Sie spielt Klavier und Gitarre, singt, tanzt, erzählt. Und so opulent diese Pop-Performance Wirkung zeigt, darüber thront noch eine monströse düstere Burg, in der die Top-Begleitband versteckt ist. Eine robot-rasante Tanz-Truppe und ein explosives Licht-Design komplettieren das Bild.
Um alles zu erfassen reichen zwei Augen und zwei Ohren längst nicht aus. Auf jeden Fall scheinen alle, die an dieser Show mitstricken, ebenfalls komplett besessen zu sein. Was sich nahtlos auf die Fans überträgt, denn sie lieben Gaga und die Riesenhalle kocht. Diese wiederum liebt ihre Fans. Die Ikone spricht zu ihnen, sie arbeitet über zwei Stunden wie ein Pferd für sie, und jedes Geschenk, das auf die Bühne fliegt, wird sorgsam behandelt. In einer Songpause widmet sie sich ganz  den Präsenten, lobt die schönsten im Detail. Als sie gar einen Personalausweis auf dem Bühnenboden findet, geht ihr das dann doch zu weit. Ordnungsgemäß wandert er zurück an den Besitzer. Tränen fließen als sie schließlich vier „kleine Monster“ aus dem Publikum pickt und auf die Bühne holt.
Eben diese Monster-Fans stammen größtenteils aus der Generation Twilight und Harry Potter. Ihnen serviert sie ordentlich Grusel, Erotik und Verzauberung. Die Bühnenburg dampft und blinkt aus allen Öffnungen, öffnet und schließt sich, und was heraus quillt ist ein magischer Mix, der einem noch einen Tag danach den Blick auf die Wirklichkeit vernebelt. Lady Gaga bedankt sich artig, dass wir so gut waren die teuren Eintrittskarten zu kaufen (was kaum einer bedauern wird). Und letztlich schiebt sie alles auf Mama Gaga. Die hat sie schon mit vier Jahren zum Klavierunterricht geschickt und als einziger Mensch auf der Welt immer an sie geglaubt. Kein Wunder, dass Gaga schon als Kind davon träumte, aufzuwachen und ein großer Star zu sein. Bleibt allein die Frage: warum haben das nicht alle Mütter mit uns gemacht? Dann wären wir heute alle Stars und keiner bräuchte mehr teure Eintrittskarten zu kaufen.
P.S.: Zur „Bibliothekarin“ hat sich Lady Gaga übrigens selbst ernannt: sie sieht sich als „Librarian of Glam Culture“. Und wer das für Quatsch hält, dem erteilt sie ratz fatz eine Lektion. Aber nur, wenn er vorher seinen Gaga-Bibliotheksausweis gezückt hat.

gp

Bilder: LMP

Brauhaus und Bibliothek: Haus Balchem


Kommenden Sonntag, 9. September, findet wieder bundesweit der “Tag des offenen Denkmals” statt. Köln beteiligt sich mit über 300 Veranstaltungen. Im Mittelpunkt einer dieser Termine steht das prächtige, barocke, ehemalige Brauhaus im südlichen Abschnitt der Severinstraße. 1676 errichtet verfügte es über eine überaus wechselvolle interessante Geschichte.  Darüber berichtet Stadtführerin Ilona Priebe vor und im Haus. Die Führungen finden jeweils um 12:00, 14:00, 15:00 und 16:00 statt. Die Stadtteilbibliothek ist an diesem Tag von 11:00 bis 17:00 geöffnet.
Erreichbarkeit von Haus Balchem mit Bus und Bahn (Haltestelle Chlodwigplatz): 15, 16, 106,132, 133, 142.
Zur Einstimmung kann man sich dieses Video anschauen. Der WDR berichtete am 18.08. dieses Jahres über Haus Balchem (ab Min. 1:50).

Indy und Kölle

Teil 2 unseres Interviews mit Nicole James.

Wer kam eigentlich auf die Idee dieses bibliothekarischen Austausches?
Das war der Freundeskreis Köln – Indianapolis e.V., namentlich der Vorsitzende
Volkmar Schultz, der bei einem Aufenthalt in Indianapolis auch unsere Bibliothek besuchte und dabei diese gute Idee hatte. Unsere beiden Städte verbindet ja eine Partnerschaft, deren 25jähriges Jubiläum nächstes Jahr gefeiert wird.
Die beiden Städte sind ja ungefähr gleich groß…
…ja, Indianapolis hat ca. 800.000 Einwohner und Köln eine Million…
…und was wir natürlich höchst beneidenswert finden, sind die 22 Zweigstellen und die 664 Mitarbeiter, die Ihr Bibliothekssystem umfasst!
Ich hab mir sagen lassen, dass es auch hier mal 28 Stadtteilbibliotheken und 6 Bibliotheksbusse gab.
Was bekommen Sie sonst so von Köln mit?
Weniger als ich gerne möchte. Ich habe jeden Tag ein umfangreiches Programm, abends noch schöne Geselligkeit mit den Mitgliedern des Freundeskreises und bin auch sehr gut privat in Sürth untergebracht. Für Sight-Seeing blieb nur wenig Zeit, aber ich möchte auf jeden Fall noch das Schokoladen-Museum und das 4711-Haus besuchen. Auch wenn das hier vielleicht nicht jeder nachvollzieht, ich mag den Duft von 4711.
Und die Kölner?
In meinem Reiseführer, den ich vorher gelesen habe, steht, dass die Kölner offen und locker sind. Das kann ich nur bestätigen, schließlich war ich ja schon oft in Deutschland. Und in Bibliotheken arbeiten sowieso hauptsächlich nette Menschen.
Und das Kölsch?
Ich gestehe, ich habe auch ein Düsseldorfer Alt-Bier getrunken. Aber Kölsch hat mir besser geschmeckt.
Der Kölner nennt seine Stadt ja nicht „Köln“ sondern „Kölle“, wie ist das bei Ihnen?
Wir sagen einfach „Indy“.
Noch mal zur Bibliothekslandschaft – wie sehen sie die Zukunft der Bibliotheken?
Das sieht man in Köln so wie in Indianapolis. Die Bibliotheken werden sich immer neuen Herausforderungen stellen, in der virtuellen wie der realen Welt. Sie werden immer ein Ort bleiben, der Menschen anzieht und zusammen bringt und wo sie sich wohl fühlen.

gp

Bild:  2x USA auf den Dächern am Neumarkt: Nicole James, Bibliothekarin aus Indianapolis, und im Hintergrund die Eistüte des amerikanischen Künstlers Claes Oldenburg.

Kalk kickt!

Am vergangenen Donnerstag und Freitag begrüßten wir die Kalker Elite des FIFA 12 Gamings in der Stadtteilbliothek Kalk. Das virtuelle Fussball-Spektakel fand in der eigens dafür eingerichteten Gamingzone (Eröffnung von games4Kalk) statt und bot damit die perfekten Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers.

Das erste games4Kalk FIFA 12 Turnier „Kalk kickt-Bolzen mit FIFA 12“ war rückblickend auf einem sehr hohen spielerischen Niveau und das ganze Teilnehmerfeld war gepickt von ausgezeichneten FIFA 12 Profis.
Das Turnier wurde im Double Elimination Verfahren abgehalten.
Als Double Elimination bezeichnet man eine Turnierform, die ihre Grundzügen auf dem K.O..System beruht, die wesentlichen Unterschiede des Double-Elimination-Formates im Gegensatz zum einfachen K.O.-System sind, dass jeder Teilnehmer erst nach der zweiten Niederlage aus dem Turnier ausscheidet.

Teilnehmerfeld Donnerstag

Teilnehmerfeld Freitag

Die Teilnehmer spielten an den besagten Tagen zwei Turniere aus. Der Spielmodus war klar: Spielzeit 2x 5Minuten, 1vs1 und der Gewinner kommt eine Runde weiter. Obwohl der Wettkampf-Charakter mit seinen nervenaufreibenden Duellen sehr stark im Vordergrund stand, war die Fairness untereinander aber immer spürbar.
Die ersten drei Gewinner wurden mit Sachpreisen und Urkunden geehrt und ausgezeichnet. Danach wurde gefeiert 🙂

Schöne Grüße und bis bald
Stadtteilbibliothek Kalk
(IM)