Nintendo Tag – Spielen mit Mario und Co.

Am Samstag den 21.11.2015 laden wir alle zum Spielen von 10-15 Uhr in unsere Q-Thek ein.
NintendoTag
Nicht nur unsere Stadtbibliothek hat die beeindruckende Jahreszahl 125 erreicht – auch Nintendo kann bereits auf 126 Jahre Geschichte zurückblicken. Startete das Unternehmen einst mit Kartenspielen und regulärem Kinderspielzeug, begeistern heute vor allem die Konsolen Wii U und Nintendo 3DS Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Am 21.11. widmen wir den Erzeugnissen von Nintendo daher einen Tag in unser Q-Thek.

Kommt vorbei und fahrt beim Rennspiel Mario Kart 8 um die Wette, baut euer eigenes Level mit dem Super Mario Maker oder erfahrt, wer bei Wii Sports den Sieg davon trägt. Unsere portablen New Nintendo 3DS XL Konsolen warten darauf von euch ausprobiert zu werden und mit Papercraft könnt ihr Gameboy, Luigi und viele mehr selbst nachbasteln.
In unserer Retroecke stehen euch die alten Nintendo Konsolen Gamecube, N64 und SNES zur Verfügung. – Wärt ihr früher genauso gute SpielerInnen gewesen?
Kommt und testet selbst, wenn es heißt: Nintendo Tag – Die Stadtbibliothek Köln und Nintendo feiern Geburtstag! Wer alles ausprobiert wird außerdem mit kleinen Preisen belohnt! Wir laden alle von 6-99 Jahren zum gemeinsamen Feiern ein.
Eine Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW.

(si)

Impressionen unserer Maker Kids in den Herbstferien

Viele Kinder konnten in den Herbstferien bei unserem Ferienprogramm Maker Kids mitmachen. Vom Schüler-Experten bis zum ausgebildeten Programmierer waren auch einige kreative Köpfe da, um die Kinder im gestalterischen Prozess zu unterstützen. Von Coding-Einstiegen über konzentrierte Programmierung bis hin zum Fotografieren mit Spiele-Konsolen, T-Shirt-Druck, Musik-Komposition und rudimentärer Elektro-Technik war einiges geboten und die Begeisterung der Kinder war greifbar.
Allen künftig Interessierten sei verraten, dass wir in den Osterferien wieder starten wollen.

Wir danken auch an dieser Stelle noch mal ganz herzlich der HIT-Stiftung für ihre Unterstützung zur Verwirklichung der Programme!

HitStiftung Logo

Rosel von Melaten – Nikolaus Heidelbach in der Zentralbibliothek

Rosel von Melaten
Rosel von Melaten

Bedeutender Zeichner stellt aktuelles Buch mit Köln-Bezug vor

Der Samstag gilt in der Kölner Stadtbibliothek als beliebter Treffpunkt für die ganze Familie. Am kommenden Samstag, 19. September, 15 Uhr, stellt Nikolaus Heidelbach, einer der bedeutendsten Zeichner Deutschlands, in der Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof sein aktuelles Buch mit so skurrilem wie sympathischem Köln Bezug vor: „Rosel von Melaten”:

Schauerliche Dinge gehen vor sich in der großen Stadt. Drei Kinder kommen ums Leben und jedes Mal behauptet jemand, ein Mädchen in einem weißen Kleid und mit einer ro-ten Krawatte gesehen zu haben, das schreiend über dem Unglücksort schwebte. Eine Weile rätseln die Leute noch über das Mädchen, dann gerät es wieder in Vergessenheit. Nur Georg denkt weiter an die kleine weiße Gestalt und geht sie suchen – auf dem Friedhof von Melaten.

Nikolaus Heidelbach studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Köln und Berlin. Heu-te lebt er mit Frau und zwei Kindern in Köln. Er gilt als einer der anerkannten und zu-gleich eigenwilligsten Zeichner und Illustratoren Deutschlands.

Die Veranstaltung, die sich an Jugendliche ab 12 Jahren und an Erwachsene richtet, findet in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner statt. Der Eintritt ist frei.

Graphic Novel – Autorin Marguerite Abouet in der Zentralbibliothek

Marguerite Abouet - AYA
Marguerite Abouet – AYA

Szenische Episoden des Comics – Kooperation mit dem Allerweltshaus e.V.
Die Autorin Marguerite Abouet ist am Freitag, 4. September 2015 um 18 Uhr mit ihrem Aya-Zyklus zu Gast in der Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof. Zu den projizierten Bildern tragen die Schauspieler Azizè Flittner und Anas Ouriaghli Episoden des Comics szenisch vor. Die Moderation übernimmt der Comic-Forscher Felix Giesa. Die Veranstal-tung findet in Kooperation mit dem Allerweltshaus e. V./Stimmen Afrikas statt.
Im Jahr 2006 erschien der erste Band der hochgelobten Graphic Novel AYA, ein Teena-ger-Abenteuer an der Elfenbeinküste. Die Autorin erzählt darin die Geschichte von Aya, einer jungen selbstbewussten Frau, die an der Elfenbeinküste der 70er Jahre kleine und große Alltagsdramen meistert.
Es folgten weitere fünf Bände. In der letzten Fortsetzung 2014 „Aya: Leben in Yop City” freut sich die Protagonistin über den Beginn ihres Medizin-Studiums, kämpft gegen Ma-cho-Professoren und managt das Chaos um Freunde und Familie.
Marguerite Abouet, geboren 1971 in Abidjan, verbrachte ihre ersten zwölf Lebensjahre an der Elfenbeinküste, bevor sie nach Frankreich zog. Für Aya erhielt sie 2006 den Preis für das beste Debüt beim Comicfestival im französischen Angoulême.
Der Eintritt zur Veranstaltung in der Zentralbibliothek kostet drei Euro, Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Karten gibt es an der Abendkasse.

Premiere für unsere Maker Kids

Ein Video sagt mehr als tausend Worte, daher:

Film ab!

https://www.youtube.com/watch?v=aa6MhxxCJLw?rel=0
Im Makerspace der Stadtbibliothek Köln könnt Ihr viele kreative und digitale Techniken anwenden. In Workshops bieten wir Euch die Möglichkeit, Geräte und Software hands on auszuprobieren. Denn wir stellen zwar einiges an Equipment bereit, die Arbeit damit findet aber eigenverantwortlich statt. Damit wir noch mehr Menschen mit diesem Angebot erreichen, haben wir ein niederschwelliges Einstiegsangebot für Kinder etabliert: Die Maker Kids. In den vergangenen Osterferien stieg das Programm für 8- bis 12-jährige junge Menschen – sie erlebten dort analog wie digital spielerisch den Reiz des Selbermachens.

Und sonst so?

Schon der erste Kurs begeisterte die Kinder, denn es galt dem Finch Roboter Beine zu machen. Jungs wie Mädchen stellten mit Drag & Drop Codes zusammen, die den Roboter dann durch den Raum schickten. Mimi Zak und Laura Bauer, Schülerinnen an der Kaiserin-Augusta-Schule, hatten die Meute (also Roboter und Kinder) prima im Griff.

Im zweiten Kurs hatten viele Kinder alte Technik von zu Hause mitgebracht und durften diese nach Herzenslust auseinandernehmen. Marie Franzen (Repair Café Köln-Porz) erklärte während der spaßigen Dekonstruktion, was die Kinder da so nach und nach freilegten.

Für Crazy Machines war dann erst mal Zocken angesagt, denn das physikverliebte Computerspiel, hier auf Tablets und der Wii genutzt, sollte zum eigenen Basteln anregen. Nachdem erste Eindrücke und Ideen geweckt waren, wurde mit Unmengen an spannendem Material an eigenen Kettenreaktionen für die große, eigene Crazy Machine gebaut. Der Spieleratgeber NRW hatte uns tolle Leute vorbeigeschickt, die die Kinder zum Strahlen brachten.

Für den Erfindertag (Design-a-thon) hat Gisèle Legionnet-Klees tatsächlich kurz theoretisch geklärt, welche Probleme denn die Gesellschaft oder eine Stadt wie Köln hat, um Impulse zur Kreativität gegeben.  Mit Schule hatte die lockere Runde aber nicht viel gemeinsam und spätestens beim anschließenden Umsetzen der Ideen wurde mit Heißklebepistole und Co alles gegeben.

Die Ergebnisse des Erfindertages wurden von den Kindern selbst vorgestellt, seht selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=wRdUyP_lwi4?rel=0
Die Workshops, die auch in den Herbstferien wieder stattfinden, werden gefördert durch “HIT Stiftung – Kinder brauchen Zukunft”. HitStiftung Logo

ba & bp & sa & si

Vorlesewettbewerb in der Zentralbibliothek

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Am Montag ging in der Q-thek der Zentralbibliothek der 56. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels über die Bühne. Ermittelt wurden die Gewinner des nördlichen Regierungsbezirks Köln. Am bundesweit größten Lesewettstreit nehmen jährlich rund 700.000 Kinder teil.

Begrüßt wurden die Vorleserinnen und Vorleser und ihre Freunde und Familienangehörigen im Publikum von der Schauspielerin und Moderatorin Britta Weyers, die mit viel Humor und Spaß durch das Programm führte. Mit Ihrer vertrauensvollen Art nahm sie den Kindern die Angst und Nervosität vor Ihrem Auftritt.

Fünf Mädchen und vier Jungen (alle aus der 6. Klasse) hatten sich qualifiziert und traten gegeneinander an. In der ersten Runde konnten alle durch das Vorlesen aus selbst gewählten Kinder- und Jugendbüchern glänzen. Dafür hatten sie jeweils drei Minuten Zeit. Nach dieser Runde zog sich die Jury für eine erste Beurteilung kurz zurück. Die Jury (im Bild von links) bestand aus Annette Beltermann (Stadtbibliothek Köln), Cäcilia Böhler (Buchhandlung Klaus Bittner), Stefan Palm (Presseamt der Stadt Köln), Petra Hoffmann (Känguru Colonia Verlag) und  im Vordergrund mit roten Haaren Britta Weyers.

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In einem zweiten Durchgang wurde aus dem unbekannten Text aus dem Buch „Nicht drücken!” von Gernot Gricksch zwei Minuten vorgelesen. Diese lustige Geschichte meisterten die beiden Gewinnerinnen Zeria Aymaz und Lioba Konrad am eindrucksvollsten und brachten das Publikum zum Lachen.

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Die nächste Hürde für Zeria und Lioba ist der Landesentscheid und vielleicht sehen wir eine unserer Gewinnerinnen auch noch im Bundesentscheid in Berlin.

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“Lesestart” mit TV-Moderatorin Nina Moghaddam

Nina Moghaddam
Viele Kinder und ihre Eltern kennen Nina Moghaddam aus Fernsehsendungen wie „Toggo“ oder „DSDS – Das Magazin“. In unserer Stadtteilbibliothek Sülz war sie live als Lesestart-Botschafterin zu erleben: Um auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Stiftung Lesen durchgeführte bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ aufmerksam zu machen, las sie  KiTa-Kindern aus dem Buch „Bitte anstellen!“ vor. Anschließend übergab sie den anwesenden Kindern gemeinsam mit Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, und Stephanie Lange, PR-Managerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets. Die Sets für dreijährige Kinder und deren Eltern enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern, die zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten werden.
Nina Moghaddam engagiert sich aus persönlicher Überzeugung für die Leseförderung: „Ich liebe Lesen! Als Kind haben mir immer meine Eltern vorgelesen und später, als mein kleiner Bruder auf die Welt kam, durfte ich ihm jeden Abend vorlesen. Dass ich heute als Moderatorin arbeite, habe ich sicherlich auch dem Lesen zu verdanken, denn schließlich gehört es zu meinem Job, mich ausdrücken zu können und selber Texte zu schreiben. Noch heute lass‘ ich mich lieber mit einem Buch in spannende Welten entführen als einen Film zu gucken.“
Nina Moghaddam
Auch Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, freut sich über die Umsetzung des Lesestart-Programms in der Stadtteilbibliothek Sülz: „Regelmäßiges Vorlesen ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, deshalb sollten Bücher ein selbstverständlicher Teil des Familienalltags sein. Lesestart ist ein wunderbares Angebot, um Hemmschwellen bei eher leseunerfahrenen Familien mit kleinen Kindern abzubauen und aus diesem Grund beteiligen sich die Kölner Bibliotheken sehr gern an dem bundesweiten Programm.“
Die Stiftung Lesen wurde vor Ort durch Stephanie Lange vertreten, die betonte: „Im Rahmen von Lesestart setzen die Bibliotheken erfolgreich nachhaltige Impulse in der Leseförderung, wie auch die wissenschaftliche Begleituntersuchung zum Programm belegt. Im Schnitt haben teilnehmende Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot durch Lesestart um 36 Prozent pro Monat gesteigert. Außerdem haben 72 Prozent der Bibliotheken neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft.“ Die ersten beiden Programmphasen von Lesestart werden von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.
Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv), Borromäus-verein e. V., Evangelisches Literaturportal e. V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, ist die Stadtteilbibliothek Sülz und ihrer Leiterin Nicole James (links im Bild) zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.
Nina MoghaddamBilder Copyrights: © Stiftung Lesen / BMBF / Jan Knoff
 
 

Minecraft, Mario Kart und Montagsmaler – Nacht der Bibliotheken

Am späten Freitag Nachmittag war es endlich soweit – rund 20 Kinder zwischen 10 und 12 Jahren versammelten sich in der Kinderbibliothek um gemeinsam Dr. Ghosthackers Pläne zu vereiteln. Dieser plante die Helden der Kinder mithilfe der Creeper aus Minecraft zu entführen.
Nach der ersten Spurensuche in Minecraft, mussten die virtuellen Hinweise in der Bibliothek gefunden werden.

Petra Creeper – Dr. Ghosthackers böse Assistentin – war Mitglied in der Bibliothek geworden und hatte ein Minecraft-Buch ausgeliehen. In dessen Seiten versteckten sich gleich mehrere Aufgaben, die die Fähigkeiten der Kinder unter Beweis stellen sollten. Es begann mit dem bekannten Spiel Montagsmaler – allerdings in Minecraft. Zweierteams bauten ihre Helden nach, die die restlichen Teilnehmer erraten mussten. Von Pikachu, Mickey Mouse bis Harry Potter war alles vertreten. Erfolgreich konnte ein erstes Puzzleteil erspielt werden.

Weiter ging es in Viererteams in Rennen gegen Dr. Ghosthacker in Mario Kart. Runde um Runde wurde der Abstand verkleinert und schließlich erfolgreich der Sieg davon getragen.

Mit den bereits vorhandenen Hinweisen wurde inzwischen die Spur von Dr. Ghosthacker und seiner Assistentin Petra Creeper aufgenommen und ein Koffer konnte sichergestellt werden.  Leider fest verschlossen – also ging die Suche nach dem passenden Zahlencode weiter.
Im nächsten Schritt wurden einem mutigen Freiwilligen die Augen verbunden und er bekam eine kleine Kamera um den Kopf geschnallt. Das Bild der Kamera wurde per WLAN auf den großen Bildschirm übertragen und alle Teilnehmer mussten nun durch findige Zurufe Zusammenstöße mit Regalen und Tischen verhindern. Ziel der Navigation waren Kartons mit Buchstaben aus denen das Lösungswort zusammengesetzt werden musste. Nach gemeinsamere Knobelei setzten die Kinder erfolgreich das Wort “Skylanders” zusammen – ein bekanntes Spiel zu dem hier mehr zu lesen ist: Skylanders Turnier.

Mit dem Lösungswort erhält die Gruppe das letzte Puzzleteil und kann einen QR-Code zusammensetzen.  Dieser ist schnell eingescannt und die Kombination für das Zahlenschloss des Koffers herausgefunden. Mit dem Wissen aus den gewonnenen Minecraft-Büchern und der Creeper-Figur aus unserem 3D-Drucker konnten die Teilnehmer im Anschluss erfolgreich Dr. Ghosthacker Pläne vereiteln.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Nacht der Bibliotheken NRW und in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW statt.

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Die Putzfrau und der König

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Die siebenjährige Luisa gehört zu unseren fleißigsten Leserinnen. Aber sie denkt sich auch gerne tolle Geschichten aus und schreibt sie sogar auf.  So wie diese Super-Story vom einsamsten König der Welt. Aber lest selbst….

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Donnerwetter Luisa! Sehr gut gemacht! Wir sind hin und weg!

Über diese Geschichte können natürlich auch Erwachsene sinnieren. Das Aschenputtel als Archetypus gibt es schon seit über 2000 Jahren. Erste Spuren finden sich bei den alten Griechen und Römern. Das Motiv findet sich im chinesischen Kaiserreich (9. Jhd.), in Persien (12. Jhd.) und andernorts. Über 400 Varianten des Märchens sind nachgewiesen. Große Autoren wie Puschkin, Novalis und Hans Christian Andersen konnten sich der Magie des Mauerblümchens nicht entziehen. Und als Pop-Musical unter dem Namen”Cinderella” erreicht es heute Millionen.

Diese Botschaft lautet: eine unglückliche, unterdrückte Heldin, erlebt die ganz große Liebe. Und die Moral von der Geschichte: das Gute wird immer belohnt!

Luisa geht mit ihrer Neufassung einen Schritt weiter. Sie bereinigt das Märchen von Moralin und jedem mystischen Schnick-Schnack (Muttergöttin versus böse Stiefmutter, Tauben, Goldener Schuh). Radikal reduziert sie das Spannungsfeld auf den Treff an der Tür, um die Situation gleichzeitig extrem zu zuspitzen. Die unglaubliche Einsamkeit des Königs (bei all seinem Reichtum und seiner Macht) und seine verzweifelte Suche ihr zu entkommen, mündet in den Blitzeinschlag der ersten Begegnung mit der Putzfrau. Gekonnt setzt Luisa die Schönheit als soziale Macht in Szene. Diese siegt in Sekundenschnelle über den Standesunterschied. Luisas Putzfrau ist selbstbewusst und…  ja, wir können es uns nicht nur denken, was sie geantwortet hat, sondern uns sehr gut vorstellen, was sie dabei gefühlt hat. Eine Mischung aus Tsunami und Vulkan trifft aufeinander! Gleichzeitig vertauschen sich die Rollen. Die Putzfrau findet ihr Glück, wo sie nur einen Job gesucht hat. Der König schmilzt dahin wie Butter im Backofen. Konsequenter lassen sich Machtverhältnisse nicht auf den Kopf stellen.

gp

P.S.: Das Original-Aschenputtel, in dem der etwas einfältige Prinz eine Schuhprobe braucht, statt die Schönheit an sich zu erkennen, mag zumindest für Kinder heute kaum nachvollziehbar sein.

P.P.S.: Wer das jetzt alles für Quatsch mit Soße hält, sei daran erinnert, wie der amtierende König von Schweden 1972 seine Frau in München kennengelernt hat.