Dreimol elf es elf.elf.elf: Freitag, 11.11.11 – 11 Uhr 11


Dieses Datum gibts nur alle 100 Jahre! Und Kölscher geht gar nicht!  Deshalb wird sich diese Woche Freitag,  11.11.11 pünktlich um 11 Uhr 11 (und vermutlich diesmal 11 Sekunden) die Stadt auf Knopfdruck in einen brodelnden Vulkan des Frohsinns und ein Inferno der guten Laune verwandeln.
Und wer dabei sein und sich musikalisch oder kostüm- bzw. partykreativ präparieren will, findet in der Zentralbibliothek und in allen Stadtteilbibliotheken karnevalistisches Medienfutter ohne Ende.

gp

P.S.: Und wenn Ihr die Liedzeile: “Dreimol noll es null es null” hört,  immer dran denken: hier wird einer der Gründerväter der Stadtteilbibliothek Kalk besungen, Heinrich Welsch.

Dieses Buch scheint seinen letzten Entleiher ungeheuerlich inspiriert zu haben…

Manchmal bleiben in unseren Büchern Lesezeichen, ab und an Klebenotizen, wenn es schlecht läuft Unterstreichungen. Hier wurden aber aus einem Buch beinahe zwei – entweder haben dem Vorentleiher die abgedruckten Gedichte des Bändchens nicht genügt, die Inspiration trieb ihn zu mehr oder es war einfach kein Briefpapier mehr da. Das Buch ist so zumindest mal dahin aber wenigstens gibt’s dafür für Euch ein wenig Belustigung (Inspiration?). Aber bitte, bitte nicht nacheifern! Ein eingelegtes Blatt tut’s in Fällen von erhöhter Mitteilsamkeit auch.. Auch bei Liebeskummer.

Übrigens stammen alle Fotos aus demselben Buch..


Von Klebenotizen..

..über Unterstreichungen..

..über Randnotizen..

..an alles wurde gedacht!

mks

Wer erkennt dieses Berlin-Graffiti?

Wieder mal in Berlin…

Ok, bevor sich hier jemand beschwert: Ist es nun ein Graffiti, Street Art  oder ein Paste-Up? Oder gleich alles? Wenigstens hab ich durch die letzte Führung im Rahmen des City Leaks Festivals in Köln – ich berichtete hier – verstanden, dass es kein “tag” (englisch: [ˈtæɡ])  ist, hehe. Was ich aber viel interessanter fände: Wer hat’s gemacht? Im Blog http://grey-marl.com ist auch schon die Frage, allerdings bisher ungelöst, aufgekommen.
Dort finden sich im betreffenden Artikel übrigens noch ein paar Alltagsschätzchen, welche die Londoner Autorin bei einem morgendlichen Streifzug durch Berlin vor die touristische Linse bekommen hat. Mein klarer Favorit ist die – in einem Kommentar als metrosexueller Mannequin bezeichnete – Schaufensterauslage mit Schal. Wer dabei als möglicher Käufer angesprochen werden soll, bleibt für mich allerdings rätselhaft.

mks

Anna Ballerina sagt “Psssst” in unserer Bibliothek?

Erinnert sich noch jemand an die Serie Anna aus den 80ern? Da gab es eine mir damals schon recht peinliche Szene, in welcher die Tanzschüler aus dem Nichts bzw. aus deren Handtascheninhalten eine Spontan-Percussionsession abhalten. Die letzten 20 Jahre hatte ich erfolgreich jegliche Erinnerung verdrängt, bis ich folgenden Clip gesehen habe, welcher das gleiche Prinzip in der Unibibliothek verfolgt. Die Instrumente hier: Klapptische und das allgegenwärtige Klischee-Pssssst der Bibliotheks-Anwesenden. Ob das bei uns auch möglich wäre? Naja, uns fehlen die Klapptische. Und ich glaube auch die energischen Psssssst-Sager. Was ein Glück!
Ab Minute 01:10 geht’s zur Sache: [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=os-cRZ5QabY&feature=related]
Wer die Anna-Szene nicht kennt oder auch erfolgreich verdrängt hatte, kriegt hier geholfen :
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Js0eYF8Eu1Q]

mks

Kleines Herbsträtsel für bibliothekarisch Bewanderte

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=KQ8RwoeVfXQ]

Hier wieder ein bisschen Gehirntraining für alle, die Bibliotheken mögen. Die Zitate stammen aus Veröffentlichungen der letzten Wochen.

„Den Bayerischen Filmpreis erhielt sie [?] 1992 für ihre Rolle einer in Alaska arbeitenden Ost-Berliner Bibliothekarin in dem Percy-Adlon-Film “Salmonberries”, Gewinner des World Film Festivals in Montreal.” (Quelle)

“Borges, der 1986 in Genf verstarb, war von Berufs wegen Bibliothekar. Als solchen hat ihn Umberto Eco im „Namen der Rose” verewigt. Ecos blinder Bibliothekar heißt [?]” (Quelle)

“Er war Marineoffizier, Buchhalter, Gärtner, Schaufensterdekorateur, Maler, Bibliothekar, Fremdenführer – 35 Berufe zählten Biografen von [?] in seinem 51-jährigen Leben.” (Quelle)

 [?]gilt als letzter Universalgelehrter, d.h. als Gelehrter, der auf allen (oder fast allen) Fachgebieten arbeitete. [Er] war Mathematiker, Naturwissenschaftler, Philosoph, Theologe, Historiker, Bibliothekar, Diplomat und Ingenieur.” (Quelle)

“Seinen Namen erhielt der Filmpreis übrigens von der Bibliothekarin und späteren Direktorin der den Preis verleihenden Akademie, Margaret Herrick. Sie meinte, die Statue sehe ihrem Onkel [?] ähnlich.” (Quelle)

 “Tatsächlich ist der Bürgermeister [?] redegewandt und humorvoll wie kaum ein anderer Politiker. Bei seinen öffentlichen Reden baut er jedes Mal wenigstens einen Witz ein. Allerdings schießt er damit oft übers Ziel hinaus, was für einen Politiker ein ernsthaftes Hemmnis sein kann. Eines seiner Lieblingsthemen sind Frauenwitze. ‘Wenn Frauen wegen ihres Intellekts bewundert werden wollten, würden sie in die Bibliothek gehen anstatt ins Kaufhaus Bloomingdales’, scherzte er einmal. (Quelle)

gp

Morgen gibt es 10 Millionen für eine Edelfeder!


Zwei Poeten, ein Syrer und eine Schwede, liegen bei der Wettfirma Ladbrokes ganz vorne, wenn es morgen um den Literaturnobelpreis geht. An 3. Stelle nach Adonis und Tomas Tranströmer steht der schon vielfach literaturpreisgekrönte Haruki Murakami aus Japan.
Und so ist der aktuelle Stand beim Buchmacher:

Adonis 4/1

Tranströmer 7/1

Murakami 8/1

Eine Aufholjagd hat Außenseiter Bob Dylan hinter sich. Binnen einer Woche schob er sich von 100/1 auf 10/1. Wer lesen will, wofür es morgen die 10 Millionen schwedischen Kronen gibt, braucht nur in die Stadtbibliothek zu kommen. Wir haben Werke aller Favoriten im Regal.

gp

Etwas Berlin-Luft in Köln


“Mit unserem Festival möchten wir öffentliche Wände nicht dem Kommerz und Werbung überlassen. Stattdessen versuchen wir sie für die Kunst ‘zu retten’
“, so Iren Tonoian, Veranstalterin von CityLeaks 01.

Das Festival
An wem es bis jetzt vorbeigegangen sein sollte, der sollte diese Woche noch das Festivalprogramm rund um das City Leaks-Festival in Köln nutzen. Im Rahmen dessen besprühen, bemalen und bekleben internationale Künstler der Street-Art-Szene Kölner Hauswände – und das ganz legal. Denn eigens dafür wurden von den Veranstaltern private Hauswände in Köln, zum größten Teil in Ehrenfeld, aquiriert. Nachdem den Besitzern der Häuser Portfolios der Künstler oder zum Teil eine kleine Grundskizze oder wenigstens eine Idee des zu zeichnenden Werks präsentiert wurden, durfte sich letzterer vollkommen frei, d.h. legal, ohne Zeit- und Themenvorgabe – was für die Szene nicht selbstverständlich ist – ans Werk machen. Allein schon das konnte große, internationale Namen nach Köln locken – eine Bezahlung gibt es für die Arbeit nämlich nicht. Ebenso der Eigentümer der jeweiligen Wand gibt diese ohne finanziellen Nutzen frei – hat dafür aber ein Meisterwerk an der heimischen Fassade. Denn: Welche Klischees beim Wort Graffiti manchen in den Sinn kommen mögen, ist mindestens in der modernen Street-Art nicht gegeben.
Die  Fotos sind diese Woche bei zwei exzellenten Führungen durch Ehrenfeld entstanden:

Sollte es die nächsten Tage regnen, gibt es innerhalb des Festivals auch genug unter schützenden Dächern zu sehen.
Was mit den Bildern nach Festivalende passiert, ist noch nicht durchgehend geklärt, denn: Jedem Hausbesitzer wurde der Verbleib des Bildes an der eigenen Hauswand freigestellt. Inzwischen haben sich auch Bürgerinitiativen für oder gegen gewisse Bilder gegründet. Es bleibt zu hoffen, dass hier nicht die Malerrolle ausgepackt wird.
Denn ein bisschen Berlinflair tut auch Köln gut.

mks

USA: Bibliotheken machen Radio

Bibliotheksfernsehen (TWIL) haben wir ja schon mal vorgestellt, es kommt aus den Niederlanden. Bibliotheksradio wird in den USA produziert und beide kann man übers Netz weltweit empfangen.

Das „Library Radio Network” ist eine podcast station, die Interviews und Features vor allem aus den amerikanischen Bibliotheken sendet. Einmal im Monat produziert das journalistische Team die Show „Library Perspectives”, mit Musik und Infos für alle, die in und mit Bibliotheken beschäftigt sind. Die Hörer werden auch aufgefordert, eigene Beiträge herzustellen und einzusenden.

 P.S.: Der erste Musikbeitrag, der bei den „Library Perspectives” gesendet wurde, war der “Library Song” von Tom Chapin. Fast alle amerikanischen Kinder dürften ihn kennen, deshalb hier ihre Version:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=lcgddZc012A]

 gp

3 guys, 44 days, 11 countries, 18 flights

Eine Reise, 3 Leute, 44 Tage.
Macht: 3 Filme.
[vimeo http://vimeo.com/27244727]
Was hier möglicherweise etwas off-topic erscheinen mag, kann ich schnell mit uns verbinden:
Wir ersetzen sicherlich nicht die Traumsprachreise, bieten Ihnen keine Weinprobe und auch keinen Elefantenritt. Aber: Wir bringen Sie dem Ganzen ein wenig näher. Sprachkurs, Weinführer und Infos zu den typischen Elefantenländern gibt es bei uns mindestens, obendrauf genug Platz um den persönlichen Sprachpartner zu treffen (oder unter unseren internationalen Gästen gar zu finden?) und wenn das alles nicht hilft und das Fernweh trotzdem packt: unsere Reiseführer kann man zweimal verlängern. Damit schaffen Sie dann auch 44 Tage. Infomaterial zur Videoproduktion haben wir übrigens auch    B)
Vielleicht noch schöner:
[vimeo http://vimeo.com/27246366]
Wenn Sie aufpassen und wenig blinzeln erkennen Sie sogar den von uns damals vorgestellten Bücherturm in Argentinien. Welche Minute war das nur?
Zugegeben, ein Buch ersetzt bei weitem nicht den praktischen Versuch, das einfache Ausprobieren, den persönlichen Lehrer oder den obligatorischen Fehlversuch, der auch immer dazugehört. Aber es kann den Weg zu jeden der Genannten öffnen. Und sei es nur die Planung der Reise. Damit wir, sollten wir gerade nicht die Gelegenheit ergreifen können, schon einmal davon träumen können. Zu Hause auf der Couch, im Bett oder: in der Bibliothek.
Ach: Und wer keine Angst davor hat, direkt Hunger zu bekommen: http://vimeo.com/27243869. Der dritte im Bunde.

mks