Erdmöbels Weihnachtsgabe


Heute mal ein bißchen lokale Wirtschaftsförderung! Jährlich beglückt uns die Kölner Band “Erdmöbel” (ursprünglich Imis aus Westfalen) mit einer musikalischen Weihnachtsüberraschung. Wo andere ein Leben lang vergeblich am Karnevalshit basteln, purzelt den Jungs vom Eigelstein jeden Dezember ein Christmas-Kracher aus der Feder und den Saiten.
Zack, Zack wird noch ein Video gedreht, zum dem die “Möbel”-Fans immer eingeladen werden. Dieses Jahr wurde dabei die authentische Ebertplatz-Atmosphäre eingefangen.
Band-Mitglied Ekki Maas über das Projekt: “Weihnachten ist schlimm. Dagegen muss etwas unternommen werden. Die Erwartungen der Menschen an Weihnachten sind so hoch, dass viele zwangsläufig enttäuscht werden müssen. Man sollte sich stattdessen locker machen und das Fest auf seine Art und Weise feiern.”
Gegen ein gutes Geschenk hat Ekki nichts einzuwenden: “Das beste Weihnachtsgeschenk ist ein Musikinstrument, das man sich sehr gewünscht hat. Das ist ja immer teurer, als das, was man sich tatsächlich leisten kann. Wenn man es geschenkt bekommt, ist es das Glück auf Erden.”

gp

Who’s that girl? It’s Lena Dunham!

“Reizlos, gewöhnlich, ungeformt.” Das sagte ihr Blick jahrelang, wenn er auf den eigenen Körper fiel. Nicht erfolgreich, nicht selbstbewusst und nicht sexy zu sein, ist nirgendwo krasser als in den USA. Wo Hollywood die weibliche Ideal-Figur und –Ausstrahlung diktiert, gibt es Millionen Verliererinnen. Deren Innenleben interessiert kaum jemand und diese Erfahrung macht eine Generation nach der anderen. Aktuell sind es die Milleniums (die Töchter der Babyboomer), die sich behaupten müssen. Die infolge der Finanzkrise 08 auf der Suche nach Beruf, Beziehung und einer Bleibe harten Belastungen ausgesetzt sind. Ob nun in New York, London oder Köln.

Ikone, Sprecherin und Rollenmodell für 18- bis 28jährige zu werden, gelingt heute am ehesten einem Serien-Star. Lena Dunham ist so ein Star und ihre Show heißt „Girls” (gerade wird die 4. Staffel gedreht). Darin spielt sie die Hauptrolle, schreibt das Drehbuch, führt die Regie und produziert das Ganze. Raketenartig hob sie damit 2012 ab und bekam einen 3,5 Millionen-Dollar-Vorschuss für ein Buch. (In „Girls” geht es übrigens um vier junge Frauen aus Brooklyn, die sich mit schlechten Jobs, schlechtem Essen, schlechten Wohnungen und schlechtem Sex herumschlagen müssen.)

Das Buch (eine Mischung aus Autobiografie und Ratgeber) ist inzwischen auf Deutsch erschienen. Titel: „Not that kind of girl”. Untertitel: “Was ich im Leben so gelernt habe”. Unverblümt berichtet Lena ihren Leserinnen:

  • Meine frühe Erfahrung: „Niemand hört Kindern wirklich zu”.
  • Als Jugendliche hatte ich wenig Spaß an Dingen, die Spaß versprachen (z.B. Partys ).
  • „Bring Dich gar nicht erst in Situationen, aus denen du davon laufen musst.”
  • Wenn du zu oft übersehen und zu wenig geliebt wirst, dann lies „meine hoffnungsvollen Nachrichten von der Front, an der ich kämpfe“.

Lena Dunham trug schon als altkluges Kind das Herz auf der Zunge. Sie denkt und spricht schnell, ist witzig und schlagfertig. Sie steht offen zu ihren Ängsten und ihrem Aussehen und plaudert jedes Geheimnis aus (das bedeutet Schwierigkeiten). Sie ist geradeaus hetero und sieht sich als Feministin. Kein Problem hat sie damit, sich vor der Kamera nackt auszuziehen (vorausgesetzt sie führt die Regie). Erkenntnisse leitet sie aus persönlichen Erfahrungen ab. Befreit von Selbstmitleid lernte sie sich selbst zu lieben.

Und vielleicht am Wichtigsten! Ihr Kampf gegen den amerikanischen (wie hierzulande verbreiteten) Perfektionswahn. Denn ist Dein Körper nicht makellos, dann zeigt er seinen Betrachtern, was mit Dir psychisch nicht stimmt. Meinen zumindest die Betrachter und Du meinst, deren Diagnose zu kennen. Lena Dunham meint, es sei höchste Zeit über mentale Störungen endlich offen zu sprechen. Davon sind wir hier und in den USA noch weit entfernt.

gp

PS: Lenas Buch und die DVD “Girls” sind bei uns im Bestand. Wer sie ausleihen möchte, muss allerdings vorbestellen und braucht Geduld.

PPS: Für Väter von Töchtern, die „Girls” mögen, ist die Lektüre auch empfehlenswert (hört auf Moderator Fredrik Skavlan im Video). Für Väter von altersgleichen Söhnen ebenfalls.

PPPS: . Mit der prekär-verpeilten Hannah, die sie in “Girls” spielt, hat Lena Dunham nicht mehr viel gemeinsam. Sie ist mittlerweile eine Business-Frau und Selfmade-Millionärin. Aber über ökonomische Fragen erfährt man in ihrem Buch nichts. Schade!

Arduino zum Ausleihen

Wisst ihr, was ein Arduino ist?
Ein Arduino ist ein Mikrocontroller, der für verschiedenste Anwendungszwecke programmiert werden kann. An ihn können Sensoren angeschlossen werden (z.B. Lichtsensoren) und Bauteile, die Aktionen ausführen können (z.B. Motoren, LEDs, Lautsprecher). Die Anbindung des Arduinos zum PC funktioniert per USB-Kabel.

Arduino in Aktion
Arduino in Aktion

 
Ab sofort haben wir zwei Arduinos in der Stadtbibliothek. Ihr könnt den Arduino zusammen im Paket mit einem Buch für Einsteiger für 2 Wochen bei uns ausleihen und in die Thematik des Programmierens schnuppern!
 

Unser Arduino-Ausleihpaket
Unser Arduino-Ausleihpaket

Vllt. schickt uns ja mal jemand ein Foto oder ein kleines Video von dem, was er programmiert hat 🙂
 
Übrigens werden auch im Frühjahr wieder Workshops zu Arduino bei uns stattfinden.
Viel Spaß beim Tüfteln!
 
 

ck

Führerschein 3D-Druck: neue Termine

Seit Mitte 2014 hat unser guter alter 3D-Drucker einen kleinen Bruder bekommen – den Replicator Mini. Wir haben ihn im September am Maker Day der Öffentlichkeit vorgestellt.
Und sonst? Steht er nicht etwa in der Ecke rum – im Gegenteil. Wir haben in den letzten Wochen einige tolle Dinge mit ihm veranstaltet. Einerseits um selbst Erfahrung zu sammeln, andererseits um die Technologie des 3D-Drucks noch weiter für Euch zu öffnen.
Und zwar kann man bei uns einen Führerschein für den Mini machen!

Akteur im Workshop "Führerschein 3D-Druck": Replicator Mini
Akteur im Workshop “Führerschein 3D-Druck”: Replicator Mini

Das bedeutet konkret: Ihr besucht einen ca. zweistündigen Workshop im Makerspace bei uns. Dort erklären wir Euch wie der Drucker im Detail funktioniert und gesteuert wird. Ihr probiert es selbst aus, wechselt eine Filamentrolle und bekommt am Ende ein Stück Papier mit Nutzungsvereinbarung, das Ihr unterschreibt. Bingo!
Voraussetzung für die Teilnahme an einem solchen Workshop sind ein Mindestalter von 16 Jahren und der Besitz eines gültigen Bibliotheksausweises.
Der Führerscheint erlaubt es Euch dann, den Replicator Mini auf der vierten Etage zu reservieren. Ihr könnt Eure eigenen Druckprojekte realisieren und zahlt keine Gebühren – Reservierung und Nutzung sind kostenlos, es fallen auch keine Materialkosten an.

Neue Termine

Im letzten Makerspace-Programm konnten wir 21 Führerscheine unter’s Volk bringen. Und weil die Nachfrage so groß ist, geht es weiter! Losgelöst vom Makerspace-Programm, dafür dann auch schon ab Januar 2015. Hier die Termine:

  • Mittwoch, 7. Januar 2015, 10:00 bis 12:00 Uhr
  • Freitag, 9. Januar 2015, 15:00 bis 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 15. Januar 2015, 16:00 bis 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 21. Januar 2015, 10:00 bis 12:00 Uhr
  • Freitag, 23. Januar 2015, 15:00 bis 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 29. Januar 2015, 16:00 bis 18:00 Uhr

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, denn die Kapazitäten sind begrenzt. Schreibt uns bitte dazu eine E-Mail mit Betreff “Anmeldung Führerschein 3D-Druck” an 3d-drucker@stbib-koeln.de. Die E-Mail muss die folgenden Angaben enthalten:

  • Vor- und Nachname
  • Datum des Workshops
  • ggf. Telefonnummer
  • Mitgliedsnummer (zu finden auf Eurer Bibliothekskarte)

Der Workshop findet auf der vierten Etage im Makerspace statt. Fragen gerne in die Kommentare zu diesem Beitrag. Wir freuen uns auf Euch!

sa

Abschied von Marie Marcks

Unbenannt
Marie Marcks illustrierte Kinderbücher und viele zu  feministischen, pädagogischen und gesellschaftspolitischen Themen. Aber am bekanntesten war sie durch ihre Karikaturen (u.a. in “Zeit”, “Spiegel”, “Süddeutsche” und “Brigitte”). Der Karikaturist F.W. Bernstein bezeichnete sie als “Alt- und Großmeisterin unserer Innung”.

In ihren pointierten Bildgeschichten ging es um Themen wie Familie, Jugend, Schule und Erziehung, Umwelt und Atomkraft, Rüstung, Politik, Wissenschaft und Forschung, Tier und Mensch und immer wieder um Frauen, Liebe und Beziehung.

In einem Interview sagte sie einmal: “Ich habe daran mitgebastelt, dass Frauen mehr Anerkennung in der Gesellschaft erhalten. Ein bisschen. Also … mit ganz vielen anderen …”

Viele Frauen (und Menschen mit Humor) werden gegenwärtig an sie denken. Gestern ist sie 92jährig in Heidelberg gestorben.

gp

Bild: Verlag Antje Kunstmann

 

 

Kreative Pixelwelten – Mit Minecraft in der Bibliothek

Im letzten Monat traf sich jeden Samstag eine kleine Gruppe bei Games4Kalk, um tiefer in die Welt von Minecraft einzutauchen.
Im Rahmen des Jugendmedienprojektes „Gecheckt!“ überlegten die Teilnehmer im Alter von 10 bis 13 Jahren unter Anleitung des Spieleratgeber-NRW, welche der Ihnen bereits bekannten Medien in Minecraft umgesetzt werden können.

Ob der Nachbau eines grusligen Waldes oder eine Neuadaption der Tribute von Panem – alles schien möglich.
Parallel wurde gebastelt. In Minecraft zur Verteidigung und Rohstoffförderung dringend gebraucht – in Realität immer noch richtig beeindruckend: Schwert, Hacke und der Spielende als Minecraft-Spielfigurenkopf umgesetzt.

Letzten Samstag präsentierten die Teilnehmer stolz ihre Werke: Neben den gebastelten Minecraftköpfen, Spitzhacken und Schwerten gab es ebenso die in Minecraft erstellten Charaktere und Teile des nachgebauten Tribute von Panem Universums zum Probe spielen.

Weitere Informationen unter:
Was ist Minecraft?
Gecheckt! – Jugend, Medien, Familie
Minecraft-Skins aus Köln Kalk
Klötzchenbauen oder was wir mit Minecraft am Hut haben

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Alle Jahre wieder in Neubrück…

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… kommt unser obligatorisches Weihnachtsfenster. Für Neubrück ein wahres Highlight! Die Kinder drücken sich die Nasen platt, fast wie in Köln vor dem Steiff-Fenster vom Kaufhof. Und auch die Erwachsenen haben Spass an diesem Lichterglanz.
Wir sind halt eine „Wald -und Wiesenbibliothek” am Rande der Stadt, klein, aber dennoch fein Wir freuen uns auf Euren Besuch! (StB Neubrück)

Der Nikolaus kommt!

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Liebe Kinder, aufgepasst!
Am 06.12.2014 von 11 bis 12 Uhr kommt der Nikolaus in die Stadtteilbibliothek Bocklemünd.
Er liest mithilfe des japanischen Kamishibai-Erzählkastens eine Weihnachtsgeschichte vor und bringt kleine Geschenke für euch mit.
Alle Kinder von 3 bis 6 Jahren sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
sk

“Das Leben der Anderen”

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Die Philosophen Rahel Jaeggi und Gert Scobel zu Gast in der Zentralbibliothek

Lassen sich Lebensformen kritisieren? Darf sich der kritische Blick auf “Das Leben der Anderen” richten? Lässt sich über Lebensformen sagen, sie seien gut, geglückt oder schlecht? Der liberale Rechtsstaat jedenfalls versucht das gesellschaftliche Zusammenleben auf eine Weise zu gestalten, die sich zu den unterschiedlichen Lebensformen neutral verhält.

Dadurch werden Fragen nach der Art und Weise, in der wir individuell oder kollektiv unser Leben führen, in den Bereich nicht weiter hinterfragbarer Präferenzen oder unantastbarer Identitätsfragen ausgelagert. Wie über Geschmack lässt sich über Lebensformen dann nicht mehr streiten. Die Philosophin Rahel Jaeggi hingegen behauptet: Über Lebensformen lässt sich sehr wohl streiten. Sie gehören auf den Prüfstand, zumal immer mehr Menschen finden, dass mit den Lebensentwürfen inmitten der heutigen Leistungsgesellschaft etwas nicht stimmt.

Rahel Jaeggi und der Moderator Gert Scobel thematisieren am

Dienstag, 2. Dezember2014,

um 20 Uhr

Zentralbibliothek am Neumarkt

die Kritik am “Leben der Anderen”. Die Veranstaltung läuft im Rahmen der Reihe „wissenswert – Themen am Puls der Zeit”.

Rahel Jaeggi ist seit 2009 Professorin für Praktische Philosophie mit denSchwerpunkten Rechts- und Sozialphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. IhrBuch „Kritik von Lebensformen“ beruht auf ihrer Habilitationsschrift zum gleichen Thema.

Gert Scobel studierte Theologie und Philosophie und leitet die 3SAT-Sendung “scobel”. Als einer der führenden deutschen Wissenschaftsjournalisten wurde er unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Im Vorverkauf sind die Karten bei„Köln Ticket“ im Internet oder telefonisch unter 0221 / 2801 erhältlich. Unter 0221 / 22123939 nimmt die Stadtbibliothek auch Reservierungen entgegen. Die Abendkasse am. Der Veranstaltungsort öffnet eine halbe Stunde vor Beginn.

 

Bonjour Bibliobus!

Bibliobus

Bibliobus des Institut français hält jetzt auch in Köln.

Mediathek mit Infozentrum macht einmal pro Monat Station in Köln.

„Die Institus français Köln und Düsseldorf” und die Stadtbibliothek Köln haben vereinbart, dass der Bibliobus, eine rollende Mediathek mit Infozentrum über Frankreich, künftig neben anderen Städten in NRW auch einmal im Monat in Köln vor der Zentralbibliothek Halt macht. Das Kulturinstitut hat das seit über zwei Jahrzehnten im Einsatz stehende Fahrzeug kürzlich mit Hilfe seines Fördervereins durch ein neues Exemplar ersetzt. Dieses präsentiert das Institut français am

28. November 2014, 12 Uhr,

Zentralbibliothek 

zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

Der Bibliobus des Institut français Düsseldorf fährt dank der “Freunde der französischen Kultur e.V. (FFK)” seit 1990 durch ganz NRW und bietet Benutzerinnen und Benutzern jeden Alters eine Plattform, auf der sich fachliche und kulturelle Interessen ergänzen. In Zusammenarbeit mit dem neuen Hauptsponsor Thalys, der Firma Berger in Frankfurt und Renault Deutschland fährt der Bibliobus multimédia außer Köln Bielefeld, Dortmund, Krefeld, Meerbusch, Mülheim a. d. Ruhr, Münster, Neuss, Ratingen und Viersen an.

Bei der Einweihung des neuen Bibliobus richten Bürgermeister Andreas Wolter, Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln, Pierre Korzilius, Leiter des Institut français Düsseldorf und Köln, Cornelis Canenbley, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins „FFK, Donata Faivre von Thalys Germany und Pablo Molestina, Dekan der Peter-Behrens School of Architecture (Fachhochschule Düsseldorf), deren Studierende die Innenausstattung gestalteten, Grußworte an die Gäste. Anschließend hat man die Möglichkeit, den Bibliobus zu besichtigen.

Auch die Kölnerinnen und Kölner sind eingeladen, sich das rollende Medienzentrum anzuschauen.
EDIT: Die aktuellen Zeiten zu denen der Bibliobus jeden Monat an der Kölner Zentralbibliothek halt macht, finden sich auf der Homepage des Bibliobus.