Frühjahrsprogramm der Stadtbibliothek

Gespräche am Puls der Zeit und neues Mitmach-Format

Unter dem Motto „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” begrüßt die Stadtbibliothek im Frühjahr zahlreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Musik und Wissenschaft.

Anlässlich der „litCOLOGNE” spricht Stefanie Junker am kommenden Montag, 16. März 2015, mit dem Musikprofessor Wolfgang Sandner, ein persönlicher Freund und Kenner von Keith Jarrett, über das Leben eines der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Am Flügel improvisiert Alexander Paeffgen.

Das neue Veranstaltungsformat mit Publikumsbeteiligung „scobel & winkels” startet erstmalig am Dienstag, 24. März 2015, nach der Leipziger Buchmesse. Die bekannten Publizisten und Moderatoren Gert Scobel und Hubert Winkels werfen einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Buchmessen, diskutieren über Neuerscheinungen und sprechen mit einem Publikumsgast, der sich vorher mit seinem Lieblingsbuch beworben hat.

IMG_1527

Klaus Binders kongeniale Neuübersetzung des antiken Textes von Lukrez „De rerum natura” nehmen der Kölner Philosophieprofessor Andreas Speer und der Wissenschafts-journalist Gert Scobel am Mittwoch, 22. April 2015, zum Anlass, um mit Binder über die Entstehung der modernen Wissenschaften zu sprechen.

Am Mittwoch, 29. April 2015, ist Felix Klieser, ein junger Hornist, der kürzlich mit dem begehrten „Echo Klassik” geehrt wurde, zu Gast in der Zentralbibliothek. Klieser startete mit schlechten Voraussetzungen für einen Musiker, denn er wurde ohne Arme geboren. Mit der Journalistin Gisela Steinhauer spricht er über seinen Werdegang und darüber, wie er trotz Handicaps an die Weltspitze gelangte. Der Musiker gibt außerdem Kostproben seines Könnens.

Felix Klieser - Fußnoten

Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie resümiert in seiner aktuellen Biografie seine persönliche Zeitgeschichte und die einer Generation, mit der sich fast alles veränderte. Sein Gesprächspartner in der Zentralbibliothek am Dienstag, 5. Mai 2015, ist der Autor und Orientalist Navid Kermani.

CB_T_Leggewie_Politische Zeiten.indd

Frauen mit bischöflicher Vollmacht und Laien, die Sünden vergeben: Hubert Wolf, Professor für Kirchengeschichte, enthüllt in seinem aktuellen Buch „Krypta” Traditionen, von denen die Kirche heute nichts mehr wissen will. Im Gespräch mit Bernd Wacker, Theologe und Leiter der Karl-Rahner-Akademie, kommt am Mittwoch, 13. Mai 2015, Vergessenes ans Licht und Reformideen werden erörtert.

„Preußen? Nein danke!”: Das Heinrich-Böll-Archiv beteiligt sich mit einem Gespräch am Dienstag, 26. Mai 2015, zwischen Martin Stankowski, Jochen Schubert und Gabriele Ewenz zu Bölls kritischer Haltung gegenüber dem früheren Königreich an der überregio-nalen Themenreihe „200 Jahre Preußen am Rhein”.

Viele Literaturfreunde kennen die Ausgaben Heinrich Bölls im Deutschen Taschenbuch Verlag dtv, doch nur wenige den Graphiker der wundervollen Buchumschläge: Celestino Piatti. Ihm widmet das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek vom 19. Juni bis zum 12. September 2015 eine eigene Ausstellung. Anlass ist das Erscheinen des zweiten Bandes der Literatur in Köln (LiK)-Schriftenreihe mit dem Titel: „Jedes Buch hat ein Gesicht. Heinrich Böll und Celestino Piatti”, der im Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner erscheint.

Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Peter Bichsel stellt am Dienstag, 9. Juni 2015, im Gespräch mit Sandra Kegel sein aktuelles Buch „Über das Wetter reden” vor.

Für seinen Bestseller „Die Ökonomie von Gut und Böse” erhielt Tomas Sedlacek den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2012: Am Donnerstag, 11. Juni 2015, kommt der Prager Chefökonom nach Köln und spricht mit dem Chefkorrespondenten des Kölner Stadtanzeigers, Joachim Frank, über sein aktuelles Buch „Revolution oder Evolution. Das Ende des Kapitalismus?”.

Sedlacek_Graeber_RevolutionaereOekonomie_P03def.indd

Veranstaltungsort ist jeweils die Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1, Köln-Innenstadt.

Kooperationspartner des Kulturprogramms sind unter anderem die Buchhandlung Klaus Bittner, die Karl-Rahner-Akademie in Köln und die Universität zu Köln. Das Programm ist in den Einrichtungen der Stadtbibliothek, im Bürgerbüro am Laurenzplatz 4, Köln-Innenstadt, in ausgewählten Buchhandlungen und im Literaturhaus Köln erhältlich. Die Veranstaltungen der Stadtbibliothek sind auch im Internet unter www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/ abrufbar.

 
 
 

Frühling fühlen in Paris mit Jacques

https://www.youtube.com/watch?v=9iVsrFtOF1U

Alle, die jetzt draußen sein können, um am Frühling schnuppern, sind zu beneiden. Hier in Köln wird die Sonne gerade angebetet. Und in Paris soll es noch zwei Grad wärmer sein. Jacques Brel hat den Pariser Frühlingsgefühlen ein musikalisches Denkmal gesetzt und wer gleich im ersten Reim von „printemps” auf „vin blanc” kommt, kann nur beschwi…ngt sein.

„Printemps” heißt übrigens ein bekanntes Kaufhaus in Paris und warum es ausgerechnet da jetzt am schönsten sein könnte, wird hier verraten.

gp

 

Musikalischer Frühlingsputz mit Fats

Da poliert einer die Blätter, schüttelt die Bäume und dreht den Bach auf. „Spring cleaning“, nennt er das und flippt aus. Ein allzu vertrautes Gefühl, wobei die meisten es weniger lyrisch als praktisch angehen. Denn kaum strahlt die Sonne durch die Scheiben, steigt die Lust auf den Frühlingsputz der Wohnung. Dazu passt dieser Klassiker von Fats Waller (Jazzer, Swing-Ikone und Clown am Klavier).

Na dann: Nicht wie los gewienert mit dem Sound von 1937! Und nicht vergessen: Zwischendurch zur Abwechslung immer ein paar Tanzschritte.

Und wozu das Ganze? Fats weiß es: „Spring Cleaning getting ready for love!”

gp

Mit Literatur-Experten auf einem Podium? Sie können dabei sein!

IMG_1527

„Das ist eine spannende Überraschungsgeschichte – so wie ein Ü-Ei im Supermarkt.” Erwartungsvoll freut sich Hubert Winkels (rechts) auf das jüngste Projekt unseres Kulturprogramms. Und Gert Scobel legt noch einen drauf: „Wenn man’s mit Musik vergleichen würde, dann wäre das so, als würde durch das Publikum eine bestimmte Tonart vorgegeben – und wir improvisieren. Da ist alles offen”. Das Publikum darf sich ebenfalls freuen. „Von Bücher und Buchmessen” wird in der neuen Reihe „scobel & winkels” die Rede sein. Auf der Bühne geht es um Themen, die uns um die Ohren fliegen: Hypes und Flops, Preise, Rekorde und was sonst so auf einer Messe für Aufreger sorgt.

Der Clou: ein Gast aus dem Publikum kommt aufs Podium und diskutiert mit. Und zwar über den von ihm vorgeschlagenen Lieblingsklassiker. Scobel: „Klassiker sind nicht ohne Grund Klassiker geworden. Sie setzen Maßstäbe!” Winkels zum Format: „Grade in der Zeit, da Bücher als Medium in Frage stehen, müssen sie in anderer Form zirkulieren.”

Termin:

Dienstag, 24. März, 20 Uhr

Zentralbibliothek am Neumarkt

Lust auf diese Herausforderung bekommen? Bewerben sie sich bis zum 15. März mit Ihrem Lieblingsklassiker. Schreiben Sie uns unter:

www.stadt-koeln.de/scobel-winkels

.

Minecraft, Mario Kart und Montagsmaler – Nacht der Bibliotheken

Am späten Freitag Nachmittag war es endlich soweit – rund 20 Kinder zwischen 10 und 12 Jahren versammelten sich in der Kinderbibliothek um gemeinsam Dr. Ghosthackers Pläne zu vereiteln. Dieser plante die Helden der Kinder mithilfe der Creeper aus Minecraft zu entführen.
Nach der ersten Spurensuche in Minecraft, mussten die virtuellen Hinweise in der Bibliothek gefunden werden.

Petra Creeper – Dr. Ghosthackers böse Assistentin – war Mitglied in der Bibliothek geworden und hatte ein Minecraft-Buch ausgeliehen. In dessen Seiten versteckten sich gleich mehrere Aufgaben, die die Fähigkeiten der Kinder unter Beweis stellen sollten. Es begann mit dem bekannten Spiel Montagsmaler – allerdings in Minecraft. Zweierteams bauten ihre Helden nach, die die restlichen Teilnehmer erraten mussten. Von Pikachu, Mickey Mouse bis Harry Potter war alles vertreten. Erfolgreich konnte ein erstes Puzzleteil erspielt werden.

Weiter ging es in Viererteams in Rennen gegen Dr. Ghosthacker in Mario Kart. Runde um Runde wurde der Abstand verkleinert und schließlich erfolgreich der Sieg davon getragen.

Mit den bereits vorhandenen Hinweisen wurde inzwischen die Spur von Dr. Ghosthacker und seiner Assistentin Petra Creeper aufgenommen und ein Koffer konnte sichergestellt werden.  Leider fest verschlossen – also ging die Suche nach dem passenden Zahlencode weiter.
Im nächsten Schritt wurden einem mutigen Freiwilligen die Augen verbunden und er bekam eine kleine Kamera um den Kopf geschnallt. Das Bild der Kamera wurde per WLAN auf den großen Bildschirm übertragen und alle Teilnehmer mussten nun durch findige Zurufe Zusammenstöße mit Regalen und Tischen verhindern. Ziel der Navigation waren Kartons mit Buchstaben aus denen das Lösungswort zusammengesetzt werden musste. Nach gemeinsamere Knobelei setzten die Kinder erfolgreich das Wort “Skylanders” zusammen – ein bekanntes Spiel zu dem hier mehr zu lesen ist: Skylanders Turnier.

Mit dem Lösungswort erhält die Gruppe das letzte Puzzleteil und kann einen QR-Code zusammensetzen.  Dieser ist schnell eingescannt und die Kombination für das Zahlenschloss des Koffers herausgefunden. Mit dem Wissen aus den gewonnenen Minecraft-Büchern und der Creeper-Figur aus unserem 3D-Drucker konnten die Teilnehmer im Anschluss erfolgreich Dr. Ghosthacker Pläne vereiteln.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Nacht der Bibliotheken NRW und in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW statt.

Is

Wenn eine Bibliothek ein Filmportal erschafft

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover hat etwas sehr Spannendes erschaffen. Ein Portal für wissenschaftliche Filme: av.getinfo.de. Jetzt könnte man fragen, warum die TIB nicht einfach herkömmliche Videoportale mit eigenem Kanal benutzt?
Das hier entstandene Videoportal erschließt das Videomaterial in vielfacher Form und so wird es viel durchsuchbarer und detaillierter dargeboten, als das andere Dienste leisten könnten. Bei Youtube zum Beispiel werden eigentlich nur die beigefügten Texte und Schlagworte oder der Titel erschlossen. Das heißt nur die Informationen die dort stehen, können auch gefunden werden. Wenn es aber im Video noch andere Aspekte gibt, die nicht in diesen Angaben stehen, dann sind sie für die Suche erst einmal unauffindbar. Die TIB lässt aber über jeden Film, der hinzukommt, einige Software laufen, um viel erweiterndes Datenmaterial zur Erschließung der Materialien zu gewinnen. Das Ergebnis ist erstaunlich und kann sich sehen lassen.Szenenerkennung des AV-Portals der Technischen Informationsbibliothek
So wird zuallererst geprüft, aus welchen Szenen ein Film besteht und ein visuelles Inhaltsverzeichnis entsteht, durch das man schnell bestimmte Elemente (wieder-)finden kann. Mancher Videodienst, den man online findet, bietet so etwas bereits in kleinerer Form auch schon an, wenn man mit der Maus über den Fortschrittsbalken fährt. Eine weitere Software prüft die Abbildungen hinsichtlich enthaltener Textelemente, wie zum Beispiel textuelle Einblendungen. Die daraus gewonnenen Begriffe werden mit weiteren Daten, wie dem von der Software erkannten Bildinhalt (z.B.: Animation, Vorlesung, Maschine, etc.) kombiniert. Anschließend gleicht eine weitere Software die erkannten Begrifflichkeiten mit Datenbanken im Hintergrund ab und versieht das verwendete Vokabular mit Ober- und Unterbegriffen, die dazu in Beziehung stehen und ergänzt auch Synonyme oder anderssprachliche Terme (so wird auch eine englische Suche möglich, bei deutschen Daten).Erkannte Terme des AV-Portals der Technischen Informationsbibliothek Es entsteht eine große Datenbasis, die dann bei der Recherche abgefragt werden kann. Ganz nebenbei wird auch der Inhalt der Filme klassifiziert und bestimmten sachlichen Genres zugeordnet.
Das klingt alles ziemlich verwirrend und umfangreich. Es dient aber alles dazu, Inhalte, die Wissenschaftlern oder anderen interessierten Menschen verborgen bleiben würden, besser auffindbar zu machen. Ebenfalls verschriftlicht und in den Suchindex aufgenommen wird das gesprochene Wort, welches unter Audiotranskript zu finden ist. Im Prinzip soll so jedes gesagte Wort auffindbar werden. So ein Audiotranskript bietet natürlich auch Tücken und gesprochene Worte zu erkennen ist für Software nicht so leicht, wie man spätestens feststellt, wenn man versucht ähnliche Technologien mit eigenen Geräten zu verwenden (z.B. Siri, Google Now, etc.). Versuchen Sie mal mit dem Diktierprogramm Ihres PCs (vorausgesetzt Sie haben ein Mikrofon) einen Text einzusprechen, der genau erkannt wird, und Sie werden sehen, dass es Schwierigkeiten geben wird. Viel wichtiger als die genaue Erkennung jeden Füllwortes sind dabei erkannte Wörter, die auch gesucht würden. Diese führen dann bei einer Erkennung zu einem Treffer bei der Suche und bieten so einen weiteren Sucheinstieg.  Audiotranskript im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek
Die automatisierte Medienanalyse dieses Portals, die das komplette Füllhorn an Software im Hintergrund umfasst, befindet sich in einer Beta-Phase und es wird bestimmt an vielen Ecken und Enden noch geschraubt und getüftelt, daher wird sich zeigen, wie perfekt die einzelnen Tools werden können und was in der Zukunft vielleicht noch hinzukommt.
Das Videospektrum der TIB richtet sich natürlich hauptsächlich an wissenschaftliche Nutzer, doch für Schüler, die für Ihre Facharbeit in den wissenschaftlichen Startlöchern stehen oder interessierte Nutzer finden wir das Thema unbedingt interessant und daher zeigen wir das neue Tool der TIB auch heute hier. Hoffentlich konnte das sehr bibliothekarische Tool, was bei uns auf jeden Fall auf Begeisterung stieß, weitere Fans finden.
Einfach mal ausprobieren und ein bisschen mit den Möglichkeiten spielen und versprochen, manche der Videos sind unterhaltsamer oder interessanter als viele Youtube-Videos.
bp
 
 
 
 

Ich lese gerade…„6 Uhr 41″ von Jean-Philippe Blondel

20150130_140956
Wieder mal ein „Book to go”. Ein kleiner tiefgründiger Roman.
Der Klappentext bezeichnet ihn als „Kammerspiel im Zugabteil“ und das trifft es vollkommen!
Die Situation kennt wohl jeder, man sieht sich nach Jahrzehnten urplötzlich wieder und man fragt sich, will ich das überhaupt, denn der damalige Abschied war schmerzhaft.
Was sagt man jemandem nach so langer Zeit?
Neugierig geworden?

lab

Die Putzfrau und der König

20150217_082623

Die siebenjährige Luisa gehört zu unseren fleißigsten Leserinnen. Aber sie denkt sich auch gerne tolle Geschichten aus und schreibt sie sogar auf.  So wie diese Super-Story vom einsamsten König der Welt. Aber lest selbst….

20150226_171700

Donnerwetter Luisa! Sehr gut gemacht! Wir sind hin und weg!

Über diese Geschichte können natürlich auch Erwachsene sinnieren. Das Aschenputtel als Archetypus gibt es schon seit über 2000 Jahren. Erste Spuren finden sich bei den alten Griechen und Römern. Das Motiv findet sich im chinesischen Kaiserreich (9. Jhd.), in Persien (12. Jhd.) und andernorts. Über 400 Varianten des Märchens sind nachgewiesen. Große Autoren wie Puschkin, Novalis und Hans Christian Andersen konnten sich der Magie des Mauerblümchens nicht entziehen. Und als Pop-Musical unter dem Namen”Cinderella” erreicht es heute Millionen.

Diese Botschaft lautet: eine unglückliche, unterdrückte Heldin, erlebt die ganz große Liebe. Und die Moral von der Geschichte: das Gute wird immer belohnt!

Luisa geht mit ihrer Neufassung einen Schritt weiter. Sie bereinigt das Märchen von Moralin und jedem mystischen Schnick-Schnack (Muttergöttin versus böse Stiefmutter, Tauben, Goldener Schuh). Radikal reduziert sie das Spannungsfeld auf den Treff an der Tür, um die Situation gleichzeitig extrem zu zuspitzen. Die unglaubliche Einsamkeit des Königs (bei all seinem Reichtum und seiner Macht) und seine verzweifelte Suche ihr zu entkommen, mündet in den Blitzeinschlag der ersten Begegnung mit der Putzfrau. Gekonnt setzt Luisa die Schönheit als soziale Macht in Szene. Diese siegt in Sekundenschnelle über den Standesunterschied. Luisas Putzfrau ist selbstbewusst und…  ja, wir können es uns nicht nur denken, was sie geantwortet hat, sondern uns sehr gut vorstellen, was sie dabei gefühlt hat. Eine Mischung aus Tsunami und Vulkan trifft aufeinander! Gleichzeitig vertauschen sich die Rollen. Die Putzfrau findet ihr Glück, wo sie nur einen Job gesucht hat. Der König schmilzt dahin wie Butter im Backofen. Konsequenter lassen sich Machtverhältnisse nicht auf den Kopf stellen.

gp

P.S.: Das Original-Aschenputtel, in dem der etwas einfältige Prinz eine Schuhprobe braucht, statt die Schönheit an sich zu erkennen, mag zumindest für Kinder heute kaum nachvollziehbar sein.

P.P.S.: Wer das jetzt alles für Quatsch mit Soße hält, sei daran erinnert, wie der amtierende König von Schweden 1972 seine Frau in München kennengelernt hat.

 

Zehnte Nacht der Bibliotheken

Plakat_Ghosthacker_web

Rallye in der Zentralbibliothek und Krimiautoren in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen
Die vom Verband der Bibliotheken Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene „Nacht der Bibliotheken” jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal. Schirmherrin der Aktion ist die NRW-Kultusministerin Ute Schäfer. Unterstützt wird die Nacht der Bibliotheken von den Sparkassen und von WDR 5. Die Stadtbibliothek Köln bietet zu diesem Anlass morgen Freitag, 6. März 2015, zwei Veranstaltungen an.
Eine Spiel-Aktion mit viel Schwung und digitalem Spürsinn gibt es in der Kinderbibliothek der Zentralbibliothek am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 1. Unter dem Titel „Dr. Ghosthacker – Bibliotheksrallye mit Minecraft” stellen Kinder ab zehn Jahren Nachforschungen in der Bibliothek und in „Minecraft” an, und versuchen das Rätsel der gestohlenen Buchhelden zu lösen. Der wahnsinnige Dr. Ghosthacker hat die „Creeper” aus „Minecraft” unter seine Kontrolle gebracht. Die Kinder lösen die Aufgaben gegen den Bösewicht gemeinsam.
Um eine verbindliche Anmeldung bis Freitag, 6. März 2015, unter gaming@stbib-koeln.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei. Die Suche beginnt um 17 Uhr (Ende 21.30 Uhr). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten tolle Preise.
Auch in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 38, wird es ab 19.30 Uhr spannend. Zu Gast sind die Krimiautoren Ingrid Strobl und Orkun Ertener. Die beiden Schriftsteller stellen sich den Fragen der Journalistin Ingrid Müller-Münch von WDR 5 und lesen aus ihren Krimis vor: Ingrid Strobl liest aus „Nippes Showdown” und Orkun Ertener aus seinem Debüt-Krimi „Lebt”.
Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten sind im Vorverkauf im Teekesselchen, Hauptstraße 79, Köln-Rodenkirchen, und an der Abendkasse erhältlich.
Plakat_Nacht der Bibliotheken_web