Ein Nikolausgeschenk der besonderen Art

Leseförderung in der Stadtteilbibliothek Ehrenfeld einmal ganz anders
Für eine Gruppe von Vorschulkindern aus Ehrenfeld kam der Nikolaus in diesem Jahr schon etwas früher. Zwar nicht persönlich, dafür in Gestalt von fünf Schülern einer hiesigen Grundschule. Zusammen mit ihrer Lehrerin hatten sie eine Vorleseaktion von Kindern für Kinder vorbereitet. Und im Gepäck hatten sie Geschichten und Gedichte, Lieder und Bastelvorlagen. Es wurde gelesen und gereimt, fröhlich gesungen und gespielt. Über viele Wochen hatten sich die fünf Hauptakteure unter der Regie ihrer Lehrerin auf den Auftritt vorbereitet. Mit Feuereifer waren sie bei der Sache und fesselten nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Zuhörer.
Das Schlusswort sprach einer der jungen Schüler: “Als ich so klein war wie ihr, da habe ich mir hier auch immer von den Großen vorlesen lassen.” Zu ihrer Freude erkannten die Mitarbeiterinnen der Bibliothek in ihm den kleinen Jungen wieder, der seit seinem vierten Lebensjahr regelmäßig die Vorlesestunden besucht hatte. Literatur und Sprache begeistern ihn immer noch. Nicht umsonst möchte er später einmal Schauspieler werden.
Unser Fazit: Der Nikolaus kann zufrieden sein. Seine Stellvertreter haben ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Alle Beteiligten – Vor- und Grundschulkinder, Lehrerin und Erzieherinnen und schließlich auch die Bibliotheksangestellten – fühlten sich aufs Beste unterhalten.
Wiederholung nicht ausgeschlossen!

A u. R

Herbstnews vom 3D-Drucker und zum 3D-Druck

Was soll ich sagen: Unser 3D-Drucker (aka 3-D-Drucker ;-)) ist nach wie vor heiß begehrt. Samstags kann er immer so richtig zeigen, was er auf dem Kasten hat, wenn ihr mit euren Dateien kommt! Ab sofort übrigens schon ab 10 Uhr bis bei uns die Lichter ausgehen!

Kugelbahn
Foto und Objekt: Tilmann Wendt

Ein besonders schönes und spannendes Objekt hat Tilmann neulich bei uns gedruckt. Sieht im ersten Moment nur wie ein quadratischer Würfel mit Durchlässen aus, in Wirklichkeit steckt aber viel mehr dahinter! Das Quadrat dient als eine Art Weiche und ist nun Teil eines Kugelbahnsystems.  Mit jedem Durchlauf wird die Richtung der Kugel gezielt gewechselt.
Dahinter steckt viel Bastelgeist :-). Genial!
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3D-Modell erstellt mit Blender von Tilmann Wendt

Kugelsystem stl
Druckansicht mit Makerware

Vor einigen Tagen lief auf 3sat eine interessante Dokumentation zum Thema 3D-Druck. Dabei wurden viele verschiedene Bereiche angesprochen, in denen 3D-Druck schon angewendet wird und wo für die Zukunft Anwendungsmöglichkeiten gesehen werden. Außerdem konnte man in der Dokumentation auch eine andere Art von 3D-Druck als unsere kennenlernen, das Lasersintern.
Auch Forscher der Paläontologie haben sich zum Thema wieder gemeldet. Sozusagen die Deluxe-Version von unserer Kooperation mit der Universität Köln (Druck eines Schafsknochen aus Namibia, dessen Original für die Forschung beschädigt werden musste, wir berichteten) fand jetzt in Berlin statt. Mit Hilfe eines Computertomographen (der uns zugegebenermaßen noch fehlt ;-)), konnte ein nicht freigelegter Dinosaurierknochen aus einem Fossil ausgemessen und schließlich eine Nachbildung mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Dadurch blieb das Original unbeschädigt.
ck

Mehrsprachige Lesungen in der Stadtteilbibliothek Kalk

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 Wir sprechen viele Sprachen

Wegen des großen Erfolgs baut die Stadtbibliothek die mehrsprachigen Lesungen im Rahmen des Projekts „Kinder in aller Welt” weiter aus. Erstmalig gibt es das Projektsegment „Wir sprechen viele Sprachen” auch in der Stadtteilbibliothek Kalk im Bezirksrathaus, Kalker Hauptstraße 247-273. Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Westerwaldstraße lesen am
Montag, 25. November 2013, um 15 Uhr
in vielen Sprachen aus dem Kinderbuch „Das Allerwichtigste” von Antonella Abbatiello vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn die Kinder in ihren Herkunftssprachen auf Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kölsch, Kroatisch, Kurdisch, Pakistanisch, Russisch und Türkisch vortragen.
Nach der Lesung gibt es bei Kaffee und türkischem Tee Gelegenheit zu Fragen und persönlichen Gesprächen. Zum Abschluss der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Stadtteilbibliothek Kalk teilzunehmen. Wer einen Ausweis dabei hat, kann sich oder seine Kinder auch sofort anmelden und dann direkt die passende Lektüre mit nach Hause nehmen.
Buch-Cover: Edition bi:libri

Lesestart in der Stadtbibliothek Köln

Lesestart – “Drei Meilensteine für das Lesen” ist ein Programm zur Sprach- und Leseförderung, das sich schon an die Jüngsten richtet. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen besser lesen und haben mehr Spaß daran.
Ganz anschaulich wird dies im folgenden Video zusammengefasst:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=TSoGK9cW5jI]

Wir machen natürlich mit!

Ab dem 15. November 2013 begrüßen wir, als aktive Lesestart-Partnerin, Kindergartengruppen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern. Die drei- bis vierjährigen Kinder erwartet ein speziell von uns entwickeltes Programm: Alle singen gemeinsam, erkunden den Kinderbereich und lesen zusammen ein Bilderbuch.
Im Anschluss an die Veranstaltung erhält jedes Kind ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Bilderbuch, einem Poster und mehrsprachigen Alltagstipps rund ums Vorlesen für die Eltern.

Selbstverständlich werden Lesestart-Sets auch an drei- bis vierjährige Kinder und ihre interessierten Eltern unabhängig von den Kindergartenführungen, beispielsweise bei Vorlesestunden, verschenkt.

(bel/mks)

Peter Härtling über Bibliotheken

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Interview-Frage: „Sie selbst sahen Ihre Mutter als lesendes Vorbild. Sie hat Ihnen auch die Welt der Bibliotheken eröffnet. Was können Eltern von heute Ihrer Meinung nach tun, um ihre Kinder für die Welt der Bücher zu begeistern?”

Peter Härtling: “Es ist wahr, meine Mutter hat mir vorgelesen, indem sie häufig in meiner Gegenwart las, mich in Bibliotheken mitnahm, über Bücher redete. Das könnten Eltern auch heute tun.”

In seinem Buch „Leben lernen. Erinnerungen” (bei uns im Bestand) erfahren wir über seine Jugend im Nürtingen der Nachkriegszeit:

Gleich nach dem Schulunterricht zog es ihn zu „den drei Buchhäusern, die es in den ersten Nachkriegsjahren in Nürtingen gab: die Deutsch-Amerikanische Bibliothek, aus der später die Stadtbücherei hervorging, die Bibliothek der Arbeiterwohlfahrt und, in der Neckarsteige, die Bücherstube Margot Hauber, in der es Bücher zu leihen, doch auch das Neueste zu kaufen gab.”

In der Deutsch-Amerikanischen Bibliothek gab es einen Bibliothekar „der mich, nach einem prüfenden Blick, zu den ‚Erwachsenen-Büchern’ ließ, meine Wahl nicht spöttisch kommentierte.”

 Die Bücherei der Arbeiterwohlfahrt war für ihn „ein Ort  für Eingeweihte, versteckt im vierten Stock eines Behördenhauses, eine Mansarde, in der an den senkrechten Wänden die Bücher in Regalen hochstiegen, und unter der schrägen Decke hatte die Bücherfrau ihren Platz, eine lebhafte Person im Alter meiner Mutter, die mir anfangs etwas Furcht einflößte, mich mit der Zeit aber auf ihre Seite zog, wohin ich sowieso gehöre, auf die Seite der Bücher und Bilder, die alte Nazis und neue Spießer ausschließe. […] Hildegard Ruoff, die Bibliothekarin der Arbeiterwohlfahrt, der ich mittlerweile meine Lesevertrauen schenkte, stellte fest, dass ich den Bestand der Bücherei durch hätte, wusste aber Rat. Sie schickte mich zu ihrem Mann. Der sei Bildhauer, arbeite zu Hause. In unserer Bibliothek findest du noch eine Menge, was du nicht kennst.”

 Und in einem weiteren Interview sagt er:

„Da ich sehr viel gelesen habe – ich habe Bibliotheken wirklich ausgelesen – war für mich Schreiben das Naheliegende.”

Heute wird der Schriftsteller Peter Härtling 80 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag!

gp

Bild: Copyright Das blaue Sofa / Club Bertelsmann.

Heute ist “Tag der Putzfrau”! Wir gratulieren

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Dünya temizlik günü” Kutlu olsun!

Die Story ist ein Web- 2.0 -Coup ohnegleichen! 2004 erfand die Krimi-Autorin Gesine Schulz den „Tag der Putzfrau” und legte ihn auf den 8. November. Den Geburtstag ihrer fiktiven Dedektivin Karo Rutkowsky, die nicht nur Räume reinigt, sondern auch Mordfälle aufklärt. Praktischerweise trug sie ihn auch gleich in die Wikipedia-„Liste von Gedenk- und Aktionstagen” ein.

Dort ist er längst gelöscht worden. Aber zu spät! Die Medien hatten längst angebissen und eine Lawine kam ins Rollen. Als „Weltputzfrauentag”, der mehr Respekt vor der Arbeit von Reinigungskräften fordert, ist der 8. November inzwischen etabliert. Und das ist gut so!

Wir feiern mit und gratulierten heute unseren Putzfrauen zu ihrem Feiertag!

Verbunden damit ist der herzlichste Dank, dass unsere tausende von Besuchern und wir täglich ein sauberes Haus betreten können. Ihr lieben und immer freundlichen Frauen Akar, Akkan, Kara, Kol, Ali, Ünlü, Yazı, Yalcınkaya, Myumyun und Vahdet –  ohne Euch geht nun mal gar nichts!

Und nach dem Motto des Tages: „Eine Rose für die Putzfrau – eine reinweiße natürlich…”

 gp

 PS.: Liebe Gesine Schulz, danke für dieses genialen Schachzug! Der Tag wird für immer mit Ihrem und Karos Namen verbunden sein. Wir werden ihn immer in Ehren halten.

PPS.: Liebe Wikipedianer! Nehmt es mit Humor und seid großzügig. Tragt den Tag wieder in die Liste ein und schreibt einen schönen Artikel dazu. Das wäre souverän!

 PPPS.: Liebe Putzfrauen der Welt! Lasst Euch diesen Tag nie wieder nehmen!

„Papalapap“ hier malt Fabienne

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„Das hab ich von Mama gelernt”, sagt die 6jährige Fabienne Hoffmann auf die Frage, wieso sie so gut malen kann. Die Mama Svenja wiederum, besuchte in der Schule den Kunst-Leistungskurs und studierte danach Grafik und Mediengestaltung. Kein Wunder also, dass sie im Internet auch auf unser Angebot „Papalapap” stieß und ihre Tochter mitmachen ließ.

 Grundlage von Papalapap ist ein Malbuch, in dem die Kinder ihre ersten Lese- und Vorleseerlebnisse bildlich umsetzen können. Dieses Malbuch kann jedes Kind ab 3 Jahren in unseren Kinderbibliotheken bekommen. Es ist ein schön gestaltetes Buch im DIN A4-Format. Die Kinder malen Bilder zu ihren Lieblingsbüchern. Als Belohnung für jedes gemalte Bild erhalten sie kleine Preise. Auf diese Weise setzen sie sich intensiv mit ihren ersten Lese- und Vorlese-Erfahrungen auseinander und ihre Imaginationsfähigkeit wird gestärkt. Und das ist die Grundlage jeder effektiven Leseförderung.

 Um „Papalapap” bekannter zu machen, veranstalten wir Führungen und bieten Aktionskisten und –blätter für Kindergärten an. Für Fabienne ist „Papalapap” eine tolle Sache. Ihr Malbuch ist bis auf die letzte Seite voll mit Super-Bildern. Pro Bild bekommt sie 10 Punkte. 30 Bilder sind drin, macht also glatte 300 Punkte. Und dafür darf Fabienne sich einen schönen Preis aussuchen.

gp

 Fotos: Fabienne freut sich über ihr volles Malbuch und die Mama sorgt auch dafür, das die jüngeren Geschwister den Zugang zum Buch finden.

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“Die unheimliche Bibliothek” saugt Dein Gehirn aus

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Da können wir nur froh sein, dass Haruki Murakami dieses Jahr wieder haarscharf am Literatur-Nobelpreis vorbei geschrammt ist. Denn sonst wäre sein druckfrischstes Buch auf Deutsch womöglich in aller Munde. So aber bleibt „Die unheimliche Bibliothek” vermutlich eher etwas für Fans des japanischen Autors und Bewohner von Bücherwelten.

 Als Letztere kommen wir nicht umhin, Stellung zu beziehen. Besonders weil in dieser Erzählung eine Stadtbibliothek die Hauptrolle spielt. Selten genug findet sie Erwähnung in der Weltliteratur. Umso gespannter ist man auf die Lektüre. Um es kurz zu machen: Diese „unheimliche Bibliothek” ist ein ziemlich übles Loch!

 Doch zunächst Entlastendes: das 63seitige Buch erschien erstmals vor acht Jahren in Japan und die Story spielt offensichtlich in grauer Internet-Vorzeit. Und der namenlose Jugendliche, aus dessen Perspektive sie erzählt wird, passt eher in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals war es in Büchereien noch „sehr still” und man ging dorthin, um etwas „herauszufinden”.

 Auf das, was unser Protagonist in der Stadtbücherei erlebt, wollen wir hier nicht eingehen. Das wäre interessierten Lesern gegenüber auch nicht fair, umfasst der reine Text doch gerade 39 Seiten. Die restlichen füllen düstere Illustrationen von Kat Menschik (die FAZ-Kennern ein Begriff sein dürfte). Zur „Bibliothek” nur soviel: sie entpuppt sich als unterirdischer Ort des Horrors, der Bibliothekar als gehirnaussaugender Zombie. Und unser jugendlicher Held steht in den Kerkern des Magazins Todesängste aus. Positive Signale gehen nur von dem (Murakami-Kennern geläufigen) Schafsmann und einem schönen Mädchen aus

Kein Wunder, das der Junge nach überstandenem Höllentrip, nie wieder eine Stadtbibliothek betreten möchte. Immerhin erlösen uns als Bibliotheksmitarbeiter die letzten Zeilen, die vermuten lassen, dass es sich es insgesamt nur um einen Albtraum in einer japanischen Einrichtung handeln kann.

 Zum Nachgrübeln verleitet uns der Schafsmann mit seiner Reproduktionstheorie des Geistes. „Alle Bibliotheken”, will er uns weismachen, saugen ihren Nutzern das „mit Wissen vollgestopfte” Gehirn aus, denn „sie müssen das Wissen, das sie verleihen, wieder ergänzen.”

Diese Erkenntnis müssen wir erstmal verdauen!

 gp

P.S.: Eine originelle Rezension verfasste Kollege Gerald Schleiwies aus Salzgitter, dessen Phantasie uns in das Kellerlabyrinth seiner Stadtbibliothek lockt.

Haruki Murakami: Die unheimliche Bibliothek. DuMont Verlag, Köln 2013 (Bei uns unter der Signatur: U Murakami)

Halli Galli in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd

halligalli   Am 16.11.2013 ist es soweit:
Von 10-14 Uhr wird es in der Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich wieder bunt.
Es gibt viele unterschiedliche Angebote für Groß und Klein, wie zum Beispiel Basteln, Wii-spielen und Kinderschminken. Beim Glücksrad können tolle Preise abgestaubt werden und natürlich ist auch genug Zeit, um nach Herzenslust in den Büchern zu stöbern. Der Eintritt ist selbstverständlich wie immer kostenlos.
Weitere Informationen erhalten Sie telephonisch oder per E-Mail.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!
 
Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich
Görlinger Zentrum 13-15
50829 Köln
Tel.: 0221503276
E-Mail: bocklemuend@stbib-koeln.de
 

Thank you, Lou Reed!

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“The library can help everyone explore the things they geek. Get your geek on. Show your support.”

Lou Reed

 Singer-Songwriter, Gitarrist und Künstler

(* 2. März 1942  † 27. Oktober 2013)

Bild: Lou Reed engagierte sich für Bibliotheken im Rahmen der Kampagne “Geek the library”. Dafür und für sein künstlerisches Lebenswerk danken wir ihm.

gp