Karten gewinnen: airman – Elektropop-Konzert

Electronica, Laserharfe, Wind Controller, Laser: airman kommt am 27. Januar in die Zentralbibliothek am Neumarkt (Josef-Haubrich-Hof 1).
Das Elektropop-Soloprojekt aus Köln liefert eine Mischung aus SynthPop, Trance, Avantgarde und Trip-Hop. Eine Reise durch Zeit und Raum – mit einem Augenzwinkern. Den Sprung vom Konzert zur Show schaffen airmans Auftritte durch Video- und Laser-Einlagen sowie durch ungewöhnliche Instrumente wie Laserharfe, Wind Controller, Music-Glove und Wii-mote.
Am 27. Januar wird airman im Rahmen von geeks@cologne zunächst einen Einblick in die Technik seiner Show geben. Danach bekommt ihr 90 Minuten Konzert geboten, um anschließend mit einer Lasershow den Abend ausklingen zu lassen.
Unterstützt wird die Veranstaltung durch KMC Conrad und Kölncampus.
Alle Infos auf der Veranstaltungsseite.

Airman (© Stefan Vallbracht)
Airman (© Stefan Vallbracht)

Der Eintritt kostet euch im Vorverkauf 5 Euro und an der Abendkasse 7 Euro.
Aber jetzt und hier habt ihr die Chance, kostenlos an Eintrittskarten zu kommen. Wir verlosen 2×2 Karten und jeder der bis einschließlich 20. Januar diesen Blogbeitrag kommentiert, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Die Gewinner benachrichtigen wir per Mail. Viel Glück!

(ba)

Das fehlende Puzzlestück: unser neuer Digitizer

Die Technologie des 3D-Drucks erlaubt es, digitale Dateien in physische Objekte zu verwandeln. Damit arbeiten wir schon länger und das Interesse daran ist seit Februar 2013 ungebrochen. Der Übergang zwischen dinglich und digital lässt sich aber auch in der anderen Richtung vollziehen: vom Objekt zur digitalen Datei.
Interessanterweise ist diese Umkehrung eines der häufigsten Themen, denen wir uns bei der Präsentation des 3D-Druckers stellen. Das äußert sich dann in Fragen wie

 „… und wie komme ich jetzt an so ein 3D-Modell?“

oder

 „Kann ich meine Kaffetasse theoretisch auch einscannen?“

Die Antwort darauf können wir nicht nur begeistert bejahen, sondern jetzt auch auf den entsprechenden 3D-Scanner zeigen. Gestern haben wir den MakerBot Digitizer der Presse vorgeführt. Das Gerät kostet rund 1.400 Euro und scannt mittels einer Kamera und zwei Lasern Objekte ein, d.h. es generiert eine Punktewolke, die dann von einem Algorithmus zu einem 3D-Modell umberechnet wird, das wiederum ausgedruckt oder mit den gängigen CAD-Programmen bearbeitet werden kann. Es richtet sich ausdrücklich an Designer, Pioniere, experimentierfreudige Maker und early adopter – ist also bei uns genau richtig.
Im Vorfeld der Pressekonferenz haben wir schon eifrig herumexperimentiert und alles mögliche (und unmögliche) eingescannt. Wir haben gelernt, dass die Beschaffenheit des Objekts sehr maßgeblich für einen gelungenen Scan ist. Ding zu dunkel? Schwierig. Stofftier? Umrisse zu unklar. Ding durchsichtig oder reflektierend? Fast unmöglich.
Aber eben nur fast. Als Maker und Pionier lässt man sich von technischen Einschränkungen nicht abschrecken, sondern herausfordern. Eine günstige Lichtsituation (kein Tageslicht, keine Lichtquelle in die Kamera des Scanners) hilft dabei enorm – und dann kann man das zu scannende Objekt ja noch anpassen. Es gibt z.B. ein spezielles weißes Spray, das man auf einen zu dunklen Gegenstand aufsprühen und später wieder entfernen kann. Andere arbeiten mit Maismehl – oder Babypuder. Kleine Objekte stellt man einfach auf ein Podest, geometrisch schwierige Figuren scannt man mehrfach ein, die Software fügt es dann zu einem Modell zusammen.

Allerdings müssen wir ehrlich sein: Der Digitizer ist kein Ding-Kopierer. Kein Gerät, das exakte Duplikate von Gegenständen herstellt. Das ist – noch – Science-Fiction (aber das war 3D-Druck auch mal). Technisches Potenzial und menschliche Kreativität führen dann aber doch zu gelungenen Ergebnissen. So sind die Modelle eine zeitsparende Grundlage für 3D-Designer und es ist schlichtweg erstaunlich, dem “Internet der Dinge” und der fortschreitenden Verschränkung von digitaler und physischer Sphäre zuzusehen.
Der Digitizer ergänzt ab sofort unser Equipment im Makerspace auf der 4. Etage. Ihr könnt ihn (Edit 17.3.14: samstags von 10-15 Uhr) während unserer Öffnungszeiten eigenverantwortlich nutzen und mit ihm experimentieren.

 sa

Presseresonanz
http://www.koeln.de/koeln/3d-scanner-stadtbibliothek-makerspace-drucker_785675.html
http://www.report-k.de/Koeln/Lokales/Zentralbibliothek-mit-neuem-3D-Scanner-26535
http://www.rundschau-online.de/koeln/3-d-scanner-angebot-fuer-bastler-und-macher,15185496,25537910.html
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/koeln/article122616604/In-der-Stadtbibliothek-kann-jetzt-3-D-gescannt-werden.html

Herbstnews vom 3D-Drucker und zum 3D-Druck

Was soll ich sagen: Unser 3D-Drucker (aka 3-D-Drucker ;-)) ist nach wie vor heiß begehrt. Samstags kann er immer so richtig zeigen, was er auf dem Kasten hat, wenn ihr mit euren Dateien kommt! Ab sofort übrigens schon ab 10 Uhr bis bei uns die Lichter ausgehen!

Kugelbahn
Foto und Objekt: Tilmann Wendt

Ein besonders schönes und spannendes Objekt hat Tilmann neulich bei uns gedruckt. Sieht im ersten Moment nur wie ein quadratischer Würfel mit Durchlässen aus, in Wirklichkeit steckt aber viel mehr dahinter! Das Quadrat dient als eine Art Weiche und ist nun Teil eines Kugelbahnsystems.  Mit jedem Durchlauf wird die Richtung der Kugel gezielt gewechselt.
Dahinter steckt viel Bastelgeist :-). Genial!
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3D-Modell erstellt mit Blender von Tilmann Wendt

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Druckansicht mit Makerware

Vor einigen Tagen lief auf 3sat eine interessante Dokumentation zum Thema 3D-Druck. Dabei wurden viele verschiedene Bereiche angesprochen, in denen 3D-Druck schon angewendet wird und wo für die Zukunft Anwendungsmöglichkeiten gesehen werden. Außerdem konnte man in der Dokumentation auch eine andere Art von 3D-Druck als unsere kennenlernen, das Lasersintern.
Auch Forscher der Paläontologie haben sich zum Thema wieder gemeldet. Sozusagen die Deluxe-Version von unserer Kooperation mit der Universität Köln (Druck eines Schafsknochen aus Namibia, dessen Original für die Forschung beschädigt werden musste, wir berichteten) fand jetzt in Berlin statt. Mit Hilfe eines Computertomographen (der uns zugegebenermaßen noch fehlt ;-)), konnte ein nicht freigelegter Dinosaurierknochen aus einem Fossil ausgemessen und schließlich eine Nachbildung mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Dadurch blieb das Original unbeschädigt.
ck

“Das E-Book als Köder”

„Das E-Book als Köder? Lesen und anderer Medienkonsum von Kindern”. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse warf der Deutschlandfunk diese Frage in eine Expertenrunde und erwartete Aufklärung über den gegenwärtigen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem altersgemäßen digitalen Buchkonsum.

Von der Sendung Marktplatz eingeladen waren:

Und darum ging es im Einzelnen:

Kinder und Jugendliche lesen ihren Stoff längst auf dem Smartphone. Sie kennen sich mit E-books, Apps und Tablets aus. Sie sind in den Medien interaktiv unterwegs, aber was heisst das? Lassen sich so auch Lesemuffel – oft die Jungs – digital zur Lektüre verführen? Welchen Rollen spielen Inhalt und Form? Was macht technisch oder finanziell überhaupt Sinn in diesem Kontext? Was sollten Eltern über das Thema wissen? Wer an Antworten auf diese Fragen interessiert ist, kann sich gerne nachträglich die Sendung anhören.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktplatz/2209975/

Impressionen von “Webcomics – Die Notwendigkeit zu Bloggen”

Papier und Stift – mehr braucht man nicht, um einen Comic zu machen. Ok, man sollte schon zeichnen können, obwohl es auch dafür Gegenbeispiele gibt. Eigentlich eine dankbare Kunstform. Doch so ein Comiczeichner hat’s nicht leicht, und leben können nur ganz wenige davon. Bei unserer Veranstaltung „Webcomics – Die Notwendigkeit zu Bloggen“ plauderten drei ganz unterschiedliche Zeichner aus dem Nähkästchen und erzählten von den Licht- und Schattenseiten des täglichen Bloggens.

Die vorangestellte Lesung veranschaulichte das Spektrum, das die drei Blogger Wolfgang Buechs (digirev), Flix und Leowald abdecken. Da war alles dabei: Fiktives und Autobiografisches, Lachen, Weinen, Nachdenken, Romantik und Sozialkritik. Auch formal arbeiten die drei sehr unterschiedlich: Leowald zeichnet meist in vier quadratisch angeordneten Panels (“der Kochalka aus Köln” halt), Flix bevorzugt mittlerweile das Vinyl-Format mit freier Panelgröße, und auf Buechs’ Blog „Zuhause in der digitalen Revolution“ sind die Comics ineinandergeschachtelt wie beim Scrabble.
Doch die Freiheit in der Gestaltung hat verborgene Schattenseiten. Privatsphäre ist beim Bloggen z.B. ein heikles Thema. Wer aus seinem Leben erzählt, muss Rücksicht auf die dargestellten Personen nehmen. Wie ähnlich darf sich jemand im Comic sehen? Darf das eigene Kind gezeichnet werden? Erkennbar, so dass auch die Klassenkameraden erkennen können, wer gemeint ist? Und was am Wochenende in der Familie passiert ist?
Podiumsdiskussion
Oder der Druck, der sich aufbaut, wenn man regelmäßig Inhalte ins Netz stellt. Es kann immer vorkommen, dass im eigenen Leben gerade mal nichts Erzählenswertes passiert. Und einen Witz hat man ja auch nicht ständig auf Lager. Doch das Blog will gefüttert werden, die Leser erwarten neues Material. Überhaupt – die Statistik … Zuerst gibt sie Selbstbewusstsein. „Hey schau mal, da liest jemand meine Comics!“ Dann kommt die Sucht. Schnell noch mal schauen, ob wieder neue Leser dazugekommen sind. Hat das heikle Thema von gestern Leser gekostet? Und dann die Entscheidung, die Statistikfunktion im Blog ganz einfach abzustellen. Schließlich soll es ja auch noch Spaß machen. Denn zumeist ist das Bloggen Freizeit – bezahlt wird man dafür nur im Ausnahmefall wie bei Flix und seinen „Heldentagen“, die später noch als Buch bei Carlsen erschienen.
Die Zugriffszahlen auf das Blog geben jedenfalls überhaupt keinen Aufschluss über die Verkaufszahlen des Buchs – so die Erfahrungen aller drei Zeichner. Ein Blog kann zwar regelmäßig von vielen Lesern besucht werden, deshalb werden dann aber die Bücher mit Blogauszügen nicht unbedingt zu Bestsellern. Überhaupt hängt der Erfolg eines gebloggten Comics gar nicht unbedingt von seiner allgemeinen Qualität ab, sondern viel mehr vom Thema: Wenn es um Star Wars, Nutella oder Facebook geht, wird grundsätzlich häufiger geklickt und weiterempfohlen.
Es war ein höchst interessantes Gespräch, in das der Moderator Klaus Schikowski die drei Zeichner verwickelte. Eine entspannte Runde, in der den Zeichnern das Erzählen offensichtlich leicht fiel, geschuldet dem Fachwissen des Comicpublizisten Schikowski und seiner Nähe zu den Zeichnern. Nach der Podiumsdiskussion gab es noch Fragen aus dem Publikum und die Gelegenheit, am Stand des Webcomicshops kwimbi Comics zu kaufen und sich auch Mitgebrachtes signieren zu lassen. Eine der Publikumsfragen zielte darauf ab, welche Webcomics Flix, digirev und Leowald selbst lesen. Die Antworten geben wir hier dann einfach mal als Lesetipps weiter:
Comic-Tisch
Beetlebum 
Das Leben ist kein Ponyhof
Selektive Erinnerung
Kurt-Schalker-Seite mit Long- und Shortlist
Webcomics-Verzeichnis
(cd)

Zwischen Bastelstunde und Business: das stARTcamp 2013

Zu einem ordentlichen Barcamp gehört ein ordentliches Blogposting – als Nachlese, als Fazit, als Selbst-noch-einmal-Revue-passieren-lassen. Und nicht zuletzt gilt es, den Einsatz einiger weniger für viele Barcamper zu würdigen.
Ich hatte das Glück, die Stadtbibliothek in diesem Jahr – es war das dritte stARTcamp seiner Art – vertreten zu dürfen. Meine erste Dienstreise (zu meinem ersten Barcamp) versprach dann auch, für alle Zeiten die kürzeste zu bleiben: ca. 300 Meter trennen die Zentralbibliothek von der Karl-Rahner-Akademie, die Schauplatz des stARTcamps war. Entsprechend frisch und neugierig meldete ich mich dann bei Wibke Ladwig an, eine der drei Organisatorinnen. Als Sozialisierungshilfe gab es einen Button mit dem Namen sowie der Hinweis auf das obligatorische Kreppband, das bitte mit dem eigenen Twitternamen zu beschriften und ans Revers zu pappen sei. Gesagt, getan. Nach kurzer Kaffeebetankung trafen sich dann 130 (!) Menschen zur Eröffnung.
Eröffnung stARTcamp 2013
Ich war gespannt, wie sich so viele Menschen kollaborativ einspannen lassen, ohne dass es bisweilen zu für Barcamps eher untypischen “Frontalunterricht” kommt. Imponiert hat mir die Eloquenz der Veranstalterinnen und die Lockerheit der großen Runde. Wenn sich z.B. jeder von 130 Menschen kurz vorstellen soll, könnte das schnell verkrampft werden. Nicht so hier: Jeder sollte bloß drei Hashtags nennen, die zu ihm passen – diese Kurzform garantiert Kurzweile. Meine persönlichen Lieblings-Hashtags: #weltherrschaft, #niveauflexibel und (natürlich!) #katzen. Ich selbst stellte mich mit #3dprinting, #makerspace und #bullshitbingo vor.
Als nächsten Schritt wurden die “Sessions” zusammengestellt. Will heißen: Wer etwas zum stARTcamp beitragen will, tritt nach vorne, skizziert kurz seine Idee und sofern genug Handmeldungen zusammenkommen, landet die Session auf dem Tagesplan. Diese ad-hoc-Planung geht schnell, ist unkompliziert – und resultiert nicht nur in einem straffen Tagesplan, sondern auch in einem durchaus ansehnlichen Gesamtkunstwerk:
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Im schmerzlichen Bewusstsein, dass ich Michael Scholtens Schnick-Schnack-Schnuck-Turnier verpasse, weil ich berufsbedingt serious business machen muss, setzte ich mich also in die Smartplaces-Session von Frank Tentler. Smartplaces ist ein Projekt, das Orte oder Events im Kultursektor multimedial vernetzt. Das Ziel wäre dann u.a. eine stärkere Bindung z.B. eines Museumsbesuchers, indem er nach Betreten des Museums per Tweet auf eine Tasse Kaffee eingeladen wird. Diese und weitere Möglichkeiten fasste Frank unter dem Begriff Rabbithole zusammen, in das der Besucher – in Anlehnung an Lewis Carrolls Alice im Wunderland – gelockt werden müsse. Schönes Konzept, ganzheitlich gedacht und nicht ohne Anreiz für uns.
Als nächstes setzte ich mich in Ilias NtaisSocial Media Content Strategy Visualisation (puh). Trotz des abschreckend-neudeutschen Titels der Session sollte sie mein Lieblingsevent des Tages werden. Denn: Wir durften basteln! Ziel war es, das anzusprechende Publikum einer Institution (sei es Orchester, Museum oder Bibliothek) qua Schere und Papier zu segmentieren und sich anschließend in einer wild zusammengeworfenen Truppe Strategien für die jeweiligen Gruppen auszudenken. Frei nach dem Motto: Jede Idee ist willkommen. Diese Kreativtechnik berücksichtigt strukturiertes Vorgehen und ‘wildes Denken’ gleichermaßen und so konnten wir nach nur 20 Minuten als Gruppe, die noch nie zusammen gearbeitet hat, sehr gute Ideen für Museumsmarketing zusammentragen.
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Stefan Evertz‘ Vortrag zu Social Media Monitoring stand als nächstes auf meinem Zettel und informierte kompakt über die Grundbegriffe und Tools des Monitoring, also: Wer sagt was über mich im sozialen Web? Und wie komme ich da dran? Gleich danach stellte Rod Schmid sein Projekt Livekritik vor. Die Idee hinter der Webseite ist, dass es für alle möglichen Produkte im Web Bewertungen, Reviews und Rezensionen gibt – außer für Live-Events. Diese Lücke füllt das junge Unternehmen, indem es Nutzer Kritiken zu Konzerten, Lesungen usw. schreiben lässt. So richtig interessant wurde es aber, als Rod aus dem Nähkästchen eines Startups plauderte und Ideen für die Zukunft skizzierte.
In der letzten und sehr gut besuchten Session lauschten wir Patrick Möller, der uns erklärte, was Transmedia Storytelling ist. Nach einem Grundkurs in Narratologie ging es darum, das Geschichtenerzählen auf mehrere Medien (TV, Internet, Smartphone etc.) auszubreiten, ohne den Inhalt jeweils nur auf das andere Medium zu kopieren. Stattdessen sollten die Eigenschaften des jeweiligen Mediums genutzt werden, um der Geschichte neue Facetten zu verleihen. Im Ergebnis gibt es nicht mehr die eine Geschichte, die sich in dem einen Buch nachlesen lässt. Vielmehr wird der Nutzer medial ‘eingepackt’, was ein tieferes Eintauchen in die Geschichte erlaubt. Patricks Beruf ist es, sich solche Geschichten auszudenken und sie technisch umzusetzen. Toller Job!
Und zack, schon war Ende. Die fünf Sessions vergingen wie im Flug! Ein gutes Zeichen. Den drei Organisatorinnen, die sich Herbergsmütter nennen, sei auf’s Herzlichste gedankt für die liebevolle und inspirierende Atmosphäre. Den Mutigen, die eine Session veranstalteten, sei für wertvollen Input gedankt. Im nächsten Jahr komme ich (oder eine Kollegin :-)) sehr gerne wieder.
Fazit
Positiv

  • abwechslungsreiches Programm
  • Follower treffen 🙂
  • Suppe & Schnittchen
  • Input, Input, Input

Nicht-ganz-so-positiv

  • (in den von mir besuchten Sessions:) relativ viel Frontalunterricht (Vortrag + Powerpoint) mit wenig Interaktion
  • kein WLAN (stattdessen Livestream. Vorschlag: wenn Streamviewer weniger als Besucherzahl, dann lieber WLAN für die Anwensenden)

(sa)

Stadtbibliothek Köln im Dienst der Wissenschaft

Knochen und Druck korr

(Foto: © Heinrich-Barth-Institut e.V.)

Eine Anfrage besonderer Art hat uns kürzlich von der „Forschungsstelle Afrika” des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln erhalten. Diese benötigte unseren 3-D-Drucker in wissenschaftlicher Mission. Eine bedeutende Grabungskampagne in Namibia hatte unter anderem einen Schafsknochen zu Tage gebracht, der auch Auskunft über die Wirtschaft und Ernährung prähistorischer Menschen liefern kann. Invasive Untersuchungsmethoden beschädigen ein Original-Fossil meist weitgehend und es geht damit der Wissenschaft als haptisches Objekt verloren.
Die Technik des 3-D-Drucks kann heute eine präzise Dokumentation des Originals liefern. In einer spektakulären Aktion verwandelte unser MakerBot Replicator 2 die vorher vom Neanderthal Museum gefertigten hochauflösenden 3D-Scans in eine originalgetreue Replik des begehrten Schafknochens.
Der 3-D-Drucker steht im Makerspace auf der neu gestalteten Etage „4″ in der Zentralbibliothek am Neumarkt. Dort bieten wir jedermann Zugang zu neuen technischen Entwicklungen. Dabei geht es nicht nur darum, Bücher und Medien zu nutzen, sondern auch selbst kreativ zu werden und eigene Inhalte zu produzieren.
Schaut doch mal vorbei!
Weiterführende Informationen:
http://www.cceh.uni-koeln.de/rti
http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/bibliotheken-archive/zentralbibliothek/die4/
http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/lesen-und-lernen/12535/
http://stadtbibliothekkoeln.blog/2013/02/26/wir-haben-einen-3-d-drucker/
http://stadtbibliothekkoeln.blog/2013/03/27/der-erste-monat-mit-unserem-3d-drucker/
http://stadtbibliothekkoeln.blog/2013/06/22/was-wird-eigentlich-mit-eurem-3d-drucker-gedruckt/
ck

“Was wird eigentlich mit eurem 3D-Drucker gedruckt?”

Unser lieber 3D-Drucker läuft und läuft und euer Interesse und Spaß an der Sache lässt nicht nach. Wir finden das ganz prima!
Nun werden wir immer wieder gefragt, was unsere Besucher denn eigentlich bei uns ausdrucken.
Neben Schlüsselanhängern, Spielfiguren und dem Dom 😉 passiert an den Samstagen noch sehr viel mehr! Eine ganz kleine Auswahl stellen wir euch heute einmal vor.
Ganz frisch am Samstag zur Neueröffnung unserer “4” entstand diese Duschhalterung. Damit hat der Modellierer beim Duschen wieder beide Hände frei 🙂
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(Foto und Objekt: David Ziai)
Wir hatten auch schon verschiedene kreative Modellbauer zu Besuch. So entstanden Bauteile für Modellflugzeuge oder Lokomotiven. Hier eine – wie ich finde wirklich prachtvolle –  Preußische S1.
Preußische S 1
Preußische S 1
Desweiter konnte sich ein Oldtimer-Fan eine Scheinwerferkappe für sein Fahrzeug ausdrucken, das er selbst nachmodelliert hat und welches käuflich nicht mehr zu erwerben ist.
Auch sportlich ging es schon zu, als eine Kamerahalterung zur Befestigung am Fahrradhelm entstand.
Wer in letzter Zeit bei uns zur Vorführung des 3D-Druckers war, kennt dieses sympathische bunte Kerlchen schon. Mit Revell-Modellbaufarbe bemalt strahlt er uns jeden Tag entgegen. Vielen Dank an Sebastian, der uns das Modell als Vorführungsstück wieder zur Verfügung gestellt hat.
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(Fotos: Sebastian Kirchheiner. Sein Blog: bitbastler.info   Modell: http://www.thingiverse.com/thing:52922, von Sebastian Kirchheiner individualisiert)
Schon dieser kleine Einblick zeigt, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten mit unserem Makerbot Replicator 2 sind und wir sind immer wieder auf’s Neue gespannt und überrascht, welche Ideen unsere Besucher mitbringen.
Mehr Infos zu unserem 3D-Drucker:
1. Blogartikel zu unserem 3D-Drucker
2. Blogartikel zu unserem 3D-Drucker

ck

Impressionen von “Vergraemungen 2”

Nein, losgeworden sind wir ihn wirklich nicht mehr, den Vergrämer. Am 10.06., zeitgleich mit dem Erscheinen seines neuen Buches und am Vorabend seines Geburtstags, hatten wir Jan-Uwe Fitz (@Vergraemer) nach gut einem Jahr erneut bei uns zu Gast. „Wenn ich was kann, dann nichts dafür“ heißt das neue Buch, aber so recht konnte man ihm das nicht glauben. Hatte er doch wieder namhafte Twitterati mitgebracht, die ihm beim Vergrämen nach Leibeskräften halfen: @Menschette, @Lasermaki, @Wortmusik und @Hubertsrevier.

Eigentlich hätten wir den Abend auch gleich in „Blood, Sweat and Tears“ umbenennen können, denn Körperflüssigkeiten waren das vorherrschende Thema. Das Publikum wurde auf Herz und Nieren geprüft, vor allem aber die Mägen hatten einiges auszuhalten.
Dabei begann es noch fast harmlos. Der Gastgeber erzählte von seinem Arbeitsalltag als Taubenvergrämer, von Frauenleichen im Schlafzimmer und telefonierenden Tauben, und unterhielt wie immer in einer Mischung aus Charme und Hysterie. Für 2014 versprach er eine Hörbuchversion seines Buches, gelesen von der Synchronstimme von George Clooney. Wir harren der Dinge, die da kommen.
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Danach las @Wortmusik seinen ersten Text über einen Bücherstapel in einer Szenebuchhandlung. Wen Fitzens Frauenleiche irritiert hatte, durfte sich kurz entspannen und  über Beziehungskrisen lachen, bis @Lasermaki kam. Inspiriert vom Frühwerk Peter Jacksons, zeigte dieser die Folgen der Selbstvernachlässigung und was so alles im Bett passiert, wenn man da nicht mehr rauskommt. Schmutzig? Ja: Fruchtwasser, Milben, Schweiß … Damit nichts fehlte,  nahm er sich in seinem zweiten Text der studentischen Inkontinenz beim Vortrag von Referaten an. Auch die Frauenperspektive auf das Thema durfte nicht fehlen. @Menschette erzählte offenherzig vom Schrottwichteln mit Schwangerschaftshalbwissen im Geburtsvorbereitungskurs und den Ängsten und Nöten, denen die Schwangere ausgesetzt ist, wenn sie sich mit anderen austauscht, anstatt „Breaking Bad“ zu sehen. Was in den Texten an physiologischen Details fehlte, wurde per Tweet nachgereicht.
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Neu im Konzept der Lesung, aber eine große Bereicherung war die musikalische Begleitung durch Hubert Dingenskirchen mit seinem Emscher-Delta-Blues. Hubert (@hubertsrevier) war perfekt auf das Motto des Abends vorbereitet, bekannte sich als Stehpinkler und sang über Lola, die Frau aus PVC.

(c) @llesAnna
(c) @llesAnna

Seine getwitterte Unkenntnis, wie man ein Spannbetttuch zusammenlegt, mussten wir aber noch auf die Probe stellen. In einem kleinen Intermezzo traten zwei Zuhörerinnen, Kathrin und Alexandra, im Spannbetttuch-zusammenlegwettbewerb gegen Hubert an, der Vergrämer fungierte als Schiedsrichter. Kathrin legte in der Hälfte der Zeit zusammen und gewann (die CD von Hubert Dingenskirchen), Alexandra wurde als Zweite mit dem neuen Buch des Vergrämers getröstet, Hubert sah immerhin aus und gewann aufgrund seiner Schuhmode sicher neue Follower.
Ein sehr außergewöhnlicher und gelungener Abend, dem nur eines fehlte: die Anwesenheit von @_miel, die leider aufgrund der schlechten Zugverbindungen wegen des Hochwassers nicht kommen konnte. Wer noch mehr Bilder sehen möchte, dem seien die Kritzelbilder von Wibke Ladwig (@sinnundverstand) empfohlen, die mit leerem Akku zur Veranstaltung kam. Ihre Eindrücke des Abends hat sie in einem Flickr-Album festgehalten.
Das Event “Vergraemungen 2” war übrigens Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln.  Alle Infos finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Übrigens: Wenn ihr euch auf der mixxt-Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.
(cd)

Samstag, 15.06.: Musik, Medien, Makerspace – Eröffnung der „4“

Zentralbibliothek: Eröffnung der “4”
Völlig umgebaut und zu einem modernen Medialab umgestaltet hat die Stadtbibliothek ihre Musikbibliothek auf der vierten Etage.  Die Eröffnung ist am

 Samstag, 15. Juni 2013,

10 Uhr bis 16 Uhr

Programm:

Schnuppern Sie:

10:30 und 12:30 Uhr  3. OG Erstellung von 3-D-Modellen mit Patrick Geiss

11:30 Uhr  4. OG Sampling – vom Loop zum Song mit dem Drumcomputer 4.  og mit Alessandro Fama von „Moglebaum“

13:30 und 14:30 Uhr   4. OG Musik machen und Komposition mit dem iPad mit  Rebekka Hennig und Leon Beutel (Kaiserin-Augusta-Schule)

Lassen Sie sich informieren:

11:30 und 13:30  4. OG Uhr Backstage-Führungen durch die Zentralbibliothek

12:30 und 14:30 Uhr  4. OG Führungen durch die „4“

12.15 Uhr 4. OG Präsentation des Sonic Chairs

12.45 Uhr  4. OG Präsentation des Digital Signage-Screens

13.00 Uhr  4. OG Präsentation des DIN A3-Scanners

10:00 bis 15:00 Uhr  4. OG

Digitalisierung von Schallplatten an der Vinyl-Bar

 Druck von mitgebrachten Dateien

Digitalisierung von Fotos mit dem Scanner

M usikaufnahme und Mischen mit E-Gitarre,

E-Piano, Erstellung von Noten auf dem PC

Hören und singen Sie:

11:00 Uhr „Scant Attention“

EG Schülerband der Kaiserin-Augusta-Schule

12:00 Uhr „Kinder helfen Kindern, das ist doch klar!“

EG Kinderchor vom „Förderverein Kinder feiern den

Kindertag e.V.“ präsentieren ihren Song mit Tolga

13:00 Uhr Moglebaum – Elektronische Musik,

EG Live – Instrumente und Beats

15:00 Uhr „Frau Höpker bittet zum Gesang“