
Viele Kinder und ihre Eltern kennen Nina Moghaddam aus Fernsehsendungen wie „Toggo“ oder „DSDS – Das Magazin“. In unserer Stadtteilbibliothek Sülz war sie live als Lesestart-Botschafterin zu erleben: Um auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Stiftung Lesen durchgeführte bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ aufmerksam zu machen, las sie KiTa-Kindern aus dem Buch „Bitte anstellen!“ vor. Anschließend übergab sie den anwesenden Kindern gemeinsam mit Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, und Stephanie Lange, PR-Managerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets. Die Sets für dreijährige Kinder und deren Eltern enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern, die zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten werden.
Nina Moghaddam engagiert sich aus persönlicher Überzeugung für die Leseförderung: „Ich liebe Lesen! Als Kind haben mir immer meine Eltern vorgelesen und später, als mein kleiner Bruder auf die Welt kam, durfte ich ihm jeden Abend vorlesen. Dass ich heute als Moderatorin arbeite, habe ich sicherlich auch dem Lesen zu verdanken, denn schließlich gehört es zu meinem Job, mich ausdrücken zu können und selber Texte zu schreiben. Noch heute lass‘ ich mich lieber mit einem Buch in spannende Welten entführen als einen Film zu gucken.“

Auch Annette Beltermann, Lektorin bei der Stadtbibliothek Köln, freut sich über die Umsetzung des Lesestart-Programms in der Stadtteilbibliothek Sülz: „Regelmäßiges Vorlesen ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, deshalb sollten Bücher ein selbstverständlicher Teil des Familienalltags sein. Lesestart ist ein wunderbares Angebot, um Hemmschwellen bei eher leseunerfahrenen Familien mit kleinen Kindern abzubauen und aus diesem Grund beteiligen sich die Kölner Bibliotheken sehr gern an dem bundesweiten Programm.“
Die Stiftung Lesen wurde vor Ort durch Stephanie Lange vertreten, die betonte: „Im Rahmen von Lesestart setzen die Bibliotheken erfolgreich nachhaltige Impulse in der Leseförderung, wie auch die wissenschaftliche Begleituntersuchung zum Programm belegt. Im Schnitt haben teilnehmende Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot durch Lesestart um 36 Prozent pro Monat gesteigert. Außerdem haben 72 Prozent der Bibliotheken neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft.“ Die ersten beiden Programmphasen von Lesestart werden von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.
Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv), Borromäus-verein e. V., Evangelisches Literaturportal e. V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, ist die Stadtteilbibliothek Sülz und ihrer Leiterin Nicole James (links im Bild) zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.
Bilder Copyrights: © Stiftung Lesen / BMBF / Jan Knoff
56. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels
Vorentscheidung für den Regierungsbezirk Köln Nord in der Zentralbibliothek
Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels geht in zweite Regionalrunde. Hunderttausende lesebegeisterte Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen hatten sich im vergangenen Herbst am größten bundesweiten Lesewettstreit beteiligt. Die traditionsreiche Aktion zur Leseförderung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wurde 1959 ins Leben gerufen und zählt mit mehr als 600.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Schularten zu den größten und populärsten Wettbewerben für Schülerinnen und Schüler. Die jährliche Konkurrenz soll Kindern Spaß am Lesen vermitteln und das Interesse an Literatur wecken.
Nach den Ausscheidungen in rund 7100 Schulen im Bundesgebiet hat der Wettbewerb nun die Bezirksebene erreicht. In der Zentralbibliothek treten neun Schülerinnen und Schüler aus dem nördlichen Regierungsbezirk Köln am Montag, 23. März 2015, um 15 Uhr zum Bezirksentscheid an. Die Kandidatinnen und Kandidaten lesen aus selbst gewählten Kinder- und Jugendbüchern sowie aus fremden Texten vor. Eine Jury kürt nach der Bewertung von Textverständnis, -gestaltung und Lesetechnik zwei Siegerinnen oder Sieger. Zu den Jurorinnen und Juroren zählen unter anderem Vertreter der Buchhandlung Klaus Bittner und der Kinderzeitung „Känguru”.
Die erfolgreiche Leseförderungsaktion will Kinder ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen und aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Die eigenständige Buchauswahl und das Vorbereiten einer Textstelle sollen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Lektüre motivieren, Einblicke in die Vielfalt der aktuellen und klassischen Kinder- und Jugendliteratur vermitteln und zum gegenseitigen Zuhören sensibilisieren. Beim Vorlesewettbewerb machen junge Menschen die Erfahrung, dass Bücher zwischen Spannung, Unterhaltung und Information viele Facetten bieten und neue Horizonte eröffnen.
Durch den Wettbewerb führt die Moderatorin und Schauspielerin Britta Weyers, bekannt unter anderem als Außenreporterin bei der Sendung mit der Maus. Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Nach der Vorentscheidung im Regierungsbezirk führt der Wettbewerb über die Landesebene bis hin zum Bundesfinale am 17. Juni 2015 in Berlin.
Frühlingstanz auf Mallorca mit Maria und Nacho
Als Hommage an die Kraft der Erde, die Explosion des Lebens und der Farben sieht Maria de Mar Bonet ihre Lyrik im Lied „La Dansa de la Primavera”. Mallorca steht für diesen Rausch der Farben und berühmteste Sängerin der Insel schuf mit diesem Lied 1985 einen katalanischen Klassiker. Schon als Kind beschäftigte sie sich mit den Volksliedern der Balearen. 20jährig begann ihre Karriere gleich mit einem Aufführungsverbot, weil sie sich mit dem franquistischen Regime anlegte. Bekannt wurde sie als herausragende Interpretin der katalanischen Bewegung der Nova Cançó.
In den 80er Jahren beflügelte ihr Gesang die Phantasie des Choreographen Nacho Duato . Tänzerisch wie musikalisch ein Glücksfall für die Kultur Spaniens und international. Klang und Bewegung brachen damals zu neuen Ufern auf. Und bis heute bewahren der Tanz und das Lied mediterrane Frühlingsfrische.
gp
Ich lese gerade…„Der Bär kletterte über den Berg“ von Alice Munro
Ich liebe die Kurzgeschichten von Alice Munro, besonders „Der Bär kletterte über den Berg“.
Sarah Polley verfilmte 2006 die Story mit einer bezaubernden Julie Christie unter dem Titel „An ihrer Seite“.
Die Stadtbibliothek hat einfach alles, ob Buch, CD, DVD, E-book…somit habt ihr die Qual der Wahl 🙂
lab
Frühjahrsprogramm der Stadtbibliothek
Gespräche am Puls der Zeit und neues Mitmach-Format
Unter dem Motto „wissenswert – Themen am Puls der Zeit” begrüßt die Stadtbibliothek im Frühjahr zahlreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Musik und Wissenschaft.
Anlässlich der „litCOLOGNE” spricht Stefanie Junker am kommenden Montag, 16. März 2015, mit dem Musikprofessor Wolfgang Sandner, ein persönlicher Freund und Kenner von Keith Jarrett, über das Leben eines der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Am Flügel improvisiert Alexander Paeffgen.
Das neue Veranstaltungsformat mit Publikumsbeteiligung „scobel & winkels” startet erstmalig am Dienstag, 24. März 2015, nach der Leipziger Buchmesse. Die bekannten Publizisten und Moderatoren Gert Scobel und Hubert Winkels werfen einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Buchmessen, diskutieren über Neuerscheinungen und sprechen mit einem Publikumsgast, der sich vorher mit seinem Lieblingsbuch beworben hat.
Klaus Binders kongeniale Neuübersetzung des antiken Textes von Lukrez „De rerum natura” nehmen der Kölner Philosophieprofessor Andreas Speer und der Wissenschafts-journalist Gert Scobel am Mittwoch, 22. April 2015, zum Anlass, um mit Binder über die Entstehung der modernen Wissenschaften zu sprechen.
Am Mittwoch, 29. April 2015, ist Felix Klieser, ein junger Hornist, der kürzlich mit dem begehrten „Echo Klassik” geehrt wurde, zu Gast in der Zentralbibliothek. Klieser startete mit schlechten Voraussetzungen für einen Musiker, denn er wurde ohne Arme geboren. Mit der Journalistin Gisela Steinhauer spricht er über seinen Werdegang und darüber, wie er trotz Handicaps an die Weltspitze gelangte. Der Musiker gibt außerdem Kostproben seines Könnens.
Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie resümiert in seiner aktuellen Biografie seine persönliche Zeitgeschichte und die einer Generation, mit der sich fast alles veränderte. Sein Gesprächspartner in der Zentralbibliothek am Dienstag, 5. Mai 2015, ist der Autor und Orientalist Navid Kermani.
Frauen mit bischöflicher Vollmacht und Laien, die Sünden vergeben: Hubert Wolf, Professor für Kirchengeschichte, enthüllt in seinem aktuellen Buch „Krypta” Traditionen, von denen die Kirche heute nichts mehr wissen will. Im Gespräch mit Bernd Wacker, Theologe und Leiter der Karl-Rahner-Akademie, kommt am Mittwoch, 13. Mai 2015, Vergessenes ans Licht und Reformideen werden erörtert.
„Preußen? Nein danke!”: Das Heinrich-Böll-Archiv beteiligt sich mit einem Gespräch am Dienstag, 26. Mai 2015, zwischen Martin Stankowski, Jochen Schubert und Gabriele Ewenz zu Bölls kritischer Haltung gegenüber dem früheren Königreich an der überregio-nalen Themenreihe „200 Jahre Preußen am Rhein”.
Viele Literaturfreunde kennen die Ausgaben Heinrich Bölls im Deutschen Taschenbuch Verlag dtv, doch nur wenige den Graphiker der wundervollen Buchumschläge: Celestino Piatti. Ihm widmet das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek vom 19. Juni bis zum 12. September 2015 eine eigene Ausstellung. Anlass ist das Erscheinen des zweiten Bandes der Literatur in Köln (LiK)-Schriftenreihe mit dem Titel: „Jedes Buch hat ein Gesicht. Heinrich Böll und Celestino Piatti”, der im Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner erscheint.
Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Peter Bichsel stellt am Dienstag, 9. Juni 2015, im Gespräch mit Sandra Kegel sein aktuelles Buch „Über das Wetter reden” vor.
Für seinen Bestseller „Die Ökonomie von Gut und Böse” erhielt Tomas Sedlacek den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2012: Am Donnerstag, 11. Juni 2015, kommt der Prager Chefökonom nach Köln und spricht mit dem Chefkorrespondenten des Kölner Stadtanzeigers, Joachim Frank, über sein aktuelles Buch „Revolution oder Evolution. Das Ende des Kapitalismus?”.
Veranstaltungsort ist jeweils die Zentralbibliothek, Josef-Haubrich-Hof 1, Köln-Innenstadt.
Kooperationspartner des Kulturprogramms sind unter anderem die Buchhandlung Klaus Bittner, die Karl-Rahner-Akademie in Köln und die Universität zu Köln. Das Programm ist in den Einrichtungen der Stadtbibliothek, im Bürgerbüro am Laurenzplatz 4, Köln-Innenstadt, in ausgewählten Buchhandlungen und im Literaturhaus Köln erhältlich. Die Veranstaltungen der Stadtbibliothek sind auch im Internet unter www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/ abrufbar.
Frühling fühlen in Paris mit Jacques
https://www.youtube.com/watch?v=9iVsrFtOF1U
Alle, die jetzt draußen sein können, um am Frühling schnuppern, sind zu beneiden. Hier in Köln wird die Sonne gerade angebetet. Und in Paris soll es noch zwei Grad wärmer sein. Jacques Brel hat den Pariser Frühlingsgefühlen ein musikalisches Denkmal gesetzt und wer gleich im ersten Reim von „printemps” auf „vin blanc” kommt, kann nur beschwi…ngt sein.
„Printemps” heißt übrigens ein bekanntes Kaufhaus in Paris und warum es ausgerechnet da jetzt am schönsten sein könnte, wird hier verraten.
gp
Musikalischer Frühlingsputz mit Fats
Da poliert einer die Blätter, schüttelt die Bäume und dreht den Bach auf. „Spring cleaning“, nennt er das und flippt aus. Ein allzu vertrautes Gefühl, wobei die meisten es weniger lyrisch als praktisch angehen. Denn kaum strahlt die Sonne durch die Scheiben, steigt die Lust auf den Frühlingsputz der Wohnung. Dazu passt dieser Klassiker von Fats Waller (Jazzer, Swing-Ikone und Clown am Klavier).
Na dann: Nicht wie los gewienert mit dem Sound von 1937! Und nicht vergessen: Zwischendurch zur Abwechslung immer ein paar Tanzschritte.
Und wozu das Ganze? Fats weiß es: „Spring Cleaning getting ready for love!”
gp
Mit Literatur-Experten auf einem Podium? Sie können dabei sein!
„Das ist eine spannende Überraschungsgeschichte – so wie ein Ü-Ei im Supermarkt.” Erwartungsvoll freut sich Hubert Winkels (rechts) auf das jüngste Projekt unseres Kulturprogramms. Und Gert Scobel legt noch einen drauf: „Wenn man’s mit Musik vergleichen würde, dann wäre das so, als würde durch das Publikum eine bestimmte Tonart vorgegeben – und wir improvisieren. Da ist alles offen”. Das Publikum darf sich ebenfalls freuen. „Von Bücher und Buchmessen” wird in der neuen Reihe „scobel & winkels” die Rede sein. Auf der Bühne geht es um Themen, die uns um die Ohren fliegen: Hypes und Flops, Preise, Rekorde und was sonst so auf einer Messe für Aufreger sorgt.
Der Clou: ein Gast aus dem Publikum kommt aufs Podium und diskutiert mit. Und zwar über den von ihm vorgeschlagenen Lieblingsklassiker. Scobel: „Klassiker sind nicht ohne Grund Klassiker geworden. Sie setzen Maßstäbe!” Winkels zum Format: „Grade in der Zeit, da Bücher als Medium in Frage stehen, müssen sie in anderer Form zirkulieren.”
Termin:
Dienstag, 24. März, 20 Uhr
Zentralbibliothek am Neumarkt
Lust auf diese Herausforderung bekommen? Bewerben sie sich bis zum 15. März mit Ihrem Lieblingsklassiker. Schreiben Sie uns unter:
www.stadt-koeln.de/scobel-winkels
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Minecraft, Mario Kart und Montagsmaler – Nacht der Bibliotheken
Am späten Freitag Nachmittag war es endlich soweit – rund 20 Kinder zwischen 10 und 12 Jahren versammelten sich in der Kinderbibliothek um gemeinsam Dr. Ghosthackers Pläne zu vereiteln. Dieser plante die Helden der Kinder mithilfe der Creeper aus Minecraft zu entführen.
Nach der ersten Spurensuche in Minecraft, mussten die virtuellen Hinweise in der Bibliothek gefunden werden.
Petra Creeper – Dr. Ghosthackers böse Assistentin – war Mitglied in der Bibliothek geworden und hatte ein Minecraft-Buch ausgeliehen. In dessen Seiten versteckten sich gleich mehrere Aufgaben, die die Fähigkeiten der Kinder unter Beweis stellen sollten. Es begann mit dem bekannten Spiel Montagsmaler – allerdings in Minecraft. Zweierteams bauten ihre Helden nach, die die restlichen Teilnehmer erraten mussten. Von Pikachu, Mickey Mouse bis Harry Potter war alles vertreten. Erfolgreich konnte ein erstes Puzzleteil erspielt werden.
Weiter ging es in Viererteams in Rennen gegen Dr. Ghosthacker in Mario Kart. Runde um Runde wurde der Abstand verkleinert und schließlich erfolgreich der Sieg davon getragen.
Mit den bereits vorhandenen Hinweisen wurde inzwischen die Spur von Dr. Ghosthacker und seiner Assistentin Petra Creeper aufgenommen und ein Koffer konnte sichergestellt werden. Leider fest verschlossen – also ging die Suche nach dem passenden Zahlencode weiter.
Im nächsten Schritt wurden einem mutigen Freiwilligen die Augen verbunden und er bekam eine kleine Kamera um den Kopf geschnallt. Das Bild der Kamera wurde per WLAN auf den großen Bildschirm übertragen und alle Teilnehmer mussten nun durch findige Zurufe Zusammenstöße mit Regalen und Tischen verhindern. Ziel der Navigation waren Kartons mit Buchstaben aus denen das Lösungswort zusammengesetzt werden musste. Nach gemeinsamere Knobelei setzten die Kinder erfolgreich das Wort “Skylanders” zusammen – ein bekanntes Spiel zu dem hier mehr zu lesen ist: Skylanders Turnier.
Mit dem Lösungswort erhält die Gruppe das letzte Puzzleteil und kann einen QR-Code zusammensetzen. Dieser ist schnell eingescannt und die Kombination für das Zahlenschloss des Koffers herausgefunden. Mit dem Wissen aus den gewonnenen Minecraft-Büchern und der Creeper-Figur aus unserem 3D-Drucker konnten die Teilnehmer im Anschluss erfolgreich Dr. Ghosthacker Pläne vereiteln.
Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Nacht der Bibliotheken NRW und in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW statt.
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Wenn eine Bibliothek ein Filmportal erschafft
Die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover hat etwas sehr Spannendes erschaffen. Ein Portal für wissenschaftliche Filme: av.getinfo.de. Jetzt könnte man fragen, warum die TIB nicht einfach herkömmliche Videoportale mit eigenem Kanal benutzt?
Das hier entstandene Videoportal erschließt das Videomaterial in vielfacher Form und so wird es viel durchsuchbarer und detaillierter dargeboten, als das andere Dienste leisten könnten. Bei Youtube zum Beispiel werden eigentlich nur die beigefügten Texte und Schlagworte oder der Titel erschlossen. Das heißt nur die Informationen die dort stehen, können auch gefunden werden. Wenn es aber im Video noch andere Aspekte gibt, die nicht in diesen Angaben stehen, dann sind sie für die Suche erst einmal unauffindbar. Die TIB lässt aber über jeden Film, der hinzukommt, einige Software laufen, um viel erweiterndes Datenmaterial zur Erschließung der Materialien zu gewinnen. Das Ergebnis ist erstaunlich und kann sich sehen lassen.
So wird zuallererst geprüft, aus welchen Szenen ein Film besteht und ein visuelles Inhaltsverzeichnis entsteht, durch das man schnell bestimmte Elemente (wieder-)finden kann. Mancher Videodienst, den man online findet, bietet so etwas bereits in kleinerer Form auch schon an, wenn man mit der Maus über den Fortschrittsbalken fährt. Eine weitere Software prüft die Abbildungen hinsichtlich enthaltener Textelemente, wie zum Beispiel textuelle Einblendungen. Die daraus gewonnenen Begriffe werden mit weiteren Daten, wie dem von der Software erkannten Bildinhalt (z.B.: Animation, Vorlesung, Maschine, etc.) kombiniert. Anschließend gleicht eine weitere Software die erkannten Begrifflichkeiten mit Datenbanken im Hintergrund ab und versieht das verwendete Vokabular mit Ober- und Unterbegriffen, die dazu in Beziehung stehen und ergänzt auch Synonyme oder anderssprachliche Terme (so wird auch eine englische Suche möglich, bei deutschen Daten).
Es entsteht eine große Datenbasis, die dann bei der Recherche abgefragt werden kann. Ganz nebenbei wird auch der Inhalt der Filme klassifiziert und bestimmten sachlichen Genres zugeordnet.
Das klingt alles ziemlich verwirrend und umfangreich. Es dient aber alles dazu, Inhalte, die Wissenschaftlern oder anderen interessierten Menschen verborgen bleiben würden, besser auffindbar zu machen. Ebenfalls verschriftlicht und in den Suchindex aufgenommen wird das gesprochene Wort, welches unter Audiotranskript zu finden ist. Im Prinzip soll so jedes gesagte Wort auffindbar werden. So ein Audiotranskript bietet natürlich auch Tücken und gesprochene Worte zu erkennen ist für Software nicht so leicht, wie man spätestens feststellt, wenn man versucht ähnliche Technologien mit eigenen Geräten zu verwenden (z.B. Siri, Google Now, etc.). Versuchen Sie mal mit dem Diktierprogramm Ihres PCs (vorausgesetzt Sie haben ein Mikrofon) einen Text einzusprechen, der genau erkannt wird, und Sie werden sehen, dass es Schwierigkeiten geben wird. Viel wichtiger als die genaue Erkennung jeden Füllwortes sind dabei erkannte Wörter, die auch gesucht würden. Diese führen dann bei einer Erkennung zu einem Treffer bei der Suche und bieten so einen weiteren Sucheinstieg. 
Die automatisierte Medienanalyse dieses Portals, die das komplette Füllhorn an Software im Hintergrund umfasst, befindet sich in einer Beta-Phase und es wird bestimmt an vielen Ecken und Enden noch geschraubt und getüftelt, daher wird sich zeigen, wie perfekt die einzelnen Tools werden können und was in der Zukunft vielleicht noch hinzukommt.
Das Videospektrum der TIB richtet sich natürlich hauptsächlich an wissenschaftliche Nutzer, doch für Schüler, die für Ihre Facharbeit in den wissenschaftlichen Startlöchern stehen oder interessierte Nutzer finden wir das Thema unbedingt interessant und daher zeigen wir das neue Tool der TIB auch heute hier. Hoffentlich konnte das sehr bibliothekarische Tool, was bei uns auf jeden Fall auf Begeisterung stieß, weitere Fans finden.
Einfach mal ausprobieren und ein bisschen mit den Möglichkeiten spielen und versprochen, manche der Videos sind unterhaltsamer oder interessanter als viele Youtube-Videos.
bp






