Von Werther bis Harry Potter – Ein Psychiatrischer Streifzug durch die Literaturgeschichte
„Helden auf der Couch“ von Claudia Hochbrunn und Andrea Bottlinger „In diesem Buch nehmen sich eine Literaturwissenschaftlerin und eine Psychiaterin gemeinsam berühmten fiktiven Figuren der Literatur an, um sie auf humorvolle Weise zu analysieren, auf die Couch zu legen und das Spielchen – was wäre, wenn sie rechtzeitig zum Psychiater gegangen wären – durchzuexerzieren. Hätte es überhaupt etwas geändert? Lag es in den Charakteren selbst oder doch eher in der Umwelt?“ Dieser Absatz aus dem Vorwort trifft es ziemlich gut. Obwohl ich kein Freund von Literatursammlungen bin und mich mit Sachbüchern schwer tue, ist dieses Buch eine wahre Freude. Leicht und unterhaltsam kommt es daher. Die Autorinnen nehmen dabei kein Blatt vor den Mund. So werden die Werke nicht nur in den zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext gestellt, sondern auch einzelne Charaktere analysiert. „König Artus, oder : Wie Frauen alles ruinieren“ „Fifty Shades of Grey – der Bestseller, von dem keiner weiß, warum er ein Bestseller geworden ist“. Für mich ist dieses Buch eine echte Überraschung. Ich habe nicht nur viel über berühmte Werke erfahren und ganz neue Einblicke in ihre Geschichten bekommen, ich konnte vor allem viel lachen. Etwas das man in diesen Zeiten gut gebrauchen kann. Außerdem passt auch der Titel hervorragend in diese verrückte Zeit des kollektiven Home-Office-Arbeitens und zu-Hause-bleiben-Müssens. Für alle Helden da draußen auf ihren Couchen und Sofas. 😉
Gerade jetzt hat man Zeit, zu Hause frisch zu kochen und sich an neuen Rezepten zu versuchen. Also warum nicht mal wieder in einem Kochbuch blättern und sich von der vegetarischen Küche begeistern lassen? Denn für Vegetarier müssen es nicht immer nur Nudeln mit Tomatensauce sein. Das goldene Kochbuch von GU bietet über 440 vegetarische Rezepte aus aller Welt zum Ausprobieren und Nachkochen. Hier findet man sowohl schnelle Rezepte für jeden Tag als auch beeindruckende Gerichte für Gäste. Auch für die kleinen Esser sind einfache und leckere Rezepte dabei. Wie wäre es zum Beispiel mit einem sommerlichen Glasnudelsalat oder einem süßen Orangen-Carpaccio mit Rotweinsauce? Als praktischen Wegweiser gibt es den Rezept-Quickfinder, der dabei hilft, ein bestimmtes Rezept zu finden oder sich einfach durchs Buch durchzuprobieren. Die „Küchenpraxis“-Seiten bieten Tipps und Tricks zur Verarbeitung der Zutaten und nützliche Lebensmittelkunde. GUs Kochbuch ist nicht nur für Vegetarier, sondern auch für alle neugierigen Entdecker und Über-den-Tellerrand-Schauer eine absolute Empfehlung. Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!
Es war ein wunderschöner Ostersamstag, als der Osterhase in seine Werkstatt zurückkehrte. Er war bereits sehr fleißig gewesen und hatte schon viele Ostereier bunt bemalt. In dieser Nacht würde er sie alle verstecken, damit die Kinder sie morgen suchen gehen konnten. Noch war er aber nicht ganz fertig. Er war neue Farbe holen gegangen, um die restlichen Eier fertigzubekommen. Doch als er wieder in seine Osterwerkstatt zurückkehrte, die sich ganz versteckt im Wald befand, wurde er stutzig. Irgendetwas… stimmte nicht. Nachdenklich sah er sich um. Doch, hier war definitiv etwas anders! Hier fehlte doch etwas! Findest du heraus, was sich alles in der Werkstatt verändert hat? Copyright: Stadtbibliothek Köln Copyright: Stadtbibliothek Köln
Oh nein! So viele Dinge waren gestohlen worden! Wie unordentlich es jetzt hier aussah! Und das einen Tag vor der Ostereiersuche! Wer machte denn so etwas? Völlig verzweifelt lief der Osterhase in seiner Werkstatt hin und her. Er überlegte fieberhaft, was er jetzt machen sollte. Da fiel ihm etwas am Boden auf. Da waren Farbkleckse. Nein… Pfotenabdrücke! Und der Osterhase erkannte auch sofort, zu welchem Tier diese Spur gehörte: dem Fuchs! Verärgert kräuselte sich die Nase des Hasen. Das hätte er sich ja denken können, dass der listige Fuchs dahintersteckte! Na, der konnte was erleben! Er musste schleunigst zu ihm und sich die gestohlenen Sachen wiederholen. Der Osterhase ging hinaus und lief zielstrebig zum Fuchsbau. Es war ein sehr langer Weg. Er musste sich sputen, damit er noch heute mit seiner Arbeit fertig werden konnte. Lauf mit dem Osterhasen von seiner Werkstatt zum Fuchsbau. Findest du den richtigen Weg? Copyright: Stadtbibliothek Köln
Als der Osterhase den weiten Weg durch den dichten, verworrenen Wald geschafft hatte, sah er endlich den Fuchsbau. Zielstrebig lief er darauf zu und rief nach dem Fuchs. Doch er bekam keine Antwort. Vorsichtig steckte er den Kopf hinein, um im Inneren des Baus nachzusehen. Doch es schien niemand da zu sein. Der Osterhase verschränkte die Arme und trommelte nachdenklich mit seinem Fuß. Da begegnete ihm eine Maus, die mitbekommen hatte, dass der Hase den Fuchs suchte. Sie erzählte ihm, dass sie den Fuchs vor ein paar Stunden gesehen hatte. Dieser hatte einen großen Sack getragen und den Bau verlassen. Aber wohin er gegangen war, wusste auch sie nicht. Der Osterhase bedankte sich bei ihr und überlegte. Wo könnte der Fuchs denn noch sein? Welche Hinweise hatte er bisher? Half ihm das vielleicht weiter? Hilf dem Osterhasen bei seinen Überlegungen und finde heraus, wohin der Fuchs gegangen sein könnte. Copyright: Stadtbibliothek Köln
Hm, könnte das sein? War der Fuchs vielleicht dorthin gegangen? Er wusste, dass man ihn dort öfter mal antreffen konnte. Da er sonst nicht wusste, wo er ihn suchen sollte, wollte er es dort versuchen. Er hoppelte in die Richtung. Nach einiger Zeit verschwanden das dichte Dickicht und die Bäume und machten Häusern und Straßen Platz. Oh je, wie sollte er den Fuchs hier bloß finden? Das war so ein großer Ort! Aber der Osterhase konnte und wollte nicht aufgeben. Voller Entschlossenheit suchte er den Fuchs überall. Kannst du den Fuchs finden? Größeres Wimmelbild
Copyright: Stadtbibliothek Köln / 3D-Objekte aus der Paint 3D-Bibliothek Da war er! Dort saß er mit all seinen Sachen. Er hatte sich die Malerschürze umgebunden. Ein Farbeimer stand neben ihm, den Pinsel hielt er in der Hand und… er malte die geklauten Eier bunt an? Verwundert, aber auch verärgert, trat der Osterhase zum Fuchs. Erschrocken ließ dieser den Pinsel fallen. Der Osterhase stellte den Fuchs schließlich zur Rede. Mit hängenden Ohren und voller Schuldgefühle sah der Fuchs zu Boden und entschuldigte sich. Er hatte die Eier gar nicht für sich haben wollen. Nun, anfangs schon, als er in die Werkstatt eingebrochen war. Allerdings hatte er da die vielen bereits bemalten Eier gesehen. Er war beeindruckt von der Arbeit gewesen, die dahintersteckte. Da packte den Fuchs der Ehrgeiz. Er hatte dem Osterhasen die Arbeit abnehmen und ihn mit den fertig bemalten Eiern überraschen wollen. Und damit es eine Überraschung blieb, konnte er sie natürlich nicht in der Werkstatt bemalen. Kurzerhand hatte er sich die noch unbemalten Eier sowie das Werkzeug des Osterhasen geschnappt und war damit in seinen Bau geflüchtet. Dummerweise hatten das aber andere Tiere mitbekommen. Er hatte befürchtet, dass der Osterhase ihn in seinem Bau finden könnte, bevor er mit seiner Arbeit fertig war. Also hatte der Fuchs erneut alle Sachen zusammengepackt und war schließlich hierher geflüchtet. Dass der Osterhase ihn auch hier finden würde, damit hatte er nicht gerechnet. Nun war der Fuchs traurig, weil ihm seine Überraschung nicht gelungen war. Doch der Osterhase war ganz gerührt davon, dass gar keine böse Absicht hinter alldem gesteckt hatte. Lächelnd schlug er dem Fuchs vor, dass sie doch die restlichen Eier zusammen bemalen könnten. Der Fuchs freute sich, dass der Osterhase ihm nicht mehr böse war und willigte ein. Sie nahmen alles mit und kehrten in die Osterwerkstatt zurück. Gemeinsam ging dann die Arbeit auch viel schneller voran und alles wurde rechtzeitig fertig. Der Osterhase bedankte sich beim Fuchs für die Hilfe. Der Fuchs versprach, dem Hasen auch nächstes Jahr wieder zu helfen. Doch dann würde er ihn einfach direkt fragen und das mit der Überraschung lieber sein lassen. Hilf dem Osterhasen und dem Fuchs, die Ostereier schön bunt zu bemalen. Hier ist das Ausmalbild Ostern zum Ausdrucken. Copyright: Stadtbibliothek Köln
Das komplette Rätsel als PDF-Datei findet ihr hier: Osterrätsel
Die Stadtbibliothek Köln wünscht euch frohe Ostern!
Lösungen Osterrätsel Copyright: Stadtbibliothek Köln / 3D-Objekte aus der Paint 3D-Bibliothek
Endlich Ferien! Die Probephase des Homeschooling ist erst einmal vorbei, und unsere Kinder haben wieder mehr Zeit für eigene Aktivitäten. Leider macht uns Corona aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Draußen spielen geht nur in Maßen, und dann auch nur in Zweiergruppen. Lesen ist da eine gute Alternative – das geht überall, egal ob im Bett, auf dem sonnigen Balkon oder in einem Indianerzelt im Kinderzimmer. Warum nicht mal einen Leseplatz so gestalten, dass er auch zum Buch passt? Viele Kinder freuen sich aber auch über einen zusätzlichen Ansporn, über etwas Gaming bei der sonst so stillen Beschäftigung. Daher möchten wir euch unseren Leseclub vorstellen. Er richtet sich an Kinder zwischen 6 und 15 Jahren. Spannend ist da im Moment vor allem das Lesetagebuch. Die jungen TeilnehmerInnen können zu jedem gelesenen Buch einen Tagebuchzettel ausfüllen. Je nach Alter werden unterschiedliche Fragen zum Inhalt und zu den Charakteren gestellt. Auch Sachbücher können angegeben werden. Schwein Lisa, Kuh Rosi und Cowboy Klaus Für jedes so nachgehaltene Buch gibt es Punkte, die gesammelt und dann gegen attraktive Preise eingelöst werden können. Wenn euer Kind nun noch gar nicht 6 Jahre alt ist, aber ihr trotzdem schon viele Bücher zusammen lest, dann könnt ihr auch bei Papalapap mitmachen, unserem Programm für die jüngsten LeserInnen. Hier werden keine Fragen beantwortet, sondern gemalt, was das Zeug hält. Zu jedem Buch ein Bild – das ist auch für später eine schöne Erinnerung! Vielleicht kennt ihr das alles ja auch längst, weil euer Kind schon seit langem am Leseclub teilnimmt. Schließlich machen schon über 6000 Kinder beim Leseclub mit! Wir haben deshalb beschlossen, euch die Tagebuchblätter auch zu Hause zur Verfügung zu stellen. Solange die Bibliothek noch geschlossen ist, könnt ihr bei Bedarf einfach einen neuen Zettel ausdrucken, den euer Kind dann ausfüllen oder ausmalen kann.
Hier sind also die Vordrucke: Papalapap Sachbücher_6-15 Leseclub_13-15 Leseclub_10-12 Leseclub_6-9 Es empfiehlt sich übrigens, die Leseclub-Zettel im DIN A5-Format auszudrucken – so machen wir das auch, das spart Papier 🙂 Nur die kleinen Papalapap-KünstlerInnen brauchen viel Platz zum Austoben. Die dürfen gern auf DIN A4 malen. Wir freuen uns schon auf eure Beiträge!
Die heutigen Empfehlungen sind alle als eBook bzw. als eAudio („Die Pfaueninsel“) in der E-Ausleihe vorhanden.
„Pawlowa“ von Brian Sewell
Manchmal weiß man, dass man ein Buch allein aufgrund seines Einbands lieben wird – so wie bei diesem Buch. Wenn man eine bestimmte Art von britischem Roman mag, wie z.B. „Miss Pettigrews großer Tag“, wird man dieses Buch lieben.
„Die Pfaueninsel“ von Thomas Hettche
Thomas Hettche erzählt die Geschichte der kleinwüchsigen Geschwister Marie und Christian, die im 19. Jahrhundert beim königlichen Hofgärtner Ferdinand Fintelmann auf der Pfaueninsel aufwachsen. In einer Zeit von Technisierung, Industrialisierung und großen gesellschaftlichen Veränderungen, in der auch die Insel einer steten gärtnerischen Umgestaltung unterworfen ist, scheint Marie die einzige Konstante zu sein. Sie überlebt die meisten Inselbewohner, die da kommen, neben allerlei wechselnden exotischen Tieren, Pflanzen und Landschaften verweilen und schließlich wieder gehen.
„Der Typ ist da“ von Hanns-Josef Ortheil
Erstens ist es von Ortheil, also ist es gut geschrieben. Zweitens spielt es in Köln – noch ein Grund, es zu mögen.
„Ein ganzes Leben” von Robert Seethaler
Einfach und sehr präzise schildert Robert Seethaler das Leben des Andreas Egger, der als Kind nach dem Tod der Mutter zu seinem Onkel in ein österreichisches Tal kommt. Egger wird Knecht, später Arbeiter in einem Trupp, der eine der ersten Bergbahnen baut. Er lernt Marie kennen und lieben und verliert sie wieder. Völlig unaufgeregt erzählt das Buch die Lebensgeschichte eines Menschen mit all ihren Höhen und Tiefen. Berührend der Protagonist, der sein Schicksal annimmt, ohne sich je zu beklagen.
In einer Welt, in der es nur Hexen und Zauberern bestimmt ist, Magie anzuwenden, wünscht sich das Mädchen Coco nichts sehnlicher, als eine Hexe zu sein. Da sie nicht mit magischen Kräften geboren wurde, scheint ihr Traum zunächst unerreichbar. Als der Zauberer Quiffrey eines Tages in ihrem Dorf auftaucht, kann Coco nicht anders, als ihn heimlich beim Wirken von Magie zu beobachten. Dabei stößt sie auf ein streng gehütetes Geheimnis. Nach einer Reihe unglücklicher Ereignisse nimmt Quiffrey Coco bei sich auf und sie darf zum Hexenlehrling in seinem Atelier ausgebildet werden. Das Leben im Atelier ist nicht immer einfach, aber gerade die Beziehung unter den Lehrlingen sorgt für viel Witz und Spaß an der Geschichte. Die Magielehre ist sehr kreativ gestaltet und man lernt als Leser fleißig mit Coco mit. Wer gerne Fantasy liest, ist hiermit gut aufgehoben. Auch für Nichtmangaleser ist diese Geschichte ein schöner Einstieg in die Mangawelt. Bisher sind 6 Bände erschienen.
Wer sich für Queen Elizabeth II interessiert oder einfach mal ein unterhaltsames Buch lesen möchte, ist mit „The wicked wit of Queen Elizabeth II“ von Karen Dolby gut beraten. Damit der Witz und die Schlagfertigkeit von Queen Elizabeth II nicht verloren gehen, ist dieses Buch bisher nur auf Englisch erschienen. Queen Elizabeth II ist seit 1952 souveränes Oberhaupt und Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland sowie von 15 weiteren, als Commonwealth Realms bezeichneten, souveränen Staaten einschließlich deren Territorien und abhängigen Gebieten. Ein jeder kennt sie, viele lieben und verehren sie und vielleicht können sich auch Kritiker nach dem Lesen dieses Buches für sie begeistern. Was vielleicht nicht jeder weiß: Sie hat einen großartigen Humor, der in diesem Buch anhand von realen Begebenheiten aufgezeigt wird. Ein Beispiel vom Klappentext: „Occassionally a little out of tune with popular culture, she inadvertently asked the guitar legend Eric Clapton, ‘Have you been playing long?’“ Auch die berühmten verbalen Ausrutscher von Prinz Philip und Anekdoten vom Rest der königlichen Familie kommen nicht zu kurz. Am besten mit einer guten Tasse Tee zu genießen. 🙂
Wir möchten hier in unregelmäßigen Abständen Bücher vorstellen, die uns sehr gut gefallen haben. Ob alt oder neu – alles ist dabei. Beginnen möchten wir mit der Reihe
„Florentinische Morde” von Beate Boeker
Florenz ist der Dreh- und Angelpunkt dieser spannenden und vor allem heiteren Krimireihe. Dabei stehen Carlina Mantoni (Besitzerin eines kleinen, aber feinen Dessousladens) und Commissario Garini im Mittelpunkt des Geschehens. Alles wäre wunderbar, wäre da nicht Carlinas Großfamilie, die sich ständig einmischt. Da wäre zum Beispiel Mama Fabiola, die stets ein kleines Kissen mit sich rumschleppt, um den Kopf ablegen zu können, falls sie schlafen möchte (auch in der Kirche) oder Onkel Teo, der Bruder ihres verstorbenen Großvaters, der, obwohl über 80, meint, den Commissario als verdeckter Ermittler unterstützen zu müssen. All dies und die Tatsache, dass alle unter einem Dach wohnen, machen die Geschichten herrlich komisch. Liebt man eher psychologisch anspruchsvolle Thriller, ist man hier sicherlich fehl am Platz. Mag man aber keine blutrünstigen Schauplätze und möchte einen Krimi mit humorvollem Ambiente, so kommt man hier voll auf seine Kosten. Die Reihenfolge der bisher erschienenen Titel:
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Vielen ist Brigitte Fassbaender als gefeierter Opern-Weltstar in Erinnerung – insbesondere in ihrer Glanzrolle des Octavian im „Rosenkavalier“von Strauss. Nachdem sie in jungen Jahren an der Münchner Staatsoper engagiert war, führte sie ihr Weg auf die bedeutendsten Bühnen dieser Welt bis sie ihre Gesangskarriere vor 25 Jahren aus freien Stücken beendete. In ihrer Autobiographie „Komm‘ aus dem Staunen nicht heraus“ blickt die mittlerweile 80-Jährige auf ein überreiches Leben, erzählt von großen Künstlern, denen sie begegnet ist, von Glanz und Elend des Sängerberufs und, vor allem, vom Glück der Musik. Wir freuen uns daher sehr, Opern-Star Brigitte Fassbaender am 26. März um 19.30 Uhr bei uns in der Zentralbibliothek als Gast begrüßen zu dürfen und mit ihr gemeinsam über ihr autobiographisches Werk zu sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung von Louwrens Langevoort, Leiter der Kölner Philharmonie und Geschäftsführer der KölnMusik GmbH.
In ihrem klugen, zutiefst menschlichen Buch spricht Fassbaender von den Opern und Liedern, die ihr am Herzen lagen, vom Ethos des Sängerberufs und den Momenten der größten musikalischen Erfüllung. Freimütig schreibt sie auch über schwierige Themen, etwa über die Qualen der Wechseljahre für eine Sängerin, über eigene Versäumnisse, über Männermacht und Machtmissbrauch. Von der Kunst allerdings konnte sie sich nie so richtig lossagen: Nachdem Fassbaender ihre Gesangskarriere beendete, begann sie eine zweite Karriere als Regisseurin und Intendantin. Seither hat sie mehr als 80 Inszenierungen auf die Bühne gebracht. Die Veranstaltung findet in der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ statt. Der Eintritt kostet acht Euro und vier Euro für Schüler, Studenten und Köln-Pass-Inhaber. Karten gibt es im Vorverkauf über KölnTicket und an der Abendkasse. (Text: Maria Koch)