Weltpremiere auf der Berlinale: Ein Bibliotheksfilm

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“The laurels for soulfulness go to Austrian Michael Glawogger”, jubelte bereits The Hollywood Reporter über den Beitrag des Dokumentarfilmers, der sich mit der russischen Nationalbibliothek befasst. Sein Film ist Teil eines 3-D-Pojektes über die Seele von Bauwerken, der in der Festivalsektion „Berlinale Special” heute seine Weltpremiere in Berlin feiert. Sechs 26minütige Episoden von sechs Filmemachern vereinigen sich unter dem Titel „Kathedralen der Kultur”. Initiator ist Wim Wenders, der selbst ein Porträt der Berliner Philharmonie beisteuert. Als prominentester Mitstreiter stand Robert Redford hinter der Kamera und ergründete die Architektur des Salk Institutes, einer biologischen Forschungseinrichtung im kalifornischen La Jolla. Der Däne Michael Madsen richtete den Blick auf die Haftanstalt Halden in Norwegen, die als eines der humansten Gefängnisse weltweit gilt und wie ein Dorf konzipiert ist. Im Focus der Norwegerin Margreth Olin stand das Opernhaus in Oslo. Das größte nationale Kulturprojekt der Nachkriegszeit ist einem treibenden Eisberg nachempfunden. Neben der Berliner Philharmonie dürfte das Centre Pompidou uns am geläufigsten sein. Den Finessen des Pariser Kunst- und Kulturzentrums spürte Karim Aïnouz aus Brasilien mit der Kamera nach.

Was möglicherweise Bibliotheksfreunde elektrisiert, ist der Beitrag von Michael Glawogger über die Seele der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg. Der Grazer Filmemacher, Fotograf und Autor unterlegte seine optische Wanderung durch das Haus mit der Kraft des gesprochenen Wortes. In diesem Fall Texten von Gogol, Dostojewski und Joseph Brodsky.

Wir sind gespannt!

gp

P.S.: Natürlich ist auch im Centre Pompidou eine Präsenzbibliothek wichtiger Bestandteil des Gebäudes. Und Bibliotheken gibt es auch in Salk Institute und in der Haftanstalt Halden. Vielleicht tauchen sie ja auch im Bild auf.

Bild: Presseabteilung Berlinale

Swinging Sixties: Mary und der Minirock

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Die Haare der Jungs wurden immer länger, die Röcke der Mädchen immer kürzer. Beides empfand die Generation der Eltern als pure Provokation. Während sich die Boys damals auf Jesus beriefen, war auch die Beinfreiheit für Girls nicht unbedingt etwas Neues. Im Sport und im Show-Business gab es etliche Vorbilder für Röcke, die über dem Knie endeten.

Den „Quant”en-Sprung in die Mode vollzog in den sechziger Jahren der Minirock. Mit vollem Erfolg in der westlichen Welt, was der englischen Modedesignerin Mary Quant zu verdanken war. Sie wollte preiswerte Kleidung, „Ready-to-wear”,  mit knalligen Farben, dazu Lacklederstiefel mit hohem Schaft. Damit prägte sie den „London-Look” der Swinging Sixties.

Die Bewertung des Minirocks pendelte zwischen „Respektlosigkeit” und sexualisierter Wahrnehmung einerseits sowie neuem weiblichen Selbstbewusstsein und befreiter Selbstbestimmung andererseits. Wie dem auch sei – der Minirock setzte sich schnell in allen Gesellschaftsschichten durch. Und Mary Quant bekam dafür von der Königin einen Orden.

Heute feiert die Modequeen ihren 80. Geburtstag und kann auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Happy Birthday, Mary!

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gp

Die Beatles in den USA (III): Im Hagel von Jelly Beans

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Boxen und Basketball gehörten zum üblichen Programm vom Coliseum in Washington. Am 11. Februar 1964 wurde dort Musikgeschichte geschrieben. 8.092 Fans, meist Mädchen, bewacht von 362 Polizisten, erlebten das erste Konzert der Beatles in den USA. 2 bis 4 Dollar zahlten sie für eine Karte und die Bühne bestand aus einem Box-Ring ohne Seile. Gespielt wurde in alle vier Richtungen, wobei die Jungs zwischendurch selbst Hand anlegten, um ihre Instrumente neu auszurichten.

Nachdem eine Zeitung den alten Gag von John Lennon ausgegraben hatte, George Harrison hätte alle seine Gummibärchen aufgegessen, brachten viele der jugendlichen Besucher Jelly Beans mit. „Es war furchtbar”, erzählte George später. „Es tat weh. In Amerika haben sie keine weichen Gummibärchen, sondern harte Gummibohnen, die sind wie Kugeln. Wohin wir auch kamen, wurde ich damit beworfen.”

Im Video merkt man nicht viel davon. Im Gegenteil, sowohl die Band als auch das Publikum machten das Konzert einzigartig. Und immer wieder schön anzusehen, mit welchem Elan Ringo auf sein Gerät eindrosch.

gp

Reichlich Videos zum Konzert auf YouTube.

Beatles in den USA (II): The Big Takeover

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9. Februar 1964, 20 Uhr: 73 Millionen Amerikaner sehen auf CBS die Ed Sullivan Show, eine Rekordquote in der TV-Geschichte. Grund: der erste Live-Auftritt der Beatles in den USA. 50.000 wollten eine Eintrittskarte zur Show, 700 Zuschauer passten nur ins Studio. Der Promibonus blieb wirkungslos. Selbst Leute wie Leonard Bernstein mussten draußen bleiben. Ed persönlich bettelte eine Woche vorher in der Sendung: “Coincidentally, if anyone has a ticket for The Beatles on our show next Sunday, could I please borrow it? We need it very badly.”

Bei ihrem ersten Auftritt am 9.2. spielten die Beatles vier Songs. „All My Loving” und „Till There Was You” zu Beginn der Show und am Ende „She Loves You” und „I Want To Hold Your Hand“.

Blöder running-gag unter den Journalisten war da bereits, dass man die vier wegen ihrer Frisur nicht auseinanderhalten könne. Um dem abzuhelfen, blendete der Sender beim zweiten Lied zu closeups die jeweiligen Namen ein. John Lennon bekam dabei eine kleine Sonderbehandlung.

gp

P.S.: Die erste Show ist auf dem Video bis 10:40 min. Der Rest ist über die beiden folgenden Sullivan-Shows, in denen die Beatles zu sehen waren.

Wie die Beatles in die USA einfielen

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Am 7. Februar 1964 betraten die Beatles erstmals amerikanischen Boden. Dieser Moment gilt in den USA als Start der „britischen Invasion“. Vorausgegangen war am 18. November 1963 ein kurzer Bericht über die Band im Fernsehen. Ein weiterer folgte am 22. November morgens und sollte im Abendprogramm wiederholt werden. Dann wurde Präsident Kennedy erschossen, und der Beitrag über die „Beatlemania” in Großbritannien wurde erst am 10. Dezember wieder ausgestrahlt. Daraufhin schrieb die 15jährige Marsha Albert aus Silver Spring in Maryland an ihre Radiostation: „Warum gibt es diese Musik nicht bei uns?” Am 17. Dezember hörte sie I want to hold your hand im Rundfunk. Kurz darauf explodierte die Nachfrage in den Plattenläden, die den Song als Single ab dem 26. Dezember verkauften.Am 1. Februar stürmte er auf Platz 1 der Billboard Charts und blieb dort 7 Wochen stehen.

Die Beatles-Landung auf dem (gerade umbenannten) John F. Kennedy Airport am 7. Februar wurde von ihrem Manager Brian Epstein und der amerikanischen Plattenfirma minutiös vorbereitet.5 Millionen Poster kündigten die Ankunft landesweit an. In New York wurden 5000 Flyer an Jugendliche verteilt. Die versprachen, dass jeder, der kommt, eine Beatles-Platte erhalten würde, und es wurde darauf geachtet, dass der Flieger zur schulfreien Zeit ankam. Tausende von Teenagern und 200 Journalisten bereiteten den vier Engländern einen publikumswirksamen Empfang.”Die Landung der Beatles”, schrieb das Blatt „Entertainment Weekly”, “war die bedeutendste der 60er Jahre, wenn man die Mondlandung mal ausnimmt.” 10 Wochen nach der Ermordung Kennedys stand das Land noch unter Schock und Lähmung und der frische musikalische Wind bracht die schlagartige Befreiung aus diesem Zustand. Von Stund an herrschten die amerikanischen Stars der Unhaltungsmusik nicht mehr allein auf dem heimischen Markt. Im Zuge der Beatles stürmten weitere britische Bands die US-Charts.

In den Kommentaren zum Video von oben erwähnen einige Schreiber, wie sie persönlich die Ankunft am Flughafen erlebt hatten. Immer wieder zum Ausdruck kommt auch in vielen Postings die Sehnsucht nach dem unnachahmlichen Lebensgefühl der sechziger und siebziger Jahre.

gp

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Der Wortlaut des Interviews der Beatles auf dem Flughafen. Am Ort dieser Presse-Konferenz auf dem Flughafen wird heute eine Gedenktafel enthüllt, die an die Landung vor 50 Jahren erinnert. Auch die New York Public Library hat sich Einiges zum Jubiläum ausgedacht.

Großes (Bilderbuch)Kino in Ehrenfeld!

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Mit “Jitt et eijentlich Brummer, die noh Murre schmecke?” landete Jochen Börner einen Volltreffer. Vor Kindern einer Ehrenfelder Kita las er eine der beliebten Geschichten von Matthias Sodtke, vielen bekannt auch aus der “Sendung mit der Maus”. Nulli, der Hase, und Priesemut, der Frosch, sind allerbeste Freunde. Sie unternehmen so manches gemeinsam, nur ihre kulinarischen Geschmäcker lassen sich einfach nicht unter einen Hut bringen. Das Besondere: Börner hat die Geschichte ins Kölsche übersetzt! Kein Problem für das multikulturelle Publikum: Der bestehende Kölsch-Wortschatz (“Kölle”, “Kamelle”, “Alaaf”) wurde rasch abgecheckt, unbekannte Wörter lebhaft erarbeitet. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten!
Jitt et eijentlich Brummer, die noh Murre schmecke? Von Matthias Sodtke. Op Kölsch von Jochen Börner Köln: Bachem, 2011

R.G.

Stadtbibliothek sucht ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger

Die Stadtbibliothek Köln sucht für die neue minibib im Wasserturm auf dem Gelände des Einkaufszentrums der Köln-Arcaden in Kalk ein kompetentes ehrenamtliches Team. Dabei folgt sie dem Beispiel des erfolgreichen Betreiberkonzepts für das erste Bücherbüdchen im Stadtgarten. Das Aufgabenspektrum umfasst Auskunft und Aufsicht in der minibib und gute Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien. Voraussetzung ist Freude im Umgang mit einem multikulturellen Publikum, besonders mit Kindern und Jugendlichen. Die Beherrschung mehrer Sprachen, vor allem Deutsch und Türkisch, ist willkommen, aber nicht zwingend erforderlich. Der Arbeitszeitrahmen umfasst drei Stunden pro Woche. Mitglieder des künftigen minibib-Teams erhalten einen kostenlosen Mitgliedsausweis der Stadtbibliothek Köln, eine bedarfsgerechte Schulung und Einladungen zu besonderen Veranstaltungen der Stadtbibliothek.
Wie das Bücherbüdchen im Stadtgarten bietet auch die neue minibib einen niederschwelligen Zugang zum Lesen und ist gleichzeitig Werbeträger für die professionellen Angebote der Stadtbibliothek. Die Ausleihe erfolgt unbürokratisch und kostenlos. Die minibib im Wasserturm wird ihren Bestand zusätzlich nach den soziodemografischen Gegebenheiten des Standorts Kalk ausrichten und auch mehrsprachige Medien und Veranstaltungen anbieten. Außerdem gehören digitale Angebote wie iPads und “Games” zu ihrem Portfolio.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger melden sich bitte bis Samstag, 15. Februar 2014, per E-Mail an. Der Förderverein Stadtbibliothek Köln e. V., der auch die zweite minibib ideell und finanziell unterstützt, und die Stadtbibliothek freuen sich auf Rückmeldungen.
Kontakt: petzold@stbib-koeln.de

3 neue Navigationsgeräte zum Ausleihen in der Zentralbibliothek

Ab sofort sind 3 Garmin Dakota 20 zum Ausleihen da.
Vorinstalliert sind die Feierabendtouren Köln, Band 2 von Steffi Machnik und auszugsweise die Freizeitkarte Deutschland.
Die Feierabendtouren sind in Buchform bei der Ausleihe mit dabei.

 Garmin Dakota 20
Garmin Dakota 20

Es besteht die Möglichkeit OSM (OpenStreetMap)-Karten aller Länder abzuspeichern (Micro-SD-Speicherkartenplatz), entweder zuhause oder am PC (CD-ROM-Teststation) auf der 1. Etage der Zentralbibliothek. Auch weitere Touren sind hier mit entsprechender Software zu planen und im gpx-Format auf das Navigationsgerät herunterzuladen.
Außerdem sind digitale Wander- oder Radtourvorschläge aus unseren entleihbaren Reiseführern zu übertragen.
Der nächste Urlaub oder Kurzausflug in die nähere Umgebung kann nun technisch unterstützt per Navigationsgerät erfolgen!
Übrigens die nächste GPS-Schulung mit dem Geologen Sven von Loga findet am Donnerstag, den 13.2. in der Zentralbibliothek statt.
eda

Wieviel Pistazien sind in dieser Bibliothek?

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Mindestens genauso wichtig wie das Ergebnis ist beim jährlichen Superbowl in den USA die Konkurrenz der Werbespots, die in den Spielpausen eingeblendet werden. Die Kreativen legen sich mächtig ins Zeug und die großen Firmen blättern ordentlich was hin, um auf Sendung gehen zu können.

Lag letztes Jahr ein Clip mit einer Bibliothekszerlegung ganz vorne, ist 2014 eine Bibliothek nur Hintergrund eines Spots, der für Pistazien wirbt. Hauptdarsteller Stephen Colbert (einer der bekanntesten Komiker in den Staaten) zerbricht sich den Kopf, um den Couch-Potatoes die Knabberei schmackhaft zu machen. Dazu kommt ein Rätsel, bei dem es einen Koffer voller Dollar zu gewinnen gibt.

Das aktuelle Ranking aller Spots kann auf der Super-Bowl-Seite verfolgt werden.

gp

Impressionen vom Elektropop-Konzert mit airman

Es geschieht nicht tagtäglich, dass in unseren Räumlichkeiten aufwändige Elektropop-Konzerte stattfinden und Laser zucken. Aber am 27. Januar kam airman! Schon ab 11 Uhr gab es emsiges Treiben in unserer Q-thek. Transporter rollten an, Kisten in allen Größen wurden entladen, Kabel schlängelten sich durch den Raum, Stromkreise wurden angezapft und eine Schar von Beamern ging in Stellung. Langsam nahm alles Gestalt an und die Masse an Equipment zog sich entweder auf die Bühne oder an den Steuertisch zurück. Der ganze Prozess samt anschließender Veranstaltung wurde von einer Webcam in Standbildern aufgezeichnet und live auf airmans Homepage übertragen. Hier der Tag im Zeitraffer:
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Um 18.30 Uhr begann sich die Q-thek zu füllen. Gleich neben den Merchandise-Artikeln von airman und unserem Getränkestand wartete eine kleine Technikspielerei à la Minority Report auf die Besucher. Wer wollte konnte den Leap Motion Controller ausprobieren, der seit Sommer 2013 auf dem Markt ist. (Test Englisch | Test Deutsch) Ähnlich der Kinect nimmt er Bewegungen im dreidimensionalen Raum wahr und ermöglicht so die Gestensteuerung für einen PC. In der Midnight-App, die den größten Teil des Abends lief, steuerte man Lichtpartikel auf dem Monitor, die je nach Anzahl der benutzten Finger andere Schwarmformen annahmen. Benutzte man alle 5 Finger wurde die gesamte Form in Slow Motion versetzt und konnte ganzheitlich gedreht und gewendet werden. In dieser Form sicherlich eine Spielerei und auch noch nicht ganz ausgereift, aber eine Technologie mit Potential.

Steuermöglichkeiten des Leap Motion Controllers
Steuermöglichkeiten des Leap Motion Controllers

Bevor das Konzert begann, sprach Stefan Vallbracht aka airman zunächst über die Philosophie und die Technik hinter seiner Show. Für elektronische Musik verwenden in Minimalausstattung viele einen Laptop – dabei wird dem Zuschauer jedoch jeder Bezug zu den Klängen genommen und auch optisch hat diese Darbietung wenig zu bieten. Statt bewegungslos auf der Bühne zu sitzen, möchte der Kölner mit seinem Elektropop-Soloprojekt elektronische Musik sichtbar machen und durch seine unzähligen Steuerungsmöglichkeiten ein menschliches Element einbringen. Unter seinen Controllern befinden sich so außergewöhnliche Geräte wie z.B. Wind-Controller, eine Laserharfe und Wiimotes. Die an den Instrumenten ausgeführten Gesten und Tastenanschläge werden über die MIDI-Schnittstelle digitalisiert und an PCs oder Klangerzeuger weitergeleitet – eine Übertragung die auch kabellos über WLAN erfolgen kann. Abgesehen von seinen eigenen Gadgets stellte Stefan noch eine ganze Reihe anderer MIDI-Controller vor: beim Ribbon Controller werden Töne durch Berührungen entlang einer Leiste erzeugt, beim AirPiano reichen Handbewegungen über dem Instrument, die Marimba Lumina wird mit Schlägeln bedient, die Eigenharp enthält sowohl Wind- als auch Ribbon Controller und wertet sogar den Druck und die Fingerbewegungen aus, die der Musiker auf ihren Buttons vollführt. Wer kein fertiges Instrument kaufen möchte, kann sich seinen MIDI-Controller auch basteln, z.B. mit einem Arduino-Mikrocontroller. Für die Zukunft erhofft sich Stefan einen Wechsel von der mittlerweile über 30 Jahre alten MIDI-Schnittstelle auf OSC (Open Sound Control) und eine Standardisierung dieses Datenübertragungsprotokolls. Seine Show soll außerdem durch Pyrotechnik und großflächige, interaktive Bildschirme bereichert werden.
Das 90-minütige Konzert nahm die Zuschauer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit – mit Zwischenmoderationen in Form von Flugzeugdurchsagen. Parallel zu einer Mischung aus SynthPop, Trance, Avantgarde und Trip-Hop, zündete airman ein Feuerwerk von Lichteffekten, Laserstrahlen und Projektionen. Je nach Lied schlüpfte er in besondere Kostüme: von seiner weiß-roten Kapitänskombo über den Matrixmantel zum Astronautenhelm. Neben den schon erwähnten MIDI-Controllern steuerte airman bei “Buddhas Puppet” per Datenhandschuh den Gesang eines virtuellen Mönchs und zückte bei mehreren Liedern die Keytar. Ruhigere Töne lieferte der Song “Weitergehen”, der Stefans verstorbener Mutter gewidmet ist. Während des Liedes wurden Blumen im Publikum verteilt. Neben den von ihm selbst komponierten Stücken spielte airman auch “Oxygene 8” von Jean Michel Jarre – natürlich auf der Laserharfe!

Nach dem Konzert klang der Abend bei einer Lasershow aus. Abgestimmt zur Musik von “Ameno” oder den “Pirates of the Caribbean” durchschnitten Laserstrahlen den benebelten Raum und erzeugten Farbwände, die fast greifbar schienen.

Unser Dank geht an airman und seine Schar der Helfer (wenn ihr airman im Bereich Booking unterstützen möchtet, kontaktiert ihn über seine Homepage), an KMC Conrad für die Laser und weiteres technisches Equipment und natürlich an das Hochschulradio Kölncampus für ihre PR-Unterstützung!
Das Elektropop-Konzert war Teil der Veranstaltungsreihe geeks@cologne der Stadtbibliothek Köln. Weiter geht es im März mit einem Web-2.0-Thema, die Ankündigung erfolgt demnächst. Alle Infos zur Reihe finden sich auf geekscologne.mixxt.de. Wenn ihr euch auf der Seite anmeldet, werdet ihr immer per E-Mail informiert, wenn eine neue Veranstaltung angekündigt wird.

(ba)