Nichts für Schüchterne!

Schauspielerinnen über Beruf und Bibliothek:

Kölner Stadt-Anzeiger, Panorama, Seite 20, Samstag/Sonntag 15./16.Januar 2011.
Nach dem Motto: Nichts ist langlebiger als das Klischee!
Das es auch anders geht, zeigt die Kampagne des Deutschen Bibliotheksverbandes vom letzten Jahr:

Iris Berben: “Die Bibliothek spielt eine Hauptrolle in Bildung und Kultur”

Und im BIX-Magazin, 2009″, sagte Iris Berben:

“Wäre ich nicht Schauspielerin geworden, dann Bibliothekarin!”

gp

Sabine Kornbichler: Die Todesbotschaft

Schon seit Jahren liebe ich die Bücher von Sabine Kornbichler. Früher widmete sie sich mehr dem Genre Frauenliteratur, heute schreibt sie Krimis.
Erzählt wird dieser Psychothriller in zwei Erzählperspektiven.
Wie schon in ihren früheren Romanen baut Kornbichler auch in “Die Todesbotschaft” eine spannende Geschichte voller verzwickter Geheimnisse auf, die eine junge Frau versucht zu entschlüsseln. Die 34-jährige Finja muss mit einem Mal feststellen, dass Ihre Familie ein schreckliches Geheimnis wahrt und ihr Vater doch nicht der “ehrenwerte” Geschäftsmann ist, den sie jahrelang bewundert hat. So steht sie vor den Trümmern ihrer einst so heilen Familie…..
Viel Spass bei der Lektüre!
 
lab

Fundlesezeichen der Woche

Mit 9 Warnungen vor den häufigsten Bücherschäden kommt dieses Lesezeichen einer niederländischen Bibliothek daher:
 

 
Hoffentlich hat sich dies der nun um einen Spicker schwächer gewordene Leser zu Herzen genommen. Sonst gibt’s “een geknakte rug”!

ZAZ hat’s!

Gemeinsam ist beiden, dass sie als Straßensängerinnen in Montmartre auftraten. Die eine vor 80 Jahren, die andere vor einigen Monaten. Schon oft wurde in Frankreich eine neue Piaf angekündigt, ohne dass nur eine davon es schaffte, die Vorschusslorbeeren in Erfolge umzusetzen. Im Falle von Isabelle Geffroy allerdings, die unter Namen ZAZ ihre Karriere startete, kann sich das endlich bewahrheiten. Davon sind zumindest Millionen Franzosen überzeugt, die ihre erste CD letztes Jahr wochenlang an die Spitze der Albumcharts kauften und in ihr die neue Piaf sehen. Belgien, Österreich und die Schweiz zogen nach, und jetzt macht sie sich daran auch Deutschland zu erorbern.

 Ihr Hit „Je veux” ist der Ohrwurm schlechthin – einmal drin und für immer abgespeichert! Die ganze CD besticht durch eine höchst individuelle Mischung aus Jazz, Swing und Chanson-Pop mit einem Schuss Gipsy.  An vorderster Front sorgt eine schwungvolle Stimme für ansteckende gute Laune. Kein gecastetes Zufallsprodukt sondern das Ergebnis 25jähriger harter Arbeit, die jetzt der Erfolg krönt…

gp

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Ym0A9Rgm-qY]

Am 29.  April gibt ZAZ ihr erstes Konzert in Köln. In der StadtBibliothek findet ihr die CD auf der 4. Etage im Soundpool unter der Signatur  4  71.3  ZAZ

Neubrücker Literaturkreis

Kontrovers diskutierten wir über David Gilmour: Unser allerbestes Jahr
In diesem Roman erlaubt ein Vater seinem 16-jährigen Sohn, die verhasste Schule zu schmeißen. Einzige Bedingung: Gemeinsam mit dem Vater muss der Sohn jede Woche drei Filme schauen.
Der Roman ist eigentlich ein Tatsachenroman. Er hat nicht den Anspruch das Rad neu zu erfinden, sondern er will einfach und fesselnd von jenem pädagogischen Experiment berichten, das Jesse schließlich wieder auf den Weg bringt. Das Buch bleibt bis zum Schluß spannend, die Dialoge sind brillant, die Erzählung oft anrührend. Der Leser profitiert von den Ausführungen des Autors zu Schlüsselszenen der Weltfilmkunst, manche empfinden gerade diese als “Gewalttour” durch die Filmgeschichte. Andere werfen dem Autor “Voyeurismus” vor, in dem er sein Innerstes -und das seines ihm anvertrauten Kindes- vorführt.
Die Idee zu einer solchen Erziehungsmethode stößt bei den meisten auf völlige Missbilligung, andere finden diesen Weg bemerkenswert, Nähe zum beinahe schon entglittenen Kind zu suchen.
Man mag zu dem Buch stehen wie man will, aber die Idee für diese “ungewöhnliche Filmtherapie” ist einfach genial.
vorhanden in der Zentralbibliothek 2. Etage und in den Stadtteilbibliotheken
Am Freitag, 4.2.2011, 10.00 – 11.30, besprechen wir in der Stadtteilbibliothek Neubrück, An St. Adelheid 2-8
Veronika Peters: Was in zwei Koffer passt

lab

Sprache ist Macht!


 

Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Projektes

“Mehrsprachige Leseförderung”:

Stadtteilbibliothek Sülz: Zweisprachige Kinderlesung

  14. Januar 2011, 17 bis 18 Uhr 

Paola Longobardi liest: Der gestiefelte Kater / Il gatto con gli stivali.

In Kooperation mit “mehrSprache e. V.”

 

Stadtteilbibliothek Nippes: Zweisprachige Kinderlesung

20. Januar 2011, 16 Uhr

 Peter Körner (Spielball-Theater) und Cem Ünal (Arkadas-Theater) lesen aus Der Wunschbaum / Dilek agaci vor.

Anita Shreve: Weil sie sich liebten

“Die Kassette war klein, nicht viel größer als seine Hand, aber wenn Mike an die erschreckende Hemmungslosigkeit dachte, die auf dem Band zu sehen war, an das Risiko und die Zerstörungskraft, die es barg, hätte das kleine Plastikding ebenso gut radioaktiv sein können. Genauso hat es gewirkt und mit seinem Gift die ganze Schule kontaminiert: Es hatte den Ruf der Avery Academy ruiniert, seines Wissens mindestens zwei Ehen zerstört, die Zukunft von drei Schülern zunichtegemacht und -das war das Schlimmste- einen Menscchen in den Tod getrieben…”
Anita Shreve beschreibt , wie immer in ihrem ganz eigenen eleganten Stil, wie ein Alkoholexzess von drei Jugendlichen in einer Privatschule eskaliert und dabei eine minderjährige Schülerin missbraucht wird.
Ihr gelingt ein Soziogramm einer menschlichen Gemeinschaft, in der sich Handlungen verselbständigen. Sehr realistisch geschrieben und zugleich ein Dokument unserer Zeit.
vorhanden in den Stadtteilbibliotheken
lab

Sag’ uns wo die Blumen sind!

Vermutlich sind die meisten heute hier!  

Und nur um einige Stichworte zu nennen: Folk, Sopran, Friedensbewegung, Civil-Rights-Movement, Club 47, Newport, Woodstock, Vietnam, Gefängnis…und…und…und…

Und hier das Geburtstagständchen zu ihrem 70. aus Köln: 

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=2vbhvC3atwA]

Der Text zum Mitsingen:

REJOICE IN THE SUN

 Heels of children running wild in the sun

like a forest is your child growing wild in the sun

Doomed in his innocence in the sun.

Gather your children to your side in the sun

tell them all they love will die,

tell them why,

in the sun tell them it’s not too late for today one by one

tell them to harvest

and rejoice — in the sun.

 Text/Musik: Diane Lampert/Peter Schickele

gp

P.S.: Unter dem Motto “Hören, sehen, selber spielen/singen!” finden sich die CDs, DVDs und Noten zu ihren Songs im Soundpool auf der 4. Etage der StadtBibliothek.

Ruth Rendell


“Wochenlang verschwendete Ismay keinen einzigen Gedanken daran. Dann rief irgendetwas die Erinnerung wieder wach, oder ein Traum ließ alles wieder aufleben. Der Traum begann immer gleich: Sie stieg mit ihrer Mutter die Treppe hinauf und folgte Heather durchs Schlafzimmer in den Raum auf der anderen Seite. Im Traum befand sich hier allerdings kein Bad, sondern ein ringsum mit Marmor getäfeltes Gemach, in dessen Mitte ein spiegelglatter See lag. Das weiße Ding im Wasser trieb, mit dem Gesicht nach unten, auf sie zu, und ihre Mutter rief absurderweise: “Schau weg!” Denn das tote Ding war ein Mann, ein nackter Mann, und Ismay ein fünfzehnjähriges Mädchen…”
Was geschah vor neun Jahren, als die kleine Heather mit ihrem Stiefvater allein zu Hause war und er in der Badewanne ertrank? Hat sie ihn  ermordet? Und wann schlägt sie wieder zu?
Der Verdacht liegt nahe, das Heather aus irgend einem Grund ihren Stiefvater ermordet hat.
Die Mutter driftet kurz nach dem Tod ihres Mannes in die Schizophrenie ab, lebt fortan in ihrer eigenen Welt und Ismayr liebt ihre Schwester viel zu sehr, als das sie dieses Thema anzusprechen wagt. Und so vergehen neun Jahre des Schweigens. Als beide längst erwachsen sind, passiert ein weiterer Mord …
Ein Thriller, der den Namen einmal wirklich verdient, auch wenn hier die Betonung mehr auf “Subtiles Grauen” liegt.
Ruth Rendell ist bekannt für ihre elegante und geschliffene Prosa und ihre scharfsinnige Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen. Nicht der Täter steht im Vordergrund, sondern der sich mit den Umständen und Beweggründen von Verbrechen auseinandersetzt.
Unter dem Pseudonym Barbara Vine schrieb sie seit 1986 einige Psychothriller.
Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte!
 
Lab

Elizabeth Haran: Leuchtende Sonne, weites Land


Jaqueline und ihr Ehemann Henry machen sich von New York nach Australien auf, um dort ein neues Leben zu beginnen. Henry will dort in das Möbelgeschäft seines Bruders einsteigen. Doch nichts kommt wie geplant. Während Jaqueline wegen Reiseübelkeit vier Wochen das Bett hüten muss, beginnt Henry eine Affäre mit Verity, einer Frau, die nur halb so alt ist wie er. Und es kommt wie es kommen muss: als das Schiff in Australien anlegt, bittet Henry seine Frau um die Scheidung, da er mit Verity ein neues Leben beginnen will. Völlig außer sich verlässt Jaqueline das Schiff, ohne Geld, ohne Kleidung und ohne Freunde.
Und dann beginnt das Abenteuer ihres Lebens…
Die Autorin hat wieder einen ihrer typischen Australienromane verfasst. Er liest sich leicht und flüssig. Zwar sind einige Geschehnisse vorhersehbar, aber trotz allem fesselt die Geschichte. Ein wahrer Pageturner für den Urlaub oder auch für lange Winterabende.
vorhanden in der Zentralbibliothek 2. Etage und in den Stadtteilbibliotheken
lab