Peter James: Und morgen bist du tot

 

“Ich war nie ein gewalttätiger Mensch. Und jetzt sitze ich hier und wünsche mir, dass irgendwo irgendein Fremder stirbt.”
Die Frau, die diese Worte sagt, ist Lynn Beckett, die Mutter von Caitlin. Caitlin hat ohne eine Spenderleber nur noch kurze Zeit zu leben. Dass es Peter James’ geplagter Inspektor Roy Grace nicht nur mit einer mörderischen Bande von Organhändlern zu tun bekommt, sondern vor allem mit einer verzweifelten Mutter, die zur Rettung ihrer schwerstkranken Tochter vor nichts zurückschrecken würde, verleiht diesem Buch eine einzigartige Emotionalität.
Nicht die Spannung steht im Vordergrund, sondern die Fragen die dieses Buch aufwirft. 
Für Fans von realitätsnahen, gut recherchierten Thrillern die Roy Grace – Serie in Reihenfolge der Erscheinung:
1.Stirb ewig// 2. Stirb schön// 3. Nicht tot genug// 4. So gut wie tot// 5. Und morgen bist du tot
vorhanden in der Zentralbibliothek 2. Etage und in den Stadtteilbibliotheken
 
lab

Grandiosestes Hörbuch des letzten Jahres?

Dieser Frage stellte sich kürzlich der  Hessische Rundfunk.  Nachdem er jeden Monat ein Hörbuch nennt, welches ihm besonders am Herzen liegt, musste nun der Überflieger von 2010 her.

Und dieser ist, tadaaaa:

Damit Sie jetzt nicht 180Euro ausgeben müssen, um diese “Höroffenbarung” zu genießen, tut’s hier wieder mal die Stadtbibliothek.
Ein Tipp: Der erste Teil lautet “In Swanns Welt” (sonst wird’s teilweise kniffelig bei der Suche).
Wer lieber liest, und das auf französisch und auf seinem Bildschirm, findet hier die ersten Bände.
Für die Liebhaber des Handfesten, natürlich nach wie vor auch auf Papier, bei den Werkausgaben unter Ua Proust.


Insidertipp: Besonders beliebt unter unseren Kunden ist nach wie vor die Aufzeichnung der Live-Aufnahme in der Lengfeld’schen Buchhandlung Köln vom Jahre 1997. Hier wird es bei der Recherche zugegebenermaßen etwas verzwickt, sodass Sie am besten direkt im Regal stöbern.  Hier heißt der erste Teil allerdings  “Combray“. Finden Sie unter U *20. Jahrhundert* Proust, Marcel.

Wir sind gespannt: Welche Version gefällt Ihnen besser?

Gaming-Roadshow in der StadtBibliothek Köln

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=c99DHfkcQA0]

Die erste Gaming Roadshow startet am 15.02. und 16.02. in der StadtBibliothek Köln. Wir freuen uns alle sehr auf die Premiere. Zwei Tage lang werden Bibliothekare zusammen mit allen Interessierten Computerspiele ausprobieren und kennenlernen. Zudem möchten wir gemeinsam überlegen, was Computerspiele für die Zukunft der Kultur- und Wissensvermittlung bedeuten und was Bibliotheken heute tun können, um Teil dieser Zukunft zu werden.
Die Veranstaltung ist eine offene Veranstaltung d.h. jeder ist eingeladen mitzumachen. Egal ob jung oder alt oder ob Gamer oder interessierter Anfänger; die Gaming-Roadshow ist für alle da.
Zum jetzigen Zeitpunkt laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Zusammen mit unseren Partnern der Zukunftswerkstatt und der US-Botschaft planen und koordinieren wir die Roadshow-Premiere.
In Kürze werden wir auch das Programm der beiden Tage hier veröffentlichen. Was Ihr heute schon tun könnt ist, den Termin in Euren Kalender einzutragen und es allen Euren Freunden und Bekannten zu sagen.
Kontakt und Information: cordula.noetzelmann@stadt-koeln.de

Köln: “…riesige Mengen lieber und lächelnder Mädchen…”


Zu den anrührendsten Zeilen seines Debütromans zählen jene über ein Gymnasium in Köln:
“Den Klang des Namens mochte ich gleich. Liebfrauenschule. Ich stellte mir riesige Mengen lieber und lächelnder Mädchen vor,  Mädchen, die mir alle gefielen. Wenn ich an Köln dachte (…) dachte ich oft an die lächelnden Mädchen der Liebfrauenschule, und ich hätte mich niederlegen und ein paar Tränen vergießen können, nur wegen dieser ganz unspezifischen Schönheit, die ich mir dort auf dem Schulhof und in den Gebäuden der Liebfrauenschule, aber auch in der weiteren Umgebung der Liebfrauenschule vorstellte.” (S. 289)
So blickt Marko, 15, in den 70er Jahren auf die Welt , und diese besteht aus Mädchen, Büchern und Gott. Zwischen bischöflischem Internat und Wochenenden bei den geschiedenen Eltern in Köln färbt sich die Geschichte autobiografisch. Der Übergang vom Kind zum Mann mündet in einer schrecklichen Wahrheit… Für seinen Roman “Warum du mich verlassen hast” wurde der Autor 2006 mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld ausgezeichnet
Der Geburtstagsglückwunsch des Tages geht an den Schrifsteller, Journalisten, Literaturkritiker und -wissenschaftler Paul Ingendaay, der  vor 50 Jahren in Köln geboren wurde. Heut lebt er als Kulturkorrespondent in Spanien.

gp

In der Stadtbibliothek ist sein Roman unter der Signatur “U Ingendaay, Paul” zu finden und seine “Gebrauchsanweisung für Spanien” bei den Reiseführern unter “Mkn 2 Ingendaay“.

Ein Schatz wird 50!

“Was haben wir denn Gemeinsames als unsere Sprache und Literatur”, schrieb Jacob Grimm 1854 ins Vorwort des ersten Bandes. Auf deutschem Boden regierte die Kleinstaaterei und während dieser Zeit arbeiteten er und sein Bruder Wilhelm schon 16 Jahre am Mammut-Projekt eines “Deutschen Wörterbuches”. Nicht weniger als der gesamte deutsche Wortschatz sollte wissenschaftlich beschrieben und bearbeitet werden. Über den Buchstaben F kamen sie zu Lebzeiten nicht hinaus. 123 Jahre gingen ins Land, bis das Werk am 4.1.1961 (heute vor 50 Jahren) fertig war. In diesen Jahren wurde die deutsche Einheit erreicht und wieder verspielt. Kaum hatten die “Deutsche Akademie der Wissenschaft” in Ost-Berlin und die “Deutsche Forschungsgemeinschaft” in Göttingen gemeinsam das 32bändige Werk vollendet, zementierte kurz darauf eine Mauer die deutsche Spaltung.
Spannend wie ein Krimi liest sich diese  Geschichte des Wörterbuches:

In der Zentralbibliothek  findet sich der “Schatz” auf der 2. Etage in der Literaturwelt unter der Signatur: “Hck Grimm”.
“Viele sind immer noch erstaunt, dass die Gebrüder Grimm dahinter stecken. Die meisten verbinden den Namen nur mit den Märchen. Aber für Sprach- und Literaturwissenschaftler ist das Wörterbuch – nicht zuletzt wegen seiner vielen Zitate – eine äußerst ergiebige Fundgrube,” so Bibliothekarin Marlies Meinigke.

Selbstredend steht die digitale Version im gleichen Regal. Signatur:  “Hck Digitale Grimm”

gp

Hilfe! Die Quadrantiden kommen!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Y8pPGxAyrY0]

Eins muss man dem All lassen: je nachdem, was da oben so hin und her schiesst, kann man die Uhr danach stellen. So auch heute Nacht!  Um 02.10 Uhr feiert das erste große kosmische Event des Jahres seinen Höhepunkt. Ein Sterschnuppen-Schauer sorgt für einen Sylvester-Nachschlag am Himmel. Die Quadrantinen sind zu Besuch!

Diese Meteoritenstürme  stammen aus einer Staubspur und Gestein, die einst ein Komet auf seiner Reise um Sonne hinterlassen hat. Jährlich kreuzt die Erde auf ihrer Bahn die Schweif-Spuren. Die Staubteilchen verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre  als Sternschnuppen. Bis zum 10. Januar dauert das Spektakel, aber die meisten flitzen heute Nacht vorbei: rund 120 pro Stunde.

Dieses Jahr herrschen fast optimale Bedingungen, über Mitteleuropa kommt es gleichzeit zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Würde da der Radiant (der Punkt, von dem die Sternschnuppen auszuströmen scheinen) dieses Jahr nicht so ungünstig liegen – das Erlebnis wäre perfekt.

gp

 Kosmischen Wissensdurst stillt die Stadtbibliothek auf der 1. Etage unter der Signatur “Se”.

Sylvesternachtspaziergang

Zugegeben! Er ist mein Favorit! Das erste Märchen, das mich mitriss in die Tiefe war seine “Meerjungfrau“.  Und denk ich an Sylvester fällt mir sogleich “Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern” ein. Nicht ganz so bekannt ist  sein Neujahrsgeschichte “Zwölf mit der Post“. Und wer noch mehr sprühende Phantastik von ihm lesen möchte, dem sei “Spaziergang in der Sylvesternacht” empfohlen. Es ist sein zauberhaftes Jugendwerk, gleichzeitig die erste bedeutende Prosa des 24jährigen Studenten. Durch die verschneite dänische Hauptstadtsilhouette streift ein einsamer Flaneur Holmens Kanal entlang. Und am Wegesrand erscheinen ihm bereits die Vorboten jener märchenhaften Figuren, die seinen Weltruhm begründen werden. Und höchst amüsant zu lesen ist, was der junge Mann der Welt im Jahre 2128 prophezeit: das Luftschiff, die Macht Rußlands und der Aufstieg Amerikas, aber auch für die Bibliotheken hat er eine Vision. Sein überbordende Phantasie führt in ein Schloß, von dem uns heute immer noch über 100 Jahre trennen. Vor ihm öffnet sich eine Galerie:
“Das Getäfel unter den Fenstern enthielt Bücherregale, und neben jedem Regal hing an einer kleinen silbernen Kette ein lebender Katalog, das heißt ein alter Star oder Papagei, der den Bibliothekar spielte und die Namen aller Bücher herunterschnarren konnte. Ach wie wenige waren dort von der Sorte, die uns jetzt überschwemmen! Selbst die Arbeiten unserer besseren Dichter waren zu ausgewählten Werken zusammenschmolzen…”  (S. 44)
Mehr sei nicht verraten und es ist der Phantasie jedes einzelnen überlassen, wie er sich die Bibliothek von 2128 vorstellt.

gp

Das Buch “Spaziergang in der Sylvesternacht 1828/29” von Hans Christian Andersen steht im Bestand der Zentralbibliothek, und freundliche Bibliothekarinnen auf der 2. Etage helfen es zu finden.
Mehr Literatur zur Jahreswende findet sich hier.
Bild: Christian Albrecht Jensen 1836 gefunden bei Wikimedia Commons.

“Dinner for one” mal anders

Wer kennt ihn nicht, den Klassiker zu Silvester?
“Dinner for one” ist die am häufigsten wiederholte Sendung im deutschen Fernsehen. 1963 wurde sie in der Sendung “Guten Abend, Herr Frankenfeld” bei der ARD das erste Mal ausgestrahlt und bekam dann 9 Jahre später den noch heute geltenden Sendeplatz am 31.12. Und auch 2010 wird “Dinner for one” mit Sicherheit auf so manchen deutschen Bildschirm flimmern.
Mehr Informationen zu der Entstehungsgeschichte von “Dinner for one” gibt es hier.
Doch wer mal Lust auf eine kleine Veränderung hat, kann sich folgendes Video anschauen. Also nicht ganz “the same procedure as every year”.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=iZHwMVhJ81g]

aFri

Mein Filmtipp: Away we go – Auf nach Irgendwo

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=46zY6UZ_OlM]

 

Ein Roadmovie der anderen Art: Verona und Burt, beide Anfang 30, reagieren auf die Neuigkeit, dass sie ein Kind bekommen werden, zunächst ein wenig überfordert. Doch zum Glück gibt es ja noch Burts Eltern, die ihnen mit fachkundigem Rat zur Seite stehen könnten. Diese jedoch haben andere Pläne und eröffnen ihnen, dass sie ihren großen Traum, nach Belgien zu ziehen, nun endlich in die Tat umsetzen wollen.

Doch wer soll Verona und Burt denn dann bei der großen Aufgabe, Eltern zu werden, helfen? Was nun folgt, ist ein Reise ins Irgendwo, zu Verwandten, Freunden und sonstigen Bekannten, die ihnen mit Erziehungstipps zur Seite stehen sollen und bei denen Verona und Burt eine neue Heimat finden wollen. Doch jeder dieser Menschen hat seine mehr oder weniger große Eigenart, so dass aus dem Irgendwo im Laufe der Reise ein Nirgendwo wird. Und die wirkliche Heimat entpuppt sich dann als gar nicht so weit entfernt…

Der Regisseur Sam Mendes (American Beauty) schafft es mit seinem Film „Away we go- Auf nach Irgendwo“ den Zuschauer sofort in seine eigene Welt zu ziehen. Der Film kann sehr witzig sein, insbesondere durch die Rolle des charmant-konfusen Burt (gespielt von John Krasinski). Er kann aber auch nachdenklich und ruhig sein, was die extrem gute Musikauswahl (mit Songs von Alexi Murdoch, George Harrison und Bob Dylan) sehr gut unterstreicht. Aber vor allem tut der Film, auf seine sehr eigne Art, gut!

“Away we go” lohnt sich sehr und kann in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken Ehrenfeld, Sülz, Mülheim und Haus Balchem ab 12 Jahren ausgeliehen werden.

aFri

 

Lesesaal Ausstellung – Neue Kinderbücher

Noch kein Ende des Winters in Sicht?
Dann jetzt noch schnell mit Büchern eindecken und es sich auf dem Sofa oder im Bett so richtig gemütlich machen.
Derzeit werden in der kunterbunten Lesewelt, im Lesesaal der Zentralbibliothek, eine Auswahl neuer Kinderbücher ausgestellt.
Bis zum Schulbeginn ist noch etwas Zeit, also schaut doch einfach mal vorbei…
Kinderbuchausstellung im Lesesaal der Zentralbibliothek Köln